SSD Am Server?
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Regina3
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SSD Am Server?
Hallo
Wir hatten Leistungsprobleme. Aufrüstung des Netzwerkes und der Arbeitsstationen haben fast nichts gebracht. Nun hat unser lokaler Computerspezialist die Serverfestplatten gegen SSd ersetzt. Seither ein superflottes Arbeiten. Manche Kollegen und PC-Spezialisten haben Bedenken gegen den SSD -Einsatz am Server. Wie ist Eure Erfahrung?
Gruss Regina3
Wir hatten Leistungsprobleme. Aufrüstung des Netzwerkes und der Arbeitsstationen haben fast nichts gebracht. Nun hat unser lokaler Computerspezialist die Serverfestplatten gegen SSd ersetzt. Seither ein superflottes Arbeiten. Manche Kollegen und PC-Spezialisten haben Bedenken gegen den SSD -Einsatz am Server. Wie ist Eure Erfahrung?
Gruss Regina3
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McLeod
- Beiträge: 483
- Registriert: Samstag 25. Februar 2012, 15:04
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Re: SSD Am Server?
Wenn man entsprechende "Vorsichtsmaßnahmen" ergreift (ordentlliche SSDs, Plattenpiegelung und regelmäßige umfassende Datensicherung), spricht eigentlich nichts dagegen, auf einem TM-Server SSDs einzusetzen.
Ist außerdem die einfachste Art, der Geschichte Beine zu machen.
Man muß sich allerdings bewußt sein, daß deren Haltbarkeit (Stichwort: max Anzahl Scheibzyklen*) begrenzter ist, als bei klassischen Serverplatten, die auch in Punkto Zuverlässigkeit noch einen generellen (zumindest mathematischen) Vorteil haben.
Auf der anderen Seite ist es in der Praxis aber eben nicht so, daß SSDs im Servereinsatz sterben wie die Fliegen und die klassischen SAS-Platten bis zum Weltuntergang problemlos laufen. Wer schon mal mit größeren Server- und Storagesystemen zu tun hatte, weiß, wie oft hier auch klassiche Platten gewechselt werden müssen.
Grundsätzlich ist es aber so, daß die Ausfallquote von SSDs statistisch (z.B. in % von 1000 Stk) höher liegt.
Für den Anwendungsfall TM-Server (im Zweifelsfall nur 2 Datenplatten) sind allerdings die statistischen Zuverlässigkeitswerte von SSDs oder Serverplatten nicht wirklich von Bedeutung. Hier hat man eigentlich im Endeffekt immer 'ne 50-50 Chance (ich weiß, daß das mathematisch nicht korrekt ist).
*kommt natürlich nur zum Tragen, wenn man dieses Limit während der Nutzungsdauer auch erreicht
Ist außerdem die einfachste Art, der Geschichte Beine zu machen.
Man muß sich allerdings bewußt sein, daß deren Haltbarkeit (Stichwort: max Anzahl Scheibzyklen*) begrenzter ist, als bei klassischen Serverplatten, die auch in Punkto Zuverlässigkeit noch einen generellen (zumindest mathematischen) Vorteil haben.
Auf der anderen Seite ist es in der Praxis aber eben nicht so, daß SSDs im Servereinsatz sterben wie die Fliegen und die klassischen SAS-Platten bis zum Weltuntergang problemlos laufen. Wer schon mal mit größeren Server- und Storagesystemen zu tun hatte, weiß, wie oft hier auch klassiche Platten gewechselt werden müssen.
Grundsätzlich ist es aber so, daß die Ausfallquote von SSDs statistisch (z.B. in % von 1000 Stk) höher liegt.
Für den Anwendungsfall TM-Server (im Zweifelsfall nur 2 Datenplatten) sind allerdings die statistischen Zuverlässigkeitswerte von SSDs oder Serverplatten nicht wirklich von Bedeutung. Hier hat man eigentlich im Endeffekt immer 'ne 50-50 Chance (ich weiß, daß das mathematisch nicht korrekt ist).
*kommt natürlich nur zum Tragen, wenn man dieses Limit während der Nutzungsdauer auch erreicht
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hofnar
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- Registriert: Mittwoch 15. April 2009, 21:26
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Re: SSD Am Server?
Also ich würde die Finger von SSD am Server lassen. Ein schönes RAID5 lässt alle ruhig schlafen und geht flott.
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McLeod
- Beiträge: 483
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Re: SSD Am Server?
Wußte gar nicht, daß das Raid-Level was mit der genutzten Speicher-Technologie zu tun hat.
Ansonsten:
In einer Zeit als Platten klein und teuer waren, war RAID5 (und der Nacholger Raid6) teilweise die einzige Mögliuchkeit, große Arrays mit einem gewissen Maß an Ausfallsicherheit zu bauen.
Jetz haben wir aber 2014. Platten (auch SSDs) sind relativ groß und günstig. Somit ist RAID5 eigentlilch nur noch des Händlers Liebling: Man kann viele "schöne", teuere Sachen verkaufen und irgendwie "profimäßig" ist es auch noch.
Für etne überschaubare Menge an wichtigen Daten ist aber ein RAID1 (oder RAID10) die weitaus bessere Wahl:
- deckt genauso den Ausfall einer Platte ab wie RAID5, ABER: Daten sind bei RAID1 komplett doppelt vorhanden
- ist deutlich einfacher (Datenspiegelung statt Redundanz-Infos auf allen beteilgten Datenträgern verteilt) -> geringere Komplexität -> geringeres Risiko, das was richtig kräftig in die Hose geht
- Daten sind selbst bei Ausfall des Raidcontrollers bzw. Aufbrechen des RAID-Verbundes noch lesbar
- Teurer SAS-Raidcontroller wird nicht zwingend benötigt (RAID1-Performace ist auch als Soft- oder FakeRAID brauchbar)
- ist unterm Strich für kleine Server deutlich günstiger als RAID5.
Apropos Raidcontroller: Davon kauft man am besten immer gleich einen Ersatz mit, da man ansonsten bei Ausfall des Controllers ohne genau passenedes Ersatzteil (Modell und teilweise sogar Firmwarestand) sowohl seinen Verbund als auch seine Daten vergessen kann.
Ansonsten:
Trifft die Sache im Grunde ganz gut.The only application for RAID5 is a case where you need to maximize the amount of space on a volume that contains data you really don't care about.
In einer Zeit als Platten klein und teuer waren, war RAID5 (und der Nacholger Raid6) teilweise die einzige Mögliuchkeit, große Arrays mit einem gewissen Maß an Ausfallsicherheit zu bauen.
Jetz haben wir aber 2014. Platten (auch SSDs) sind relativ groß und günstig. Somit ist RAID5 eigentlilch nur noch des Händlers Liebling: Man kann viele "schöne", teuere Sachen verkaufen und irgendwie "profimäßig" ist es auch noch.
Für etne überschaubare Menge an wichtigen Daten ist aber ein RAID1 (oder RAID10) die weitaus bessere Wahl:
- deckt genauso den Ausfall einer Platte ab wie RAID5, ABER: Daten sind bei RAID1 komplett doppelt vorhanden
- ist deutlich einfacher (Datenspiegelung statt Redundanz-Infos auf allen beteilgten Datenträgern verteilt) -> geringere Komplexität -> geringeres Risiko, das was richtig kräftig in die Hose geht
- Daten sind selbst bei Ausfall des Raidcontrollers bzw. Aufbrechen des RAID-Verbundes noch lesbar
- Teurer SAS-Raidcontroller wird nicht zwingend benötigt (RAID1-Performace ist auch als Soft- oder FakeRAID brauchbar)
- ist unterm Strich für kleine Server deutlich günstiger als RAID5.
Apropos Raidcontroller: Davon kauft man am besten immer gleich einen Ersatz mit, da man ansonsten bei Ausfall des Controllers ohne genau passenedes Ersatzteil (Modell und teilweise sogar Firmwarestand) sowohl seinen Verbund als auch seine Daten vergessen kann.
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turbotm
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- Registriert: Montag 27. August 2012, 17:37
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Re: SSD Am Server?
Hallo.
Auch wenn McLeod mit seinen hilfreichen und wissenbasierten Infos anscheinend immer gerne Auskunft gibt....
Ich habe dieses Thema schon einige Male angesprochen, und wer die Hilfe in diesem Forum benutzt, bekommt entsprechend viele Hinweise.
Wieso müssen solche Threads immer wieder neu erfunden werden ???
Und bei der ganzen bisherigen Diskussion konnte ich immer noch keine Antwort auf die Frage finden: Wie überprüfen Sie, ob Ihr RAID 1 wirklich ordentlich funktioniert? Bleibt einem nur das Warten auf die Nachricht "RAID downgradet" ?
Ich prüfe mein SoftwareRaid regelmäßig mit dem windows eigenem "Intel® Rapid Storage-Technologie für Unternehmen Information Installiertes Kit: 12.8.0.1016"
Dabei tauchen immer mal wieder Paritätsfehler auf. Aber niemand kann mir sagen, was diese bedeuten.
Trotzdem liebe ich meine SSD im Server, seit drei Jahren problemlose Geschwindigkeit, und billiger als mein alter RAID 5 mit seinen 80GB-Platten und der Riesenkiste und dem Kontroller für viel Geld, damit man ihn auch später noch ersetzen kann und und und... Alles das, was McLeod so trefflich beschrieben hat.
Gruß ans Forum
Maier
Auch wenn McLeod mit seinen hilfreichen und wissenbasierten Infos anscheinend immer gerne Auskunft gibt....
Ich habe dieses Thema schon einige Male angesprochen, und wer die Hilfe in diesem Forum benutzt, bekommt entsprechend viele Hinweise.
Wieso müssen solche Threads immer wieder neu erfunden werden ???
Und bei der ganzen bisherigen Diskussion konnte ich immer noch keine Antwort auf die Frage finden: Wie überprüfen Sie, ob Ihr RAID 1 wirklich ordentlich funktioniert? Bleibt einem nur das Warten auf die Nachricht "RAID downgradet" ?
Ich prüfe mein SoftwareRaid regelmäßig mit dem windows eigenem "Intel® Rapid Storage-Technologie für Unternehmen Information Installiertes Kit: 12.8.0.1016"
Dabei tauchen immer mal wieder Paritätsfehler auf. Aber niemand kann mir sagen, was diese bedeuten.
Trotzdem liebe ich meine SSD im Server, seit drei Jahren problemlose Geschwindigkeit, und billiger als mein alter RAID 5 mit seinen 80GB-Platten und der Riesenkiste und dem Kontroller für viel Geld, damit man ihn auch später noch ersetzen kann und und und... Alles das, was McLeod so trefflich beschrieben hat.
Gruß ans Forum
Maier
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McLeod
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- Hat Dank erhalten: 57 mal
Re: SSD Am Server?
@turbotm
Bis ich immer die ganzen Links zusammen suche, hab' ich schneller ein paar Sätze geschrieben.
Und nur "Benutz' gefälligst die Suchfunktion !" ist doch etwas unhöflich und bei vielen Leuten auch nicht wirklich zielführend, deren Fragestellungen teilweise im Umkehrschluß schon auf mangelnde "Google-Bedienungs-Kompetenz" schließen lassen. (Bezieht sich nicht Reginas Frage in diesem Thread)
Und dann gibt es noch so komplett unqualifizierte Kommentare, die ich als notorischer Besserwisser nur schwer unbeantwortet lassen kann.
Was aber die Prüffehler auf dem Intel-Raid angeht:
Kann es sein, daß auf dem entspechenden Volume WIndows bzw. dessen Auslagerungsdatei (pagefile.sys) liegt?
Hier scheint es wohl einen Fehler zu geben (den Link zur ensprechenden Quelle habe ich leider nicht mehr), daß beim Herunterfahren der Inhalt der pagefile.sys nicht sauber auf beide Datenträger geschrieben wird.
(Ist in diesem Fall aber auch nicht weiter schlimm, da nach dem Neustart der alte Inhalt der pagefile.sys sowieso nicht mehr interessant ist).
Sollten sich die beobachteten Fehler also auf die pagefile.sys beziehen, sind sie wirklich absolut unkritisch.
Bis ich immer die ganzen Links zusammen suche, hab' ich schneller ein paar Sätze geschrieben.
Und nur "Benutz' gefälligst die Suchfunktion !" ist doch etwas unhöflich und bei vielen Leuten auch nicht wirklich zielführend, deren Fragestellungen teilweise im Umkehrschluß schon auf mangelnde "Google-Bedienungs-Kompetenz" schließen lassen. (Bezieht sich nicht Reginas Frage in diesem Thread)
Und dann gibt es noch so komplett unqualifizierte Kommentare, die ich als notorischer Besserwisser nur schwer unbeantwortet lassen kann.
Was aber die Prüffehler auf dem Intel-Raid angeht:
Kann es sein, daß auf dem entspechenden Volume WIndows bzw. dessen Auslagerungsdatei (pagefile.sys) liegt?
Hier scheint es wohl einen Fehler zu geben (den Link zur ensprechenden Quelle habe ich leider nicht mehr), daß beim Herunterfahren der Inhalt der pagefile.sys nicht sauber auf beide Datenträger geschrieben wird.
(Ist in diesem Fall aber auch nicht weiter schlimm, da nach dem Neustart der alte Inhalt der pagefile.sys sowieso nicht mehr interessant ist).
Sollten sich die beobachteten Fehler also auf die pagefile.sys beziehen, sind sie wirklich absolut unkritisch.
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drberndross
- Beiträge: 69
- Registriert: Mittwoch 21. Januar 2009, 19:13
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- Wohnort: 37154 Northeim
Re: SSD Am Server?
Die letzlich einzig entscheidende Frage ist doch - meineserachtens - : wie schnell bekomme ich meinen Praxisbetrieb nach einem Server-/bzw Serverplattencrasch wieder zum Laufen?
1/2 Stunde, 1 Stunde , 1 Tag oder 3 Tage ?????
meine Empfehlung : Lenovo TS 140 ( 400,- bis 650,- € , je nach Konfiguration ), Seagate ST1000NM0033 Constellation ES.3 als EinzelPlatte ( SATA 6 + 128MB Cache!), ECC Ram !!!! ca. 8GB und Turbomedcache automatisiert bei Rechnerstart : läuft unter Windows 7 64 mit Fastobjekts 64 hervorragend und schnell genug!
Regelmässige Datensicherung und Spiegelung von TM auf einen anderen Rechner (meistens 2x täglich) selbstverständlich.
Zusätzlich einen identisch Konfigurierten PC ( möglichts - aber musss nicht - gleiche Hardware), der regelmässig auf dem gleichen Stand gehalten wird, angepasste KOPIEN von local.ini und global.ini auf allen Clients (da der "Server" jetzt "Server1" heisst!) : nach Rücksicherung der TM Datenbank etc. bin ich nach 30min, spätestens 45min wieder arbeitsfähig - und zwar ohne Turbomed Partner !
Kommt billiger als SSD und/oder Raid mit allen bereits diskutierten Problemen und läßt mich ruhiger Schlafen !
Frohe Ostern noch ........
mfg Ross
1/2 Stunde, 1 Stunde , 1 Tag oder 3 Tage ?????
meine Empfehlung : Lenovo TS 140 ( 400,- bis 650,- € , je nach Konfiguration ), Seagate ST1000NM0033 Constellation ES.3 als EinzelPlatte ( SATA 6 + 128MB Cache!), ECC Ram !!!! ca. 8GB und Turbomedcache automatisiert bei Rechnerstart : läuft unter Windows 7 64 mit Fastobjekts 64 hervorragend und schnell genug!
Regelmässige Datensicherung und Spiegelung von TM auf einen anderen Rechner (meistens 2x täglich) selbstverständlich.
Zusätzlich einen identisch Konfigurierten PC ( möglichts - aber musss nicht - gleiche Hardware), der regelmässig auf dem gleichen Stand gehalten wird, angepasste KOPIEN von local.ini und global.ini auf allen Clients (da der "Server" jetzt "Server1" heisst!) : nach Rücksicherung der TM Datenbank etc. bin ich nach 30min, spätestens 45min wieder arbeitsfähig - und zwar ohne Turbomed Partner !
Kommt billiger als SSD und/oder Raid mit allen bereits diskutierten Problemen und läßt mich ruhiger Schlafen !
Frohe Ostern noch ........
mfg Ross
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