Es gibt wieder aufregende Neuigkeiten zu vermelden. Vor einigen Jahren (zu Turbomed DOS-Zeiten) hab ich eine Archivlösung für die Praxis meiner Eltern geschrieben. Die besteht aus drei Teilprogrammen und benutzte eine sehr frühr Version der GNUmed Datenbank (1). Allerdings war an GNUmed selbst noch nicht zu denken. Jedenfalls haben sich über die Jahre 1605 Dokumente mit zusammen 2484 Seiten angesammlet. Jede Seite wurde einzeln eingescannt und mit sinnvollen Zusatzinformationen (kurze Zusammenfassung, Datum, Brieftyp (Fachgebiet) versehen. Alles lief stabil und erlebte und überlebte sogar die (Zwangs-)Umstellung auf Turbomed Windows.
Jedenfalls ging Zeit ins Land, ich wurde selbst Arzt und GNUmed wurde öffentlich weiterentwickelt. Nach einer wichtigen aber wenig funktionalen Version 0.1 schafften es die Entwickler doch eine Version 0.2 mit neuen Funktionen herauszubringen. Die neuen Funktionen sind vor Allem eine Integration des Befundarchivs. Das alte Archiv hatte ausgedient. Ein Umstieg wurde beschlossen.
Wie sollte man aber die mühsam erfassten Datenbestände ins neue System bekommen ? Das ging nur Dank OpenSource und Linux. Anders als sonst üblich ist die Datenbank der alten Lösung nicht geheim und die von GNUmed auch nicht. Es musste also ein Konverter geschrieben werden. Musste dazu her "Hersteller" des alten Systems noch existieren und hatte der das Monopol auf die Umstellung ? Absolut nicht. Der Konverter konntein kurzer Zeit geschrieben und getestet werden.
Ehrlich gesagt dauerte es eine Weile bis alle Datenbankprobleme (altes System kodiert die Daten in win1250 während das neue System UNICODE verwendet) beseitigt waren aber dank absoluter Offenheit war das realisierbar. Jedenfalls wurden letztlich ca 1GB Dokumente in ca 20 Minuten vollautomatisch transferiert.
Ein gutes Gefühl diese Freiheit mit OpenSource und Linux.
Warum ist das so aufregend ? Unter anderem weil erstmals 600+ Patienten mit realen Daten in GNUmed gespeichert sind und jetzt lebensnahe Tests und Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt werden können. Echte Patienten sind eben doch was Anderes als virtuelle Patienten.
Warum ist das für Turbomed-Nutzer interessant ?
1.) Wir werden das GNUmed-Archiv auch weiter an Turbomed Windows anbinden und nutzen
2.) Jeder sollte sich fragen ob das auch bei einem Wechsel vom Turbomedarchiv zu sagen wir mal zu Apris gegangen wäre ? Und wenn ja zu welchen Bedingungen (Monopol beider Hersteller das ClosedSource, Kosten, Willigkeit ... )
This so rocks. GNUmed 0.2 has hit the real world.
(1) http://www.aerztestellen.de/v4/archiv/a ... e&id=32861
Erfahrungsbericht GNUmed/Turbomed
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shilbert
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