Chat GPT hat mir einen interessanten Vorschlag gemacht zur remote-Steuerung des Lesegerätes (ich habe es mal mit der ok-Taste ausprobiert, und es funktioniert tadellos......)
Einrichtung eines Fingerbot Touch im kapazitiven Modus am Cherry eHealth Terminal
Ausgangslage
Das Cherry eHealth Terminal ist ein gematik-zugelassenes Kartenlesegerät für eGK, eHBA und SMC-B.
Der Touchscreen ist kapazitiv, reagiert aber deutlich restriktiver als Smartphone-Displays, da er auf Sicherheit, Fehlbedienungsschutz und EMV-Stabilität ausgelegt ist.
Ziel
Auslösen einer festen Touchfläche (z. B. „OK“, „Weiter“, „Bestätigen“) per Fingerbot Touch ohne mechanischen Hub, rein kapazitiv, über Bridge remote steuerbar.
Voraussetzungen
• Fingerbot Touch mit kapazitiver Spitze
• Fingerbot Bridge (WLAN)
• Fingerbot App
• stabiles WLAN
• Cherry eHealth Terminal mit stets identischer Bildschirmmaske
• keine zusätzliche Schutzfolie auf dem Display
Schritt 1: Vorbereitung des Fingerbot
1. Fingerbot aufladen
2. Kapazitive Spitze montieren
3. In der App sicherstellen, dass kein Hub aktiviert ist
Hubweg = 0 / deaktiviert
Schritt 2: Bridge einrichten
1. Bridge an Strom anschließen
2. In der App neues Gerät hinzufügen
3. Bridge auswählen und mit WLAN verbinden
4. Warten, bis Status „online“ angezeigt wird
Schritt 3: Fingerbot koppeln
1. In der App „Gerät hinzufügen“
2. Fingerbot Touch auswählen
3. Bluetooth-Kopplung mit der Bridge durchführen
4. Testauslösung in der App durchführen (ohne Terminal)
Schritt 4: Geeignete Touchfläche am Cherry Terminal wählen
Wichtig beim Cherry eHealth Terminal:
• nur große, klar definierte Touchflächen funktionieren zuverlässig
• kleine Icons oder Randbereiche sind ungeeignet
• typische geeignete Punkte sind mittige „OK“- oder „Weiter“-Flächen
1. Terminal in den gewünschten stabilen Zustand bringen
2. Mit dem Finger prüfen, wo der Touch sicher reagiert
3. Position exakt merken
Schritt 5: Montage auf dem Display
1. Display mit alkoholfreiem Reiniger säubern
2. Schutzfolie der Klebefläche entfernen
3. Fingerbot so positionieren, dass
– die kapazitive Spitze flächig aufliegt
– kein seitlicher Druck entsteht
4. Mehrere Sekunden leicht andrücken
Sehr wichtig
Die Spitze muss dauerhaft Kontakt zum Glas haben.
Schon minimaler Abstand führt beim Cherry Display meist zu keiner Erkennung.
Schritt 6: App-Einstellungen für das Cherry Terminal
Empfohlene Startwerte:
• Modus: Touch / Tap
• Hub: deaktiviert
• Kontaktdauer: 0,6–1,0 Sekunden
• Wiederholungen: aus
• Verzögerung: 0
Grund:
Cherry-Displays erkennen kapazitive Auslöser oft nur bei etwas längerer Kontaktdauer.
Schritt 7: Funktionstest
1. Terminal in Ausgangszustand bringen
2. Fingerbot manuell über App auslösen
3. Prüfen, ob die gewünschte Aktion ausgelöst wird
4. Mehrfach testen, auch nach Kartenwechsel
Falls keine Reaktion:
• Kontaktdauer schrittweise erhöhen
• Position minimal korrigieren
• prüfen, ob das Terminal gerade einen sicherheitsrelevanten Dialog zeigt (diese reagieren oft absichtlich schlechter)
Schritt 8: Remote-Auslösung
Nach erfolgreichem Test ist möglich:
• Auslösung über App aus dem WLAN oder extern
• einfache Zeitsteuerungen
Technische und praktische Grenzen speziell beim Cherry eHealth Terminal
• kapazitive Fremdauslöser werden nicht offiziell unterstützt
• einige sicherheitskritische Dialoge reagieren absichtlich verzögert oder gar nicht
• keine Rückmeldung, ob die Aktion erfolgreich war
• Änderungen der gematik-Software können die Funktion jederzeit verhindern
Wichtiger Hinweis zur Zulässigkeit
Cherry eHealth Terminals sind zertifizierte Medizin-/Telematikgeräte.
Das Anbringen externer Aktoren
• ist nicht freigegeben
• kann als Manipulation gewertet werden
• kann Gewährleistung, Wartungsvertrag und gematik-Konformität beeinträchtigen
Fazit
Rein technisch ist eine kapazitive Auslösung einzelner, immer gleicher Touchflächen möglich.
Für den produktiven Praxisbetrieb ist dies eine fragile Übergangslösung ohne Hersteller- oder gematik-Freigabe.
Einrichtung eines Fingerbot Touch im kapazitiven Modus am Cherry eHealth Terminal
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Re: Einrichtung eines Fingerbot Touch im kapazitiven Modus am Cherry eHealth Terminal
OK, so sieht der Fingerbot Touch am Ende aus, im Prinzip funktioniert es ganz gut
Das ist das Bedienfeld
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Re: Einrichtung eines Fingerbot Touch im kapazitiven Modus am Cherry eHealth Terminal
Ich habe mich mit diesem Fingerbot beschäftigt, um das Problem der PIN-Eingabe zu lösen, wenn man mal aus verschiedenen Gründen "remote" arbeiten muss, zum Beispiel mal am Wochenende ein eRp vom Homeoffice aus machen möchte, aus gesundheitlichen Gründen nicht vor Ort ist u.s.w.
Der Fingerbot löst diese PIN Probleme.
Alternativ ist natürlich ein remote bedienbarer 7 Achsen Robotorarm denkbar. Vom Ansatz her scheinbar einfacher - in der Anwendung aber wesentlich teurer .
Die einfachste Lösung wäre, die PIN einfach so am PC eingeben zu dürfen, aber das wird ja seitens der Gematik blockiert.
Der Fingerbot löst diese PIN Probleme.
Alternativ ist natürlich ein remote bedienbarer 7 Achsen Robotorarm denkbar. Vom Ansatz her scheinbar einfacher - in der Anwendung aber wesentlich teurer .
Die einfachste Lösung wäre, die PIN einfach so am PC eingeben zu dürfen, aber das wird ja seitens der Gematik blockiert.
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Re: Einrichtung eines Fingerbot Touch im kapazitiven Modus am Cherry eHealth Terminal
In der Kürze der Zeit (ich könnte eine A4-Seite dazu schreiben oder mehr):
Das ist mit großem Abstand die faszinierendste, erstaunlichste und pragmatischte Problemlösung im operativen IT-Bereich, die ich die letzten Jahre sehen durfte. Respekt!
Auf die Idee zu kommen, ist das Eine. Sie dann zu verfolgen, zeugt von Zuversicht und Beharrlichkeit (und ggf. Not aufgrund der Rahmenbedingungen). Sie erfolgreich umgesetzt zu haben, sollte - völlig zu Recht - erhebend sein: Das ist eine kreative und nicht-triviale Lösung, die ein echtes Problem löst; minimaler Schnickschnack, maximaler Nutzen.
Keiner hält´s für möglich oder effizient umsetzbar, einer macht´s.
Mit Verlaub, das Ding haut mich vom Hocker.
Das ist mit großem Abstand die faszinierendste, erstaunlichste und pragmatischte Problemlösung im operativen IT-Bereich, die ich die letzten Jahre sehen durfte. Respekt!
Auf die Idee zu kommen, ist das Eine. Sie dann zu verfolgen, zeugt von Zuversicht und Beharrlichkeit (und ggf. Not aufgrund der Rahmenbedingungen). Sie erfolgreich umgesetzt zu haben, sollte - völlig zu Recht - erhebend sein: Das ist eine kreative und nicht-triviale Lösung, die ein echtes Problem löst; minimaler Schnickschnack, maximaler Nutzen.
Keiner hält´s für möglich oder effizient umsetzbar, einer macht´s.
Mit Verlaub, das Ding haut mich vom Hocker.
Off-topic
Off-Topic-Kennzeichnung, weil abstrahierend
DAS sind Innovationen, die viel öfter entstehen könnten, wenn man Menschen in Betrieben und Entwicklungsbüros mehr Freiraum geben würde, sie "einfach mal machen ließe". Denn Arbeitsverdichtung, Scheuklappendenken und Scheuklappen-Regelungen, De-Individualisierung in den Schulen schränken ein, was eine Gesellschaft groß macht.
Sicher, dieses Problem hätte man nicht lösen müssen, wenn die PIN-Eingabe wie bei SMC-B-PIN ebenfalls remote möglich wäre (per Weboberfläche oder Durchleitung eines handelsüblichen Keypads). Aber das spielt keine Rolle bei der Bewertung dieses gezielten Lösungsansatzes mit "Dranbleiben, bis es läuft". Sowas geht nur mit einer Mischung aus Sachverstand, Kreativität und... MUT. Es ist ein Wagnis. Aber Risiko ist bei neuen Lösungswegen, Erfindungen, Werken stets der erforderliche Sidekick.
D.A.N.K.E. für diese Inspiration, auch künftig den Tellerrand nicht als Klippe, sondern als Sprungbrett zu verstehen.
DAS sind Innovationen, die viel öfter entstehen könnten, wenn man Menschen in Betrieben und Entwicklungsbüros mehr Freiraum geben würde, sie "einfach mal machen ließe". Denn Arbeitsverdichtung, Scheuklappendenken und Scheuklappen-Regelungen, De-Individualisierung in den Schulen schränken ein, was eine Gesellschaft groß macht.
Sicher, dieses Problem hätte man nicht lösen müssen, wenn die PIN-Eingabe wie bei SMC-B-PIN ebenfalls remote möglich wäre (per Weboberfläche oder Durchleitung eines handelsüblichen Keypads). Aber das spielt keine Rolle bei der Bewertung dieses gezielten Lösungsansatzes mit "Dranbleiben, bis es läuft". Sowas geht nur mit einer Mischung aus Sachverstand, Kreativität und... MUT. Es ist ein Wagnis. Aber Risiko ist bei neuen Lösungswegen, Erfindungen, Werken stets der erforderliche Sidekick.
D.A.N.K.E. für diese Inspiration, auch künftig den Tellerrand nicht als Klippe, sondern als Sprungbrett zu verstehen.
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