Serverkonfiguration für kleine 4-Platzanlage

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DrBoeld
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Serverkonfiguration für kleine 4-Platzanlage

Beitrag von DrBoeld »

Liebe Forumsteilnehmer,

meiner Server ist nun deutlich in die Jahre gekommen (läuft jetzt im 8. Jahr!) und so langsam brauche ich Ersatz, um nicht im Crash zu enden. Ich habe ein kleines 4-Platz-Peer-to-Peer-Netzwerk, bei dem die Station1 an der Anmeldung eben als Server konfiguriert ist. Schon 2013 habe ich mit Hilfe der wunderbaren „Bastelanleitungen“ hier im Forum das Aufsetzen des Servers selbst übernommen. Den Server habe ich damals von einem Fachgeschäft zusammenstellen lassen: Es handelt sich um einen Intel Core i5 (glaube 4. Gen.) mit 8 Gb RAM und einer SSD für das OS (C:), sowie einer RAID1-Konfiguration mit 2 HDDs, auf der Turbomed läuft (D:). Mit der Erneuerung meiner Hardware hoffe ich auch auf einen Performancegewinn, da das Aufrufen z.B. von Patienten oder Medikamentenplan oft 10-20 Sekunden dauert (kann nicht an der Datenbank liegen, da die gleiche Datenbank rückgesichert auf Notebook zu Hause relativ fließend läuft!).

Nun überlege ich mir erneut einen i5 der jetzt aktuellen Generation zuzulegen mit 8 Gb DDR4-RAM (mehr RAM wird wohl die Geschwindigkeit eher nicht beschleunigen) und wieder einer SSD für Windows 10 pro (C:). Allerdings denke ich auch über eine aktuelle M.2-Festplatte nach, und dies auch für die 2. Festplatte für Turbomed (D:). Auf Raid1 werde ich wohl verzichten, da RAID bei SSDs wohl keine gute Idee ist. Von den M.2-Platten erhoffe ich mir den gewünschten Performancegewinn wegen der gepriesenen Cache-Leistung.

Jetzt die Frage an die Hardware-Erfahrenen im Forum: Gehen meine Gedanken bezüglich der Serverkonfiguration auf, oder rät der Profi mir zu einem anderen Vorgehen? Lieber doch mehr Sicherheit durch HDD-Raid1 für Turbomed oder bessere Performance durch moderne M.2-Speicher? Gibt es andere kostengünstige Alternativen, die man selbst hinbekommt? Gibt es weitere wichtige Aspekte zu beachten?

Vielen Dank für Ihre/Eure Hinweise!! Mich hat das Forum sehr oft schon weitergebracht und mich auf Jahre weitgehend unabhängig vom Turbomed-Partner gemacht.

Grüße aus dem herbstlichen Unterfranken
Thomas Böld
baerdoc
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Re: Serverkonfiguration für kleine 4-Platzanlage

Beitrag von baerdoc »

Bei der Fragestellung werden Sie wahrscheinlich dutzende Empfehlungen bekommen, die vermutlich auch alle richtig sind.

Das Performance-Probleme hängt zur Zeit weniger von der Hardware ab als vielmehr vom Zusammenspiel Turbomed+WINDOWS10+Turbomed-Zusatzprogramme ab.

Da Turbomed zusehens mehr Zusatzprogramme mit anderer Softwarearchitektur benutzt (zusätzliche Datenbanken, Java, Webanwendungen) würde ich:
- den Server mit etwas mehr Arbeitsspeicher ausstatten.
- Ob Sie SSD oder M.2 benutzen wird sich bei TM nicht bemerkbar machen
- Statt Raid-Konfiguration würde ich eine gute Datensicherung einbauen
- Bei Windows10 und Turbomed würde ich alles deinstallieren oder deaktivieren, was Sie nicht wirklich benötigen
- auch die Netzwerkbestandteile (Kabel und Switch) würde ich überprüfen und ggf austauschen
nmndoc
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Re: Serverkonfiguration für kleine 4-Platzanlage

Beitrag von nmndoc »

Man sollte hier im Formum wirklich so eine Art FAQ einrichten, z.B. mit Fragen zur Server-Hardware- und Konfiguration...

Daher in aller Kürze:

- getrennter Server, NICHT gleichzeitig als Arbeitsplatz (ausgenommen natürlich mal im Notfall
- TurboMed gehört unbedingt auch auf die SSD. Bei so einem kleinen System/Umgebung können Sie m.E. die selbe SSD für Windows + TM verwenden - aus Performance-Sicht. Was den Platz angeht: kleiner als ca. 500 GB SSD macht eigentlich keinen Sinn (Preis/Leistung). Den Hauptteil in TM dürften die Dokumente belegen (eingescannte Dokumente etc). Wenn Sie da wirklich viele haben, können zB \turbomed\dokumente\* auf eine HDD legen - statt zB eine 1 TB oder 2TB SSD zu kaufen.
- Ich würde eher 16 GB RAM nehmen, weil dann genug Platz für Cache ist - 8 GB sind m.E. für Win10 eher die Untergrenze
- M.2 (NVMe/PCI) oder SATA-SSD - an sich ist mittlerweile bei M.2 Preis-/Leistung besser - ABER in Ihrem Fall würde ich dennch SATA-SSD nehmen - siehe die nächsten beiden Punkte:
- nehmen Sie eine Enterprise-SSD - d.h. welche dir für Server freigebenen sind. zB Intel DCxxxx oder Samsung PM883 (wegen Langlebigkeit) UND nächster Punkt:
- weshalb nicht RAID? Würde ich Ihnen auf jeden Fall raten, da Sie sicher nicht am 1. Tag des neuen Quartals vor einem ausgefallenen Server stehen wollen, dann warten bis um 9.00 oder 10.00 der nächste PC-Laden aufmacht, ... SSD kaufen, einbauen, komplette Rücksicherung ... etc. Intel RST/RSTe würde in Ihrem Fall wohl reichen - RAID 1 aus 2x SSD oder eben bei mehr Platzbedarf zB 2x SSD und 2x HDD (jeweils 2 getrennte RAID 1). Daher auch s.o. "SATA-SSD" und "Enterprise-SSD" - dann ist das Thema RAID auch abgedeckt.

Und mein persönlicher Tipp: Leises Gerät - die Helferinnen werden es Ihnen sicher (nervlich) danken. Und im übrigen gibt es auch gute Wiederaufbereitete Geräte, die so Gen 6,7+ sind - für kleines Geld. Von der CPU merken Sie da in TM sicher keinen Unterschied und Rest s.o.
rfbdoc
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Re: Serverkonfiguration für kleine 4-Platzanlage

Beitrag von rfbdoc »

Inhaltlich bleibt den Posts von nmdoc und baerdoc nichts hinzuzufügen. Als "Heimwerker" fühle ich mich bei Raidsystemen überfordert und bin von daher etwas näher bei baerdoc mit SSD und regelmässiger Sicherung (bei mir 2x täglich).
Aus Sicherheitsgründen läuft daher bei mit neben dem eigentlichen Hauptserver (Server2016) ein Ersatzserver (Win10) im Hintergrund auf den 2x täglich alle Praxisdaten gespiegelt werden (Mittagspause und abends nach der Datensicherung auf externes Medium). Der Ersatzserver (Refurbished PC mitWin10pro) musste zwar noch nie seine Einsatzfähigkeit im Alltag unter Beweis stellen, aber damit kann man in kürzester Zeit bei Ausfall des Hauptsevers umswitchen, was ich regelmässig teste. Beir Rechner fungiern nicht als Arbeitsplätze. Dieses Thema wurde hier vor Jahren ausgbiebig unter dem Thema "Moduswechsel" diskutiert und ausgebreitet.
PS: Aus meiner Sicht ist die Frage ob lizenzrechtlich Win10pro zum Einsatz als Server für TurboMed zu Einsatz kommen kann nie eindeutig mit Ja sondern eher mit vermutlich Nein beantwortet. Technisch ist es kein Problem (Freigaben konfigurieren, FOS Starten, das war´s schon)
R.F.B.
c-it
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Re: Serverkonfiguration für kleine 4-Platzanlage

Beitrag von c-it »

CPU: Lieber Core-i3 oder Xeon 4-Core mit hohem Takt (ca. 4GHz). Der Fastobjektserver skaliert
nicht mit vielen Kernen und die Prozessoren unterstützen ECC-Speicher auf Boards mit
Intel C246 Chipsatz.
Bei Server 201x Essentials müssen 2 Platten (System + Daten, oder mehr bei Raid!) laufen, da die
Systemplatte ohne Cache läuft (Sicherheit geht bei Microsoft manchmal vor).
älter: https://vondoczudoc.de/viewtopic.php?f= ... =15#p47037
Diese Kombination läuft erfreulich flott ...

Schönes Wochenende
c-it
Macros
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Re: Serverkonfiguration für kleine 4-Platzanlage

Beitrag von Macros »

Moin,

vieles davon habe ich in den letzten Jahren immer mal wieder betrachtet, zuletzt mal runtergeschrieben irgendwo unter http://i-k-t-s.de, http://i-k-t-s.de/index.php/serverneuka ... x-anfrage/ wobei das mit Sicherheit nicht mehr das aktuelleste ist (das ist wahrscheinlich bei aend.de unter Verschluss)

Heute würde ich aber wahrscheinlich wieder zu einem HP greifen, hier der Mircoserver Gen10+ mit ausreichend RAM

Gruß
J
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