GDT - Geräteanbindung

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PHoevermann
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GDT - Geräteanbindung

Beitrag von PHoevermann »

Ich möchte demnächst ein EMG-Gerät (Evidence) über GDT-Schnittstelle an Turbomed Windows anbinden, habe darüber hier im Forum unter "suchen" wenig gefunden.

Würde vielleicht jemand kurz das Prinzip der GDT-Anbindung beschreiben? Würde die Anbindung danach u.U. gerne selber versuchen. Gibt es besondere Fallstricke zu beachten?

PHoevermann
Stefan
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Beitrag von Stefan »

Die Anbindung von Geräten über die GDT-Schnittstelle erfolgt über Dateien,
die serielle Schnittstelle oder direkt von Programm zu Programm.

siehe: Wikipedia-Artikel über GDT

Bei der Anbindung über Dateien erzeugt TurboMed eine Datei, die festgelegte
Feldkennungen mit den zugehörigen Informationen (Pat.Nr., Vorname,
Nachname, usw.) enthält.

Beschrieben u.a. hier: GDT-Schnittstellenbeschreibung

Gruß
Stefan
danspie
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Beitrag von danspie »

Prinzipiell funktioniert die GDT-Schnittstelle folgendermaßen: Sie haben einige wenige Parameter zur Verfügung, die von Turbomed über eine Datei an das Fremdprogramm übergeben werden. Zunächst müssen Sie Turbomed sagen, wie das Fremdprogramm heißt (in Ihrem Fall die EMG-Software). Weiterhin geben Sie eine Datei (diese würde bei mir TMEMG.gdt heissen) - mit Pfadangabe (bei mir C:\Turbomed\GDT - dabei das Verzeichnis auch erstellen!) an. Zudem geben Sie eben noch einige Parameter an, die Sie aus der Beschreibung der GDT-Schnittstelle der EMG-Software entnehmen (beispielsweise wird das EMG-Programm mit unterschiedlichen Parametern aufgerufen, je nachdem ob Sie eine Neuaufnahme eines EMG haben wollen oder sich eine alte EMG-Aufzeichnung ansehen wollen). Analog gibt es eine Datei, die nach Beendigung des EMG-Programms an Turbomed übergeben wird (bei mir EMGTM.gdt im selben Verzeichnis).
Konkret rufen Sie Turbomed auf, öffnen einen Patienten -> F3 -> Menu -> Geräte -> Einstellungen der GDT-Schnittstelle -> Gerät anbinden -> Neu
dann geben Sie die Parameter aus der EMG-Beschreibung ein. Meist müssen in der EMG-Software dann ebenfalls noch der Pfad und die Dateinamen für den Datenaustausch angegeben werden.
Bei weiteren Rückfragen gerne nochmal melden
Igel
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Beitrag von Igel »

Hallo miteinander,

die Parameter entsprechend GDT in der Übergabedatei werden eigentlich auch von Turbomed prima gefüllt. Neben den adminstrativen Daten auch Größe und Gewicht. Das wird u.a. bei LuFu-Geräten auch ausgewertet (z.B. ndd Easyone) - manche Gerätehersteller legen Ihren Geräten sogar die Schnittstellen- bzw. GDT-Dateibeschreibung bei.
Für uns ist nur ärgerlich, dass die Werte für Größe und Gewicht immer nur aus der Eingabemaske vom BMI genommen werden. In Turbomed gibt es eine prima Percentilendarstellung für Kinder und Jugendliche (mit Verlaufsdarstellung). Leider werden genau diese (letzten) Werte eben nicht für den GDT-Export verwendet und man müßte doppelt erfassen. Entweder in Turbomed oder - was ich als noch lästiger empfinde - über die Geräte.
Falls das noch mehr Nutzer ärgert, würde ich bei TM anfragen, ob man das ändern kann. Schwer dürfte es nicht sein: Anstelle Direktexport von Größe und Gewicht aus BMI einfach 2 Zwischenspeicherfelder, die jeweils mit den letzten Werten entweder von BMI oder Percentilen beschickt werden und auf Abruf warten.

Sinnigerweise verwendet Turbomed auch nur die BMI-Daten zum Export für CrescNet (bundesweite freiwillige Datensammlung zum Wachstum bei Kindern u. Jugendlichen). Wahrscheinlich wird auch dazu die GDT-Schnittstelle benutzt. Im Ergebnis der Verfahrensweise werden die Meßdaten höchstens auf Papier nochmal notiert und an CrescNet weitergegeben. Doppelt im Rechner erfassen ? Nee.

Vom Gerät wird ja auch eine Datei über GDT zurückgeschickt. Weiß jemand, wie man die in der Karteikarte am Bildschirm ordentlich angezeigten Meßergebnisse dann genauso ordentlich druckt? Abgesehen von den Druckmöglichkeiten innerhalb der Gerätesoftware selbst. Bei uns erscheint in TM nur ein Verweis auf ein fehlendes Formular.

neugierige Grüße vom Igel
danspie
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Beitrag von danspie »

Also ich kenne ihr externes Programm nicht. Zunächst einmal die Frage: funktioniert der Aufruf an keiner Arbeitsstation oder funktioniert er zumindest an dem PC, von dem aus die Untersuchung gestartet wurde?
Im Prinzip sagt die zurückgegebene Datei, was Turbomed machen soll. Dabei wird normalerweise ein Link für eine Geräteanbindung mit Parameter angegeben, über den das Fremdprogramm aufgerufen und die korrekte Untersuchung angezeigt wird. Zusätzlich können Daten im Textformat in bestimmte Artspalten (wird in der GDT-Anbindung eingegeben) geschrieben werden. Als drittes kann evtl eine Fremddatei (meist rtf oder pdf) erstellt und dann in TM gespeichert werden. Nun haben Sie drei Möglichkeiten: sie können nur über eine Software des Fremdanbieters die Original-Daten ausdrucken, die an TM übergebenen Textdaten ausdrucken oder den evtl bestehenden (rtf oder pdf-) Befund aus einer bestehenden Datei ausdrucken. Wenn ein Formular nicht zur Verfügung steht, würde ich meinen, dass dies ein Formular der Fremdsoftware ist, das nicht gefunden wird. Dies wiederum kann 2 Ursachen haben: entweder das Formular ist nicht installiert oder die Geräteanbindung (gdt-Datei) ist auf dem PC nicht korrekt.
Igel
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Beitrag von Igel »

Danke für die schnelle Reaktion.
Also prinzipiell funktioniert der Aufruf natürlich. Und die Anzeige der Meßergebnisse übers Fremdprogramm (sehr ausführliche Darstellung) funktioniert einschl. Drucken auch.
Bei den Import-Einstellungen der GDT-Schnittstelle in TM kann man einstellen, ob man einen Formular- und/oder Texteintrag in der Karteikarte möchte. Der Texteintrag sieht nicht so schön aus, wenn man eine Messwert-Tabelle zurückbekommt und keine Schrift mit Schreibmaschinenraster sondern Proportionalschriften zur Anzeige verwendet. Bei Formulareintrag wird in der Karteikarte nur ein Eintrag generiert:
xxxx -GDT-Meßwertuntersuchung vom dd.mm.jjjj
wobei xxxx der Name der GDT-Anbindung ist. Bei Anklicken der blauen Kuller bekommt man dieselben Meßwerte wie beim Texteintrag einschließlich Kommentaren im neuen Fenster dargestellt, also alles genauso wie bei Aufruf BMI oder Percentilen. Und zwar schön in Spalten. Nur wenn ich diese Ansicht druckem will, dann geht es nicht (leere Seite). Bisher hat das auch selten gestört, weil bei Interesse am Ergebnis gleich die kompletten Daten einschließlich Grafiken aus der Anwendung gedruckt wurden.
viele Grüße vom Igel
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