Windows 10 und Privatssphäre
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Windows 10 und Privatssphäre
An sich wollte ich es in den anderen Windows 10 Beitrag als Antwort schreiben, aber ich glaube, dann kommt dieser wieder vom Thema ab. Es soll dort ja um Erfahrungen seitens Turbomed mit Windows 10 gehen.
Ich möchte hier aber ein anderes Thema ansprechen und zwar den Schutz der privaten Daten auf einem System mit Windows 10. Ich empfehle für einen ersten Einstieg in dieses Thema diesen Artikel.
Im allgemeinen muss man sagen, dass sich Windows 10 quasi das Recht vorbehält alles auf dem System, soweit als möglich, zu durchsuchen, zu indexieren und für weitere Auswertungen an die Server von Microsoft zu senden. Aktuell kann nicht wirklich gesagt werden, um welche Daten es hierbei im einzelnen geht. Da aber auch der Sprachassistent Cortana sowie die Handschrifterkennung darunter fallen, ist davon auszugehen, dass die Datensammelwut sehr umfassend sein wird. Des weiteren behält sich Microsoft vor, alle Daten quasi pseudonomisiert an die Werbeindustrie weiter zu veräussern, damit im IE noch besser auf den Benutzer zugeschnittene Werbung angezeigt werden kann. Eine zusätzliche Übersicht zu den Datenschutzbestimmungen finden Sie hier nochmal von Microsoft.
Positiv erfreut bin ich von Microsoft hingegen darüber, dass diese so offen mit dem Thema umgehen und auch im Windows 10 selber Möglichkeiten bereit halten um die meisten dieser Datensammlungen abzuschalten. Das ist auf jeden Fall besser gelöst als bei der Konkurenz wie Apple und Google.
Ich möchte hiermit ganz sicher nicht den Teufel an die Wand malen und ich möchte auch nicht jeden davon abhalten Windows 10 zu verwenden. Ich wollte diesen Punkt aber mal ganz bewusst und direkt ansprechen, damit sich jeder ein Bild davon machen kann was hier gerade passiert und überlegt ob er das möchte. Vor allem da es sich hier, in einem Forum für Arztsoftware, um besondere personenbezogene Daten laut §1 Abs. 9 BDSG handelt.
Ich möchte hier aber ein anderes Thema ansprechen und zwar den Schutz der privaten Daten auf einem System mit Windows 10. Ich empfehle für einen ersten Einstieg in dieses Thema diesen Artikel.
Im allgemeinen muss man sagen, dass sich Windows 10 quasi das Recht vorbehält alles auf dem System, soweit als möglich, zu durchsuchen, zu indexieren und für weitere Auswertungen an die Server von Microsoft zu senden. Aktuell kann nicht wirklich gesagt werden, um welche Daten es hierbei im einzelnen geht. Da aber auch der Sprachassistent Cortana sowie die Handschrifterkennung darunter fallen, ist davon auszugehen, dass die Datensammelwut sehr umfassend sein wird. Des weiteren behält sich Microsoft vor, alle Daten quasi pseudonomisiert an die Werbeindustrie weiter zu veräussern, damit im IE noch besser auf den Benutzer zugeschnittene Werbung angezeigt werden kann. Eine zusätzliche Übersicht zu den Datenschutzbestimmungen finden Sie hier nochmal von Microsoft.
Positiv erfreut bin ich von Microsoft hingegen darüber, dass diese so offen mit dem Thema umgehen und auch im Windows 10 selber Möglichkeiten bereit halten um die meisten dieser Datensammlungen abzuschalten. Das ist auf jeden Fall besser gelöst als bei der Konkurenz wie Apple und Google.
Ich möchte hiermit ganz sicher nicht den Teufel an die Wand malen und ich möchte auch nicht jeden davon abhalten Windows 10 zu verwenden. Ich wollte diesen Punkt aber mal ganz bewusst und direkt ansprechen, damit sich jeder ein Bild davon machen kann was hier gerade passiert und überlegt ob er das möchte. Vor allem da es sich hier, in einem Forum für Arztsoftware, um besondere personenbezogene Daten laut §1 Abs. 9 BDSG handelt.
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Schamane
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Re: Windows 10 und Privatssphäre
Das mit den personenbezogene Daten ist ein sehr guter Punkt um Windows10 in der Praxis erst einmal links liegen zu lassen. Allerdings gelten die selben Telemetrie-Einstellungen die Windows10 hat auch schon seit Windows8. Im allgemeinen muss man schon Windows 8.x oder Windows 10 Enterprise mit Volumenlizenz besitzen um selber entscheiden zu können, ob überhaupt Daten erhoben werden dürfen. Wer so etwas wie den Sprachassisten in einer Praxis benutzt hat Themen wie Datenschutz nicht verstanden.
Allen anderen, die die Finger zum Upgrade nicht Ruhig halten können möchte ich diese 3 Links empfehlen:
Windows 10: Spy-Funktionen abschalten
https://youtu.be/J8J1UGEloGo
https://youtu.be/S-gbINru_9s
https://youtu.be/8hk9_epaIbc
Ich persönlich bin der Meinung, dass kein Praxisrechner egal welches System läuft offenen Zugang zum Internet haben sollte.
Allen anderen, die die Finger zum Upgrade nicht Ruhig halten können möchte ich diese 3 Links empfehlen:
Windows 10: Spy-Funktionen abschalten
https://youtu.be/J8J1UGEloGo
https://youtu.be/S-gbINru_9s
https://youtu.be/8hk9_epaIbc
Ich persönlich bin der Meinung, dass kein Praxisrechner egal welches System läuft offenen Zugang zum Internet haben sollte.
Re: Windows 10 und Privatssphäre
So, wie gedacht, selbst wenn man alle Kommunikation verbietet, sendet Windows 10 weiterhin Daten an Server von M$, siehe golem.de. Da die verschlüsselte Kommunikation nicht eingesehen werden kann, ist auch nicht klar was genau gesendet wird. Fakt ist aber, dass auf jeden Fall eine eindeutige Systemkennung erstellt wird, über welche das Gerät immer wiedererkannt werden kann.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmal darauf kommen, dass zwar zwischen der EU und der USA das sog. Safe Harbor Abkommen läuft, dieses aber von den Abgeordneten des EU Parlaments im März 2013 per Abstimmung ausgesetzt werden sollte. Dieser demokratischen Abstimmung ist aber die EU bislang nicht nachgekommen, weshalb sich dieser Vertrag momanten in der Schwebe befindet.
Ein hierzu sehr interessantes Dokument wäre die Orientierungshilfe des Arbeitskreises Technik und Medien der Datenschutzbeauftragten aus dem Jahre 2014 im Bezug auf Cloud Computing. Hierin sind vor allem die Sachverhalte interessant, die sich um Datenübermittlung in Drittstaaten beschäftigen.
Ich möchte nochmals betonen, dass ich hier nicht den Teufel an die Wand malen möchte. Ich möchte hier nur aufzeigen, was an Themen im Bereich des Datenschutzes zu beachten ist und die Sichtweise jedes einzelnen auf dieses Thema schärfen. In meinen Augen muss viel mehr verschlüsselt und gesichert werden. Aktuell kommt es mir bei vielen Leuten die ich so kenne so vor, als ob diese mit einem Megaphon bewaffnet über den Marktplatz laufen und die ganze Zeit über ihre privaten Sachen reden.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch nochmal darauf kommen, dass zwar zwischen der EU und der USA das sog. Safe Harbor Abkommen läuft, dieses aber von den Abgeordneten des EU Parlaments im März 2013 per Abstimmung ausgesetzt werden sollte. Dieser demokratischen Abstimmung ist aber die EU bislang nicht nachgekommen, weshalb sich dieser Vertrag momanten in der Schwebe befindet.
Ein hierzu sehr interessantes Dokument wäre die Orientierungshilfe des Arbeitskreises Technik und Medien der Datenschutzbeauftragten aus dem Jahre 2014 im Bezug auf Cloud Computing. Hierin sind vor allem die Sachverhalte interessant, die sich um Datenübermittlung in Drittstaaten beschäftigen.
Ich möchte nochmals betonen, dass ich hier nicht den Teufel an die Wand malen möchte. Ich möchte hier nur aufzeigen, was an Themen im Bereich des Datenschutzes zu beachten ist und die Sichtweise jedes einzelnen auf dieses Thema schärfen. In meinen Augen muss viel mehr verschlüsselt und gesichert werden. Aktuell kommt es mir bei vielen Leuten die ich so kenne so vor, als ob diese mit einem Megaphon bewaffnet über den Marktplatz laufen und die ganze Zeit über ihre privaten Sachen reden.
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Re: Windows 10 und Privatssphäre
Wie richtig erkannt, sind die Patientendaten besonders schutzwürdig und genau deshalb darf man sie nicht auf oder über Server schicken, die außerhalb der EU liegen. Wenn das Safe Harbor Abkommen oder TTIP und Co. verbindlich werden, dann gibt es kein Halten mehr. Dann erst haben wir keinerlei Möglichkeit mehr einzugreifen. Die Geschwätzigkeit von MS / Apple Betriebssystemen ist da noch das geringste Problem.
Wenn ich mal aus einer eigenen Veröffentlichung zitieren darf, weil mir das Thema schon immer interessant erschien:
Wenn ich mal aus einer eigenen Veröffentlichung zitieren darf, weil mir das Thema schon immer interessant erschien:
Strenggenommen willigt der Arzt mit Nutzung von Windows (ab XP) oder OS-X in die Weitergabe der Daten passiv ein, weil er ja "wissen müsste", dass die Amis immer den "Last-Call" haben. So die Theorie, praktisch geht alles wie bisher.... Safe Habour ist also auch nicht die Lösung, sondern das Problem selbst.Um amerikanischen Firmen dennoch einen Zugang zum europäischen Markt zu ermöglichen, existiert seit dem Jahr 2000 eine Sondervereinbarung: „Safe Harbor” (Sicherer Hafen). Diese gewährleistet, dass personenbezogene Daten legal in die USA übermittelt werden können. Ausgangspunkt für diese Vereinbarung bilden die Vorschriften der Art. 25 und 26 der Europäischen Datenschutzrichtlinie, nach denen ein Datentransfer in Drittstaaten verboten ist, die über kein dem EU-Recht vergleichbares Datenschutzniveau verfügen. Dies trifft auf die USA zu, da es dort keine umfassenden gesetzlichen Regelungen zum Datenschutz gibt, die dem europäischen Standard entsprechen. Allerdings sieht Art. 25 Abs. 6 der Richtlinie vor, dass die Kommission der Europäischen Gemeinschaft die Angemessenheit des Datenschutzes in einem Drittland feststellen kann, wenn bestimmte Anforderungen erfüllt sind (Vgl.: Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, 2014). Eine Datenübermittlung an Drittländer ist demnach an bestimmte strenge Prinzipien gebunden, die dem Sinn der Auftragsdatenverarbeitung widersprechen: So müssen Betroffene jederzeit die Möglichkeit haben, ihre Daten einzusehen, zu berichtigen und ggf. zu löschen. Darüber sind diese zu belehren. Da bei der Auftragsdatenverarbeitung diese Einwilligung normalerweise verzichtbar ist, wäre dies mit einem unvertretbaren und unsinnigen Aufwand verbunden oder unmöglich.
Ein zweiter Aspekt wird von Datenschützern und Juristen angeführt: Der USA PATRIOT Act („Uniting and Strengthening America by Providing Appropriate Tools Required to Intercept and Obstruct Terrorism Act“) ermöglicht US-Behörden, ohne die Kontrolle von Gerichten an sensible Daten zu gelangen. US-Anbieter sind verpflichtet, die gewünschten Daten zu übermitteln. Betroffene werden nicht informiert. Die Reichweite des Zugriffsrechts beschränkt sich nicht auf die USA, nur der Unternehmenssitz ist entscheidend. In diesem Fall können US-Behörden auch auf Daten zugreifen, die das Unternehmen auf Servern in Deutschland bzw. der EU gespeichert haben (U.S. Government Printing Office, 2001). Gestützt wird die Rechtsaufassung amerikanischer Behörden durch das Urteil zur Datenherausgabe in den USA, welche auch gespeicherte Inhalte auf deutschen Servern „kompromittiert“ (Heise Online, 2014). Der USA PATRIOT Act hebelt somit den „Safe Harbor“ faktisch aus. Dabei hilft es auch nicht, wenn die Server eines US-Cloud-Anbieters auf dem Gebiet der EU stehen, da die US-Behörden auch auf diese Server Zugriff erhalten können. Sobald ein solcher Zugriff tatsächlich erfolgt, und personenbezogene Daten ausgelesen werden, stellt dies einen mutmaßlich datenschutzrechtlichen Verstoß durch das für die Daten verantwortliche Unternehmen dar. In einem solchen Fall droht die Verhängung empfindlicher Bußgelder durch die datenschutzrechtliche Aufsichtsbehörde. So wird dies zumindest von einigen Juristen gesehen (Decker, 2012). Daher kommen gegenwärtig nur nach BDSG zertifizierte Provider mit Serverstandorten in Deutschland, des EUR/EUW für ein seriöses Hosting (oder die Durchleitung) von Patientendaten infrage, die gleichzeitig auch ihren Stammsitz in einem dieser europäischen Länder haben.
EX EWERKER 
- Geigenberger
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Re: Windows 10 und Privatssphäre
Hallo,
folgende e-mail hat mich erreicht. Ich bin erschrocken!!
" ... Dann lehne ich auf Grund jahrelanger Erfahrungen mit Windows, jede überflüssige Verwendung von Windows ab. Ganz besonders Win10. Wenn Sie einmal einen Sniffer laufen lassen, was alles nach den USA gesendet wird, dann bekommen Sie einen Schrecken. Es wird ALLES in die USA gesendet. Ich habe mich einmal gefragt, warum seit WIN10 die Eingabe ins einfache Notepad so lange dauert? Ganz einfach es wird die komplette Eingabe in die USA gesendet und kommt geprüft zurück. Die reinste Überwachung. ... "
Was sagen die vielen Experten hier zu diesen Ausführungen?
A. Geigenberger
folgende e-mail hat mich erreicht. Ich bin erschrocken!!
" ... Dann lehne ich auf Grund jahrelanger Erfahrungen mit Windows, jede überflüssige Verwendung von Windows ab. Ganz besonders Win10. Wenn Sie einmal einen Sniffer laufen lassen, was alles nach den USA gesendet wird, dann bekommen Sie einen Schrecken. Es wird ALLES in die USA gesendet. Ich habe mich einmal gefragt, warum seit WIN10 die Eingabe ins einfache Notepad so lange dauert? Ganz einfach es wird die komplette Eingabe in die USA gesendet und kommt geprüft zurück. Die reinste Überwachung. ... "
Was sagen die vielen Experten hier zu diesen Ausführungen?
A. Geigenberger
Sapias, vina liques et spatio brevi spem longam reseces... carpe diem, quam minimum credula postero [Horaz]
"Sei klug, gönn dir noch ein Glas Wein ein und hoffe auf nichts weiter. ... Genieße den Tag, und vertraue möglichst wenig auf den folgenden!"
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Re: Windows 10 und Privatssphäre
Nunja, was soll man dazu sagen. Es ist bekannt, dass Win10 einige Funktionen mitbringt die den Inhalt der Festplatten untersuchen und vermutlich gesammelt zu M$ senden. Darunter fällt z.B. Cortana, der Sprachassistent. Damit dieser u.a. Eigennamen ordentlich erkennen kann, werden die Dokumente eben nach Namen durchsucht und damit die Datenbank bei M$ gefüllt. Man kann ja von Grund auf keine Datenbank mit allen Vor- und Nachnamen der Welt erstellen. Gleiches gilt auch für die Sprachassistenten von Apple und Google. Die Auswertung der Eingabe, also der Sprache, wird auf Servern der jeweiligen Unternehmen durchgeführt und das Ergebniss wieder zurück an die Geräte gesendet.
Als nächstes kommt der Punkt mit der Werbung. Es werden sowohl die im neuen Browser Edge (Spartan) angeschauten Internetinhalte zusätzlich zu den Dokumenten auf dem System indexiert und anonymisiert an M$ gesendet. Dies dient laut M$ zur Zitat "Verbesserung und Personalisierung [ihrer] Erfahrungen". Also im Klartext wird hiermit der Benutzer genauer durchleuchtet, damit ihm später besser auf ihn zugeschnitte Werbung angezeigt werden kann. Dies gilt vor allem für Werbung die über die an M$ angeschlossenen Werbenetzwerke in Internetseiten angezeigt wird. Die Daten werden zwar anonymisiert, also es kann nicht direkt auf den Benutzer des Win10 also den Herrn Dr. Geigenberger geschlossen werden. Aber die Internetseite sieht eine zugewiesene ID, anhand derer ein bestimmter Benutzer auf einem bestimmten PC zu erkennen ist. Wäre ja auch sehr schade, wenn der Vater in einem Haushalt, plötzlich Werbung für Säuglingswindeln angezeigt bekommt, weil seine Tochter mit 16 nach Informationen zu ungewollten Schwangerschaften gesucht hat. Um das mal überspitzt darzustellen.
Wenn man sich die aktuell zur Verfügung stehenden Informationen anschaut, dann sieht man, dass auch wenn alles was möglich ist ausgeschaltet wurde, trotzdem Datenverbindungen zu den Servern von M$ laufen. Da diese Verbindungen, aus datenschutztechnischen Gründen *hust* per SSL verschlüsselt sind, kann man nicht sagen, was diese genau beinhalten, also welche Daten gesendet werden.
Auch die Änderungen in den AGB von M$, Link im ersten Post, zeigen deutlich, dass in Zukunft der Weg gegangen wird, der von anderen großen Softwarefirmen, allen voran Apple, schon die letzten Jahre eingeschlagen wurde. Es wird nicht mehr nur die Software verkauft, sondern es wird auch damit Geld gemacht, dass die Daten der Benutzer für Werbezwecke analysiert werden. Es ist mittlerweile ein sehr einträgliches Geschäft, den Firmen die Werbung schalten wollen zu ermöglichen, diese wirklich nur einer ganz bestimmten Zielgruppe anzuzeigen. Dieser Trend wird sich auch in den nächsten Jahren nicht ändern. Unsere Politiker werden nichts dagegen unternehmen, da der Markt ja alles bestimmt und auch regelt *hust*.
Meine persönliche Empfehlung ist, von Win10 großen Abstand zu halten und den Supportzeitraum von Win7 komplett auszunutzen. Da dieser für Windows 7 noch bis 2020 läuft, ist noch etwas Zeit damit eine alternative entwickelt werden kann. In diesem Zusammenhang hoffe ich sehr stark auf die Anbieter von Branchensoftware, ihre Systeme auch für andere Betriebssysteme zu öffnen. Hier würde ich mir vor allem Systeme wünschen, bei dennen der Source Code offen ist, damit jeder prüfen kann was wirklich intern passiert. Auch wenn man selber nicht in der Lage ist so etwas zu lesen und zu analyiseren, kann man sich doch zu 100% sicher sein, dass es irgendwo auf der Welt mindestens einen Mensch gibt der es analysiert und über jede Ungereimtheit groß und breit berichtet, Meckertypen gibt es überall.
Als nächstes kommt der Punkt mit der Werbung. Es werden sowohl die im neuen Browser Edge (Spartan) angeschauten Internetinhalte zusätzlich zu den Dokumenten auf dem System indexiert und anonymisiert an M$ gesendet. Dies dient laut M$ zur Zitat "Verbesserung und Personalisierung [ihrer] Erfahrungen". Also im Klartext wird hiermit der Benutzer genauer durchleuchtet, damit ihm später besser auf ihn zugeschnitte Werbung angezeigt werden kann. Dies gilt vor allem für Werbung die über die an M$ angeschlossenen Werbenetzwerke in Internetseiten angezeigt wird. Die Daten werden zwar anonymisiert, also es kann nicht direkt auf den Benutzer des Win10 also den Herrn Dr. Geigenberger geschlossen werden. Aber die Internetseite sieht eine zugewiesene ID, anhand derer ein bestimmter Benutzer auf einem bestimmten PC zu erkennen ist. Wäre ja auch sehr schade, wenn der Vater in einem Haushalt, plötzlich Werbung für Säuglingswindeln angezeigt bekommt, weil seine Tochter mit 16 nach Informationen zu ungewollten Schwangerschaften gesucht hat. Um das mal überspitzt darzustellen.
Wenn man sich die aktuell zur Verfügung stehenden Informationen anschaut, dann sieht man, dass auch wenn alles was möglich ist ausgeschaltet wurde, trotzdem Datenverbindungen zu den Servern von M$ laufen. Da diese Verbindungen, aus datenschutztechnischen Gründen *hust* per SSL verschlüsselt sind, kann man nicht sagen, was diese genau beinhalten, also welche Daten gesendet werden.
Auch die Änderungen in den AGB von M$, Link im ersten Post, zeigen deutlich, dass in Zukunft der Weg gegangen wird, der von anderen großen Softwarefirmen, allen voran Apple, schon die letzten Jahre eingeschlagen wurde. Es wird nicht mehr nur die Software verkauft, sondern es wird auch damit Geld gemacht, dass die Daten der Benutzer für Werbezwecke analysiert werden. Es ist mittlerweile ein sehr einträgliches Geschäft, den Firmen die Werbung schalten wollen zu ermöglichen, diese wirklich nur einer ganz bestimmten Zielgruppe anzuzeigen. Dieser Trend wird sich auch in den nächsten Jahren nicht ändern. Unsere Politiker werden nichts dagegen unternehmen, da der Markt ja alles bestimmt und auch regelt *hust*.
Meine persönliche Empfehlung ist, von Win10 großen Abstand zu halten und den Supportzeitraum von Win7 komplett auszunutzen. Da dieser für Windows 7 noch bis 2020 läuft, ist noch etwas Zeit damit eine alternative entwickelt werden kann. In diesem Zusammenhang hoffe ich sehr stark auf die Anbieter von Branchensoftware, ihre Systeme auch für andere Betriebssysteme zu öffnen. Hier würde ich mir vor allem Systeme wünschen, bei dennen der Source Code offen ist, damit jeder prüfen kann was wirklich intern passiert. Auch wenn man selber nicht in der Lage ist so etwas zu lesen und zu analyiseren, kann man sich doch zu 100% sicher sein, dass es irgendwo auf der Welt mindestens einen Mensch gibt der es analysiert und über jede Ungereimtheit groß und breit berichtet, Meckertypen gibt es überall.
- Geigenberger
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Re: Windows 10 und Privatssphäre
Hallo,
Ganz, ganz toller Beitrag! Danke!!!
Dies ist ja unglaublich!!!
Wie können eigentlich bei dieser Sachlage größere Firmen, bei denen ja sicherlich auch hervorragende EDV-Leute arbeiten, noch mit Windows arbeiten????
--- und wie kann die KV die Arbeit mit sensiblen Patientendaten mit solch einem Betriebssystem überhaupt zulassen???
(Wahrscheinlich gibt es dort eben keine hervorragenden EDV-Leute)
A. Geigenberger
Ganz, ganz toller Beitrag! Danke!!!
Meckelein hat geschrieben:Wenn man sich die aktuell zur Verfügung stehenden Informationen anschaut, dann sieht man, dass auch wenn alles was möglich ist ausgeschaltet wurde, trotzdem Datenverbindungen zu den Servern von M$ laufen. Da diese Verbindungen, aus datenschutztechnischen Gründen *hust* per SSL verschlüsselt sind, kann man nicht sagen, was diese genau beinhalten, also welche Daten gesendet werden.
Dies ist ja unglaublich!!!
Wie können eigentlich bei dieser Sachlage größere Firmen, bei denen ja sicherlich auch hervorragende EDV-Leute arbeiten, noch mit Windows arbeiten????
--- und wie kann die KV die Arbeit mit sensiblen Patientendaten mit solch einem Betriebssystem überhaupt zulassen???
(Wahrscheinlich gibt es dort eben keine hervorragenden EDV-Leute)
A. Geigenberger
Sapias, vina liques et spatio brevi spem longam reseces... carpe diem, quam minimum credula postero [Horaz]
"Sei klug, gönn dir noch ein Glas Wein ein und hoffe auf nichts weiter. ... Genieße den Tag, und vertraue möglichst wenig auf den folgenden!"
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Re: Windows 10 und Privatssphäre
Das ist ganz einfach und schnell erklärt. Microsoft hat im Business Bereich die Dominanz. Jede Branchensoftware läuft auf Windows ist direkt verbunden mit Office und kann sehr einfach über Outlook kommunizieren. Des weiteren hat jeder Privatmann daheim Windows und Office laufen. Wenn Sie einmal mitbekommen haben, wie sich Altgediente Mitarbeiter mit Händen und Füssen gegen die Einführung von irgend etwas anderem als Software aus dem Hause M$ wehren, dann sehen Sie das mit ganz anderen Augen. Leichter ist es da wirklich mit einem Kleinkind zu diskutieren, dass es den Schokoriegel an der Kasse jetzt nicht bekommt.
Informieren Sie Sich mal über die Verzwickungen beim Limux Projekt der Münchner Stadtverwaltung. Hier wurde in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit den gewählten Repräsentanten, den Mitarbeitern und absoluten IT-Experten, ein kompletter Umzug weg von M$ Software hin zu OpenSource vollzogen. Und seit der letzten Wahl, wird dieses Projekt gerade von oben herab torpediert, nur weil die Oberfläche nicht mehr so aussieht wie daheim.
Ich kann jeden Firmenchef verstehen, der sich gegen die Umrüstung der Software stellt, aus Angst das seine Belegschaft dann einen Boykott einlegt und ihre Arbeitszeit damit verbringt Fehler in der neuen Software zu finden und darüber rum zu meckern. Ich habe diese Diskussionen zu Windows und anderen Systemen schon häufiger geführt und gehe diesen, im Bereich der Clients, mittlerweile komplett aus dem Weg. Was auf den Servern läuft sehen die Nutzer glücklicherweise nicht und können nicht meckern.
Zum Punkt der KV, warum sollte diese irgend etwas machen? Sie ist vor dem Gesetz nicht verantwortlich und kann nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Es ist die Sache jedes einzelnen, zwischen seinem Komfort und anderen Dingen abzuwägen. Man kann quasi jede Verwaltung herunter brechen auf Textdokumente und Tabellenkalkulation. Aber damit ist man nunmal nicht wirklich immer zu 100% glücklich. Daher liegt es auch stark an den Herstellern der Branchensoftware, mir als Anwender die Wahl meines Betriebssystems zu überlassen. Hier kommen dann auch wieder deren wirtschaftlichen Überlegungen zu tragen, entweder für mehrere Betriebssysteme zu programieren oder nur für das mit der größten Nutzerbasis.
Informieren Sie Sich mal über die Verzwickungen beim Limux Projekt der Münchner Stadtverwaltung. Hier wurde in den letzten Jahren in Zusammenarbeit mit den gewählten Repräsentanten, den Mitarbeitern und absoluten IT-Experten, ein kompletter Umzug weg von M$ Software hin zu OpenSource vollzogen. Und seit der letzten Wahl, wird dieses Projekt gerade von oben herab torpediert, nur weil die Oberfläche nicht mehr so aussieht wie daheim.
Ich kann jeden Firmenchef verstehen, der sich gegen die Umrüstung der Software stellt, aus Angst das seine Belegschaft dann einen Boykott einlegt und ihre Arbeitszeit damit verbringt Fehler in der neuen Software zu finden und darüber rum zu meckern. Ich habe diese Diskussionen zu Windows und anderen Systemen schon häufiger geführt und gehe diesen, im Bereich der Clients, mittlerweile komplett aus dem Weg. Was auf den Servern läuft sehen die Nutzer glücklicherweise nicht und können nicht meckern.
Zum Punkt der KV, warum sollte diese irgend etwas machen? Sie ist vor dem Gesetz nicht verantwortlich und kann nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Es ist die Sache jedes einzelnen, zwischen seinem Komfort und anderen Dingen abzuwägen. Man kann quasi jede Verwaltung herunter brechen auf Textdokumente und Tabellenkalkulation. Aber damit ist man nunmal nicht wirklich immer zu 100% glücklich. Daher liegt es auch stark an den Herstellern der Branchensoftware, mir als Anwender die Wahl meines Betriebssystems zu überlassen. Hier kommen dann auch wieder deren wirtschaftlichen Überlegungen zu tragen, entweder für mehrere Betriebssysteme zu programieren oder nur für das mit der größten Nutzerbasis.
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Re: Windows 10 und Privatssphäre
Wie bereits oben erwähnt, wäre im Zweifelsfall jede US-Firma, oder Firma die in den USA Betriebsstätten betreibt, verpflichtet jegliche Art von Daten an diverse US Behörden zu liefern. Das ist schon seit 9/11 so. Die Aufregung kommt ein bisschen spät. Man konnte es immer nachlesen. Im Umkehrschluss nun zu vermuten, dass jeder Notepadeintrag live gesendet ist sicherlich unsinnig.
Ach und Open-Source ist auch keine Lösung, sogar die Mehrzahl der schwerwiegende Lücken der letzten Jahre kamen aus diesen Projekten....Open-SSL, Worldpress, Typo, Joombla, Magento, SSH, Apache Webserver, divesere Mailserver, BIND. Da war Closed-Source deutlich in der Minderzahl. Die Kontrolle durch die Community ist ein Mythos.
Ach und Open-Source ist auch keine Lösung, sogar die Mehrzahl der schwerwiegende Lücken der letzten Jahre kamen aus diesen Projekten....Open-SSL, Worldpress, Typo, Joombla, Magento, SSH, Apache Webserver, divesere Mailserver, BIND. Da war Closed-Source deutlich in der Minderzahl. Die Kontrolle durch die Community ist ein Mythos.
EX EWERKER 
Re: Windows 10 und Privatssphäre
ewerker, da geb ich Ihnen grundsätzlich Recht, Open Source Software (OSS) ist nicht von Grunde auf sicherer als Closed Source Software (CSS). Das wurde auch durch so Dinge wie dem Heartbleed Bug in OpenSSL deutlich. Wo aber OSS einen klaren Vorteil gegenüber CSS hat ist in der Überprüfbarkeit. Jeder kann sich den Code anschauen und Fehler und Lücken stopfen. Bei CSS ist das nur durch den Hersteller möglich. Auch hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass Lücken in OSS schneller gestopft werden als in CSS. Jede Software hat Ihre Probleme und Fehler, nur sind CSS Software wesentlich stärker an Profit und Gewinn gebunden, als dies bei OSS Projekten möglich ist.
Die Lücken die Sie hier ansprechen, kann man noch um etliche Punkte erweitern im Bereich der OSS. Aber dann muss man so Fair sein und auch die Lücken von CSS Software wie Windows, IE, M$ Office, Mac OS X, Siemens Simatic, Adobe Flash Player usw. usf. auflisten. Alleine wenn ich mir schon anschaue wie viele Lücken in den aktuell verwendeten Betriebssystemen durch Patches geschlossen werden, komme ich auf eine ähnlich hohe Zahl wie bei der von Ihnen angesprochenen Auflistung von OSS. Des weiteren werden Lücken in OSS offen angesprochen und jeder kann nachvollziehen in welchem Zeitraum diese geschlossen werden. Bei CSS passiert dies nicht. Gerade M$ ist eine Firma die gerne Lücken unter der Hand schliesst, weil es macht ja keinen guten Eindruck auf den Kunden, wenn Fehler vorhanden sind. Ein Beispiel hierfür sind die vielen Kombi Patches für die Windows Versionen, bei dennen in der Beschreibung schlicht "Es wurden mehrere Fehler behoben" drinnen steht.
Ich arbeite seit Jahren mit OSS und muss aus eigener Erfahrung sagen, wenn ich frühs auf meinen Newsseiten von einer Lücke in einer OSS lese, kann ich mir zu 99% sicher sein, dass ich in diesem Moment bereits einen Patch installieren kann, der diese schliesst. In den restlichen 1% der Fälle hat es nie länger als ein paar Tage gedauert bis der Fehler behoben war. Auch muss man betrachten, in welchen Bereichen hauptsächlich OSS und CSS eingesetzt wird. OSS findet sich hauptsächlich auf den Systemen die direkt vom Internet aus erreichbar sind, also Webserver und noch mehr in Umgebungen in dennen es auf Sicherheit an kommt. Jede Standard Hardware Firewall die in Unternehmensnetzwerken eingesetzt ist, basiert auf einem OSS Betriebssystem, meistens mit iptables. Die komplette Infrastruktur für das Internet, sowie auch Handynetz und andere weltweit verfügbare Netzwerke bassiert auf OSS. Die einzige kritische Umgebung die mir bekannt ist die kein OSS einsetzt, sind Embeded Devices im medizinischen Bereich, wie Ultraschall oder MRT. Diese basieren häufig auf Apple Software. Dies ist stark bedingt dadurch, dass Apple im bildgebenden Bereich mal ein Vorreiter war.
Abschliessend, die Sicherheit einer Software einfach auf die Menge an schwerwiegenden Lücken zu reduzieren, ist etwas kurzsichtig.
Wie in meinem Eröffnungspost für diesen Thread schon geschrieben, möchte ich hier weder den Teufel an die Wand malen, noch Windows 10 im speziellen und CSS im allgemeinem verunglimpfen. Ich möchte nur aufzeigen, was sich alles mit Windows 10 ändert und das sich jeder Gedanken darüber macht ob er dieses Betriebssystem einsetzen möchte. Es geht hier schliesslich nicht um irgendwelche Briefe von Tante Luise an ihre Nichte Betty, sondern um persönliche Daten von Menschen, die nach dem deutschen Gesetz einem besonderen Schutz unterliegen. Wie bedeutend dieser Schutz ist, sieht man daran, dass der Bundesdatenschutzbeauftrage jüngst das Doppelumschlagverfahren über die Krankenkassen verboten hat, da selbst den Mitarbeitern, die tagtäglich mit diesen Daten zu tun haben, nicht zu vertrauen ist. Und da der Arzt / die Ärztin nunmal für alles was mit seiner Praxis zu tun hat, persönlich Verantwortlich ist, sollte er / sie auch wissen auf was er / sie sich einlässt, weil Unwissenheit schützt nunmal nicht vor Strafe.
Die Lücken die Sie hier ansprechen, kann man noch um etliche Punkte erweitern im Bereich der OSS. Aber dann muss man so Fair sein und auch die Lücken von CSS Software wie Windows, IE, M$ Office, Mac OS X, Siemens Simatic, Adobe Flash Player usw. usf. auflisten. Alleine wenn ich mir schon anschaue wie viele Lücken in den aktuell verwendeten Betriebssystemen durch Patches geschlossen werden, komme ich auf eine ähnlich hohe Zahl wie bei der von Ihnen angesprochenen Auflistung von OSS. Des weiteren werden Lücken in OSS offen angesprochen und jeder kann nachvollziehen in welchem Zeitraum diese geschlossen werden. Bei CSS passiert dies nicht. Gerade M$ ist eine Firma die gerne Lücken unter der Hand schliesst, weil es macht ja keinen guten Eindruck auf den Kunden, wenn Fehler vorhanden sind. Ein Beispiel hierfür sind die vielen Kombi Patches für die Windows Versionen, bei dennen in der Beschreibung schlicht "Es wurden mehrere Fehler behoben" drinnen steht.
Ich arbeite seit Jahren mit OSS und muss aus eigener Erfahrung sagen, wenn ich frühs auf meinen Newsseiten von einer Lücke in einer OSS lese, kann ich mir zu 99% sicher sein, dass ich in diesem Moment bereits einen Patch installieren kann, der diese schliesst. In den restlichen 1% der Fälle hat es nie länger als ein paar Tage gedauert bis der Fehler behoben war. Auch muss man betrachten, in welchen Bereichen hauptsächlich OSS und CSS eingesetzt wird. OSS findet sich hauptsächlich auf den Systemen die direkt vom Internet aus erreichbar sind, also Webserver und noch mehr in Umgebungen in dennen es auf Sicherheit an kommt. Jede Standard Hardware Firewall die in Unternehmensnetzwerken eingesetzt ist, basiert auf einem OSS Betriebssystem, meistens mit iptables. Die komplette Infrastruktur für das Internet, sowie auch Handynetz und andere weltweit verfügbare Netzwerke bassiert auf OSS. Die einzige kritische Umgebung die mir bekannt ist die kein OSS einsetzt, sind Embeded Devices im medizinischen Bereich, wie Ultraschall oder MRT. Diese basieren häufig auf Apple Software. Dies ist stark bedingt dadurch, dass Apple im bildgebenden Bereich mal ein Vorreiter war.
Abschliessend, die Sicherheit einer Software einfach auf die Menge an schwerwiegenden Lücken zu reduzieren, ist etwas kurzsichtig.
Wie in meinem Eröffnungspost für diesen Thread schon geschrieben, möchte ich hier weder den Teufel an die Wand malen, noch Windows 10 im speziellen und CSS im allgemeinem verunglimpfen. Ich möchte nur aufzeigen, was sich alles mit Windows 10 ändert und das sich jeder Gedanken darüber macht ob er dieses Betriebssystem einsetzen möchte. Es geht hier schliesslich nicht um irgendwelche Briefe von Tante Luise an ihre Nichte Betty, sondern um persönliche Daten von Menschen, die nach dem deutschen Gesetz einem besonderen Schutz unterliegen. Wie bedeutend dieser Schutz ist, sieht man daran, dass der Bundesdatenschutzbeauftrage jüngst das Doppelumschlagverfahren über die Krankenkassen verboten hat, da selbst den Mitarbeitern, die tagtäglich mit diesen Daten zu tun haben, nicht zu vertrauen ist. Und da der Arzt / die Ärztin nunmal für alles was mit seiner Praxis zu tun hat, persönlich Verantwortlich ist, sollte er / sie auch wissen auf was er / sie sich einlässt, weil Unwissenheit schützt nunmal nicht vor Strafe.
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- Registriert: Dienstag 9. Dezember 2003, 22:26
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Re: Windows 10 und Privatssphäre
Schon erschreckend, wie man sich offenbar an eine so riesig angelegte Dauerspionage gewöhnt.EWERKER hat geschrieben:Wie bereits oben erwähnt, wäre im Zweifelsfall jede US-Firma, oder Firma die in den USA Betriebsstätten betreibt, verpflichtet jegliche Art von Daten an diverse US Behörden zu liefern. Das ist schon seit 9/11 so. Die Aufregung kommt ein bisschen spät. Man konnte es immer nachlesen...
A. Geigenberger
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Re: Windows 10 und Privatssphäre
In diesem Zusammenhang, da wir es gerade so schön von offenen Systemen und Informationsmanagement haben, springt mir gerade dieser Artikel auf golem.de ins Auge. Microsoft möchte in Zukunft nicht mitteilen, was durch Patches genau am System geändert wird. Dies ist schlicht und ergreifend die konsequente Weiterführung der bisherigen Politik. Die Infos in den Microsoft Security Bulletins wurden in den letzten Jahren immer dürftiger und zukünftig wird es ausser einem "Es wurden verschiedene Fehler behoben" nurnoch in Ausnahmefällen, die Microsoft entscheidet, genauere Infos geben.
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