Was will man mit einer RAMDisk? Speed natürlich.nmdoc hat geschrieben: Was wollen Sie mit einer RAMDISK? Das sinnvollste Szenario, dass mir dafür einfällt ist zB eine Linux-Live-CD, die dann beim Starten das Betriebssystem bzw bestimmte Teile auf eine virtuelle Platte im RAM kopiert.
Aber auf einem Produktivsystem? Der Inhalt der RAMDISK geht im Zweifelsfall ja beim Ausschalten/Neustarten des Servers verloren - d.h. er müsste entsprechend VORHER (automatisch) gesichert werden und HINTERHER - VOR dem Turbomedstart wieder hergestellt werden. selbstredend darf da nicht mal zwischendurch der Strom weg sein. Da Windows ohnehin die Datenbank im RAM cachet, sehe ich da wirklich keinen Vorteil. Außerdem wird ein System, bei dem Betriebssystem und Turbomed auf SSDs liegt (bei entsprechender Hardware) so schnell sein, dass Sie sich das sparen können.
Aber mal Spaß beiseite: Ja, eine RAMDisk ist ihrer Natur nach ein flüchtiger Speicher, aber die entsprechenden Programme bieten die Möglichkeit, den Inhalt persistent zu machen. Dies geschieht durch automatische Sicherung der RAMDisk in eine Image-Datei auf der Festplatte vor Herunterfahren des Sytems (und zusätzlich -falls gewünscht- in Intervallen während des Betriebs). Beim Systemstart wird dieses Image zu einem sehr frühen Zeitpunkt wieder in das virtuelle Laufwerk geladen (normalerweise vor dem Start der übrigen Dienste) und steht somit problemlos wieder zur Startzeit des FastObject-Servers (TM-Datenbank) zur Verfügung.
Richtig ist natürlich, daß man bei Einsatz einer solchen Software nicht ohne eine USV auskommt, um für den Fall eines Stromausfalls gewappnet zu sein.
Eine RAMdisk stellt schlußendlich einfach das schnellstmögliche Speichermedium für die TM-Datenbank dar. Man hat dadurch die maximal mögliche Geschwindigkeit, ohne auf erzwungenes Cachen (tmadmin) oder ähnliches zurückgreifen zu müssen. Allerdings ist -wie oben bereits erwähnt- der spürbare Leistungsgewinn gegenüber TM-Datenbank direkt auf SSD nicht mehr so wahnsinnig groß. Der Unterschied von schnell zu "sauschnell" ist eben bei weitem nicht mehr so deulich, wie von "saulahm" zu schnell.
Grundsätzlich ist die Geschichte aber eigentlich nur interessant, wenn man ausreichend (bezahlbaren) RAM zur Verfügung hat.
Also bei einem modernen System bzw. Neukauf eines Servers, wo dann z.B. 32GB RAM durchaus bezahlbar zu realisieren sind. (z.B. Aufpreis 150,- bis 200,-)
Bei alten Systemen (oder wie in diesem Fall: moderate Modernisierung der Maschine) würde ich auch eher vom Einsatz einer RAMDisk absehen, was weiter oben aber leider nicht ausreichend deutlich wurde (Sorry).
Gründe hierfür:
- der meist für alte Systeme benötigte DDR2-Speicher ist mittlerweile richtig teuer
- die Chipsätze dieser Generation können nur eine gewisse Menge RAM verwalten (z.B. Intel P35: 8GB, Intel P45: 16GB), was eine RAMDisk-Nutzung mit bestimmten Chipsätzen wie dem P35 von vorneherein ausschließt
[- wahrscheinlich keine Unterstützung von ECC-Speicher (Fehlerkorrektur)] -> Gilt für alle Intel-Consumerchipsätze
- Die Geschwindigkeitssteigerung durch Umstieg auf SSD sollte normalerweise ausreichend sein.
Weiterbetreiben XP auf den Clients:
Spricht von der technischen Seite nichts dagegen, solange TM noch darauf läuft (Zeitraum ungewiss).
Allerdings sollte man sich nach Ende des Supportzeitraums und Auslaufen der Sicherheitsupdates verstärkt Gedanken um sichere Internetnutzung machen.
Nur der Vollständigkeit halber:
RAMDisk Software: http://winramtech.hostei.com/RAMDriv/