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Pineingabe an KT per VPN?

Verfasst: Dienstag 8. Februar 2022, 22:45
von Nervenarzt
Hallo, hier eine Frage für die Spezialisten in diesem Forum:
Ich habe einen Konnektor, der öfter mal abstürzt und dann neu gestartet werden muss. Ich habe inzwischen eine per LAN schaltbare Steckdose installiert, damit ich dies auch machen kann, wenn ich per VPN mit Turbomed arbeite (falls ich mal die TI benötige). Die Lösung ist aber nur halbgar, da ja nach einem Neustart die SMCB-Pin am KT eingegeben werden muss.
Kennt jemand eine Lösuhng, wie ich das realisieren kann, ohne physisch in der Praxis zu sein ?
Ich habe einen VPN-Zugang für die Praxis, so dass ich von Zuhause aus arbeiten kann.

Re: Pineingabe an KT per VPN?

Verfasst: Dienstag 8. Februar 2022, 23:33
von nmndoc
Hallo,

wann brauchen Sie denn remote die TI? KV-Abrechnung? Karten lesen Sie ja wohl eher nicht remote ein, und der Pin kann das nächste Mal in der Praxis eingegeben werden.

Aber: technisch geht das natürlich schon, was Sie möchten: Sie benötigen dann bei sich einen eGK-Leser, der mit Ihrer TI verbunden ist. Dh aber auch, dass Sie den VPN-Tunnel von Ihrem Router aufbauen lassen müssen, nicht zB von einem vpn-Client an Ihrem PC.

Reine Software-Lösung/Turbomed geht bei SMC-B m.E. nicht - wäre schön - so wie eHBA unter sonstiges > eGK Leser > konfiguration - da kann man ja dann Pin ändern, verifizieren etc - aber eben glaube ich nicht für die smc-b

Re: Pineingabe an KT per VPN?

Verfasst: Mittwoch 9. Februar 2022, 09:53
von torsten2
Wenn der Kartenleser per TI verbunden ist und im Infomodell eingetragen funktioniert es einwandfrei. Habe meinen eHBA in der Praxis stecken und zuhause einen eArztbrief signiert. Geht auch zum Entsperren der SMC-B. Falls der Konnektor oder das VPN neu gestartet wurde, dauert es bei mir aber einige Minuten, bis der ORGA über die Automatik wieder eingebunden wird.

Re: Pineingabe an KT per VPN?

Verfasst: Sonntag 20. Februar 2022, 17:12
von DC19
torsten2 hat geschrieben:Wenn der Kartenleser per TI verbunden ist und im Infomodell eingetragen funktioniert es einwandfrei. Habe meinen eHBA in der Praxis stecken und zuhause einen eArztbrief signiert. Geht auch zum Entsperren der SMC-B. Falls der Konnektor oder das VPN neu gestartet wurde, dauert es bei mir aber einige Minuten, bis der ORGA über die Automatik wieder eingebunden wird.
Lieber Torsten2,

mich interessiert Ihre Lösung, können Sie genauer beschreiben wie Sie dies umgesetzt haben?. Haben Sie eine Orga (Stationär (LAN) oder mobil (USB)) zu Hause, und schleifen dieses in den VPN über eine Remotverbindung, um damit von zu Hause physisch die PIN einzugeben?.

Ich habe noch ein "altes Orga 930m ohne online", welches man als stationäres Lesegerät betreiben kann, und hatte überlegt wie ich die USB Schnittstelle "COM" zu einer IP Schnittstelle bekomme, um diese im Konnektor einzutragen.

Re: Pineingabe an KT per VPN?

Verfasst: Sonntag 20. Februar 2022, 17:49
von Forti
@Nervenarzt:
Sie könnten z.B. bei beidseitiger "Fritzbox" und unterschiedlichen Subnetzen (also 192.168.178.x und 192.168.wasanderes.x) eine VPN-Verbindung aufbauen. Geht auch mit vielen anderen Routern, aber das hier ist recht oft anzutreffen und vergleichsweise robust - wenn man davon absieht, dass die Fritzbox bei der Einrichtung oder Änderungen an VPN gern 1 x neustartet.
Dann tragen Sie im Konnektor das zusätzliche Netz ein samt Route. Dann wird auch ein regulärer Kartenleser bei Ihnen daheim eingebucht. Der Trick ist, diesen manuell im Konnektor zu erfassen, weil ein Discovery nicht immer klappt.
Nun können Sie das Kartenterminal im heimischen Netz für die Remote-PIN-Fähigkeit und damit (nicht nur) zur Freischaltung nutzen.

Sowas geht auch "professionell" per VPN-Standortvernetzung mit entsprechenden Routern oder Firewalls, wobei da auch noch ein Bridging mit VLANs sowohl für Stabilität als auch Sicherheit sorgt.

Und gaaaanz theoretisch wäre auch denkbar, den PC per VPN an die Praxis zu hängen, z.B. per Softether auf beiden Seiten - ohne Firewallstress, dafür mit Bridge -> Dann an einen mit dem VPN gebrückten zweiten Netzwerkport das Online-KT anschließen und dem eine Praxis-IP verpassen. Möglich, aber wirklich an der Grenze zum Absurden :)


@DC19: Nicht-online-Kartenleser werden nicht im Konnektor erfasst. Sie werden den mobilen ORGAs keine IP-Adresse geben können. Allenfalls wäre zwar denkbar, den COM-Port bzw. USB-Port "durchzureichen", z.B. für Terminalbetrieb. Aber das wäre dem Konnektor trotzdem egal: Derzeit nimmt der Konnektor also Cherry-Tastatur, -Kartenleser oder halt das (sich immer mehr als Wegwerffabrikat erweisende %"!$"!) von ORGA.

Re: Pineingabe an KT per VPN?

Verfasst: Sonntag 20. Februar 2022, 18:14
von DC19
Forti hat geschrieben:@Nervenarzt:
Sie könnten z.B. bei beidseitiger "Fritzbox" und unterschiedlichen Subnetzen (also 192.168.178.x und 192.168.wasanderes.x) eine VPN-Verbindung aufbauen. Geht auch mit vielen anderen Routern, aber das hier ist recht oft anzutreffen und vergleichsweise robust - wenn man davon absieht, dass die Fritzbox bei der Einrichtung oder Änderungen an VPN gern 1 x neustartet.
Dann tragen Sie im Konnektor das zusätzliche Netz ein samt Route. Dann wird auch ein regulärer Kartenleser bei Ihnen daheim eingebucht. Der Trick ist, diesen manuell im Konnektor zu erfassen, weil ein Discovery nicht immer klappt.
Nun können Sie das Kartenterminal im heimischen Netz für die Remote-PIN-Fähigkeit und damit (nicht nur) zur Freischaltung nutzen.

Sowas geht auch "professionell" per VPN-Standortvernetzung mit entsprechenden Routern oder Firewalls, wobei da auch noch ein Bridging mit VLANs sowohl für Stabilität als auch Sicherheit sorgt.

Und gaaaanz theoretisch wäre auch denkbar, den PC per VPN an die Praxis zu hängen, z.B. per Softether auf beiden Seiten - ohne Firewallstress, dafür mit Bridge -> Dann an einen mit dem VPN gebrückten zweiten Netzwerkport das Online-KT anschließen und dem eine Praxis-IP verpassen. Möglich, aber wirklich an der Grenze zum Absurden :)


@DC19: Nicht-online-Kartenleser werden nicht im Konnektor erfasst. Sie werden den mobilen ORGAs keine IP-Adresse geben können. Allenfalls wäre zwar denkbar, den COM-Port bzw. USB-Port "durchzureichen", z.B. für Terminalbetrieb. Aber das wäre dem Konnektor trotzdem egal: Derzeit nimmt der Konnektor also Cherry-Tastatur, -Kartenleser oder halt das (sich immer mehr als Wegwerffabrikat erweisende %"!$"!) von ORGA.
Genau das mache ich bisher, ich reiche den COM Port durch und übertrage dabei die Hausbesuchs CKs, dabei geht der neue 930m Online, aber auch der alte sogar als Stationäres.

Welche Cherry Tastatur wäre den dafür geeignet? Cherry hätte den Vorteil vom Homeoffice mit USB die Eintragung im Konnektor zu machen, braucht man für die Cherry Tastatur wieder einen "SMB-Dings da bums Karte?"

Wir haben bisher "nur" Geräte von Orga... einschließlich aktuellem CK Abstürzen.

Re: Pineingabe an KT per VPN?

Verfasst: Sonntag 20. Februar 2022, 18:25
von RAMöller
Für die VPN PIN-Eingabe müsste man ein weiteres Lesegerät kaufen, das ist schwer zu verdauen. Wir haben schon 1 Gerät nur für die SMC-B reserviert.
Für den VPN - Zugang gehen wir in Rechner. die nicht mit dem Konektor verbunden sind, um störungsfrei zu arbeiten.
Die Lösung mit noch einem Gerät ist wirtschaftlich nicht zu vertreten

Re: Pineingabe an KT per VPN?

Verfasst: Sonntag 20. Februar 2022, 18:38
von DC19
RAMöller hat geschrieben:Für die VPN PIN-Eingabe müsste man ein weiteres Lesegerät kaufen, das ist schwer zu verdauen. Wir haben schon 1 Gerät nur für die SMC-B reserviert.
Für den VPN - Zugang gehen wir in Rechner. die nicht mit dem Konektor verbunden sind, um störungsfrei zu arbeiten.
Die Lösung mit noch einem Gerät ist wirtschaftlich nicht zu vertreten
Das kommt immer drauf an was machen machen möchte. Wenn wir in Zukunft die ePA, eRezepte,eAU usw. benutzen müssen, dann ist es ein Mehrwert, wenn ich dies ggf. von zu Hause machen kann. eBriefe usw. im Homeoffice.
Ich komme, nach viewtopic.php?f=11&t=9033, von zu Hause in die ePA.
Es ist sicherlich auch ein Unterschied welche Fachrichtung man hat. Und ich finde es felxibil, wenn ich die mobilen CKs dann übertrage wenn es mir passt, z.b. nach einem "langen" Hausbesuchstag.

Re: Pineingabe an KT per VPN?

Verfasst: Sonntag 20. Februar 2022, 19:04
von Randolf
Hallo,
genau, die TI Hardware "Mondpreise" erschweren die durchaus vorhandenen konstruktiven Problemlösungsansätze für eine verbesserte Digitalisierung der Abläufe.
Für uns stimmt da derzeitig das Preis- Leistungsverhältnis nicht, um evtl. vorschnell in weitere TI Leser zu investieren. Da braucht es noch mehr Feedback über nachgewiesenes stabiles Funktionieren in Praxisbetrieb. Und ein antistatischer Geräte-Aufsatz ist für uns keine zu akzeptierende Lösung für den Alltag . Randolf

Re: Pineingabe an KT per VPN?

Verfasst: Sonntag 20. Februar 2022, 20:16
von RAMöller
Um in die ePA per VPN zu kommen, brauche ich aktuell kein weiteres Lesegerät.
Wir haben Teamviewer mit screwsoft VPN kombiniert und rufen den Rechner mit seiner IP Adresse auf, (quasi via LAN.)
Dort lässt sich remote die ePA öffnen, (an dem Rechner, an dem der Ärztausweis steckt, ob es an den anderen geht, habe ich wegen der Zeitverschwendung nicht probiert)

Re: Pineingabe an KT per VPN?

Verfasst: Sonntag 20. Februar 2022, 22:54
von Forti
Die Eingangsfrage war doch, wie eine PIN-Eingabe außerhalb der Praxis möglich ist.

Falls also niemand in der Familie spontan per Fischer Technik einen Eingaberoboter bauen will: Ohne TI-fähigen Kartenleser für Remote-PIN-Eingabe (bzw. bei Mitnahme des Praxisausweises lokale PIN-Eingabe) wird das nichts.

Was bleibt also?

1) Zusätzliches KT für daheim (kostet Geld)
2) Teildefektes KT für daheim (bei dem z.B. der obere Slot defekt ist)
1 + 2 erscheinen angesichts künftiger Nutzungen ganz sinnvoll.

Einen Kartenleser aus der Praxis mitzunehmen, scheidet wohl aus. Zum einen sterben die ORGAs wie die Fliegen, wenn man sie gelegentlich vom Strom nimmt. Zum anderen reicht ein hartes Aufsetzen beim Transport für einen Totalschaden wegen Sicherheitsalarm.

3) Sicherstellen, dass der Konnektor nicht abschmiert (leichter gesagt... wobei... doch... müsste möglich sein. Sonst wäre die Kocobox ja der letzte Schrott...)

Und hier wären die Maßnahmen:
- SMC-B in ein KT stecken, das nicht von Patienten bedient wird.
- Konnektor: Protokollspeicherung minimieren (10 Tage, nur "Fatal"), kein Performance-Logging, keine Auto-Updates, nicht als Gateway ansprechen (Firewall-Logeinträge), nicht schief ansehen, keine bösen Bemerkungen über CGM in Hörweite, nicht im Dunkeln allein lassen... okay, jetzt wird es albern :)
- Keine eGK 2.1 in das SMC-B tragende Gerät stecken

Ab hier kommt nur noch Gemecker, nichts zum Thema :=)

Hat mal jemand die Produkthaftung für die neuen Kartenmaterialien geprüft bzw. die ORGAs auf Einhaltung der Spezifikationen gecheckt? Wer zahlt die Sonderlösungen für die KT?

Ich kenne alle Konnektoren in diversen Konstellationen mit Lesegeräten und PVS: Unter den Konnektoren ist die Kocobox eine wandelnde Beleidigung für die Zunft der Hard- und Softwareentwicklung. Kein Konnektor hat so eine abstoßende Service-Policy wie die Kocobox hinsichtlich Erreichbarkeit und Bereitstellung betriebsrelevanter Informationen. Da können die Menschen an der Hotline nichts zu, das ist anscheinend bei CGM die gelebte Geschäftspolitik.
Selbst der olle T-Systems-Konnektor war nicht halb so schlecht und hatte bei gleichem Funktionsumfang ein weit besseres Antwortverhalten und deutlich bessere Zuverlässigkeitswerte.
Interessant dabei ist, dass die Praxen, die eine monatliche "Schutzge.......bühr" an CGM zahlen, um einen Secunet-Konnektor an TM nutzen zu können, weit weniger Servicebedarf, -kosten und vor allem Ausfall zu beklagen haben.
Okay, nützt jetzt aber nicht.

Wer war eigentlich Gesundheitsminister, als das Hilfspaket "Sichere Lieferkette" geschnürt wurde: ORGA 6141 eHealth bekommt kein Firmware-Upgrade, sondern einen ansonsten baugleichen Nachfolger 6141 online WEGEN DER SICHEREN LIEFERKETTE. "6141 online" darf nicht mehr repariert werden wegen der SICHEREN LIEFERKETTE.
Was für ein Frevel für die Leistungserbringenden, die zahlenden Versicherten bzw. Steuerzahlenden, die Umwelt, das Klima... Pah! Hat das mal jemand investigativ auf olfaktorisch auffällige Koinzidenzen hin betrachtet?

Re: Pineingabe an KT per VPN?

Verfasst: Sonntag 20. Februar 2022, 23:01
von Forti
DC19 hat geschrieben:
Forti hat geschrieben:@Nervenarzt:
@DC19: Nicht-online-Kartenleser werden nicht im Konnektor erfasst. Sie werden den mobilen ORGAs keine IP-Adresse geben können. Allenfalls wäre zwar denkbar, den COM-Port bzw. USB-Port "durchzureichen", z.B. für Terminalbetrieb. Aber das wäre dem Konnektor trotzdem egal: Derzeit nimmt der Konnektor also Cherry-Tastatur, -Kartenleser oder halt das (sich immer mehr als Wegwerffabrikat erweisende %"!$"!) von ORGA.
Genau das mache ich bisher, ich reiche den COM Port durch und übertrage dabei die Hausbesuchs CKs, dabei geht der neue 930m Online, aber auch der alte sogar als Stationäres.

Welche Cherry Tastatur wäre den dafür geeignet? Cherry hätte den Vorteil vom Homeoffice mit USB die Eintragung im Konnektor zu machen, braucht man für die Cherry Tastatur wieder einen "SMB-Dings da bums Karte?"

Wir haben bisher "nur" Geräte von Orga... einschließlich aktuellem CK Abstürzen.
Nur die TI-fähige Cherry-Tastatur samt gSMC-KT und Praxisausweis bzw. als Remote-PIN-Gerät. Also auch nicht günstiger als ein TI-Kartenleser.
Konnektor nimmt PIN nur von TI-Geräten.

Das 930M online ist, soweit ich das einschätzen kann, weder "online" noch ist es konstruktiv anders als das "930M nicht online". Durch neue Firmware dienen SMC-B oder eHBA zur Erstellung einer TI-konformen Unterschrift für das Einlesen. Und, ganz wichtig: Es ist per "sicherer Lieferkette" zu Ihnen gekommen und war teurer als der Vorgänger. Klingt nach gleichartiger geschäftsfördernder Masche wie beim 6141 online (weil das 6141 eHealth per Upgrade ein 6141 online hätte sein können).