Die Politik hat versprochen dass die TI für Ärzte kostenneutral ist. Daher interpretiere ich die Regeln so, dass meine Auslagen für die TI auch rückerstattet werden.
...sie kann doch gar nicht kostenneutral sein, weil bei der einfachen Milchmädchenrechnung von Preisen für Geräte und Karten einfach die keinesfalls zu vernachlässigenden Fakten fehlen:
Platz für Installation, Zeitbedarf für Installationen und Konfigurationen
dauernder Strommehrverbrauch
erhöhte Druckkosten wie Strom, Toner Papier (hier wird besonders der grüne Aspekt konterkariert) Einverständniserklärungen etc, pAU und pRp und pMP bleiben ja trotzdem
(viel) höherer Zeitaufwand beim allein Lesen der Chipkarten, erneutem Lesen und Beschreiben mit Pin-Eingaben, gehäufteren Updates des PVS, Ärger, Abstürzen, Supporttelefonaten, sowohl für Ärzte als auch für Helferinnen, für bald jeden Vorgang wird die Chipkarte erstmal rausgekramt, muss geholt werden, weil nicht am Mann etc., gefragt werden, erklärt werden
...und dann noch die schlechte Funktionalität von Modulen wie NFDM, schlechte Performance der Implementierung in ein ohnehin überlastetes und fehlerhaftes PVS-Programm mit nahezu Zerstörung der Work-Life-Balance
Ich bin kein Feind von Technik, aber hier steht die Zweckmäßigkeit vieler Features in Relation zum Aufwand definitiv nicht auf der Seite von Ärzten, Helferinnen und Patienten
...und dann ist da ja nach den neuesten Verhandlungen zwischen KBV und Krankenversicherungen auch netto nicht mehr Geld für mehr Aufwand eingeplant, also fehlt es nach Abzug der vormals verhandelten Erstattungsbeträge anderswo bei uns auf irgendeine Weise..
meint Caesar