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Kann man Terminal-Server und "normalen" Server mischen ?

Verfasst: Montag 23. April 2012, 23:24
von skerst
Hallo,
Bei uns in der Praxis ist ein Win 7 Prof. Rechner als ganz normaler Server konfiguriert. Daneben gibt es etwa 10 Rechner, die mit Win 7 oder auch mit XP als Clients in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe laufen. Es gibt 10 Benutzer, die am Server und jedem Client eingerichtet sind. Natürlich können sich diese Benutzer an jedem Client bei TurboMed anmelden, so dass nachzuvollziehen ist, wer welchen Karteikarten Eintrag erzeugt hat.
Einige der Clients sind schon etwas älter, so dass man beim Arbeiten an ihnen viel Zeit und Geduld braucht, weil die Rechner so langsam sind. Die neueren Rechner laufen recht zügig.
Jetzt meine Frage: Könnte man in diesem System einen der "schnellen Clients" als Terminal-Server einsetzen, auf welchen dann z.B. 5 "alte (langsame) Clients" über Remote Desktop zugreifen (z.B. mit Thinstuff)? Ist so ein Mischbetrieb Server und Terminal-Server überhaupt möglich oder wäre eine Lösung über virtuelle Maschinen (VMWare Server) besser?

Gruß skerst

Re: Kann man Terminal-Server und "normalen" Server mischen ?

Verfasst: Dienstag 24. April 2012, 02:35
von wahnfried
Hallo,

es kann normalerweise nur an einem Rechner im Netzwerk per FOS die Praxis-Datenbank angesprochen werden, theoretisch wäre evtl. bei einer lückenlosen Echtzeit-Synchronisation der Datenbank das Serverdasein eines zweiten Rechners neben dem für TurboMed als Haupt-Server arbeitenden Rechner denkbar (von dem aus dann ein Unter-Netzwerk wie in einer separat organisierten Zweigpraxis betrieben werden könnte).

Mangels TMSync und angesichts der Unsicherheit über die dadurch geplante Funktionalität würde ich mich nicht darauf verlassen, dass TMSync in absehbarer Zeit für eine solche Aufgabe in Frage kommt. Andere Echtzeit-Synchronisier-Möglichkeiten??

Aber Solches ist ja gar nicht nötig, wenn man in einem Netzwerk beide Möglichkeiten (TS und normale Client-Rechner) haben will !!

Jeder TS kann auch normale Client-Rechner anbinden. Und Thinstuff verstehe ich so (ohne eigene Erfahrung), daß ein "normaler" Rechner im Netzwerk dadurch die Möglichkeit bekommt, auch von Terminals angesprochen zu werden (im Prinzip also das Gegenteil eines TS, bei dem der Terminal-Betrieb das Primäre ist und die normale Client-Anbindung auch noch geht).

Soll heißen, sowohl TS als auch Thinstuff-XP können als TurboMed-Server jeweils sowohl normale Client-Rechner als auch Terminals anbinden.

Apercù:
Zwei "Server" für TurboMed in einem Netzwerk gleichzeitig als Server aktiv, wird also nicht gehen. Der FOS darf allerdings zufällig oder bewußt an mehreren Rechnern gestartet sein - nur wird lediglich einer davon die eigentliche PraxisDB bedienen: dieser wird als Servername in den "Grundeinstellungen - Verzeichnisse - TurboMed" genannt (ein potentieller Reserve-Server wäre z.B. bei bereits laufendem FOS durch lediglich Anklicken einer separaten Start-Verknüpfung des allereinfachsten Moduswechselsystems von JRR sofort als Server aktiv, ansonsten müßte vorher der Dienst manuell oder per Kommandozeilen-Befehl gestartet und der TurboMed-Start als Server dann erst nach Aktivierung des FOS erfolgen.)



Grüsse, Wahnfried

Re: Kann man Terminal-Server und "normalen" Server mischen ?

Verfasst: Dienstag 24. April 2012, 10:30
von FranzKonrad
skerst hat geschrieben:Hallo,
Bei uns in der Praxis ist ein Win 7 Prof. Rechner als ganz normaler Server konfiguriert. Daneben gibt es etwa 10 Rechner, die mit Win 7 oder auch mit XP als Clients in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe laufen. ...
... Jetzt meine Frage: Könnte man in diesem System einen der "schnellen Clients" als Terminal-Server einsetzen, auf welchen dann z.B. 5 "alte (langsame) Clients" über Remote Desktop zugreifen (z.B. mit Thinstuff)? Ist so ein Mischbetrieb Server und Terminal-Server überhaupt möglich ...
Hallo,

warum wollen Sie nicht den "normalen Server" zusätzlich für einige Clients als Terminalserver benutzen?
Läuft bei uns problemlos, sind allerdings nur 3 "normale" Clients und 2-3 "Thin-Clients" via RDP (XPUnlimited classic auf Server).

Gruß
Franzkonrad

Re: Kann man Terminal-Server und "normalen" Server mischen ?

Verfasst: Donnerstag 26. April 2012, 10:43
von EXEWERKER
Technisch geht der Mischbetrieb völlig klaglos auch mit Windows 7. Der guten Ordnung halber verweise ich aber auf die EULA von Microsoft, die dies audrücklich ausschließt.
Daher sollte man sich mit WIN7 als Server im Forum zurückhalten. Zitat:
"No licensing terms exist that allow shared use of the Windows client operating system..."
Hier die Klarstellung von MS: http://download.microsoft.com/download/ ... _user.docx . XPUNLIMITED legalisiert dies nicht ! Notfalls also Windows 2008 Foundation mit RDP Cal. verwenden. Kostet auch nicht viel mehr. Für alte System sollte Bestandsschutz gelten, aber seit März 2011, müsste Termin von SP1 von WIN7 sein, ist dies illegal. Angeblich wäre es für XP legal, aber wer will das....

Re: Kann man Terminal-Server und "normalen" Server mischen ?

Verfasst: Sonntag 29. April 2012, 23:59
von skerst
Hallo
Ich möchte eigentlich den Terminal-Server auf einem Rechner laufen lassen, der dann wiederum als "normaler" Client am eigentlichen Server hängt. Die Kapazitäten des eigentlichen Servers sollten durch den Terminal-Server-Betrieb nicht zusätzlich belastet werden. Der Terminal-ServerRechner (als Client am Server) sollte diese Rechenleistungen übernehmen.

Was passiert eigentlich beim Terminal-Server Betrieb mit den USB-Schnittstellen? Z.B. wenn am Client ein Kartenlesegerat oder EKG oder Drucker etc. dranhängt? Gibt es zum Thema Terminal-Server ein Wiki oder etwas ähnliches?

Gruß skerst

Re: Duale Server???

Verfasst: Montag 30. April 2012, 07:09
von wahnfried
skerst hat geschrieben:Ich möchte eigentlich den Terminal-Server auf einem Rechner laufen lassen, der dann wiederum als "normaler" Client am eigentlichen Server hängt. Die Kapazitäten des eigentlichen Servers sollten durch den Terminal-Server-Betrieb nicht zusätzlich belastet werden. Der Terminal-ServerRechner (als Client am Server) sollte diese Rechenleistungen übernehmen.
Hallo, dann siehe oben:

Der gleichzeitige Zugriff ZWEIER Server-Rechner auf EINE PraxisDB geht nicht, also wäre dies nur machbar, wenn man eine Echtzeit-Synchronisierung hinbekommen würde oder es eine Möglichkeit gäbe, daß der "Terminal-Server-Client" die Eingebungen der Unter-Clients lediglich weiterreicht. Hier glaube ich nicht, daß TurboMed letzteres jemals unterstützt.

Realisierte Reserve-Server-Konfigurationen laufen immer mit (bei angehaltener Datenbank) gespiegelten Datenbanken in Einbahnstraßen-Manier:
--also Spiegelung vom Server auf einen Client, der vorbereitet ist, per Moduswechselsystem scriptgesteuert rasch zum Server umgestellt zu werden (siehe Geigenbergers Konzept, Clients werden ebenfalls scriptgesteuert auf den neuen Server getrimmt). Beliebig häufige Spiegelung...
--oder Spiegelung auf einen reinen Ersatzrechner im Netzwerk ohne Client-Aktivität für TurboMed, dann kann dieser bereits als TurboMed-Server vorkonfiguriert sein und nur PC-Name/IP brauchen im Ernstfall umgestellt werden (anstelle dessen die Clients umzukonfigurieren mit Zugriff zum neuen Server mit anderem Server-Namen geht auch - sogar scriptgesteuert, s.o.). Beliebig häufige Spiegelung...
--oder Ersatz-Server ist Namens- und IP-mäßig identisch mit dem Server, kann dann aber nicht im Netzwerk betrieben werden und bekommt insofern die frischen Daten regelmäßig manuell über TurboMed-Daten-Rücksicherungen oder im Ernstfall in Form einer Festplatte aus dem gecrashten Server. (Das kann dann auch der Einzelplatz zuhause, der Hausbesuchsrechner, oder gar der Server einer Zweigpraxis sein, die NICHT über Internet auf den Hauptpraxis-Server zugreift, gibt aber bei der ggfs. nötigen Hausbesuchsmodul-Datenrücksicherung Einschränkungen beim Übertragen einiger Daten zum Hauptpraxis-Server...). Spiegelung zumeist 1x/Tag realisierbar...

Eine "theoretische" Idee dazu:
Wenn die Datenbanken auf einem Netzlaufwerk liegen, das auch vom zweiten Server (Unter-Server) aus zugänglich ist, könnte man die Datenbanken IMMER im Backupmodus laufen lassen - um scriptgesteuert zu unterschiedlich definierten Zeiten mal von dem einen, mal von dem anderen (als Server konfigurierten) Rechner den Backup-Modus zu beenden, um die dort zwischengespeicherten Eingaben in die eine Datenbank "einzubauen". Problem wäre ggfs., beide "Server" betr. EINER Datenbank im Backup-Modus-Zustand zu halten, ohne daß der eine bemerkt, daß der Backup-Modus in der Zwischenzeit vom anderen Rechner aufgehoben würde - und die ständigen Warnmeldungen zum bestehenden Backupmodus wären m.E. schwer zu ertragen...
Auch ist mir nicht klar, ob sich der FOS derart überhaupt von zwei Rechnern mit unterschiedlichen PC-Namen /IP bedienen lassen würde. Das Ganze wäre aber außerdem höchst riskant, da bei ständigem Backupmodus der Datenbanken im Fall eines Hardware-Defektes oder Stromausfalles ALLE zwischengespeicherten Daten des ausfallenden Servers (bei Stromausfall: beider Server...!!) futsch wären!!! Ich würde mich auf eine solche Konstellation nicht verlassen wollen.

Grüsse, Wahnfried

Re: Kann man Terminal-Server und "normalen" Server mischen ?

Verfasst: Montag 30. April 2012, 13:40
von kalli
Mich interessiert das Thema vom Mischbetrieb von Client und Terminalserver auch - wir haben gut 10 Rechner als normale Clients laufen, auf dem Server Windows Server 2008 R2, und die Clients brauchen immer stärkere Hardware. Warum also nicht einige Arbeitsplätzte als Terminal laufen lassen, da muss die Hardware nicht alle naselang neu.

Aber wie richtet man das auf dem Server ein? Geht das, dass man sozusagen nachträglich auf dem Server ein paar Clients anlegt? Dann mit einem der bisherigen Arbeitsplätze schon mal übt, indem man ihn als Terminal anmeldet?

Re: Kann man Terminal-Server und "normalen" Server mischen ?

Verfasst: Montag 30. April 2012, 22:32
von Johnny
Hallo wahnfried,

theoretische Idee zu
--oder Ersatz-Server ist Namens- und IP-mäßig identisch mit dem Server, kann dann aber nicht im Netzwerk betrieben werden und bekommt insofern die frischen Daten regelmäßig manuell über TurboMed-Daten-Rücksicherungen oder im Ernstfall in Form einer Festplatte aus dem gecrashten Server. (Das kann dann auch der Einzelplatz zuhause, der Hausbesuchsrechner, oder gar der Server einer Zweigpraxis sein, die NICHT über Internet auf den Hauptpraxis-Server zugreift, gibt aber bei der ggfs. nötigen Hausbesuchsmodul-Datenrücksicherung Einschränkungen beim Übertragen einiger Daten zum Hauptpraxis-Server...). Spiegelung zumeist 1x/Tag realisierbar...

diesen Server als VM auf einem client laufen lassen. Wobei diese VM jeweils aus einem image des Orginalservers (z.B. auf einem NAS liegend, auch incrementiell in kürzeren Abständen) gebildet wird.
So hat man einen client und aktiviert im Notfall (nach Abschaltung des Originalservers) die VM als Ersatzserver ohne Namen und IP-Adresse zu ändern.

Oder?
fragt
mit besten Mai-Grüssen
aus Kiel

Johnny