miwo hat geschrieben:Unter dem Link
http://www.apw-wiegand.de/tbericht.pdf (gut gemeinter Hinweis von Georich53) finde ich folgendes: "Für bereits in der Praxis vorhandene Geräte gibt es einen Bestandsschutz, d.h. diese
Geräte dürfen weiterverwendet werden. Es wird für diese Geräte aber keine
Kostenerstattung geben, da sie nicht auf eine Kommunikation mit dem zukünftigen
Konnektor upgedatet werden können. Nach dem 25.03.2011 neu beschaffte MKTKartenterminals
(z.B. Cherry ST 2052 UGZ) dürfen laut KV-Richtlinien nicht zum
Einlesen der eGK verwendet werden."
Das ist mir neu! Habe ich da etwas überlesen?
Das würde meine Planungen über den Haufen werfen, habe gerade ein Cherry ST 2052 erstanden.
...andererseits empfiehlt mindestens eine KV offiziell für den Fall, daß man mehr Kartenlesegeräte braucht, als gefördert werden, dann doch ein "preiswertes" MKT-plus-Gerät in der Preisklasse um 60 Euro aktuell zu kaufen. Das bedeutet, "verboten" sind diese nicht. Und solange keine online-Anwendungen gefordert werden, möchte ich mal den sehen, der das für die nächsten Jahre völlig ausreichende Gerät beanstandet (dürfte ja von Majestäts Gnaden ganz offiziell verwendet werden, wenn es älter wäre...).
Das ist also wieder so ein Konstrukt, das den teutschen Kassenärzten die Knie puddingweich machen soll. Sie sollten Ihrer KV den Hintern versohlen ob dieser Bevormundung, falls die sich auf diesen o.a. Standpunkt stellen.
In diesem Fall haben Sie sich doch sicherlich von privat bereits vor einen dreivierteljahr ein ST-2052 beschafft (Quittung bitte noch suchen...) und jetzt nur ein zweites angeschafft, da Sie auch im Arztzimmer die Karten lesen können möchten?
Wann kommt der 'Zwang' zur Online-Anwendung?
Wahrscheinlich gar nicht - so hoffen m.E. insgeheim die Mehrheit der Niedergelassenen - und wenn, dann nach
Murphy's law sicher kurz vor dem Defekt der jetzt gefördert gekauften und dann vermutlich schon wieder Firmware-upzudatenden Geräte (sowas kostet ja auch mindestens Zeit, wenn nicht Geld - oder würde Ihnen das der Service-Partner kostenfrei erledigen?).
Und Stammdatenaktualisierung? Ich glaube, wenn diese durchgedrückt werden wird, sterben die MFA und Ärzte durch protrahierte Herzinfarkte rasch aus. Erstens der Ärger, bis das Ganze läuft und über die damit verbundenen Kosten - dann die Wartezeiten auf die Kassenfreigaben - und dann immer wieder die Sicherheitsupdates nach Hacker-Angriffen, die sicherlich nicht kostenlos sein werden...
Wer sich jetzt fördern läßt, signalisiert: Bin bereit und einverstanden. DAS wollen die Nutznießer haben. Nutznießer sind aber nicht wir...
10.9. Demo in Berlin gegen Vorratsdatenspeicherung.
Grüsse, Wahnfried