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Fernarbeitsplatz über Telemed oder eigenes VPN
Verfasst: Montag 4. Oktober 2010, 22:49
von benni
Ich möchte die Frage des Fernzuganges mit Heimarbeitsplatz diskutieren.
Im Forum war mehrfach eine VPN Lösung besprochen, über die dann eine VNC-Verbindung den Zugriff auf den Rechner in der Praxis realisiert.
Mein TM-Händler hat mit zu einer "gesicherten Verbindung" über Telemed geraten, das hätte den Vorteil eines medizinischen Intranets.... und kostet mal eben 25 Euro mtl.
Gibt es Erfahrungen mit dieser Heimarbeitsplatzverbindung über Telemed? Braucht man das wirklich? Oder lässt sich eine VPN Verbindung auch selber hinkriegen (ohne Insider-Router-Netzwerk-Kentnisse...) um da z.B. ein Open VNC oder Ultra VNC draufzuschalten...?
C. Schellenberg
Re: Fernarbeitsplatz über Telemed oder eigenes VPN
Verfasst: Mittwoch 6. Oktober 2010, 12:24
von imb
Ich kenne das Telemet-Angebot nun nicht näher (scheinbar geht es mehreren so, da keine Antwort), allerdings spricht absolut nichts gegen eine "private" VPN-Lösung.
Ein hochwertiger (!) VPN-Router sollte ausreichend Sicherheit bieten. Dann können Sie sich von zuhause vorzugsweise per RDP (ermöglicht ein wesentlich "direkteres" Arbeiten als die verschiedenen VNC-Lösungen) auf einen PC schalten.
Gut wäre nur, wenn sie für den DSL Anschluss in der Praxis eine feste IP-Adresse buchen können, ansonsten bleiben nur Dyndns und Co.
Laut Webseite telemed.de ist das auch nichts anderes wie ein VPN-Netz, nur eben von einem größeren Anbieter betrieben...
Re: Fernarbeitsplatz über Telemed oder eigenes VPN
Verfasst: Mittwoch 6. Oktober 2010, 18:05
von lcer
Hallo,
ich selbst betreibe 2 Praxisstandorte und meinen Heimarbeitsplatz über mein privates VPN ohne Telemed. Einen Vorteil sehe ich bei Telemed oder anderen Anbietern nicht. Wichtig ist nur, dass man die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen einhält. Wenn man eine fast kostenlose Lösung sucht: VNC, Dyndns ist völlig in Ordnung. Wenn der Praxisserver zufällig ein Windows (2003 ...) Server mit Terminalserver ist, braucht man nichtmal VNC.
Bei der Hardware wäre ich ein wenig wählerischer. Man kann zwar den VPN-Tunnel direkt zwischen PC zu Hause und Praxisserver herstellen (man benötigt dann einen Router, der
http://de.wikipedia.org/wiki/Port_Forwarding unterstützt). allerdings ist dann der Server selbst im Internet exponiert. Ich würde haber lieber einen VPN-fähigen DSL-Router einsetzen und den VPN-Tunnel zwischen PC und Router aufbauen. Der Heim-PC wird dann zum PC im Praxisnetzwerk. Ich habe gute Erfahrungen mir dem Speedport 400p
http://www.google.de/products?q=speedpo ... =de&tab=wf gemacht, der preiswert zu haben ist.
Allerdings setzt die Installation einer VPN-Lösung ein gewisses Mindesmaß an Verständnis für Netzwerke voraus. Falls das nicht vorhanden ist, würde ich die Installation einem Profi (falls man Arztsoftwareliefernaten als Netzwerkprofi bezeichne kann?

sorry, war nicht so gemeint) überlassen. Telemed ist allerdings nicht Voraussetzung.
Grüße
lcer
Re: Fernarbeitsplatz über Telemed oder eigenes VPN
Verfasst: Dienstag 12. Oktober 2010, 15:03
von mhc
Ein einfaches VPN lässt sich z.B. mit Hilfe einer Fritzbox, kostengünstig und schnell relalisieren. Die erfoderliche Software und Dokumentationen gibt es bei AVM zum Download, die Installation ist fast selbsterklärend.
Gruß
Andreas Schulz
Re: Fernarbeitsplatz über Telemed oder eigenes VPN
Verfasst: Dienstag 12. Oktober 2010, 16:53
von lcer
mhc hat geschrieben:Ein einfaches VPN lässt sich z.B. mit Hilfe einer Fritzbox, kostengünstig und schnell relalisieren. Die erfoderliche Software und Dokumentationen gibt es bei AVM zum Download, die Installation ist fast selbsterklärend.
Meiner Meinung nach ist die Firewallimplementation von AVM für die Frixbox nicht geeignet, die spezifischen Sicherheitsanforderungen einer Arztpraxis abzudecken. Aber dass muss jeder selber wissen. Den Vergleich mit Telemed oder speziellen VPN-Routern (sorgsam konfiguriert) alleine auf Preisniveau sollte man dann aber nicht anstellen.
Grüße
lcer
Re: Fernarbeitsplatz über Telemed oder eigenes VPN
Verfasst: Mittwoch 13. Oktober 2010, 12:31
von hfriedrich
"ich selbst betreibe 2 Praxisstandorte und meinen Heimarbeitsplatz über mein privates VPN ohne Telemed."
Hallo Icer,
ich bin auf der Suche, wie ich unseren zweiten Praxisstandort anschließe.
Nach diesem Forum kam eigentlich nur eine Terminal-Lösung mit Remote-Desktop in Frage. Arbeiten Sie mit normalen TM-Workstation über das VPN?
Ein großes, mir noch nicht erschlossenes Problem sind die Drucker. Wenn ich vom Praxis-Nebensitz via RDP auf dem Server des Praxis-Hauptsitzes arbeite, und ein Rezept drucken will, soll das natürlich am Praxis-Nebensitz aus dem Drucker kommen. D.h., der Druckauftrag muss über ein VPN an den Netzdrucker am Praxis-Nebensitz geschickt werden!?? Oder gibt es eine andere Lösung? Wie läuft das bei Ihnen?
Danke für Ratschläge
Friedrich
Re: Fernarbeitsplatz über Telemed oder eigenes VPN
Verfasst: Mittwoch 13. Oktober 2010, 12:56
von lcer
hfriedrich hat geschrieben:Nach diesem Forum kam eigentlich nur eine Terminal-Lösung mit Remote-Desktop in Frage. Arbeiten Sie mit normalen TM-Workstation über das VPN?
Ein großes, mir noch nicht erschlossenes Problem sind die Drucker. Wenn ich vom Praxis-Nebensitz via RDP auf dem Server des Praxis-Hauptsitzes arbeite, und ein Rezept drucken will, soll das natürlich am Praxis-Nebensitz aus dem Drucker kommen. D.h., der Druckauftrag muss über ein VPN an den Netzdrucker am Praxis-Nebensitz geschickt werden!?? Oder gibt es eine andere Lösung? Wie läuft das bei Ihnen?
Danke für Ratschläge
Friedrich
Hallo,
Turbomed-Client über VPN funktioniert nicht, da das zu langsam wird. Außerdem braucht Turbomed eine "echtzeitstabile" Verbindung, die bei kurzfristigen Verbindungsunterbrechung sofort zur Fehlermeldung führt. Bei mir läuft das über den normalen Windows-Remotedesktop-Client auf dem Terminalserver (mindestens? Windows Server 2003 nicht-SBS-Version!) Der Client verbindet automatisch lokale Drucker mit dem Terminalserver, so dass Drucken kein Problem ist. Ich habe aber trotzdem die Drucker als Nertzwerkdrucker auf dem Server einrerichtet, da man dann die Turbomed-Formular-Druckerzuordnungen leichter einstellen kann. Serielle Chipkartenleser ist auch kein Problem.
Im Testbetrieb habe ich neuerdings einen ThinClient - so eine kleine leise Kiste, die dann nur den Remoteclient startet. Das wäre auch eine preiswerte und stabile Lösung. Deren Beschaffung sollte man aber am besten über eine Computerfirma machen, da es bei den dort eingesetzten Windows-Versionen riesengroße Funktionsunterschiede gibt.
Alternativ käme ein VNC-Client/Server in Frage, damit kenne ich mich aber nicht aus.
Grüße
lcer
Re: Fernarbeitsplatz über Telemed oder eigenes VPN
Verfasst: Mittwoch 13. Oktober 2010, 14:47
von hfriedrich
Hallo und Danke für die Infos.
Leider habe ich den Fehler begangen und vor fünf Jahren SBS 2003 eiingerichtet, aber mit den maximal 3 möglichen RDP-Verbindungen komme ich nicht hin.
Jetzt bietet sich das auch im Forum diskutierte Thinstuff an.
Wenn ich Sie richtig verstanden habe, die Drucker sind über den Internet-VPN-Tunnnel als Netzdrucker eingerichtet und laufen problemlos ?
Welche DSL-Upload-Geschwindigkeit haben Sie?
Dank und Gruss
Friedrich
Re: Fernarbeitsplatz über Telemed oder eigenes VPN
Verfasst: Donnerstag 21. Oktober 2010, 23:45
von mhc
Ein SBS2003 kann problemlos mit mehr als 3 Terminalsitzungen umgehen. TS - Lizenzen kaufen, installieren, einrichten, fertig.
Gruß
Andreas Schulz