Seite 1 von 1

Card Star medic2/memo2

Verfasst: Sonntag 13. Juni 2010, 15:52
von rubrei
Ich habe eine kurze Frage, damit ich weiss, ob ich weiter Elan in mein Projekt stecken muss.
Ich kaufte ein memo2 zu meinem medic2...sollte ja einfach sein. Pairing und verbinden...alles gut.
Nun meine Frage:
Turbomed steht auf automtischem Lesen der KV. Dies wird aber bei eingestecktem memo2 nicht toleriert. Auslesen nicht möglich.
Im Wiki steht, dass generell die mobilen Lesegeräte nicht automatisch auslesen können, wenn bereits ein anderes Gerät auf automatischem Lesen an diesem Rechner steht. Gilt dies auch für die Kombination medic2 und memo2. Bei Shift-F9 geht alles nämlich reibungslos.
Gibt es jemanden, bei dem die Daten aus dem memo2 automatisch ausgelesen werden können, ohne vorher auf "Handbetrieb" umstellen zu müssen? Meine Helferinnen werden not amused sein, wenn ich Shift-F9 wieder einführe!

Vielen Dank für die Rückmeldungen, Grüße aus MV,

Rubrei

Re: automatisches Auslesen mobiler KVK-Lesegeräte

Verfasst: Sonntag 13. Juni 2010, 21:51
von wahnfried
Hallo,

das automatische Lesen der KVK bei stationären Lesegeräten funktioniert so, daß regelmäßig alle etwa 2,5 Sekunden eine Abfrage an das Lesegerät gesendet wird. Wenn dann keine KVK gelesen werden kann, passiert nichts, wenn eine KVK gesteckt ist, führt TurboMed quasi "shift+F9" von sich aus durch (auf dem Bildschirm erscheinen dann kurz nacheinander die Aufforderungen, die Chipkarte zu stecken - obwohl sie bereits steckt... - und dann, diese wieder zu entfernen).

Nun die Situation bei mobilen KVK-Lesegeräten:

Nach dem Auslesen eines Datensatzes stellt das mobile KVK-Lesegerät üblicherweise sofort den nächsten Datensatz zum Auslesen bereit. Da aber nach dem Auslesen eines KVK-Datensatzes dieser erstmal verarbeitet werden muß (Anlegen eines Behandlungsscheines, ggfs. sogar eines neuen Patienten) würden die im ZweiKommaFünf-Sekundentakt das Lesegerät abfragende automatische Einleseaufforderungen nicht weiterverarbeitet werden können, TurboMed speichert allenfalls einen davon.

Auch kann TurboMed nicht unendlich viele Patientenfenster gleichzeitig öffnen, so daß ein serienweises Einlesen der Datensätze "auf Vorrat" in jeweils ein neues Fenster "Behandlungsfallaufnahme" nur bis zu einer gewissen Menge an Datensätzen organisierbar wäre, also eine Unsicherheit und damit Fehlerquelle beinhaltet.

Also ist es beim Auslesen des mobilen Lesegerätes sogar sinnvoll, nach der Verarbeitung des letzten übernommenen Datensatzes dem Lesegerät per "shift+F9" mitzuteilen, daß nun der nächste Datensatz benötigt wird.

Wer mehrere Arbeitsplätze betreibt, hat am Hauptarbeitsplatz der Anmeldung das stationäre Lesegerät mit "automatischem Lesen der KVK" fest installiert, am zweiten Arbeitplatz der Anmeldung (oder Labor/Personalraum) ist dann bei deaktiviertem "automatischen Lesen" lediglich ein serielles Verbindungskabel am PC angeschlossen, an das das mobile KVK-Lesegerät angeschlossen werden kann.

Wer nur ein Einzelplatzsystem betreibt, braucht auch nicht in den Grundeinstellungen hin- und herstellen: Vor dem Einlesen mobiler Daten einfach das stationäre Lesegerät vom Verbindungskabel zur seriellen Schnittstelle abziehen, warten, daß TurboMed das Fehlen des Lesegerätes bemerkt und das automatische Lesen deaktiviert (Hinweisfenster bestätigen), dann kann das mobile Lesegerät angeschlossen werden und per "shift+F9" die dort gespeicherten Karten nacheinander ausgelesen werden. Wenn das fertig ist, stationäres Lesegerät wieder anschließen, TurboMed beenden und neu starten, dann funktioniert das automatische Lesen wieder.

Zu mobilen eGK-Lesegeräten kann ich nichts sagen, da mir sowas genausowenig wie ein onlinefähiges eGK-Lesegerät ins Haus kommt.

Grüsse, Wahnfried