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SSD im Server

Verfasst: Freitag 5. Juni 2009, 08:36
von drscheller
Mein Server ist nach 7 Jahren defekt. Derzeit suche ich nach mgl. schneller Hardware ("Turbo"), die Posts zu schnellem Server habe ich gelesen. Hat ein Kollege schon Erfahrung mit SSDs im Server? Zur Datensicherheit wollte ich mit Acronis True Image mehrmals tgl. auf eine konventionelle Platte spiegeln. Danke!

Re: SSD im Server

Verfasst: Freitag 5. Juni 2009, 10:53
von gpfeilm
Keine konkreten Erfahrungen.
Wenn man die Tests in Fachzeitschriften liest, sind die Übertragungsraten - besonders die Schreibraten - von Solid State Disks deutlich niedriger als bei modernen SATA-Platten. Der Server ist auch keinen Erschütterungen wie etwa ein Notebook ausgesetzt, die Stromversorgung durch eine Unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) gesichert. Ich würde daher für konventielle gespiegelte Platten (RAID 1) plädieren. Ein Backup braucht man trotzdem.

Re: SSD im Server

Verfasst: Freitag 5. Juni 2009, 10:56
von gpfeilm
Bitte Platten wählen, die explizit für Server-/RAID-Betrieb gekennzeichnet sind. Diese unterscheiden sich im Verhalten beim Auftreten eines defekten Sektors von normalen Desktop-Festplatten, sie beantworten die Betriebssystemanfragen innerhalb einer definierten Maximalzeit.

Re: SSD im Server

Verfasst: Freitag 5. Juni 2009, 11:59
von drscheller
Ich hatte an diese Platte gedacht, normale Festpaletten sind mir zu langsam:
Intel X25-M SSD Solid State Disc 80GB Flash HDD - SATA300 2.5zoll
Extrem schnelle Übertragungsraten:
Lesegeschwindigkeit: 250MB/s, Schreibgeschwindigkeit: 70MB/s, NAND type, MLC Chips.

Re: SSD im Server

Verfasst: Freitag 5. Juni 2009, 14:34
von mh
Bei mir läuft derzeit eine preiswerte MLC-SSD im Backup-Rechner zu Hause (AMD 6000+). Extrem schnell, besonders bei Auswertungen. Komplexe Schreibvorgänge dauern etwas länger als bei HD, normale Zugriffe (Lese/Schreib) keine Einbuße zu verzeichnen. Ist allerdings auch ein Einzelplatz-Rechner.

In Praxis steht auch neuer Server an. Nach Rücksprache mit dem TM-Partner (den ich für sehr kompetent halte) werden wir diesen aber anders konfigurieren:
- schneller DualCore-Prozessor (E8400)
- 4 GB RAM
- Cachen der PraxisDB ins RAM
--> durch diese Konfiguration sollen die Klients möglichst schnell aus dem RAM des Servers über den schnellen Prozessor mit Daten versorgt werden. 4 GB RAM sollten nach Meinung TM-Partner ausreichend sein (Größe der komprimierten DB 320 MB). Bei größeren DB wären dann ein 64bit-Betriebssystem vorzuziehen, das mehr als 4 (bzw. 3,2 ) GB RAM verwalten kann.

Mal sehen wie es läuft.....

Re: SSD im Server

Verfasst: Freitag 5. Juni 2009, 14:41
von drscheller
@mh: Welches Betriebssystem wollen Sie installieren? Windows XP und Vista 32 können nur max. 2GB Hauptspeicher verwalten, darüberhinaus benötigen Sie ein 64Bit-Betriebssystem! s. den in jeder Hinsicht lesenswerten Artikel von Thomas: http://www.vondoczudoc.de/viewtopic.php?t=1087

Re: SSD im Server

Verfasst: Freitag 5. Juni 2009, 14:43
von mh
Windows XP SP3. Kann 3,2 GB verwalten.

Re: SSD im Server

Verfasst: Mittwoch 27. Oktober 2010, 14:25
von mh
Nach einiger Zeit noch einmal eine Rückmeldung zum Thema.

Mittlerweile ist im Server eine INTEL X-25E SSD mit 32 GB verbaut. Beinhaltet TM + IFAP+alle Dokumente. Tägliche Datensicherung mit xcopy. Acronis demnächst zusätzlich.

Obwohl mE TM seit den letzten beiden Versionen erkennbar schneller geworden ist, mutet die SSD im Server schon fast Formal 1 - mässig an. Für mich ganz klar die favorisierte Konfiguration für ein schnelles Arbeiten.

Re: SSD im Server

Verfasst: Mittwoch 27. Oktober 2010, 16:31
von RAMöller
Zwar sind die SSD-Festplatten mangels mechanischer Teile weniger Anfällig für Stöße und entwickeln auch keine Wärme, die den mechanischen Pendants oft zu schaffen machen. Doch können die in den Platten verbauten Zellen des Flashspeichers gerade mal 10.000 mal beschrieben und wieder gelöscht werden. Zum Vergleich: Klassische Festplatten vertragen ungefähr das zehnfache an Schreibzyklen

Möller

Re: SSD im Server  [GELÖST]

Verfasst: Mittwoch 27. Oktober 2010, 18:17
von mh
Demnach müsste eine SSD ziemlich rapide 'zerbröseln'. Meine Informationen und auch praktischen Erfahrungen mit einer älteren MLC-SSD können das nicht bestätigen:

Zitat:
SLC-Chips lesen und schreiben dafür Daten viel schneller und müssen aufgrund der stärkeren Nutzung der einzelnen Zellen von vorn herein viel langlebiger ausgelegt sein. So garantiert beispielsweise Intel für seine SLC-Variante X25-E SSDSA2SH032G1 wahlfreie Schreibvorgänge in einer Größenordnung von bis zu einem Petabyte (1.000.000 Gigabyte). Sie könnten also über einen Zeitraum von fünf Jahren jeden Tag knapp 548 GB auf die SLC-SSD von Intel schreiben, bevor die Fähigkeit der Flashzellen erlischt, elektrische Ladungszustände zu speichern. Seinen MLC-Modellen gewährt Intel hingegen eine viel geringere Lebensdauer. Hier steht der Hersteller bei einer Nutzungszeit von fünf Jahren nur für 20 GB wahlfreie Schreibvorgänge pro Tag gerade.
http://www.pcwelt.de/produkte/Flash-Fes ... 27216.html

Re: SSD im Server

Verfasst: Mittwoch 27. Oktober 2010, 20:14
von RAMöller
Der Vorteil der mechanischen Belastbarkeit im Falle eines Sturzes dürfte bei den meisten Servern keine Rolle spielen.

Re: SSD im Server

Verfasst: Donnerstag 28. Oktober 2010, 05:45
von Growlf
Ich nutze daheim 2 Stück 64 GB SSD (Super Talent Ultra Drive), eine für das Betriebssystem (Win7 x64 Ultimate)+ Swapspace, eine für transferlastige 3D- und Spieleanwendungen.

Vor Windows 7 ist eine SSD kaum zu empfehlen. Beachte auch dies: http://www.ocztechnologyforum.com/forum ... tilities-* zu abzuschaltenden Windows- Tools sowie die Kontrolle über den verwendeten Treiber via DriveControlerInfo http://www.hardwareluxx.de/community/f2 ... 65207.html: Windoof ist nämlich nicht mal in der Lage, den korrekt ausgeführten TRIM- Befehl anzuzeigen.

Gefühlte Systembeschleunigung: 2- 4fach, was auch dem Datendurchsatz entspricht.

Das nutzt natürlich alles nichts, wenn man lahme Clients oder Netzwerk- Nadelöhre hat.