Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

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Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

Beitragvon OH » Dienstag 3. Februar 2009, 22:19

Das ist die neue Abzocke unserer Bürokraten. Man führt Zertifizierungspflichten ein - wo auch immer - aus welchen Gründen auch immer - und kassiert dann gleich selber ab, in dem man sich selbst die Genehmigung für die Zertifizierungen - am besten per Gesetz - verschafft.

:evil:
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Re: Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

Beitragvon wahnfried » Dienstag 3. Februar 2009, 23:09

... siehe auch: viewtopic.php?p=8167#p8167

p.s. Wer hat denn genauere Infos über die Hintergründe dieser neuen Zertifizierungspflichten? Die bestanden doch bisher auch und waren in der Softwarepflege einberechnet?

Viele Grrrsse, Wahnfried
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Re: Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

Beitragvon schmidt-dietrich » Mittwoch 4. Februar 2009, 13:03

# --> Schreiben über Kostensteigerung bzw. anfallende höhere Wartungskosten, da nach
AVWG-konformer Software, diese ja nicht mehr durhc die Industire gesponsert werden könnte...

-> M.M. kann das nicht einfach abgewältzt werden, da in den urspr. Verträgen mit den Softwarehäsuern kein solcher Pasus drinnen war! Interssant wäre eine Aussage eines Juristen dazu (Bitte um Kontakt) damit man evtl. einen passenden Widerspruch erstellen kann und diesen gleichlautend von vielen Kunden (wir Ärzte) = Änderung der Meinung erreichen! Parallel dazu Brief an KBV + KBV_Chef Köhler um mal Unruhe in den Busch zu bringen -> Rechnung und Antrag auf Kostenübernahme durch KBV ;-)
Mal sehen was dann loszutreten ist...! :mrgreen:

Was sagen Sie dazu?
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Re: Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

Beitragvon vestede » Mittwoch 4. Februar 2009, 18:34

Wozu eigentlich der Unsinn mit dem zertifizierten MED-Programm? Wenn ich kein AUT-IDEM Kreuz setze; gibt der Apotheker sowieso das ab, was im Kassen Vertrag vorgesehen ist; Lasst uns dann doch als protest einfach nur PRIVAT-REZEPTE abgeben!
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Re: Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

Beitragvon Turbouser » Donnerstag 5. Februar 2009, 19:45

Dies halte ich auch für eine Unzumutbarkeit. Was ist eigentlich, wenn wir aus Protest auf "händisch" ausgestellte Rp gehen ???. (Betrifft nur Medikamente nicht Rezeptkopf)

Wenn man nun diesen Bereich nicht mehr nutzen will ???

Gibt es etwas neues bezüglich Rechtsanwalt ??

Wie sieht dies bei anderen Softwarehäusern aus ??

Wer hat Erfahrungen ??
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Re: Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

Beitragvon Growlf » Donnerstag 5. Februar 2009, 20:11

Ich war bisher Turbomed- Fan und begeisterter Verkünder der TM- Wahrheit, aber langsam hört's auf.
Im Vergleich mit meiner alten 2005er Version ist das aktuelle TM so mit Werbung und Mist überfrachtet, daß es mich schaudert. Auf meinem Laptop startete die alte Version in Windesblitze, bei der aktuellen muß man schieben.

Sollte nach der Preiserhöhung auch nur ansatzweise Werbemüll enthalten sein, sehe ich mich leider gezwungen, eine langjährige Beziehung zu beenden. Es gibt auch noch andre Programme. Dann wird halt weniger dokumentiert.
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Re: Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

Beitragvon lapins » Montag 9. Februar 2009, 18:46

Auf Hausarzt .de sind auch paar Meldungen zu dem Theme, die aber nicht viel Milch geben.

a) ich versende mal an TM einen Einspruch wie folgt:
hat jemand eine bessere Formulierung?

Einspruch gegen die Softwarepflege zu 25,50 für „AVWG-konforme Arzneimitteldaten“
Ihr undatiertes Schreiben vom Januar 2009
Kdnr xxxxxx

Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen Beteiligung an der Softwarepflege in der Höhe von 25,50€ / monatlich ab 1.4.09 erhebe ich Einspruch.

Wenn ich ein Arzneimitteldaten-Programm benutze, dann muss es zertifiziert sein dies besagt der Gesetzestext.
Es steht mir laut SGB V §73 Absatz (8) frei ein AVWG konformes Programm überhaupt zu nutzen, ich muss das aber nicht. Ich muss ja auch manuell vor Ort ein Rezept ausstellen können.

Ich bin bereit, ab dem betreffenden Datum das an Ihr Programm „angehängte“ Arzneimittelprogramm bis auf Widerruf nicht mehr zu nutzen.

Mit freundlichen Grüßen


b) weiters wäre ich bereit zB 255 € (10*25,5€) für eine Sammelklage gegen TM? KBV? springen zu lassen um die Sachlage zu klären-
weiß jemand wer so etwas machen könnte? Hausärzteverband? Medi? sonstige Org?

Kommentar:

Möglicherweise sind sowohl KBV als auch TM nur "Mittäter"!
Die KBV, die im voreilenden Gehorsam Gesetzestexte siehe zb
sklavisch in Zertifizierungsvorgaben umsetzt und TM/Compumed, welche mit trändenden
Augen und gekreuzten Fingern die Vorgaben in Programmcode gießen
-und natürlich bezahlt werden wollen .
Gesetzestext siehe
http://www.buzer.de/gesetz/2497/al13055-0.htm unter (8)

Die Täter sind eigentlich das deutsche Volk, welches seit zig Jahren genau die Regierungen wählen, die
das Gesundheitssystem genau so organisiert wie es das regelungsgeile Volk es will.
Aber das ist eine subjektive Meinung.

mfg rlap
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Re: Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

Beitragvon lapins » Montag 9. Februar 2009, 19:04

... einen bösen Kommentar kann ich mir nicht verkneifen gegenüber den Leuten, die
so kurzerhand das Programm wechseln wollen.

Wer eine integrierte EDV hat (zb

    -Geräte eingebunden,
    -Prozesse definiert und dokumentiert hat ,
    -Befunde scanned usw usw

der wechselt nicht so schnell einmal die EDV, zumal TM immer noch eines der besten Programme ist.

Das können nur Hausärzte, wie die, die mit wehenden Fahnen sofort auf den Hausarztvertrag
einer bekannten KK inklusive zusätzliche Software aufsprangen ohne sich darüber Gedanken zu machen, wie man denn
mit 2 (zwei) Programmen für ein und dieselben Abläufe arbeiten sollte!
(nix gegen den Vertrag nur alles gegen 2xSoftware)

Für solche Leute würde auch die einstige KVK-Karten Druckerkombination reichen,
aber die Leute schreiben auch kaum in diesem Forum also lesen Sie den bösen Kommentar ja auch nicht ! :mrgreen:
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Re: Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

Beitragvon Turbouser » Montag 9. Februar 2009, 19:25

Ich werde auch Einspruch erheben gegen die Erhöhung.

Von einem übereilten Programmwechsel halte ich auch nichts.

Ich scanne auch sehr viel ein, aber lege es nicht in TM interne Dateien, genau aus besagten Gründen.

Von "Pauschalverurteilungen " bin ich absolut nicht begeistert. :mrgreen:

Nur schön weiter an der Spaltungsschraube drehen. Dritte freuen sich jetzt schon immens.

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Re: Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

Beitragvon Growlf » Dienstag 10. Februar 2009, 01:20

Mir persönlich liegt wenig daran, TM zu canceln, zumal ich grade von einer gemeinsamen Medistar- Nutzung mit einem Kollegen abgesprungen bin, aber ich verspüre genauso wenig Lust, vom Regen in die Traufe zu kommen.

Bin zu allen Schandtaten bereit, um diesen erneuten Quatsch zu verhindern. Die Frau meines Kollegen ist Anwältin, ich frage dort mal an.
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Re: Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

Beitragvon danspie » Dienstag 10. Februar 2009, 07:07

lapins schrieb:
Das können nur Hausärzte, wie die, die mit wehenden Fahnen sofort auf den Hausarztvertrag
einer bekannten KK inklusive zusätzliche Software aufsprangen ohne sich darüber Gedanken zu machen, wie man denn
mit 2 (zwei) Programmen für ein und dieselben Abläufe arbeiten sollte!
(nix gegen den Vertrag nur alles gegen 2xSoftware)

Diesen Kommentar finde ich etwas unüberlegt es gibt genau so viel Haus- wie Fachärzte, die die EDV nur in geringem Maß nutzen. Für diese ist die EDV-Umstellung natürlich schnell gemacht. Aber grundlegenden Entscheidungen bzgl der Praxis (konkret Beitritt zum AOK-Hausarztvertrag / Diskussion über Rückgabe der Kassenzulassung) werde ich (Hausarzt) nicht von der EDV abhängig machen! Das sind sehr grundlegende Entscheidungen von großer Tragweite - Probleme mit der EDV sehe ich allenfalls als kurzfristige Probleme, die gelöst werden können.
Nebenbemerkung: wir in Bayern machen das aber natürlich :-) besser.
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Re: Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

Beitragvon Kasimir » Dienstag 10. Februar 2009, 12:52

Turbomed sollte mal öffentlich erklären, was nun anders werden wird.
Dass alles so weitergeht wie bisher, ich meine damit nicht gut programmierte Updates, unsinnige Programmteile (allen voran DocPortal - und das wissen die Herren und Damen dort ganz genau), Herumschleppen von altem Programm-Ballast, Ignoranz von solch wichtigen, seit 10 Jahren geäußerten Wünschen wie Einbindung von Open Office und auch Bevormundung bzgl des Benutzens der Arzneimitteldatenbanken (obwohl eine Anbindung z.B,. der gelben Liste rasch erledigt sein könnte), das kann es für 80 % Preiserhöhung nicht sein, egal wer nun Schuld daran hat.
Wenn sich dort nichts bewegt, dann sollte man, auch wenn es schwer fällt, sich mal nach Alternativen umsehen. Eine Umstellung auf ein anderes Programm ist bestimmt nicht leicht, aber in meinen Augen sollte sich CompuGroup / Turbomed nicht darauf verlassen, dass die Ärzte unendlich viel Angst vor einem Wechsel haben, denn auch bei uns ist mal der Bogen überspannt.
Wer vielleicht Kollegen kennt, die gute Erfahrungen mit anderen Programmen haben, der könnte das hier ja mal posten. Information ist immer gut.
Viele Grüße
Kasimir
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Re: Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

Beitragvon vreden1 » Dienstag 10. Februar 2009, 13:14

A. Turbomed sollte nur IFAP einbinden wie bisher Word, das IFAP-Programm ist dann kostenfrei. Mehr Software brauchen die meiste Ärzte überhaupt nicht.
Desweiteren sollten unsinnige Programme wie DocPortal oder Telemed unterlassen werden.

B. Wieso meint Turbomed den Verlust von Pharmasponsoring auf den Kostpreis der Software umlegen zu können. Wo ist die Grundlage ?

C. Das Turbomed-Programm wird zunehmend übergewichtig, zu Lasten der schnelle und gute Funktion. Wer übermittelt die Programmierer endlich mal das weniger oft mehr ist !

D. Die E-card und die dadurch verursachten Kosten ( von der Ärztebeschattung zu schweigen ) sollten massiv bekämpft werden.
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Re: Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

Beitragvon schmidt-dietrich » Dienstag 10. Februar 2009, 15:46

Ich hoffe liebe Kollegen, das Sie auch an Ihre Mitkollegen am Ort, die evtl. auch TM nutzen rege Gespräche führen und ein Entwurf unseres Ablehnungsschreiben
weitergebe, damit jeder bei seinem Softwarehaus widerspricht...
Dann bin ich mal gespannt was passiert !
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Re: Preiserhöhung um 25.50€ / Mo + MwSt. für AVWG- bzw. KBV-Zert

Beitragvon schmidt-dietrich » Dienstag 10. Februar 2009, 16:03

Entwurf Schreiben an KBV + Herrn Köhler

KBV
Berlin

Kassel, 10.02.2009



Einspruch gegen die Softwarepflege zu 25,50 + MwSt für „AVWG-konforme Arzneimitteldaten“ und Bitte um Klärung seitens KBV, wie es zu diesem Entschluss kommen konnte, welcher Rechtsgrundlage zu Grunde legt.


Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Kollege Köhler

gegen Beteiligung an der Softwarepflege in der Höhe von 25,50€ + MwSt / monatlich ab 1.4.09 erhebe ich Einspruch gegenüber meinem Softwarehaus.
Weiterhin bitte ich um ausführliche Begründung seitens KBV, wie es rechtens sein kann auf einmal nicht vertraglich festgelegte Kosten auf den Arzt umzulegen !
Meines Erachtens schiessen Sie als KBV weit an Ihrer Aufgabe vorbei, ein sinnvoller entbürokratisierender Verwaltungspartner zwischen Ärzteschaft und Gesetzlichen Krankenkassen zu sein. Wo bleibt Ihr Rückrat?
Ich werde diese Summe, wenn Sie es nicht glaubwürdig umsetzten können, Ihnen als KBV in Rechnung stellen.

Wenn ich ein Arzneimitteldaten-Programm benutze, dann muss es zertifiziert sein, dies besagt der Gesetzestext, soweit so gut. Es steht mir laut SGB V §73 Absatz (8) frei ein AVWG konformes Programm überhaupt zu nutzen, ich muss das aber nicht. Ich muss ja auch manuell vor Ort ein Rezept ausstellen können.
Ich werde daher nicht irgendwelche Kosten übernehmen, weil Sie „werbefreie“ Arzneimittelprogramme wollen.
Die GKV machen Rabattverträge mit der Pharmaindustrie und die Medikamente werden folglich in der Apotheke umgesetzt.
Daher sehe ich es nicht ein, weitere Kürzungen wie durch den EBM 2009, mit weiterer unnötiger Verwaltung wie online-doku Hautkrebsscreening, Bonus-Malus, DMPs, e-Card etc. hinzunehmen ohne ein sinnvolles betriebswirtschafliches Entgelt. (Stichwort 5,11 Cent) Wieso stellen Sie sich nicht schützend vor Ihre Kunden - die Ärzteschaft - und stellen dringend diese politisch und in den Medien verbreiteten Fehlinformationen korrekt dar ? Keiner meiner Kollegen sieht etwas von diesen lächerlichen 1,35 Mrd €/ Jahr bei weiterhin gedeckelter Tätigkeit!

....
Mit freundlichen kollegialen Grüßen
...
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