Hallo,
2doc hat geschrieben:Eine einigermassen sichere Absicherung bzgl. internet ist nur mit Hardwarefirewall auf extra zwischengeschaltetem
Rechner (Stichwort: IPCOP endian etc.) bzw. käuflicher Firewall (deutsche)möglich:
Naja muss nicht immer teuer gekauft sein. Wer sich einigermaßen auskennt bzw. bereit ist sich ein bisschen einzulesen kann mit iptables (Firewall) + squid (Proxy) auf einem vorgeschalteten Raspberry pi zum gleichen evtl sogar besseren Ergebnis kommen. Kostenpunkt ca. 30,-€ + Arbeitszeit Stromverbrauch <5W. Einmal eingerichtet, einfach Image von der SD Karte ziehen (am besten auf dem praxiseigenen NAS ablegen) und fertig. Geht die SD Karte kaputt, das Image auf ne neue SD zurückspielen, reinstecken, neu booten läuft. Geht der Raspberry kaputt, einfach nen neuen kaufen oder noch besser immer einen auf Halde haben, SD Karte umstecken anschließen und fertig.
2doc hat geschrieben:
darauf Regeln einrichten:
Da wäre bei iptables folgende deutsche Doku hilfreich -->
http://64-bit.de/dokumentationen/netzwe ... WTO-3.html
Wenn man das Prinzip einmal verstanden hat, kann man sich sehr leicht die perfekte Firewall aufbauen. Grundsätzlich sollte man als erstes zunächst ALLES verbieten und dann selektiv Schritt für Schritt die benötigten Adressen mit Ports freischalten. Für Anfänger ist eine graphische Oberfläche zur Erstellung der benötigten Regeln für iptables meist leichter zugänglich. Da kann man z.b. dieses hier verwenden -->
http://wiki.ubuntuusers.de/Firestarter . Wenn man in der Praxis einen eigenen Mailserver oder Webserver o.ä. betreibt empfiehlt sich das Einrichten einer sogenannten DMZ-Firewall (
http://www.heise.de/netze/artikel/DMZ-s ... 21656.html). Das sollte man dann aber eher einen Fachmann/Fachfrau machen lassen, da dies doch sehr komplex ist. 99% der hier lesenden brauchen eine DMZ-Firewall aber wohl nicht.
2doc hat geschrieben:
d.h jeder betroffene Hersteller muss dann Adressen ob URL oder IP-Adresse und beteiligte Ports herausrücken....
Das sollte keine große Hürde darstellen sich die Informationen selbst zu besorgen. Das kann man mit einem Portscanner sehr leicht selbst herauszufinden. -->
http://de.wikipedia.org/wiki/Nmap ich würde Zenmap als GUI unter Windows dafür empfehlen -->
http://nmap.org/zenmap/
2doc hat geschrieben:allg. Liste (z.B: TM, HZV etc.) könnte man vielleich hier pflegen...
Ich mach mal den Anfang
Hier das Ergebnis des Portscans von
http://www.turbomed.de mit dem Befehl
(ich habe Irrelevantes mal entfernt)
Code: Alles auswählen
Starting Nmap 6.40 ( http://nmap.org ) at 2015-02-19 12:31 Mitteleuropäische Zeit
NSE: Loaded 110 scripts for scanning.
NSE: Script Pre-scanning.
Initiating Ping Scan at 12:31
Scanning www.turbomed.de (80.70.184.135) [4 ports]
Completed Ping Scan at 12:31, 0.17s elapsed (1 total hosts)
Initiating Parallel DNS resolution of 1 host. at 12:31
Completed Parallel DNS resolution of 1 host. at 12:31, 0.01s elapsed
Initiating SYN Stealth Scan at 12:31
Scanning www.turbomed.de (80.70.184.135) [1000 ports]
Discovered open port 80/tcp on 80.70.184.135
Increasing send delay for 80.70.184.135 from 0 to 5 due to 11 out of 16 dropped probes since last increase.
Discovered open port 22/tcp on 80.70.184.135
Discovered open port 21/tcp on 80.70.184.135
Discovered open port 25/tcp on 80.70.184.135
Completed SYN Stealth Scan at 12:31, 10.27s elapsed (1000 total ports)
Initiating Service scan at 12:31
Scanning 4 services on www.turbomed.de (80.70.184.135)
Completed Service scan at 12:31, 6.38s elapsed (4 services on 1 host)
Initiating OS detection (try #1) against www.turbomed.de (80.70.184.135)
Retrying OS detection (try #2) against www.turbomed.de (80.70.184.135)
Initiating Traceroute at 12:31
Completed Traceroute at 12:31, 0.04s elapsed
Initiating Parallel DNS resolution of 11 hosts. at 12:31
Completed Parallel DNS resolution of 11 hosts. at 12:31, 6.55s elapsed
NSE: Script scanning 80.70.184.135.
Initiating NSE at 12:31
Completed NSE at 12:31, 7.98s elapsed
Nmap scan report for www.turbomed.de (80.70.184.135)
Host is up (0.030s latency).
rDNS record for 80.70.184.135: host-80-70-184-135.vegasystems.de
Not shown: 993 closed ports
PORT STATE SERVICE VERSION
21/tcp open ftp Pure-FTPd
22/tcp open ssh OpenSSH 5.3p1 Debian 3ubuntu7.1 (Ubuntu Linux; protocol 2.0)
| ssh-hostkey: 1024 82:d2:16:d3:06:02:a9:35:80:25:af:9c:ac:68:ac:d9 (DSA)
|_2048 ad:8e:91:d3:fd:63:ba:c7:0c:5d:a9:83:7b:25:b9:c7 (RSA)
25/tcp open smtp Postfix smtpd
|_smtp-commands: www, PIPELINING, SIZE 10240000, VRFY, ETRN, STARTTLS, ENHANCEDSTATUSCODES, 8BITMIME, DSN,
| ssl-cert: Subject: commonName=ubuntu
| Issuer: commonName=ubuntu
| Public Key type: rsa
| Public Key bits: 1024
| Not valid before: 2010-05-07T10:22:01+00:00
| Not valid after: 2020-05-04T10:22:01+00:00
| MD5: 7e08 c287 b65e 38c0 8402 f4af 6033 6063
|_SHA-1: 5eb1 369a 33bc 3324 da8d fe94 c22b 4d33 903f bf57
|_ssl-date: 2015-02-19T11:31:37+00:00; 0s from local time.
80/tcp open http Apache httpd 2.2.14 ((Ubuntu))
|_http-favicon: Unknown favicon MD5: 802B373099CCD977E7BFAC9B37175F6E
|_http-methods: No Allow or Public header in OPTIONS response (status code 200)
|_http-title: TURBOMED - Startseite
135/tcp filtered msrpc
139/tcp filtered netbios-ssn
445/tcp filtered microsoft-ds
Aggressive OS guesses: Netgear DG834G WAP or Western Digital WD TV media player (92%), Linux 2.6.32 (91%), AXIS 210A or 211 Network Camera (Linux 2.6) (91%), Check Point VPN-1 UTM appliance (91%), Infoblox Trinzic network control appliance (91%), Linux 3.1 (91%), Linux 3.2 (91%), HP P2000 G3 NAS device (91%), Linux 2.6.32 - 2.6.35 (90%), Linux 3.7 - 3.9 (89%)
No exact OS matches for host (test conditions non-ideal).
Uptime guess: 118.871 days (since Thu Oct 23 16:37:32 2014)
Network Distance: 11 hops
TCP Sequence Prediction: Difficulty=251 (Good luck!)
IP ID Sequence Generation: All zeros
Service Info: Host: www; OS: Linux; CPE: cpe:/o:linux:linux_kernel
TRACEROUTE (using port 1723/tcp)
....
Daran sieht man, dass die Seite
http://www.turbomed.de seit dem letzten Reboot vor 118 Tagen unter der IP Adresse 80.70.184.135 (dürfte fix sein) auf einem Apache Webserver läuft, dass pureFTPd als ftp Daemon verwendet wird, dass postfix als MTA verwendet wird und dass das dafür verwendete OS Ubuntu ist. CGM hostet ihre eigene Seite nicht mal selbst sondern bedient sich dafür dieses Dienstleisters -->
http://www.vegasystems.de/index.html Als für uns relevante Dienste werden nur http (Port 80) und ftp (Port 22) benötigt.
Man muss also in der Firewall die Adressen
durchwinken um auf die TM Seite (http Port 80) und die Downloads (ftp Port 22) zugreifen zu können.
schönen Gruß
elvito
p.s. Nur nebenbei, was mir dabei grade auffällt... der von CGM verwendetet Webserver (Apache 2.2.14) ist nicht aktuell (2.4.12 wäre die aktuelle Version). Es sind für die 2.2.14er Version ein paar Exploits (Sicherheitslücken) bekannt, wovon mindestens einer zum Erlangen von höheren Rechten geeignet wäre -->
http://www.cvedetails.com/vulnerability ... .2.14.html Das würde mir persönlich zu denken geben! Aber ist ja auch nicht mein börsennotiertes Unternehmen...
p.p.s. Der von mir (einmalig) durchgeführte Portscan wird nach aktueller Rechstsprechung (
http://www.gesetze-im-internet.de/stgb/__202c.html) nicht als Angriff bewertet. Nur höchstvorsorglich, falls irgendein mitlesender Justiziar von CGM grade einen hochroten Kopf kriegen sollte
