Sinnhaftigkeit eines Server-Backups
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piccolo1108
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Sinnhaftigkeit eines Server-Backups
Auf meinem derzeit laufenden Server werden per Streamerbänder allnächtich Backups erstellt. Wie man im Falle eines Falles damit den Server wiederherstellen können soll, weiß ich nicht. Zumal, falls der Server abschmiert ist es nach meinem Wissen nicht möglich, auf einem anderen neuen Server dieses Backup wiederherzustellen, da das Backup wohl nur für den Server passt, auf dem es erstellt worden ist ?!? Nun meine Frage: Reicht es da nicht, die Windows-interne Sicherung des Systems zu nutzen und diese allnächtlich auf einen USB-Stick laufen zu lassen? Bedarf es da wirklich der Backup-Sicherung auf Streamerbänder über ein kostenpflichtiges, teures Zusatzprogramm?
- RAMöller
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Re: Sinnhaftigkeit eines Server-Backups
Ein Worm-Nas zur revisionssicheren Datensicherung hat ähliche Eigenschaften, ist nur neuere Technik.
Den ganzen Server mit Software mal eben per Band reanimieren, naja, könnte dauern.
Da ist ein Zweitgerät praktischer, sofern sie keinen 24h Betrieb garantieren müssen
Den ganzen Server mit Software mal eben per Band reanimieren, naja, könnte dauern.
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c-it
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Re: Sinnhaftigkeit eines Server-Backups
Eine bare-metal-Sicherung hat so seine Tücken: Wenn Sie einen "richtigen" Server haben (HP, Lenovo, Fujitsu, Dell o.ä.) stehen die Chancen nicht schlecht, auch nach 5 Jahren ein baugleiches Ersatzteil zu bekommen (der finanzielle Obolus ist manchmal nicht ohne). Dann lässt sich das Backup i.A- auch wieder zurückspielen und in Betrieb nehmen. Wenn Sie sich selbst einen Server gebaut haben, sind Sie nach 5 Jahren gut 3 Prozessorgenerationen (ca. 18 Monate) hinterher. Da wird es deutlich schwieriger ein technisch baugleiches System neu hinzustellen. Und mit anderer Hardware klappt das Rückspielen der bare-metal-Sicherung nur zufällig. Die Serversicherung ("ganzer Server") ist übrigens nichts anderes.
Sinnvoller erscheint es da, nur die Daten zu sichern: Turbomed-Ordner, Turbomed-DB gerne separat und sonstige auf dem Server liegende wichtige Dateien. Dann kann ein beliebig neuer Server schnell installiert werden (Name, IP, AG oder Domäne und Benutzer mit Passwort wie alter Server), dann TMed und die Daten aus dem Backup zurückholen. Hier hat sich in einigen Praxen eine Synology-NAS bewährt. Die DSXXX+ Varianten bringen ein eigenes Backupprogramm mit (Backup for Business), welches z.B. nachts OHNE Mitwirkung der Schwestern läuft. Die Sichrung der tagesaktuellen Tmed-DB auf USB-Stick dauert <10min und sollte trotzdem erfolgen (jeder Wochentag ein Stick!).
Das Thema ist aber sehr vielfältig und jeder admin hat da seine Vorstellungen und Konzepte.
... nur ohne , das geht gar nicht ...
Schönen 2. Advent
c-it
Sinnvoller erscheint es da, nur die Daten zu sichern: Turbomed-Ordner, Turbomed-DB gerne separat und sonstige auf dem Server liegende wichtige Dateien. Dann kann ein beliebig neuer Server schnell installiert werden (Name, IP, AG oder Domäne und Benutzer mit Passwort wie alter Server), dann TMed und die Daten aus dem Backup zurückholen. Hier hat sich in einigen Praxen eine Synology-NAS bewährt. Die DSXXX+ Varianten bringen ein eigenes Backupprogramm mit (Backup for Business), welches z.B. nachts OHNE Mitwirkung der Schwestern läuft. Die Sichrung der tagesaktuellen Tmed-DB auf USB-Stick dauert <10min und sollte trotzdem erfolgen (jeder Wochentag ein Stick!).
Das Thema ist aber sehr vielfältig und jeder admin hat da seine Vorstellungen und Konzepte.
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c-it
- RAMöller
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Re: Sinnhaftigkeit eines Server-Backups
Gelegentlich sollte man auch den worst-case = Serverausfall simulieren und gucken, wie es so läuft, wenn man den Stecker zieht. Es lohnt sich
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nmndoc
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Re: Sinnhaftigkeit eines Server-Backups
@piccolo:
Kurze Antwort:
1. Selbstverständlich ist eine Server-Sicherung sehr sinnvoll.
2. Wie sinnvoll eine Sicherung ist, von der sie nicht wissen ob und wie Sie ggf eine (vollständige) Rücksicherung machen, können Sie sich glaube ich selbst beantworten. Zumal der erste Stolperstein häufig ist, dass die Backup-Software ausschließlich auf dem betroffenen System eingerichtet war (Henne-Ei-Problem).
Längere Antwort:
Grundsätzlich steht am Anfang eines Backup-Konzepts die Frage: welchen Datenverlust und Ausfallzeit können (wollen) Sie verschmerzen. Danach richtet sich dann die technische und organisatorische Lösung. Dabei sind ja auch jeweils verschiedene Szenarien zu beachten - zB kann je relativ schnell mal Windows o.ä. komplett zerschossen sein (zB defektes Dateisystem, Platten etc) und sie sichern auf der selben Hardware zurück. Oder aber, die komplette Hardware (bzw Teile) versterben - dann müssen Sie ggf. für Ersatz sorgen - dh wie schnell bekommen Sie die? dh ggf einen komplett neuen Server? Zeit? Stunden/Tage/Wochen? Funktioniert die Rücksicherung da überhaupt etc. Ähnlich würde es für Fälle wie Brand/Wasser oder Diebstahl aussehen. Da wären dann ggf. vor Ort gelagerte Backups ebenfalls weg.
Das gehört eben alles überlegt und ggf. priorisiert - z.B. sagen Sie evtl: wenn die gesamte Praxis abbrennt habe ich andere Probleme, als Turbomed innerhalb einer Stunde wieder zum Laufen zu bringen. (oder aber: weil alle Papierakten verbrannt sind, brauche ich gerade eine TM-Sicherung, die möglichst vom Vortag ist)
Für Viele dürfte wohl eine abgestufte Lösung Sinn machen - also in der Art: tägl. Komplettsicherung auf externe HDD oder NAS mit der Möglichkeit, eine komplette Widerherstellung von einem Bootmedium zu machen (testen!).
Kritischere Daten (Dokumente, Patientendaten etc) werden ggf. zusätzlich auf ein anderes Medium und/oder Ort gesichert, so dass diese außerhalb der Praxisräume gelagert werden (verschlüsselt)
Ggf. kann das Ganze evtl. mit einer Art Notfall-"Server"-PC ergänzt werden, allerdings sollte man hier nicht unterschätzen, dass dann doch häufig nicht einfach 1:1 alles so läuft, weil man irgendwelche Anpassungen vergessen hat etc. Nur TurboMed ist da vermutlich noch weniger das Problem, aber dann geht es ggf. mit TI, Sono, EKG ... weiter
Kurze Antwort:
1. Selbstverständlich ist eine Server-Sicherung sehr sinnvoll.
2. Wie sinnvoll eine Sicherung ist, von der sie nicht wissen ob und wie Sie ggf eine (vollständige) Rücksicherung machen, können Sie sich glaube ich selbst beantworten. Zumal der erste Stolperstein häufig ist, dass die Backup-Software ausschließlich auf dem betroffenen System eingerichtet war (Henne-Ei-Problem).
Längere Antwort:
Grundsätzlich steht am Anfang eines Backup-Konzepts die Frage: welchen Datenverlust und Ausfallzeit können (wollen) Sie verschmerzen. Danach richtet sich dann die technische und organisatorische Lösung. Dabei sind ja auch jeweils verschiedene Szenarien zu beachten - zB kann je relativ schnell mal Windows o.ä. komplett zerschossen sein (zB defektes Dateisystem, Platten etc) und sie sichern auf der selben Hardware zurück. Oder aber, die komplette Hardware (bzw Teile) versterben - dann müssen Sie ggf. für Ersatz sorgen - dh wie schnell bekommen Sie die? dh ggf einen komplett neuen Server? Zeit? Stunden/Tage/Wochen? Funktioniert die Rücksicherung da überhaupt etc. Ähnlich würde es für Fälle wie Brand/Wasser oder Diebstahl aussehen. Da wären dann ggf. vor Ort gelagerte Backups ebenfalls weg.
Das gehört eben alles überlegt und ggf. priorisiert - z.B. sagen Sie evtl: wenn die gesamte Praxis abbrennt habe ich andere Probleme, als Turbomed innerhalb einer Stunde wieder zum Laufen zu bringen. (oder aber: weil alle Papierakten verbrannt sind, brauche ich gerade eine TM-Sicherung, die möglichst vom Vortag ist)
Für Viele dürfte wohl eine abgestufte Lösung Sinn machen - also in der Art: tägl. Komplettsicherung auf externe HDD oder NAS mit der Möglichkeit, eine komplette Widerherstellung von einem Bootmedium zu machen (testen!).
Kritischere Daten (Dokumente, Patientendaten etc) werden ggf. zusätzlich auf ein anderes Medium und/oder Ort gesichert, so dass diese außerhalb der Praxisräume gelagert werden (verschlüsselt)
Ggf. kann das Ganze evtl. mit einer Art Notfall-"Server"-PC ergänzt werden, allerdings sollte man hier nicht unterschätzen, dass dann doch häufig nicht einfach 1:1 alles so läuft, weil man irgendwelche Anpassungen vergessen hat etc. Nur TurboMed ist da vermutlich noch weniger das Problem, aber dann geht es ggf. mit TI, Sono, EKG ... weiter
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piccolo1108
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Re: Sinnhaftigkeit eines Server-Backups
Danke für die vielen hilfreichen Hinweise. Also sehe ich als MEIN Konzept folgendes. Tägliche Sicherung der PraxisDB via externen USB-Stick, den ich jeden Tag mit nach Hause nehme. Das Sichern des gesamten Systems kann man sich eigentlich sparen, da eine Systemwiederherstellung oftmals nicht klappt, noch dazu auf einen neuen Server oder den alten Server mit ausgetauschter weil defekt gegangener Hardwarekomponente. Das A und O scheint mir sowieso die PraxisDB zu sein. Im Übrigen habe ich einen zweiten Server als Ersatzserver mit dem gleichen Betriebssystem Windows Server 2019 essential stehen, der im Notfall einfach angeschlossen werden kann und dann hoffentlich läuft, mit der eingespielten PraxisDB des Vortages hat man dann maximal einen Verlust der Daten von dem Tag, an dem der Worst Case passiert ist. Sehe ich das so richtig?
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rfbdoc
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Re: Sinnhaftigkeit eines Server-Backups
@piccolo
Ich sehe und praktiziere es genau so.
PS: Wenn man einen Ersatzserver hat würde es sich auch anbieten mehrfach täglich auf den Ersatzserver zu spiegeln um die Datenbestandsdifferenz zu reduzieren. Das geht über robocopy auch im laufenden Praxisbetrieb sehr schnell. Wenn der Ersatzserver eine andere IP hat kann er quasi im Tagesbetrieb mitlaufen. Die Thematik wurde hier unter dem Stichwort Moduswechsel schon ausgiebig diskutiert.
Ich sehe und praktiziere es genau so.
PS: Wenn man einen Ersatzserver hat würde es sich auch anbieten mehrfach täglich auf den Ersatzserver zu spiegeln um die Datenbestandsdifferenz zu reduzieren. Das geht über robocopy auch im laufenden Praxisbetrieb sehr schnell. Wenn der Ersatzserver eine andere IP hat kann er quasi im Tagesbetrieb mitlaufen. Die Thematik wurde hier unter dem Stichwort Moduswechsel schon ausgiebig diskutiert.
R.F.B.
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Re: Sinnhaftigkeit eines Server-Backups
Wir hatten in den 90 Jahren auch mal Wangtek Streamerbänder. Die laufen zwar durch und sehen robust aus mit ihrer bestimmt 3mm Aluminiumplatte am Boden, haben aber nach einiger Zeit Lesefehler. Man sollte ab und zu die Bänder mal wirklich zurücklesen und schauen, ob sich die Sicherung überhaupt korrekt lesen läßt.
Ich sichere von Di -Sa, also nach den Arbeitstagen, jede Nacht TM und Praxiarchiv außer Haus. Außerdem ist der Server virtualisiert und die Maschine wird ebenfalls gesichert. Der Hypervisor läßt sich dann auf jeder neuen Hardware installieren und die Maschine wieder starten. So bin ich von der Hardware völlig unabhängig, der Resourcenverbrauch einer solchen Zwischenschicht ist zu vernachlässigen. Natürlich läßt sich ein Betriebssystem schnell installieren,TM drauftackern und die Sicherung zurückspielen. Dann geht die Arbeit erst los. Die vielen Einstellungen im Windows, die man wochenlang optimiert hat (User, Drucker, Netzwerk, Firewall für KIM,...), sind sonst alle weg. Das möchte ich für mich mal nicht erleben...
Ich sichere von Di -Sa, also nach den Arbeitstagen, jede Nacht TM und Praxiarchiv außer Haus. Außerdem ist der Server virtualisiert und die Maschine wird ebenfalls gesichert. Der Hypervisor läßt sich dann auf jeder neuen Hardware installieren und die Maschine wieder starten. So bin ich von der Hardware völlig unabhängig, der Resourcenverbrauch einer solchen Zwischenschicht ist zu vernachlässigen. Natürlich läßt sich ein Betriebssystem schnell installieren,TM drauftackern und die Sicherung zurückspielen. Dann geht die Arbeit erst los. Die vielen Einstellungen im Windows, die man wochenlang optimiert hat (User, Drucker, Netzwerk, Firewall für KIM,...), sind sonst alle weg. Das möchte ich für mich mal nicht erleben...
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SFeu
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Re: Sinnhaftigkeit eines Server-Backups
RAMöller hat geschrieben:Gelegentlich sollte man auch den worst-case = Serverausfall simulieren und gucken, wie es so läuft, wenn man den Stecker zieht. Es lohnt sich
Genau so! Diebstahl/Feuer/Wasser...manchmal geht das schnell. Und es ist nichts beruhigender, einen
aktuellen, lauffähigen Ersatzserver an einer anderen Location zu haben, der im Falle eines Falles wenigstens den Notbetrieb erlaubt.
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W. Steuber
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Re: Sinnhaftigkeit eines Server-Backups
Die Zukunft (oder schon alltägliche Praxis) geht in Richtung VM: kann auf kompatibler Software (wir nutzen KVM Linux) direkt gestartet werden, ohne Zwischenschritte.
Meine Strategie: Sicherung der Datenbank auf Extraplatte im Server (transferierbar), dann Kopie auf NAS (pull), Verschiebung auf externes NAS (@home). Zusätzlich am NAS Kopie auf externen Wechseldatenträger. Zusätzlich Kopie Datenbank und VM auf Ersatzserver, um von da im Fall des Falles direkt durchzustarten.
Bei SQL kann man die Ersatzdatenbank in einen quasi Dauerbackupzustand mittels WAL setzen, der sich mit dem Originalserver quasi in Echtzeit synchronisiert. Habe ich aber noch nicht eingesetzt.
SQL soll ja in NEO dann auch eingesetzt werden ... wenn es Turbomed bis dahin noch gibt .... bei Medaxxxxx wird so langsam mit den Füßen abgestimmt, hört man.
Meine Strategie: Sicherung der Datenbank auf Extraplatte im Server (transferierbar), dann Kopie auf NAS (pull), Verschiebung auf externes NAS (@home). Zusätzlich am NAS Kopie auf externen Wechseldatenträger. Zusätzlich Kopie Datenbank und VM auf Ersatzserver, um von da im Fall des Falles direkt durchzustarten.
Bei SQL kann man die Ersatzdatenbank in einen quasi Dauerbackupzustand mittels WAL setzen, der sich mit dem Originalserver quasi in Echtzeit synchronisiert. Habe ich aber noch nicht eingesetzt.
SQL soll ja in NEO dann auch eingesetzt werden ... wenn es Turbomed bis dahin noch gibt .... bei Medaxxxxx wird so langsam mit den Füßen abgestimmt, hört man.
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