SBS 2011 zu Server 2016

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SBS 2011 zu Server 2016

Beitragvon scottsdalegirl » Dienstag 29. Januar 2019, 19:28

Falls trotz Suche doppeltes Thema, bitte löschen.

Hat jemand schon mal seinen Server mit SBS 2011 auf Server 2016 (oder andere Konstellation) umgesattelt? Am Server schraube ich ungern herum, nur unsere Clients administriere ich vollständig selber. Auch habe ich noch nie ein Server BS installiert. Kann man das ohne Datenverlust upgraden? Vermutlich muss neu installiert werden?

Haben Sie Ihre Server fertig gekauft oder zumindest die Festplatten selbst eingebaut und das RAID konfiguriert?

Bei der Turbomed-Server-Installation wird meines Wissens nach ein Passwort fällig... (die Anleitungen hier im Wiki kenne ich).
Ich schrecke ein bisschen vor den Fallstricken wie Freigaben, Sicherheitsrichtlinien, Gruppenrichtlinien etc. zurück.

Aber die Preise für fertige Server und die Installation durch TM-Partner sind ja astronomisch. Wenn wir für jeden der vorhandenen Clients einen gelernten ITler hätten kommen lassen müssen, könnte man dafür vermutlich einen netten Kleinwagen kaufen.

Für kurze Berichte, wer was wie handhabt, wäre ich dankbar.
Viele Grüße
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Re: SBS 2011 zu Server 2016

Beitragvon rfbdoc » Dienstag 29. Januar 2019, 22:33

Für "Heimwerker" viel leichter zur konfigurieren wäre ein Win10pro Rechner als "Pseudo" Server, auf dem nur der FOS läuft. Letzteres soll aus lizenzrechtlichen Gründen nicht korrekt sein.
Bei mir läuft daher Windows Server 2016 Essentials auf einem Fujitsu Econel Server, der nicht mehr der jünste ist. Das ganze ist bei mir ohne Raid installiert, weil ich mich mit Raidsystemen nicht auskenne.
TurboMed und Betriebssystem sind auf getrennten Festplatten installiert, damit auf der TurboMed Festplatte der Schreibcache aktiviert werden kann, ohne den TurboMed unerträglich langsam ist. Auf der Systemfestplatte lässt sich der Schreibcache bei Serverbetriebssystemen nicht einschalten, deshalb die gesonderte TurboMed Festplatte. Natürlich beides SSD Festplatten, die heute ja erschwinglich sind. Damit läuft das System mit Giagabithub bei mir mit guter Performance bei leicht überschaubaren Kosten. Als Sicherheit gibt es einen identisch konfigurierten 2. Server auf einem Uralt PC, auf den für den Fall der Fälle umgeswitcht werden kann (Thema Moduswechsel hier im Forum). Die Daten werden 2x täglich komplett synchronisiert, was mir als Sicherheit ausreicht.
Für MVZ mit 5 oder 10 oder mehr "Kollegen = EDV- Kostenträgern" vermutlich keine Lösung, anders in "Heimwerker Normalpraxen" die sich den Luxus, dass einmal wöchentlich der Vertriebspartner in der Praxis auftaucht nicht leisten möchten.
Grüße
R.F.B.
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Re: SBS 2011 zu Server 2016

Beitragvon McLeod » Mittwoch 30. Januar 2019, 14:07

Grundsätzlich ist eine saubere Neuinstallation immer besser, als irgendein Upgrade-bzw. Migrationsgewürge. Die paar Dateien und Benutzerkonten einer "Heinwerker"-Praxis sind relativ schnell kopiert bzw. neu angelegt.

Ansonsten lassen sich ohne "hard facts" (Anzahl der Clients, Ausstattung des Servers, angebundene Med-Geräte usw.) kaum vernünftige Aussagen treffen, wie sinvoll vorgegangen werden kann.
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Re: SBS 2011 zu Server 2016

Beitragvon scottsdalegirl » Freitag 1. Februar 2019, 12:31

Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt.

Ich wollte keine Anweisung, wie ich sinnvoll vorgehen kann, sondern ein paar Erfahrungsberichte.

Ein SBS 2011 Upgrade auf Server 2016 ist ohnehin nicht möglich, wie ich jetzt weiß.

@rfbdoc: haben Sie Turbomed auf dem Server selbst installiert? Wie klappte der "Umbau" zur Serverversion (oder hatten Sie ein Passwort)?
Haben Sie Server 2016 selbst installiert?
Viele Grüße
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Re: SBS 2011 zu Server 2016

Beitragvon rfbdoc » Freitag 1. Februar 2019, 19:12

@rfbdoc: haben Sie Turbomed auf dem Server selbst installiert? Wie klappte der "Umbau" zur Serverversion (oder hatten Sie ein Passwort)? Haben Sie Server 2016 selbst installiert?

Server 2016 habe ich selbst installiert, ohne Passwort, mit der hier im Forum beschriebenen Methode. Die Unwandlung von der installierten Einzelplatzversion in den Server war kein Problem, von Thomas wurde hier einmal eine Batch gepostet die das korrekte Starten des FOS mit einem Klick erledigt. Natürlich Einrichten der User und Freigaben benötigt Zeit und ob ich wirklich aller Serverfunktionen nutze bezweifele ich selbst (wie z.B Dateiversionsverläufe etc.) Das System läuft dennoch seit Jahren stabil und dank SSD schnell. Gestolpert bin ich nur über die Notwendigkeit einer gesonderten Festplatte für das Serverbetriebssystem, getrennt von der Datenfestplatte für TurboMed (Stichwort Schreibcache).
Grüße
R.F.B.
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Re: SBS 2011 zu Server 2016

Beitragvon scottsdalegirl » Dienstag 5. Februar 2019, 16:07

rfbdoc hat geschrieben:Server 2016 habe ich selbst installiert, ohne Passwort ...


Sie meinen jetzt Server 2016 oder beziehen Sie sich auf Turbomed? Vermutlich beides:

rfbdoc hat geschrieben:ob ich wirklich aller Serverfunktionen nutze bezweifele ich selbst...


Alle Funktionen zu nutzen ist wahrscheinlich völlig unnötig, ebenso sich mit allen Funktionen auskennen. Ein Bekannter von mir ist gelernter IT-Techniker und sagte mir, er habe noch nie das BS auf einem Server installiert und kenne sich auch nicht mit allen Rollen aus...
Viele Grüße
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Re: SBS 2011 zu Server 2016

Beitragvon rfbdoc » Donnerstag 7. Februar 2019, 23:12

Ja ich habe mich da etwas unscharf bzw. missverständlich ausgdrückt.

Server2016 habe ich selbst installiert. Auf dem Server einfach alte Festplatte raus, Server2016 auf neuer SSD installiert. bis alles lief musste im Praxisbetrieb die alte Festplatte wieder rein.

Irgendwelche Serverrollen benötige ich eigentlich nicht. Auf dem Server habe ich die User und Computer im Active Dirctory angelegt und die entsprechenden Freigaben auf dem Server eingerichtet.

TurboMed auf dem Server ohne Server- Installationspasswort installiert. Ich sehe da kein Problem.

Als alles auf dem Server lief wurden in einer Aktion alle Clients an den neuen Server angebunden
Grüße
R.F.B.
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Re: SBS 2011 zu Server 2016

Beitragvon wahnfried » Samstag 27. April 2019, 02:39

... die "Server"-Installation von TurboMed erfordert ja kein Server-Betriebssystem, kann aber natürlich auch auf einem solchen installiert werden... (Analog: die "Einzelplatz"-Installation von TurboMed kann durchaus auch auf einem Client-Rechner des Praxis-Netzwerkes installiert werden).

Ich habe mir angewöhnt, jeden PC für TurboMed primär als Einzelplatz-TurboMed zu installieren und wenn dieser als Einzelplatz gut läuft (also mit Lizenz und PraxisDB einkopiert vor erstem Start) die Global.ini/Lokal.ini zu sichern und danach daraus zu machen, was gerade gebraucht wird (also Serverfunktion oder Clientfunktion des TurboMed) - dann kann man nämlich notfalls auch aus jedem nach dieser Methode als Client konfiguriertem TurboMed jederzeit auch die Server- oder Einzelplatz-Variante umstricken. Und dies auch nach vielen Updates...

Wer Zeit hat und der neue PC ist möglichst schon am Netzwerk integriert, kann nach der primären Installation als Einzelplatz-TurboMed auch (statt des Einkopierens der Lizenz und der PraxisDB) den gesamten TurboMed-Ordner eines anderen (möglichst aus einer Einzelplatz-Version entstandenen) TurboMed-Rechners neben den umbenannten "primären" TurboMed-Ordner kopieren - dann brauchen nur noch die Pfade in den Grundeinstellungen und die Freigaben nachgearbeitet werden und alle Feinheiten der Anpassung der anderen TurboMed-Installation sind dann wie von Zauberhand schon mit dabei.

Durch diese Methode ist auch jeder Client-Rechner (das sind bei mir an den Arzt-Arbeitsplätzen prinzipiell Notebooks) jederzeit per Moduswechsel nach Übertragen der PraxisDB vom Netzwerk abkoppelbar und kann dann als Haus-Arbeitsplatz oder Hausbesuchs-Rechner benutzt werden (Sicherung und Rücksicherung der seit Abdocken getätigten Arbeit - ohne Veränderung bereits davor erzugter Karteizeilen! - via Hausbesuchsmodul..., und dies am selben Notebook: vor und nach Umstellen Einzelplatzbetrieb/Netzwerkbetrieb, also ganz ohne Strörung der Damen in der Anmeldung).

Im Hausbesuchs-Modus erzeugte Formulare können VOR Export nach Hausbesuch und insofern auch VOR Rück-Umstellung auf Netzwerkbetrieb in der Praxis aus dem Druckmanager des Einzelplatz-TurboMed (Rechner bereits im Praxis-Netzwerk angeschlossen, aber noch als Einzelplatz-TurboMed laufend) in einem Rutsch gedruckt werden und erscheinen durch die Hausbesuch-Export/Import-Aktion alle schließlich in der Produktiv-PraxisDB. Auch Wartungs-Aktivitäten "üben", Tests neuer Geräteintegrationen oder selbstgestrickter Formulare und was auch immer können bei Bedarf im Einzelplatzmodus eines Client-Rechners getestet werden, ohne die Produktiv-PraxisDB zu tangieren.

Es werden also viele Vorteile ermöglicht, wenn man einen neu aufgesetzten Rechner primär erstmal als Einzelplatz-TurboMed zum Laufen bringt.

Ein dagegen primär als Client installiertes TurboMed nachträglich einzelplatzfähig zu machen, ist zwar prinzipiell möglich, aber deutlich komplexer/diffiziler als wenn man vom Einzelplatz-TurboMed ausgeht.

Grüße, Wahnfried
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