Faxen - immer schlechter

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Faxen - immer schlechter

Beitragvon Johnny » Sonntag 15. Juli 2018, 11:46

Hallo,

seit Anfang des Jahres 2018 beobachte ich, daß die Faxübertragungen bezüglich der Geschwindigkeit immer schlechter verlaufen oder aber auch gar nicht mehr zustande kommen. Dies betrifft auch alte bewährte Faxverbindungen zu Kollegen etc. War früher die BAUD-Rate 14400 bps (Baud per Sekunde) bricht sie jetzt auf 2440 ein oder die Verbindung wird wegen Zeitüberschreitung abgebrochen. Zu einem Kollegen kann gar keine Verbindungen mehr aufgenommmeen werden, seit Anfang des Jahres, obwohl er versichterte bei anderen Verbindung sei alles normal. Diese Praxis hat wohl ihrer Faxinfrastruktur umgestellt wegen weitere Praxiszweigstellen.

Dagegen sind andere Faxverbindungen weiter stabil und ohne Probleme.
Diese Probleme treten sowohl mit einem Computerfax als auch mit einem Hardwarefax auf.

Meine Vermutung: bei der Telecom wurden die Faxverbindungen umgestellt von früher ISDN auf jetzt Internet/DSL- Gateways.

Konnte dies sonst noch jemand beobachten?

Gruß aus dem sonnigen Kiel

Johnny

P.. Sollte meine Vermutung zutreffen so unterstelle ich der Telecom, daß sie den FAX-Markt austrocknen will! :mrgreen:
Johnny
 
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Re: Faxen - immer schlechter

Beitragvon Johnny » Samstag 21. Juli 2018, 13:47

Jonny schrieb:
Hallo,

seit Anfang des Jahres 2018 beobachte ich, daß die Faxübertragungen bezüglich der Geschwindigkeit immer schlechter verlaufen oder aber auch gar nicht mehr zustande kommen. Dies betrifft auch alte bewährte Faxverbindungen zu Kollegen etc. War früher die BAUD-Rate 14400 bps (Baud per Sekunde) bricht sie jetzt auf 2440 ein oder die Verbindung wird wegen Zeitüberschreitung abgebrochen. Zu einem Kollegen kann gar keine Verbindungen mehr aufgenommmeen werden, seit Anfang des Jahres, obwohl er versichterte bei anderen Verbindung sei alles normal. Diese Praxis hat wohl ihrer Faxinfrastruktur umgestellt wegen weitere Praxiszweigstellen.



Hat keiner diese Problem oder sogar eine Lösung?

Wie verhält sich das Faxen umgekehrt von einem Telekom- Kunden zu einem Vodafon-Kunden? Oder von einem Telekom-Kunden zu einem Telekom-Kunden?
Hilft eine Provider-Umstellung auf einen All-IP-Anschluß?
Oder ?

Habe versucht, mittels einer Fritzbox, über den DSL-Anschluß zu faxen (unter Beibehaltung des ISDN-Anschlußes).
Geht nicht (zu mindest mein Ergebnis).

Gruß aus Kiel
Johny
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Re: Faxen - immer schlechter

Beitragvon rfbdoc » Samstag 21. Juli 2018, 16:01

Wir nutzen FritzFax Over IP von AVM
https://avm.de/service/fritzbox/fritzbo ... inrichten/
Grüße
R.F.B.
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Re: Faxen - immer schlechter

Beitragvon schmidt-dietrich » Montag 23. Juli 2018, 14:15

Ja ist mir letztens auch aufgefallen!
Nutze Computerfax-Programm; früher Fritzfax, das nach Update v Fritzbosx ud Win10 nichgt mehr zur Funktion bewegt werdenkann.. Dann auf Apple das Tool Faxbot.
Tw. echt langsamere Verbindungen, so daß ich das möglich schnell starte und dann erstmal was anderes machen gehe, war früher flotter.
Auch gab und gibt es bestimmte Anschlüsse (witzigerweise KVHessen und ein Altenheim, mal dazu ohne Bewertung...) die einfach nicht per PC-FAx funktionieren wollen.
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Re: Faxen - immer schlechter

Beitragvon EWERKER » Samstag 28. Juli 2018, 07:01

Da es praktisch kein ISDN/Analog -Netz mehr gibt, werden eigentlich alle Faxe - legacy - über VoIP geschleift. Entweder passiert das schon im eigenen Router, dort wird dann versucht das Fax über den T38 Standard abzusetzen, was de Gegenstelle aber auch können muss. So wäre es normalerweise verträglich: schnell, sicher ... Aber weil die Anzahl der kompatiblen Gegenstellen nicht groß ist, sind manche Empfänger quasi per Fax unerreichbar.
Andere Variante ist das Fax über Töne (also den Sprachkanal) zu transportieren, so wie es ganz früher Modems taten. Dieser Methode bedienen sich viele Gegenstellen. Problem ist nur dass die lustigen digitalen Modemtöne zunächst analog übertragen werden, dann aber wieder auf VoIP umgesetzt werden müssen, denn analog ist ja nicht mehr... Durch die Komprimierungscodecs und einige andere Sachen sind allerdings die Töne beim analogisieren nicht mehr ganz identisch. Daher kommt es zu Übertragungsfehlern, Es bricht ab oder geht gar nicht. Abhilfe schafft das Heruntersetzen der Übertragungsgeschwindigkeit, bei einigen Geräten VoIP Modus oder Überseemodus genannt. Dann wird das Fax über 2400 baud in Töne zerhackt - wie 1970 - das dauert ewige Zeit ist aber etwas stabiler. Nun kommt noch dazu das Fax ein Echtzeitprotokoll verlangt, die Gegenstelle muss also genau im Takt antworten. Da VoIP meist über TCP und X-Netze läuft, sind oft die Latenzen zu groß, Jittereffekte und Echo geben dem Fax den Rest....

Ergo. Es kann eigentlich nicht besser funktionieren. Wenn man jetzt noch sieht das ein FAX ein unverschlüsseltes TIFF Bild ist, was jede der 10-20 Zwischenstationen ich Echtzeit mitlesen kann....

Aber was rede ich schon seit 25 Jahren ;-) - auf Fax zu verzichten. Doch da wären wir beim Thema TI / Safenet / elektronischer Arztbrief......will ja offenbar nicht jeder
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Re: Faxen - immer schlechter

Beitragvon danspie » Samstag 28. Juli 2018, 09:56

Irgendwo habe ich gelesen dass es über TI/Savenet auch môglich sein soll, mit Patienten Daten auszutauschen - kann eigentlich gleich nur sowas wie eine temporäre Cloud sein. Ist da etwas geplant?
Insgesamt ist es absulut notwendig das Fax abzuschaffen aber 8000€ nur für unsere Praxis mit 3 Betriebsstätten wirft schon die Frage von Kosten/Nutzen auf.......
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Re: Faxen - immer schlechter

Beitragvon mschiller » Samstag 28. Juli 2018, 10:11

Es wär so einfach über email mit PGP. Kbv als schlüsselwart und fast umsonst.
Aber wahrscheinlich ist es sehr wichtig, dass die Industrie kräftig mitverdient.
Übrigens Übertrag ich hier in Bayern meine Abrechnung und alle Unterlagen mit einem token über ein vpn. Das kostet 15 euro alle 3 jahre für den token.
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Re: Faxen - immer schlechter

Beitragvon HansW » Samstag 28. Juli 2018, 10:30

Wie verhält sich ihr Faxgerät, wenn sie ECM Fehlerkorrektur ausschalten?
Mit freundlichen Grüßen
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Re: Faxen - immer schlechter; gelöst

Beitragvon Johnny » Dienstag 18. Dezember 2018, 15:45

Es wurde immer schlimmer, da habe ich einfache alle damit zusammenhängende Stecker mehrfach aus und wieder eingesteckt - und siehe da: alles läuft wieder wie früher :P

Also war alles nur ein fake, verursacht durch ein Konnekterproblem sprich Korrosion!

Besten Dank für eure Hilfe

Gruß aus Kiel und
schöne Festtage

Johnny
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Re: Faxen - immer schlechter

Beitragvon Nobbie » Montag 31. Dezember 2018, 17:08

Das mit den Steckern probiere ich auch mal, ich reibe die noch mit WD40 ab. Was wir regelmäßig machen, ist den Fax-Ordner leeren einschließlich der *.dbf und *.mdx Dateien. Da sammeln sich auch schon mal irgend welche "toten" Faxe, wir haben den Eindruck das hilft.
Ich werde keine frühe Turbomed- Downloadversion installieren
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Re: Faxen - immer schlechter

Beitragvon Forti » Samstag 5. Januar 2019, 10:21

Nach dem Test vieler Lösungen von kleinen Grandstream HT70x (30€) bis hin zu Patton-Gateways für mehrere hundert Euro mit und ohne und mit und ohne T.38-Unterstützung kam die Feststellung:

- Faxgerät an Fritzbox ist in beide Richtungen am erfolgreichsten.
- Faxsoftware Versand: Dito. Fritzfax für Fritzbox an allen LAN-Clients.
- Faxempfang papierlos: Fritzbox mit Fax2Mail oder... Ablage auf Fritzbox plus Sync in einen besser zugänglichen Netzwerkordner.

T.38 hilft nur bei durchgängiger Unterstützung Ende-zu-Ende.

Die Fritte hat mit Abstand die höchsten Übertragungsraten und die wenigsten Abbrüche/Inkompatibilitäten.

Getestet mit Fritz 7270, 7360, 7390, 7490, 7590 an Telekom Standard, DeutschlandLAN SIP Trunk, Placetel, Portunity, sipgate...

Problematisch bleiben nur die Gegenstellen, die kürzlich auf VoIP umgestellt wurden und bei denen eben keine brauchbaren Geräte stehen.

Für Labor-DFÜ mit ISDN (gibt´s noch, wirklich) hat sich Fritzbox/Fritzcard an Zyxel Speedlink 5501 bewährt (mit Clearmode RFC 4040).

Good luck :)
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Re: Faxen - immer schlechter

Beitragvon nmndoc » Samstag 5. Januar 2019, 17:12

Forti hat geschrieben:Nach dem Test vieler Lösungen von kleinen Grandstream HT70x (30€) bis hin zu Patton-Gateways für mehrere hundert Euro mit und ohne und mit und ohne T.38-Unterstützung kam die Feststellung:

- Faxgerät an Fritzbox ist in beide Richtungen am erfolgreichsten.
- Faxsoftware Versand: Dito. Fritzfax für Fritzbox an allen LAN-Clients.
- Faxempfang papierlos: Fritzbox mit Fax2Mail oder... Ablage auf Fritzbox plus Sync in einen besser zugänglichen Netzwerkordner.

T.38 hilft nur bei durchgängiger Unterstützung Ende-zu-Ende.

Die Fritte hat mit Abstand die höchsten Übertragungsraten und die wenigsten Abbrüche/Inkompatibilitäten.

Getestet mit Fritz 7270, 7360, 7390, 7490, 7590 an Telekom Standard, DeutschlandLAN SIP Trunk, Placetel, Portunity, sipgate...

Problematisch bleiben nur die Gegenstellen, die kürzlich auf VoIP umgestellt wurden und bei denen eben keine brauchbaren Geräte stehen.

Für Labor-DFÜ mit ISDN (gibt´s noch, wirklich) hat sich Fritzbox/Fritzcard an Zyxel Speedlink 5501 bewährt (mit Clearmode RFC 4040).

Good luck :)


hatten zwar bisher nicht wirklich Testreihen gemacht ;-) aber auch so zur FritzBox tendiert, da teilweise durch die Umstellung ohnehin notwendig/vorhanden (Telefonier) und m.E. von den diversen Lösungen auch am einfachsten einzurichten. Und Fax als PDF/Mail ist auch ganz nett (was zB man bei der Telekom ja auch im Kundencenter direkt einstellen könnte - aber gerade da scheint es mit div. Partnern Probleme beim faxen zu geben).
Einzig vom Preis her würde man sich eine günstigere Lösung wünschen.
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Re: Faxen - immer schlechter

Beitragvon Forti » Samstag 5. Januar 2019, 17:22

nmndoc hat geschrieben:hatten zwar bisher nicht wirklich Testreihen gemacht ;-) aber auch so zur FritzBox tendiert, da teilweise durch die Umstellung ohnehin notwendig/vorhanden (Telefonier) und m.E. von den diversen Lösungen auch am einfachsten einzurichten. Und Fax als PDF/Mail ist auch ganz nett (was zB man bei der Telekom ja auch im Kundencenter direkt einstellen könnte - aber gerade da scheint es mit div. Partnern Probleme beim faxen zu geben).
Einzig vom Preis her würde man sich eine günstigere Lösung wünschen.


Günstig ist es, eine Fritzbox aus der Bucht zu nehmen, bei der das DSL-Modem defekt ist. Kostet dann unter 30 Euro und wird als ISDN-Gerät an den Hauptrouter gehängt. Oder als VoIP-Client an der Telefonanlage. Oder als LAN-Gerät mit externem SIP-Account. Alles möglich :)
Zudem tut´s fast jede Fritz!Box Fon, auch die älteren. Quasi eine Zweitverwertung als funktionierender Fax-Adapter.

Nur bei Fax2Mail... sollte die Praxis einen *internen* Mailserver betreiben, damit die Faxe gar nicht erst wieder die Praxis verlassen...
Oder eben im eigenen Webhosting unter Berücksichtigung einer AV-Vereinbarung mit dem Anbieter. Auch wenn hier keine Routing an Drittanbieter laufen sollte, bleibt aber immer noch das übliche Risiko des Fremdzugriffs.
Ist also mit Vorsicht zu genießen... Schließlich ist der Gefahrenübergang (Schweigepflicht des Senders, die bei Fax ohnehin inzwischen gelegentlich als verletzt betrachtet werden kann -> Eigene Schweigepflicht) bei Annahme des Faxes zu sehen.

Aber wenn es allein danach ginge, müsste selbst die Anmeldung mit Separees ausgestattet werden. *hust*
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