Turbomed mit SSD-Hybrid-RAID = schnell UND sicher!

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Turbomed mit SSD-Hybrid-RAID = schnell UND sicher!

Beitragvon Forti » Dienstag 17. April 2012, 12:15

SSD allein = unklare Sicherheit / Lebensdauer
SSD auf HDD im RAID 1 spiegeln = Dann kann man mit üblichen RAID-Controllern beinahe bei HDD bleiben, da nur das Lesen, aber nicht das Schreiben beschleunigt wird. Bringt zwar schon viel, aber eben nicht das Maximum.

LÖSUNG: Adaptec-Controller, z.B. 5405 + SSD + HDD
Damit ein so genanntes "Hybrid-RAID 1" erstellen.
Ergebnis: SSD-Geschwindigkeit und Spiegelung auf HDD.
Grund: Der Adaptec puffert je nach Speicherausbau mind. 256MByte und schreibt diese live oder leicht verzögert auf die HDD-Spiegelung.

Habe ich erfolgreich getestet:
- SSD (im Betrieb!) rausgezogen - Server läuft weiter (nur eben in HDD-Geschwindigkeit).
- SSD wieder rein: Controller "updatet" die SSD mit den HDD-Inhalten, setzt die Priorität wieder auf die SSD und gut :)

Man benötigt KEINE speziellen SSD-Laufwerke hierzu, da die Adaptec-Empfehlung hier nur auf die Nutzung als Smart-Cache abzielt. Das brauchen wir aber nicht!


Inzwischen sieht der Server so aus (vom Platz her hätte eine 256er-SSD locker ausgereicht, aber das System ist so gewachsen):
a) 1 x SSD-HDD-Hybrid-RAID (64Gbyte) für System und Turbomed mit Praxis-DB -> Performance
b) 1 x SSD-HDD-Hybrid-RAID (128Gbyte) für Dokumente, IFAP und TEMP-Laufwerk für Backup-Kompressionsvorgänge
c) 1 x HDD 1.000 Gbyte für die täglichen Images o.g. Laufwerke und tägliches Online-Backup der Praxis-DB (5 Gbyte) + Blu-Ray-Sicherung (Praxis-DB und Dokumente) wöchentlich.
Die Blu-Ray dient der Langzeitarchivierung signierter Scans nach BSI-Richtlinien.

Der Server liefert aus: 2 PC, 1 Notebook und 9 Terminals sowie einen Heimarbeitsplatz (VPN+RDP).

Ergebnis: TwinTurboMed. Perfekt und preiswert :)
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Re: Turbomed mit SSD-Hybrid-RAID = schnell UND sicher!

Beitragvon Elkrib » Dienstag 17. April 2012, 18:33

Hallo Forti,

das hört sich ja interessant an.
Welches Betriebssystem verwenden Sie für den Server?

mfg
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Re: Turbomed mit SSD-Hybrid-RAID = schnell UND sicher!

Beitragvon Forti » Dienstag 17. April 2012, 21:27

Bis vor einigen Wochen erfolgreich und zufrieden XP mit Thinstuff für die Terminals.
Das war alles perfekt hinsichtlich Stabilität und Verfügbarkeit (naja, die SSDs musste ich per Paragon Alignment einmal für XP vorbereiten, da dieses ja von Haus aus die 4K-Sektoren-Laufwerke nicht optimal partitioniert).

Nun inzwischen 2k3:
Weil der Server in Kürze noch ein paar andere Dinge leisten soll und die 3,5 GByte Speicher dann eventuell knapp werden, stand eine Umstellung auf 64 Bit ins Haus.
Aber bevor ich nun XP als 64er-Edition neu installiere (wir haben 2012, hehe), wurde es ein Windows 2003 Standard 64-Bit (eBaY!). Mit hinreichenden CALs kein Geschenk, aber lizenziert und für alle aktuellen und mittelfristigen Einsatzzwecke mehr als ausreichend und zugleich kompatibel mit allen wichtigen Werkzeugen.

Diese Überlegung ergab sich aus einer Wirtschaftlichkeitsberechnung, weil die Installation bis zur Perfektion (also auch Druckerzuordnungen usw.) sehr zeitaufwendig ist und somit die Euros für die Serverversion auch unter Berücksichtung von EULAs und Sicherheitsupdates keine relevante Größe mehr darstellte.

Es war auch angedacht, einen Linux-Server für TM hinzustellen, aber da der Terminalbetrieb bereits einen ordentlichen Server verlangt hat, wurde Linux obsolet.
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Re: Warum soll denn Linux plötzlich obsolet sein??

Beitragvon wahnfried » Dienstag 17. April 2012, 23:45

Forti hat geschrieben:Es war auch angedacht, einen Linux-Server für TM hinzustellen, aber da der Terminalbetrieb bereits einen ordentlichen Server verlangt hat, wurde Linux obsolet.

Hallo,

da regt sich in mir der Widerspruch, auch wenn ich (noch) mit keiner Linux-Betriebserfahrung aufwarten kann. Da aber ein PC mit freien Ressourcen für eine Linux-Serverinstallation bereits steht, ist ein derzeit noch theoretisches Konzept vorhanden.

Primär hat das Gerät eine frische XPprof-Installation, weil ich mich damit inzwischen ordentlich auskenne. Platz für eine Probeinstallation Win7 ist auch frei, derzeit leer. Auf dem dann folgenden unzugeordneten Bereich wird Linux arbeiten. Danach folgen die bei mir generell getrennten Bereiche für Arbeitsdaten und Lager-Daten. AMD fx-4100 auf ASUS mit derzeit 8GB RAM. Als Festplatte ist derzeit eine Samsung HD103SI drin, bin aber am Überlegen, noch auf WD Caviar Green 2 TB umzusteigen (beide Platten ausgesprochen leise und stromsparend). SSD kommt dann auch mal "dran" (schön Eins nach dem Anderen...).

Die XPprof-Partition ist primär dazu gedacht, sparsam installierte Systeme für besondere Aufgaben zu entwickeln, die dann unter VirtualBox auf Ubuntu Server laufen sollen. Da kann TurboMed auf dem Linux originär als Server laufen, XPprof-Client-Rechner können direkt als Client angeschlossen werden und für den Fall einer Terminal-Client-Anbindung werkelt je Terminal eben ein virtualisiertes XP, das ferngesteuert werden kann, direkt auf dem Linux-Server. Davon kann einer auch mit Thinstuff laufend als TS dienen. Zusätzlich kann dann eine VM für Videoschnitt und Fotobearbeitung dienen, eine für Internet (die vielleicht sogar prüfen soll, daß bei Internet-Anbindung kein TurboMed läuft und die Datenbereiche von TurboMed dann nicht gemountet sind. Reguläres Internet läuft hier sowieso über ein separates Notebook...), Weiteres je nach Lust und Laune, wobei für einige dieser speziellen Aufgaben eben auch eine VM mit Linux arbeiten könnte.

Grundsätzlich soll die Stabilität des Linux also mit größtmöglicher Flexibilität in Bezug auf die Variabilität der Betriebssysteme kombiniert werden - das bedeutet: Alle VM haben überschaubare Aufgaben, sind dadurch wenig "verbaut", und falls ein Programm auf irgendeiner dieser VM streikt, tangiert das eben nicht die andere Arbeit...

Und jetzt frage ich mich, was denn nun so gegen Linux spricht, wie Sie postulieren?

Grüsse, Wahnfried
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Re: Turbomed mit SSD-Hybrid-RAID = schnell UND sicher!

Beitragvon mmoellinger » Donnerstag 19. April 2012, 19:14

Hallo Wahnfried
bin ja "Linux Bastler" und arbeite seit ungefähr 10 Jahren mit einem Linuxserver (weils ich besser kannte OpenSuse). Siehe mein Beitrag unter Servercrash, eine ausgedehnte Freizeitbeschäftigung ist damit garantiert...
Auf meinem alten Server (Celsius P4 HT 8GB RAM und 2 gespiegelten Samsung 1 TB Platten (aus Ökogründen 5400rpm) lief Turbomed bzw fastobjects als Linux Daemon unter OpenSuse, darunter VMware Workstation und darin bei Bedarf Virtuelle Maschinen mit WIN XP, kurz gesagt bereits die erste virtuelle Maschine hat den laufenden Betrieb ziemlich in die Knie gezwungen -> virtuelle Maschine im Linux drin war nicht gerade der Geschwindigkeitshit.
Jetzt habe ich (Xenon 5300 quadcore, 16 GB RAM) von VM den Hypervisor ESXi5 installiert, darunter dann meinen virtualisierten Linuxserver, dem fest 4GB Speicher zugeordnet und dann parallel dazu die virtuellen XP Maschinen -> zügiges Arbeiten, vor allem eine weitere VM bremst mir nicht den Server.
Aus Sicherheitsgründen habe ich mir dann die VM des eigentlichen Linuxservers mit den Turbomeddaten auf einen normalen Arbeitsplatz kopiert und kann bei einem ServerCrash dann zB mit VMPlayer (bzw. Workstation) den Linuxserver mit allen Netzwerkeinstellungen sofort weiterfahren (Daten kurz hineinspiegeln oder zurücksichern), hat zumindestens im Testbetrieb funktioniert. Stecken aber paar Jährchen intensive Linuxerfahrungen mit völlig zerschossenenen Systemen als Lehrgeld drin.

einen schönen Abend und viel Spaß beim Virtualisieren.
m. möllinger
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Infos zu Adaptec Hybrid Raid Controllern

Beitragvon Thomas » Samstag 21. April 2012, 07:27

Noch zwei technische Hinweise zu den Adaptec Raid Controllern:
1. Bei SSDs macht es durchaus einen Unterschied, ob die "Platte" an einem 3G oder 6G SATA Anschluss hängt. Das habe ich neulich durchgetestet und deutlich messbare Unterschiede gehabt. Insofern sollte man sich die 6405er Controller genauer anschauen, denn die haben erst die 6G Anschlüsse.
2. Kein Adaptec Controller unterstützt zurzeit Rechner mit dem neuen UEFI "BIOS". Man muss also sicherstellen, dass der aktuelle (und auch ggfs. zukünftige - an mögliche Reparaturen denken!) Server noch mit dem alten BIOS ausgestattet sind, sonst wird es Probleme geben. (Adaptec Support Seite)

Und wenn ich mir die Kosten anschaue (6405E - der billigste - zurzeit bei Amazon für 163 Euro) frage ich mich, ob das alles noch so sinnvoll ist. Das beschriebene Hybrid-RAID hat den Vorteil, eine SSD auf einen Teil einer HD zu spiegeln. Man nimmt also z.B. eine 100GB SSD und zwei einfache 2TB HDs. Die 100GB SSD wird dann auf eine der HD gespiegelt und der Rest dieser HD (1,9TB) dann mit der 2. HD. Dann hat man eine 100GB (schnelle) "Platte" für TM, ifap, PraxisDB und eine 1.9TB (große aber langsamere) Platte für System, Dokumente, usw.

Kaufe ich aber eine zweite 100GB SSD, kann ich die komplett mit den Bordmitteln der Hauptplatine oder von Windows spiegeln, was mich in etwa soviel kostet wie der Adaptec Controller - aber ohne die potenziellen Probleme mit UEFI - was ja immer mehr kommt und das alte BIOS verdrängt. Ist ein wenig Milchmädchenrechnung, denn "Bordmittel" mit einem "echten RAID Controller" zu vergleichen, sollte (hoffentlich!) ein unfairer Vergleich sein (welche Existenzberechtigung hätten die Controller, wenn sie keinen messbaren Vorteil hätten). Aber wie groß der spürbare Vorteil der zwei Lösungen zueinander ist, müsste erst noch gezeigt werden... @Forti: Wenn Sie mal in Bastellaune sind, könnten Sie einmal einen Benchmark auf dem System laufen lassen, der einmal gegen das Hybrid RAID läuft und einmal, wenn die SSD einfach direkt an einem 3G Port der Hauptplatine hängt?

Viele Grüße
Thomas
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Re: Turbomed mit SSD-Hybrid-RAID = schnell UND sicher!

Beitragvon Forti » Samstag 21. April 2012, 08:26

Puh, viele Baustellen hier :)
Kleine Bitte: Die folgenden Ansichten basieren auf langer Erfahrung und intensiver Beschäftigung. Das führt gern dazu, dass meine Aussagen missverständlich "belehrend" wirken können. Das ist nicht meine Absicht. Schließlich leben wir alle vom Erfahrungsaustausch. Falls ich irgendetwas zu Unrecht postuliere, freue ich mich über andere Ansichten :)

@Wahnfried:
- Mehrere OS auf einer Platte -> zum Basteln gut, aber ist das nicht auch etwas riskant? Wenn eines der Systeme Unfug anrichtet, z.B. mit Bootloader, MBR, dann könnten Bergungsarbeiten das Wochenende versauen -> den Spaß hatte ich einst auf dem Heim-PC mit Win7 und nachinstalliertem Ubuntu. Win war weg, so dass am Ende nur noch das gute alte Testdisk helfen konnte.
- HD103SI, WD Green: Das sind Platten, die gern in USB-Gehäusen vertrieben werden. Preiswerte Lagerhallen. Kühl, leise, langsam... Aber wie sieht es mit der Belastbarkeit im Dauerbetrieb und der Vibrationsfestigkeit aus? RAID- und 24/7-certified-Platten kosten im Handel manchmal 30% mehr, aber laufen schnell und i.d.R. zuverlässig. Gerade WD Green (1 und 2 TB) haben im letzten Jahr den Großteil meiner RMA-Vorgänge ausgemacht: 8 Stück bei WD durchgetauscht.
- Eine virtuelle Box ist aber nur zuverlässiger, was die Portabilität angeht, wenn das Wirtssystem "stirbt". Ansonsten ist ein Virtual-PC/VMware/"..." ja vom Wirtssystem abhängig. Gut, dieses wird dann nicht mit Treibern zugemüllt. Ein XP-Host sollte aber dann als 64er-VErsion laufen (Speicher!!!).
- Ein Virtual PC pro Thin Client? Krass! :) Eigentlich gewaltiger Overkill, aber was kostet Speicher... Vorteil: Druckerzuordnungen bleiben erhalten, auch wenn ein anderer Client darauf zugreift. Kein Hickhack mit mehreren Lesegeräten. Lizenzierung ist sicherer als bei Thinstuff. Hab ich etwas übersehen?
- Warum kein Linux für den TM-Server: Weildie Thin-CLients ohnehin einen Windows-Host für TM brauchen. Wenn dieser Host dann über eine Netzwerkbrücke auf die PraxisDB zugreifen soll (virtuelle Box oder separates Gerät), verliere ich Performance.
- Internet machen die Thin Clients außerhalb der RDP-Shell. So bleibt nur RDP als Risikoverbindung.

@mmoellinger:
Grandioser Ansatz! -> Das schiebe ich ohne großes Nachdenken in den 2-Jahres-Plan für die beschriebene Praxis.

@Thomas:
- Zu 1. -> Wie viel macht es aus? Bei mehr als 25% Mehrleistung im DB-Zugriff wäre dies ein Grund zur Nachrüstung. Bei Neuaufbauten ist es finanziell fast neutral -> also Pflicht. Danke :)
- Zu 2. -> Guter Hinweis. Daran habe ich noch nicht gedacht...
- Zwei SSD im RAID 1 ist ja genau das, was NICHT passieren sollte, da die Lebenserwartung und der Zeitpunkt für plötzlich einsetzende Erschöpfung der Speicherzellen nicht einzuschätzen sind -> Die Datenrettung bei HDD ist praktisch machbar, bei SSD sehe ich schwarz.

- Benchmark: Hier muss ich Sie vertrösten. Einen frischen Test würde ich erst bei Neuaufbau oder bei der Lüfterrevision vornehmen.
Die ersten Benchmarks nach Aufbau unter XP32 waren aber eindeutig (Intel ICH10, AHCI, Treiber installiert etc. vs. Adaptec 5405 PCI-X):
0) HDD Bootvis: 210 Sekunden
1) SSD mit 3G onboard = Schnell. Bootvis = 54 Sekunden.
2) SSD mit 3G am Adaptec im Vergleich zum Onboard-Controller: Bei Dauertransfer etwa 6% schneller lesen UND schreiben, bei wahlfreien Zugriffen (Lese- und Schreibzyklen gemischt) ca. 40% schneller.
Bootvorgang mit allen Treibern, Diensten etc. (bootvis = 31 Sekunden)
3) SSD 3G + HDD am Adaptec = Lesen identisch, Schreiben -> Gleiche Werte bei Blöcken unter 120 MByte, darüber fällt der Benchmark auf HDD-Niveau. Bootvis = 33 Sekunden.

Erkennbar ist, dass der Cache des Adaptec mit 256 MByte schon eine Menge bewegt, aber eben im Rahmen der Kapazität.
Nackte Zahlen sind natürlich spannender, aber im Praxisbetrieb mit Turbomedserver sehe ich hier kaum noch Luft nach oben.
Um vergleichen zu können: Welche Benchmarksuite verwenden Sie?
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Re: Turbomed mit SSD-Hybrid-RAID = schnell UND sicher!

Beitragvon Thomas » Samstag 21. April 2012, 08:45

@Forti:

Oh, da haben wir ja gleichzeitig getippt :-)

Kleine Bitte: Die folgenden Ansichten basieren auf langer Erfahrung und intensiver Beschäftigung. Das führt gern dazu, dass meine Aussagen missverständlich "belehrend" wirken können. Das ist nicht meine Absicht. Schließlich leben wir alle vom Erfahrungsaustausch. Falls ich irgendetwas zu Unrecht postuliere, freue ich mich über andere Ansichten


Absolut kein Grund, sich hier präventiv zu entschuldigen! Ich finde die Diskussion erfrischend und sachlich. Was die Benchmarks angeht, da habe ich ASSD und HDTune genutzt - glaube ich. Ich werde die genauen Zahlen nochmal raussuchen und nachmelden. Ich glaube jedoch mich zu erinnern, dass am 3G in der Größenordnung von ~300-350MB/Sek. von der SSD kamen, und am 6G sind es jetzt ~500MB. Und das über den Intel Chipsatz. Das Board hatte auch noch einen Marvell SATA 6G Controller drauf, der war auf jeden Fall etwas langsamer als der Intel...

Allerdings... ob's das alles so bringt, weiß ich auch nicht. Irgendwo schläft TurboMed doch immer vor sich hin, der Prozessor tut nicht viel, und die Festplatten sind auch nicht sonderlich rege, und dennoch dauert Rezeptaufrufen usw. spürbare Sekunden. Und das bei aktueller Hardware und Terminalserver (also Arbeiten direkt auf dem Server). Ich glaube fast, die haben extra Schlafroutinen mit eingebaut, nur um uns zu ärgern... :mrgreen:
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Re: Festplattenfrage und Virtualisierungsplattform

Beitragvon wahnfried » Samstag 21. April 2012, 09:28

Thomas hat geschrieben:
Forti hat geschrieben:Kleine Bitte: Die folgenden Ansichten basieren auf langer Erfahrung und intensiver Beschäftigung. Das führt gern dazu, dass meine Aussagen missverständlich "belehrend" wirken können. Das ist nicht meine Absicht. Schließlich leben wir alle vom Erfahrungsaustausch. Falls ich irgendetwas zu Unrecht postuliere, freue ich mich über andere Ansichten


Absolut kein Grund, sich hier präventiv zu entschuldigen! Ich finde die Diskussion erfrischend und sachlich.

...und auch @Forti:
Das sehe ich genauso.

@mmoellinger und @Forti:
Hypervisor ESXi 5 werde ich mir also mal genauer anschauen.

@Forti: betr. WD-Festplatten:
Das ist schon interessant und es ist mir auch aufgefallen, daß in ebay einige "neu eingeschweißt nach Garantie-Umtausch" angeboten werden. Genauso gibt es aber etliche im Angebot, die nach langer fehlerfreier Funktion deswegen verkauft werden, weil sie einer größeren Plattenkapazität Platz machten. Und ich kaufe da lieber eine Platte mit 300-600 Betriebsstunden und Rest-Hersteller-Garantie als eine nagelneue (Elektronik fällt ja gerne entweder rasch oder sehr sehr spät aus...).

Die Stromspar-Methode "Verringerung der Spindeldrehzahl" kommt mir auch logisch vor (Samsung+WD).

Und die VM-Images wie auch ein Image der "Plattform" liegen auf jeden Fall zusätzlich auf einer zweiten HDD, die nicht ständig angeschlossen (und deswegen neuwertig) ist und ansonsten eine betriebsfertige Kopie eines stabil laufenden Zustandes der Haupt-Festplatte ist.

Welche leise 24/7-Server-Festplatte würden Sie denn nehmen?

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Re: Turbomed mit SSD-Hybrid-RAID = schnell UND sicher!

Beitragvon Forti » Samstag 21. April 2012, 10:10

@Wahnfried:
Der optimale Kompromiss ist hier :)
-->
http://www.alternate.de/html/product/Hi ... TB/798340/?
5.900 RPM, 24/7-geeignet, 6G.
"Die Serie DeskStar 5K3000 von Hitachi verbindet eine enorme Kapazität von bis zu 3 TB mit einem leisen, stromsparenden Betrieb dank 5.400 U/min. Die Serie 5K3000 verbraucht etwa 29% weniger Energie als die 7K3000-Serie. Mit 32 MB Cache und dem schnellen SATA/6Gb/s-Interface ist die DeskStar 5K3000 zudem schnell genug für anspruchsvolle Anwendungen. Die HDS5C3020ALA632 ist das 2 TB fassende Modell der Serie und ist mit einer Sektorgröße von 512 Byte auch zu älteren Systemen kompatibel."


Testbericht:
"Hitachi Deskstar 5K3000 2TB HDS5C3020ALA632 — Idle: 14~15 / Seek: 15 dBA@1m
Desktop 5,400~5,900 RPM Hard Drive Comparatives:

Samsung EcoGreen F3 2TB HD203WI — Idle: 16 / Seek: 18~19 dBA@1m
Samsung EcoGreen F4 2TB HD204UI — Idle: 13 / Seek: 15 dBA@1m
Seagate Barracuda Green 2TB ST2000DL003 — Idle: 14~15 / Seek: 17~18 dBA@1m
Seagate Barracuda LP 2TB ST32000542AS — Idle: 15 / Seek: 17 dBA@1m
Western Digital Caviar Green 1.5TB WD15EADS — Idle: 13 / Seek (AAM/Normal): 14 dBA@1m
Western Digital Caviar Green 2TB WD20EADS — Idle: 13 / Seek (AAM): 13 / Seek: 13~14 dBA@1m

Desktop 7,200 RPM Hard Drive Comparatives:

Hitachi Deskstar 7K1000.C 1TB HDS721010CLA332 — Idle: 13 / Seek: 17 dBA@1m
Seagate Barracuda XT 2TB ST32000651AS — Idle: 17 / Seek: 18~19 dBA@1m
Western Digital Caviar Black 2TB WD2001FASS — Idle: 16 / Seek: 21~23 dBA@1m
Western Digital Caviar Blue 1TB WD10EALS — Idle: 14 / Seek: 20 dBA@1m
CONCLUSIONS

When we consider the qualities we like to see in a "green" hard drive, the Deskstar 5K3000 2TB is middle of the road. Its energy efficiency is unable to touch WD's Caviar Green series, though it is a big improvement over Seagate's Barracuda Green/LP. The 5K3000 is a very quiet drive, but again, can't match the Caviar Greens, which are practically inaudible. Its vibration level isn't great, but as a single drive it shouldn't cause much anxiety if hard-mounted; for multiple drives, suspension is recommended.

The Hitachi 5K3000 differentiates itself by delivering the type of performance we had hoped Seagate's 5900 RPM drives would produce. In our real-world tests, the 5K3000 destroyed the Samsung EcoGreen F4 and whipped both the WD Caviar Green and Seagate Barracuda Green. It even managed a slim victory over a pair of 7200 RPM drives, the 1TB Deskstar 7K1000.C and WD Caviar Blue. The entire drive isn't this fast, but the first 50~100 GB is capable of housing a snappy O/S partition.

With performance close to a 7200 RPM drive and the acoustics, power efficiency, and low cost of a classic eco-friendly model, the Hitachi Deskstar 5K3000 2TB is a compelling jack-of-all-trades drive. It works well as a primary standalone hard drive with O/S and all, and provides a nice speed bump over the competition when used solely for serving up files. You can save a couple of watts and a decibel or two by going with the venerable WD20EARS, but the 5K3000 is a great value as a quiet, performance drive. The 5K3000 2TB retails for approximately US$75 which is currently a touch more expensive than WD and Samsung models. "
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Re: Turbomed mit SSD-Hybrid-RAID = schnell UND sicher!

Beitragvon Forti » Samstag 21. April 2012, 10:28

Nachtrag: 24/7-Platten und "RAID-certified" bedeutet ja nicht, dass es sich um Serverplatten im klassischen Sinne handelt.

Inwiefern der Einsatz solcher prof. Hardware in einer Arztpraxis wirtschaftlich ist, bleibt zu beurteilen: Die Infos einzuholen, dürfte zeitlich aufwendiger sein als ein Notfall: Spiegelung aktivieren oder notfalls Backup zurückspielen etc. - wie oft macht man das? Was kostet eine Stunde Sprechstunde ohne PC? Weniger als ein Stromausfall, oder? Was kosten eine kapitale Fehlbedienung... Patientenlöschung... Ausfall der Telefonanlage usw.

In jedem Fall sollte es turnusmäßigen Austausch der Hardware geben. Das ist vor allem günstig, wenn man es selbst macht (etwas, was ich an diesem Forum und vielen TM-Kunden so mag: Beschäftigung mit dem Arbeitsmittel). Die beste Analogie ist wahrscheinlich der Reifenwechsel am Auto: Gummi wird auch ohne Abrieb hart.

Mit meinen "passiven" Ärzten verfahre ich so, dass ich regelmäßig alle 2 Jahre spätestens die Laufwerke tausche und zu einem kundenfreundlichen Preis in Zahlung nehme. Der Routineaustausch erfolgt dann ohne Zeitberechnung bei jeder zweiten jährlichen Lüfter-Revision (CPU, Netzteil, Gehäuse). Anschließend finden die Platten den Weg in Privat-PCs, deren Käufer sich über jeden noch so kleinen Preisvorteil freuen. Dies festigt zugleich meinen Ruf, robuste und zuverlässige Systeme bereitzustellen.
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Re: Turbomed mit SSD-Hybrid-RAID = schnell UND sicher!

Beitragvon Forti » Samstag 21. April 2012, 10:37

Thomas hat geschrieben:@Forti:
[...]
Allerdings... ob's das alles so bringt, weiß ich auch nicht. Irgendwo schläft TurboMed doch immer vor sich hin, der Prozessor tut nicht viel, und die Festplatten sind auch nicht sonderlich rege, und dennoch dauert Rezeptaufrufen usw. spürbare Sekunden. Und das bei aktueller Hardware und Terminalserver (also Arbeiten direkt auf dem Server). Ich glaube fast, die haben extra Schlafroutinen mit eingebaut, nur um uns zu ärgern... :mrgreen:


Das kann man in den Griff bekommen: Datenbank cachen (s. Wiki), Netzwerkkarten optimieren (RWIN, Puffergrößen, *keine* Jumbo-Frames), ggfs. Managed Switch einsetzen für Law&Order im Netzwerk.
Das Cacheing war der Durchbruch, der Rest verbessert vorrangig die Reaktionszeiten bei Eingaben, Druck usw.
Selbst IFAP und das (inzwischen durch Intervention des lokalen Labormonopols mittels eigenem Client) nur noch selten genutzte Laborblatt sind keine Pulsbeschleuniger mehr.

Ach, es gibt soooo viele Optimierungsansätze. Traumhaft wäre eine TM-Distro auf Basis einer Live-CD mit Installer. Da hätten alle etwas von :)
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Re: Turbomed mit SSD-Hybrid-RAID = schnell UND sicher!

Beitragvon mmoellinger » Dienstag 24. April 2012, 12:26

>Hypervisor ESXi 5 werde ich mir also mal genauer anschauen.<
ESXi5 gibts auf der Homepage vmware.com, registrieren, kostenlos downloaden -> CD brennen, installieren.
Vorsicht: macht (wenn man nicht aufpasst) alles auf der Festplatte platt, am Besten nur eine (Spiel-)Festplatte im System, anschließend noch vsphere-client(win) und cli-Tools (Linux + win) zur Administration runterladen. Alles (noch?!) kostenlos - siehe vmware-server, wurde einfach nicht mehr weiter gewartet, mußte dann auf vmware-workstation upgraden.
Literatur: Zimmer: vmware-vshere (4) oder jetzt auch 5 (Allestotschläger),
kürzer Göpel: Praxishandbuch VMware vSphere5 (ausreichend)

ESXi5 etwas hakelig bezüglich der Hardware, zertifiziert nur auf bestimmten Systemen, läuft aber auf deutlich mehr (ausprobieren, es gibt auch eine Community, wo man inoffizielle Treiber für zB Netzwerkkarten findet), habe es unzertifiziert auf einem Primergy TS100S3 laufen, bisher (4 Wochen) stabil.
ESXi4 weniger anspruchsvoll, dafür mehr overhead.
Grüße
m.möllinger
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