Flüchtlingsproblematik

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Flüchtlingsproblematik

Beitragvon Geigenberger » Sonntag 6. September 2015, 11:25

Jahrzehntelang lang haben wir uns gefreut über billigen Kaffee, Flachbildfernseher für 200,- Euro und T-Shirts und Jeans zu Spottpreisen. Viele Bodenschätze, gewonnen unter menschenunwürdigen Bedingungen konnten wir auf dem Weltmarkt billigst erwerben und jahrzehntelang haben wir arbeitsintensive Produktionsprozesse irgendwo "im Ausland" zu erpresserisch-niedrigen Preisen herstellen lassen. Die teuren Endprodukte wiederum verkaufen wir zum großen Teil erneut an das "Ausland", dort aber an Leute, die sich das eben leisten können.

Ja, wir haben große Teile der Welt ausgebeutet und arme Menschen ausgenutzt. Reiche wurden immer reicher, Arme immer ärmer (1). Diese "Potentialdifferenzen" führen nun zu Kurzschlüssen, Widerstände halten nicht mehr und es kommt zu nur auf den ersten Blick "ungeahnten" Folgen. Das Niveau kommunizierender Röhren beginnt sich auszugleichen, leider derzeit unkontrolliert.

Und man glaubt es kaum: Mit den Waffen, die Deutschland exportiert, kann man tatsächlich schießen und Angst und Terror unter Zivilbevölkerungen verursachen! Und Deutschland ist mittlerweile der drittgrößte Waffenexporteur der Welt!! (2)

Die EU hält weiterhin in stetem Gehorsam gegenüber der USA Sanktionen gegen Syrien aufrecht, Flüchtlingslager in den Krisengebieten erhalten kaum Geld – und nun staunt man, wenn Menschen zu uns kommen möchten, die in der Heimat jeder Zukunftshoffnung beraubt sind. Die subventionierten Hähnchenteile, die wir hier nicht essen wollen, schicken wir nach Afrika, zerstören dort die Vieh- und Landwirtschaft und nun reiben wir uns alle verwundert die Augen, wenn viele Menschen in Afrika mit unseren Nahrungsmittelabfällen nicht mehr zufrieden sind.

Viel lieber beschäftigen sich europäische Institutionen mit dem Krümmungsradius und der Mindestgröße von Bananen, sorgen sich um die Sparlampen in unseren Kellern und um die Hygiene der Ölkännchen in Restaurants. Wenn es aber darum geht, Zockern und Bankaktionären ihre Gewinne zu sichern, dann handelt die EU blitzschnell und es folgt in Windeseile Krisensitzung auf Krisensitzung und Gipfel auf Gipfel.

Doch nun werden wir alle die Rechnung zahlen: Mit Recht! Ich las von 10 Millionen Syrern die noch auf der Flucht sind und auch die nächsten Jahre werden noch sehr viele Afrikaner in Ihrer Hoffnungslosigkeit ihr Land in Richtung Europa verlassen. Niemand, auch kein Stacheldraht wird diese Menschen in ihrer Not aufhalten können. Auch Familienangehörige der vielen jungen Männer, die jetzt bei uns ankommen, werden in den nächsten Jahren noch nachkommen. Dies wird unsere Sozialsysteme massiv belasten und ganz sicher werden wir dieser großen Zahl an Menschen keine Arbeit und kein zufriedenes Leben bieten können.

Ich bin in großer Sorge um unseren sozialen Frieden! Aber die Schuld an dieser Situation liegt eindeutig bei uns.

A. Geigenberger

(1)
http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 51286.html
Die reichsten ein Prozent der Haushalte in Deutschland besitzen 33 Prozent der Vermögen. Noch deutlicher wird es an der Spitze der Spitze: das oberste Promille (das sind ungefähr 40.000 Haushalte) halten mehr als 17 Prozent des Reichtums.

(2)
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher ... ungsexport
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Re: Flüchtlingsproblematik

Beitragvon Johnny » Montag 7. September 2015, 16:55

Hallo Herr Geigenberger,

sicher haben Sie recht!

Aber es gibt wie immer mindesten 2 Sichtweisen der Dinge.

Ich geb nur einige Stichworte über die man dann weiter Nachdenken kann:

billige Arbeitskräfte, Lohndumping, Wohnungsnot, Erhöhung der Verbrauchsgegenstände z.B. Möbel etc., Ankurbelung der Wirtschaft, Verbraucherpreissteigerungen, Religionskonflikte, Wohnungsbauanschub, Anstieg der Arbeistlosen, Vollbeschäftigung, Schulkonflikte, Erhöhung der Staatsausgaben, Höhere Steuern, Erhühung der Steuereinnahmen, Gettoisierung etc. :mrgreen:

Das Spektrum ist riesig und muß dem zeitichen VERLAUF RICHTIG ZUGEORDENT WERDEN.

Es gibt alle Möglichkeiten und alle Gefahren. Wir müssen es nur richtig machen!! :)

Gruß aus Kiel (aus dem 65 Nationenstadtteil)

Johnny
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Re: Flüchtlingsproblematik

Beitragvon Geigenberger » Montag 7. September 2015, 20:57

Hallo Johnny,

aber genau Ihre Aufzählung meinte ich bzgl. meiner Sorgen um den sozialen Frieden.

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Re: Flüchtlingsproblematik

Beitragvon Geigenberger » Samstag 12. September 2015, 16:53

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Re: Flüchtlingsproblematik

Beitragvon Meckelein » Mittwoch 30. September 2015, 06:39

Das nenn ich mal eine sinnvolle Aktion.

http://www.bildblog.de/70495/bild-in-die-tonne/
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Re: Flüchtlingsproblematik

Beitragvon Kasimir » Mittwoch 30. September 2015, 11:33

Zählt Österreich nicht mehr zu den sicheren Drittstaaten? Oder wie soll man das deuten?
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/sonderzuege-sollen-fluechtlinge-aus-oesterreich-abholen-a-1055139.html
Viele Grüße
Kasimir
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Re: Flüchtlingsproblematik

Beitragvon schmidt-dietrich » Freitag 20. November 2015, 11:46

Tja und tut sich was..?
Nein. Ursachen werden nicht behoben - allenfalls durch noch mehr Bomben aufgrund Terroranschlag die IS auszuschalten, was aber ohne Bodentruppen, Waffenembargo, Ölexportstopp und gemeinsamen Handeln auf UN-Basis nicht funktionieren kann
Und die Menschen werde weiter getötet
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Re: Flüchtlingsproblematik

Beitragvon Andreas » Freitag 20. November 2015, 16:38

Hallo Kollegen,
was ich nicht verstehe ist:
Die Terroristen die in Paris die Bomben gelegt und gezündet haben bzw. um sich geschossen haben sind allesamt Europäer bzw sind in Europa geboren und aufgewachsen. Sollten dann die Europäer und die französische Regierung nicht die Ursachen suchen warum diese jungen Männer und Frauen solche Taten machen und dies versuchen zukünftig zu unterbinden??! Stattdessen bombardiert man Syrien und nimmt in Kauf weitere Unschuldige zu töten und züchtet sich somit neue Terroristen??!?
freundliche Grüsse
Andreas
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Re: Flüchtlingsproblematik

Beitragvon EWERKER » Freitag 20. November 2015, 23:01

Dabei bleibt anzumerken, dass zuerst und zwar ab September 2015 französische Kampfflieger syrische Gebiete bombardierten. Dies geschieht ohne UNO Mandat und es werden (auch durch US Drohnen) tausende Zivilisten getötet und hunderte IS Kämpfer ohne Gerichtsurteil umgebracht. Wo ist hier der Rechtsstaat? Die Terroristen fühlen sich als Rächer in einer gerechten Sache. Und die Opfer der Rächer fühlen sich nun ihrerseits als gerechte Rächer und produzieren weitere Terroristen.....So wird es nie ein Ende nehmen.

Ja, aufgewachsen mögen sie in Europa sein, aber sie haben alle eine Gemeinsamkeit: religiösen Fanatismus. Natürlich sind die meisten Muslime friedliche Menschen, anderseits waren alle Terroristen Muslime.

Sehr lesenswert in diesem Zusammenhang: "Der islamische Faschismus" (war Nr. 1 Bestseller in den letzten Wochen) von Abdel-Samad, kurz gefasst steht hier, was er meint: http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... yrann.html
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Re: Flüchtlingsproblematik

Beitragvon lapins » Montag 23. November 2015, 08:15

Hier schrieb SAMAD selber http://www.zeit.de/2015/38/Mohammed/komplettansicht

Was wäre der Prophet Mohammed nach heutiger Rechtslage?

Ach ja ein Herr Edathy steht im Verdacht sich kinderpornografisches Material beschafft zu haben. Damit gab sich ein M. nicht erst ab!
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Re: Flüchtlingsproblematik

Beitragvon lapins » Montag 23. November 2015, 08:34

Bevölkerungsexplosion in Syrien - totgeschwiegen.

Der Bürgerkrieg in Syrien ist schuld, dass jetzt viele Menschen flüchten?
Klar?! Aber ist er die Ursache?
Sehen sie doch:

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Bevölkerung in Millionen Menschen.
              1950     2013     Faktor     Wachstumsrate
Syrien        3,413    22,85    6,69         3,06%
Deutschland   70,09    80,62    1,15         0,22%



Zahlen sind langweilig, insbesondere die niedliche Wachstumsrate von 3,06% kann leicht verharmlost werden, deshalb ein wenig Erläuterung:
Syrien hatte 2013 fast SIEBEN mal so viele Einwohner wie 1950!!! Wie schaffen die das?
Jede Frau in Syrien muss ca. 6-8 Kinder im Schnitte bekommen haben, Je zwei Großmütter haben somit.36 bis 64 Enkel. Anders sind diese Wachstumsraten nicht errechenbar. Das ganze geht schon 63 Jahre so, weiter zurück reichen mir die leicht zugänglichen Daten nicht.

Ja, fast versiebenfacht hat sich die Bevölkerung. Und nun machen wir doch ein Gedankenexperiment:
Wenn Deutschland nach dem Krieg bis 2013 so gewachsen wäre wie Syrien, dann hätten wir heute ungefähr 470 Millionen Einwohner! Vierhundert-siebzig Millionen Einwohner! Alle friedlich? Produzieren 6x so viele Autos, Airbusteile, Qualitätskettensägen, Panzer und Papiermaschinen? Urteilen sie selbst, wie das wäre. Ich tippe - wir hätten schon längst wieder heftige Verteilungskämpfe, aber OHNE unseren jetzigen Wohlstand. Und der von Herrn Geigenberger beschworene soziale Friede, wo wäre der?

Die Menschenproduktion über Jahrzehnte hinweg ist doch DAS Probelm, welches jetzt im Bürgerkrieg endet! Die Zusammenhänge sind da recht gut erforscht. Die Lösungen auch, aber nur die „unbefriedigenden“.
Warum wird diese Tatsache weder von Politikern noch in den Medien thematisiert?

Ich stelle die Frage:
Darf ein Staat, darf ein Volk sich ungehemmt über Jahrzehnte reproduzieren und dann, wenn es eng wird, der „überzähligen“ Menschen auf Kosten der Nachbarländer entledigen?

Hat ein Staat, haben Staaten, die sich über Jahrzehnte hinweg so verhalten, das Recht auf uneingeschränkte Solidarität aller übrigen?

Sollen Menschen, welche sich derart verantwortungslos verhalten haben, die Folgeprobleme nicht selbst ausfechten?

Dass sie es nicht tun sehen wir ja, aber müssen wir tatenlos zuschauen und sie als einziges Land Europas noch heranwinken?

P.S. Ich weiß, das Thema ist zu komplex, um es in einem Eintrag abhandeln zu können, aber die oben erwähnten Zahlen können von jedermann nachgeprüft werden. Sie sollen uns allen zu denken geben. Suchen sie doch einfach mal nach „Bevölkerung Syrien“ oder alternativ auch nach„factfish“.

mfg rLap
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Re: Flüchtlingsproblematik

Beitragvon Geigenberger » Dienstag 24. November 2015, 14:39

Hallo lapins,

Es gibt ganz sicher eine Menge Gründe für die aktuell explosionsartig angewachsenen Flüchtlingszahlen. Der andauernde Kriegszustand in Ländern wie Syrien oder Afghanistan ist – vielleicht(!) zusätzlich zum Bevölkerungswachstum – trotzdem die Hauptursache dafür und ganz sicher auch das enorme Wohlstandsgefälle, das sich so zwangsläufig wie ein Naturgesetz aktuell seinen Ausgleich sucht. Afrika macht diesbezüglich auf Grund der jahreszeitlichen Bedingungen am Mittelmeer momentan nur eine "Pause". 2-5 km zwischen Samos oder Kos und der Türkei sind eben doch nicht ganz so problematisch wie 100 km zwischen Tunesien und Lampedusa.

Dabei mag ja ein starker Bevölkerungszuwachs einer der Gründe für eine Verstärkung dieses Wohlstandsgefälles sein, aber ganz sicher nicht der Hauptgrund. Ich bin weiterhin davon überzeugt: Die von uns geführten Stellvertreter-Kriege mit den "dazugehörigen" Waffenlieferungen und die brutale Ausnutzung des Wirtschaftsgefälles (Löhne!!) durch westliche Großkonzerne führen zu den miserablen Lebensbedinungen und zu den schreienden Ungerechtigkeiten in vielen Ländern dieser Erde. Und ich sage dies, obwohl ich jahrelang CSU gewählt habe!

Sollten Sie wirklich Recht haben und sollte "die Menschenproduktion über Jahrzehnte hinweg aber DAS Problem" [Ihr Zitat] sein, dann können wir uns noch auf so einiges gefasst machen, wenn Indien sich auch noch auf den Weg macht. Aber wenn Ihre Theorie stimmt: Wäre dann diese Entwicklung nicht bereits schon viele Jahre im Gange?

Zu Ihren "Fragen":

"Darf ein Staat, darf ein Volk sich ungehemmt über Jahrzehnte reproduzieren und dann, wenn es eng wird, der „überzähligen“ Menschen auf Kosten der Nachbarländer entledigen?"
"Hat ein Staat, haben Staaten, die sich über Jahrzehnte hinweg so verhalten, das Recht auf uneingeschränkte Solidarität aller übrigen?"
[Ihre Zitate]

Ich glaube nicht, dass es quasi ein perfider Plan anderer Staaten ist, "überzählige" Menschen "ungehemmt und über Jahre hinweg" zu "reproduzieren" um sie dann zu "entledigen". Bevölkerungswachstum ist eine Folge religiöser Regeln (gehen Sie doch bei uns mal 50-80 Jahre zurück!! Wenn damals eine Frau nicht wenigstens alle zwei Jahre schwanger war, dann hat der katholische Dorfpfarrer nach den Gründen gefragt und diese Frau in den Beichtstuhl zitiert!!), eine Folge mangelnder sozialer Sicherungssysteme und auch eine Folge mangelnder Bildung.

Sie erwähnen den von mir benutzten Begriff des "sozialen Friedens". Ja – diesen sehe ich, bei allen Differenzen zu Ihrer Meinung, für sehr ernsthaft gefährdet und dies wird in den folgenden 10-20 Jahren unser größtes gesellschaftliches Problem werden! Unsere Mittelschicht und "Oberschicht", also auch wir Ärztinnen und Ärzte, sind wahrscheinlich nicht soo sehr betroffen. Wir zahlen halt unseren "Willkommens-Soli" - und das war's dann auch schon! Aber was wird passieren, wenn sich untere Lohngruppen – und es gibt auch sehr arme Leute in unserer "eigenen" Bevölkerung(!!) – um die vorhandenen Arbeitsplätze in diesem Bereich der unqualifizierten Arbeitsplätze streiten und wenn "unsere" sozial Schwachen um günstigen Wohnraum mit den eingewanderten Flüchlingen konkurrieren? Da kommt in der Tat ein Lawine auf uns zu und ich bin – im Gegensatz zu Schäuble – davon überzeugt, dass sich diese Lawine noch ganz oben am Berg befindet! (1)

Aber ein Regulativ gibt es ja noch in unserer "Demokratie", wenn auch sonst der Volkswille unseren Volksvertretern meist sch...egal [TTIP] ist: Die Posten und Pöstchen in Regierungsämtern und die Sitze in den Parlamenten. Da tut sich bereits etwas bei so mancher, ja mittlerweile bei fast allen politischen Parteien (2)! Aus "Erstaufnahmelagern" werden "Verteil-" oder noch besser "Willkommenszentren" und aus "Obergrenzen" werden "Kontingente" – und gut ist's!!??

Ich habe den Eindruck, dass so manche "Sozialromantik" allmählich ganz langsam wieder auf den Boden der Realität zurück kommt.

meint
A. Geigenberger

1)
http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 62373.html ->
"Ob wir schon in dem Stadium sind, wo die Lawine im Tal unten angekommen ist, oder ob wir in dem Stadium im oberen Ende des Hanges sind, weiß ich nicht", sagte Schäuble.
2)
http://www.wahlrecht.de/umfragen/insa.htm
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Re: Flüchtlingsproblematik

Beitragvon lapins » Donnerstag 3. Dezember 2015, 13:21

Dabei mag ja ein starker Bevölkerungszuwachs einer der Gründe für eine Verstärkung dieses Wohlstandsgefälles sein, aber ganz sicher nicht der Hauptgrund.


Tut mir leid, da habe ich meine Hausaufgaben schon 2006 gemacht, nach einer aufgenommenen Sendung des Philosophischen Quartetts,
Die Sendung sehen Sie hier https://www.youtube.com/watch?v=kZRnuHeqQjw und das Buch habe ich mir dazu gekauft (UND GELESEN) Heut kriegen Sie das schon Buch hier: http://www.pseudology.org/Gallup/Heinsohn.pdf.

Die durch Überbevölkerung ausgelösten Folge(n)+problemen lassen sich in der Geschichte gut verfolgen. Das schönste Beispiel ist Großbritannien und ihre (überzähligen) 2,3 und 4. Söhne, die sich ein Weltkolonialreich eroberten, als es noch was zu erobern gab.

Natürlich werden seine (Heinsohn) Thesen immer von "not invented here" oft verrissen zB hier http://www.zeit.de/2004/10/SM-HeinsohnKURZ/komplettansicht, aber ein paar Jahre später findet man denselbern Kritiker hier http://www.berlin-institut.org/ueber-uns/mitarbeiter.html, wo er für den Focus nr (46?) dieselben Tabellen und Thesen aufstellt.

Merken Sie übrigens, dass die Links oben schon ziemlich alt sind? Auch die Vorraussage das es 2013, 14 15 zu Massenwanderungen kommt standen da schon drin!

Deshalb ist jeglicher Vergleich mit einem Tsunami, der plötztlich und unerwartet kommt nicht statthaft.


In einem Aufsatz eines Friedrich Thießen an der Uni Chemnitz werden die Möglichkeiten , welche die Menschheit im Laufe der Geschichte ausprobiert haben, um einer Überbevölkerung Herr zu werden, schön beschrieben!

Der Artikel ist verschwunden gewesen, ich hatte ihn aber heruntergeladen und hier habe jetzt soeben wieder gefunden. Kurz genug um ihn zu lesen.

http://www.qucosa.de/fileadmin/data/qucosa/documents/18432/Die_Apokalypse_der_Ueberbevoelkerung.pdf


Wenn sie das (und vielmehr) einmal zusammengelesen haben, kriegen Sie recht schnell eine andere Meinung über: Kirche und einige Islamische Staaten, welche schon vor Jahrzehnten auf Weltgipfeln Resolutionen boykottierten sodass sämtliche Sätze , die mit Bevölkerungskontrolle usw zu tun haben aus dem Protokoll gestrichen wurden und werden. Auch die Begründungen Krieg!! Waffenexport!! usw die sicher AUCH stimmen kann man etwas relativieren.

Ach ja Nachhaltigkeitsgipfel New York. Herr Geigenberge machen wir einmal ein lustiges Suchen.
Hier ist ein Link der UN Resolution dazu mit 17 Zielen und viiiielen Unterzielen. Suchen sie den Satz der sich mit Bevölkerunge/ Geburten usw beschäftigt.
Es gibt ihn. Aber er geht unter.http://www.un.org/ga/search/view_doc.asp?symbol=A/RES/70/1&Lang=E


Mfg rLap
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Re: Flüchtlingsproblematik

Beitragvon lapins » Donnerstag 3. Dezember 2015, 15:44

... sie haben auch recht mit den Waffen , Intervention usw Hier auch ein Buch / Buchbesprechung https://www.youtube.com/watch?v=syygOaRlwNE

vor allem unsere "Freunde"...
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