eGK Lesegeraete

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eGK Lesegeraete

Beitragvon ellibamberg » Freitag 15. April 2011, 17:27

Vielleicht interessant für alle Kollegen, die doch die Förderung nutzen wollen.
Ich hab mal recherchiert und super Preise gefunden:
SCM ehealth 200 BCS stationär 248,65 mit Steuer und Versand.
ZEMO VML Gk 2 mobil mit Steuer und Versand 235.-.
Eigenhändige Installation in Turbomed kinderleicht!
Bei Interesse Links zu den Haendlern anfragen.
Grüße
Walter
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Re: eGK Lesegeraete

Beitragvon Growlf » Freitag 15. April 2011, 20:32

Auf facharzt.de werden Cherry- Tastaturen mit Lesefähigkeit, aber ohne online- Quark vorgestellt, zum Preise von 60 Euro.

Aber schön zu sehen, wie sich der deutsche Kassenarzt über "Förderung" freut, die er aus eigner Tasche bezahlt. Die Dummen werden halt nicht alle in diesem Lande.
Ich kenne Kollegen, die haben sich vor 1 Jahr in Hoffnung auf den "Zuschuß der KV" so ein Mobilteil zugelegt, und warten heute noch auf eine "Erstattung".
Wenn man die fragt, woher die KV das Geld dafür hat, werden sie irgendwie immer ganz stille ... wenn ihnen irgendwann aufgeht, daß sie die Dinger selber bezahlen mit ihren KV- Zwangsabzügen.
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Re: eGK Lesegeraete

Beitragvon ellibamberg » Freitag 15. April 2011, 21:20

danke fuer die Blumen!
Erstens is das kein KV-Geld sondern Kassengeld.
Zweitens, wenn die Aktion schon nicht mehr zu stoppen ist, hilft es nichts auf die Förderung zu verzichten.
Schließlich bleiben unterm Strich 850 Förderung (Bayern) - Kaufpreis = 370 EUR fuer mich + 2 neue Kartenleser.
Also wer ist hier der Dumme?
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Re: eGK Lesegeraete

Beitragvon wahnfried » Freitag 15. April 2011, 21:58

ellibamberg hat geschrieben:...Also wer ist hier der Dumme?

...Der, der für diese paar Silberlinge sich ohne Bezahlung zum Hilfs-Sheriff der Kassen umfunktionieren läßt!

Was die Verlagerung von Kassenaufgaben in die Praxen dann jeden Monat an Personalkosten ECHT KOSTET (und zwar den Almosenempfänger der Kassen...), wird mehr sein, als die Förderung nach Abzug der Gerätekosten (die ist aber einmalig),

unkt Wahnfried
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Re: eGK Lesegeraete

Beitragvon Growlf » Samstag 16. April 2011, 00:59

Unken ist gut gesagt:

- 2 Ärztetage haben die eCard in Bausch und Bogen abgelehnt

- MEDI hat 2004 die Ablehnung der eCard auf meinen Antrag im Erweiterten Vorstand (für MEDI Karlsruhe) hin abgesegnet, inzwischen scheint man das mit Feldversuchen aber vergessen bbzw. verdrängt zu haben

- selbst die Kassen, ehemals vehemente Befürworter (Stichwort "gläserner Patient") müssen jetzt schon gezwungen werden, bis Ende 2011 10 (in Worten: ZEHN) Prozent der Patienten mit der eCard auszurüsten, denn die anfangs von Kassenseite auf 800 Mio. Euro geschätzten Einführungskosten (von den Köhler großzügig die Hälfte von der Ärzteschaft übernehmen ließ- derselbe Köhler, der sich grade 350.000 Euro Gehalt eingeschenkt hat) sind nach Insiderschätzungen inzwischen auf 10 MILLIARDEN EURO im ersten Jahr zu veranschlagen

- Großbritannien hat ein vergleichbares Projekt mit 25 Mrd. Euro Kosten im ersten Jahr bereits eingestampft. Warum nicht Deutschland? Weil sich die beteiligten Firmen und Konsortien eine goldene Nase mit Ausrüstung und Wartung (und Ersatz) von Hard- und Software erwarten.
Wenn diese Technik eingeführt ist, gibt es kein Zurück mehr. Und wer daran beteiligt ist, hat den Goldesel gewonnen. Die never ending Gelddruck- Story.

- ein herkömmliches Papier- Wiederholungsrezept braucht ca. 20 Sekunden, ein eRezept 3 Minuten (Minimum). Pro Stück.

- und für den Fall, daß die Server ausfallen wie bisher 3mal in Österreich (wo lediglich ein Datenabgleich stattfindet, ohne den aber gar nichts geht), soll in Deutschland sicherheitshalber der gesamte Papier- und Druckerscheiß weiterhin vorgehalten werden.

- Die Doctores können nicht bis 3 zählen und sehen die 800- Euro- Mohrrübe winken. Da kann man schon mal EDV- Kosten bis 10.000 Euro für die nötige Praxis- EDV übersehen, auch ca. 60 Euro monatlich für Flatrate+ Safenet.
Peanuts. Wenn ein Euro winkt, gibt der deutsche Kassenarzt gerne 10 Euro aus, um ihn zu ergattern.

usw. usf.
Ich rede mal gar nicht von Aushöhlung des (Rest-) Arztgeheimnisses, denn das scheint den meisten Ärzten sowieso wurscht, Hauptsache, die Kohle stimmt.
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Re: eGK Lesegeraete

Beitragvon Growlf » Samstag 16. April 2011, 01:23

Was kann man tun?

KLICK
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Re: eGK Lesegeraete

Beitragvon Turbouser » Samstag 16. April 2011, 10:08

@ Growlf

Danke für den Link.

Nach dieser umfassenden Info werde ich mir sicher kein onlinefähiges Lesegerät kaufen.

Wieder einmal zeigt sich, wie gut die Solidarität unter den Ärzten ist (AKR, eGK....) :mrgreen: :mrgreen:

Sehr schade, daß sich so wenige finden, welche im Sinne unserer Interessen handeln.

Ich bin froh, daß es diese Forum gibt :-)

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Re: eGK Lesegeraete

Beitragvon Growlf » Samstag 16. April 2011, 10:49

Man kann natürlich auch kackfrech sein und überhaupt kein neues Lesegerät anschaffen.

Dem Patienten, der das sowieso nicht durchschaut, wird dann mitgeteilt, daß seine Karte nicht lesbar ist und er sich eine neue besorgen solle (bzw. die alte benutzen).
So lange wird er entweder privat behandelt und wedelt mit der Rechnung bei der Kasse, oder auf die alte Chipslette.
In beiden Fällen gibts hübschen Stunk bei Publikum, den man mit wenigen dürren Worten auf die Verursacher lenken kann.
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Re: eGK Lesegeraete

Beitragvon moose » Samstag 16. April 2011, 23:17

Moin,
ich finde das eGK gedöns auch nicht witzig,
aber wo bleiben die massen - 50 millionen bürger - ca,
die das eigentlich nicht wollen, oder nicht wollen sollten - oder sich einen dreck darum scheren - was da abgeht
wir ärzte sollen es wieder richten - wieso eigentlich wir, wo bleibt die selbstverantwortung des einzelnen bürgers, dem ja der status "patient" jederzeit droht ?
wenn 50 millionen bürger sich verweigern gibt es keine eGK- wenn nicht dann kommt sie - basta
guten tag auch
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Re: eGK Lesegeraete

Beitragvon wahnfried » Sonntag 17. April 2011, 07:06

moose hat geschrieben:aber wo bleiben die massen - 50 millionen bürger - ca,
die das eigentlich nicht wollen, oder nicht wollen sollten - oder sich einen dreck darum scheren - was da abgeht
wir ärzte sollen es wieder richten...

Hallo,

einerseits finde ich die "interessiert-mich-nicht-Haltung" der meisten Patienten auch nervig, aber das ist eine Frage der Kommunikation. Aber auch die hat ihre Schwierigkeiten.

Jeder Patient wird auf die Datenschutzerklärung der Aktion "Stoppt-die-e-card" hingewiesen und - wenn er sich der Aktion anschließt - auf dem Desktop mit dem "STOP"-Icon markiert, dem die Titelzeile "Datenschutzerklärung abgegeben" implementiert wurde. Das machen die Helferinnen.

Wer kein Stop-Icon hat, sollte darauf hingewiesen werden.

Wer ein Stop-Icon hat, wird von mir bei Gelegenheit gefragt, ob er die Datenschutzerklärung auch überall vorzeigt, wo er sonst noch in Behandlung ist... Und da liegt fast IMMER der Hase im Pfeffer. Wer einmal seine Datenschutzerklärung abgegeben hat (und das auch noch in der Arztpraxis...) verläßt sich darauf, daß das auf immer und ewig reicht.

Fast immer muß ich erst darauf hinweisen, daß ICH nicht wissen kann, wo der Patient sonst noch in Behandlung ist und dafür sorgen, daß dieser "sein" Wille dort bekannt wird. Das sehen die Meisten dann ein.

Sowas sollte durch Bürger-Patienten-Stammtische nach Frau Hartwig im Bewußtsein verankert und verbreitet werden. Aber auch dafür muß man die Patienten erstmal motivieren.

Von alleine kommt fast Keiner darauf...

Grüsse, Wahnfried
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Re: eGK Lesegeraete

Beitragvon Growlf » Sonntag 17. April 2011, 08:08

Der Trick deutscher Politik besteht ja darin, daß man den ganzen Tag bräuchte, um sich auch nur mit den drängensten Problemen zu befassen:
- völlige Abwesenheit einer Langzeitpolitik in Deutschland
- beliebig austauschbare und nicht für ihre Verbrechen haftende Schießbudenfiguren als Politiker
- Perspektivlosigkeit
- Staatsbankrott
- Nachhaltigkeitslücke in den Sozialsystemen
- Verpackungsmüll- Flut
- Energieeinsparung
- Ausspionieren auch des letzten Lebensbereichs
- unsichere Finanzlage
- Energieverschwendung
- Umweltschutz für nachfolgende Generationen
usw. usf.

Das führt dazu, daß Unerfreulichkeiten lieber ausgeblendet werden. Dazu braucht man sich nur einfach mal in sich selber reinversetzen.

Hinzu kommt die Lethargie des deutschen Michels, die im Ausland undenkbar wäre.

Daher können nur die etwas tun, die es unmittelbar angeht: nämlich wir als Ärzte. Daß der (Kassen-) Patient für 10 Euro Einsparung an Kassengebühr liebend gern seine Daten an die Kassen verzocken läßt, wissen wir ja seit DMP und HZV.
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Re: eGK Lesegeraete

Beitragvon Roland_Colberg » Sonntag 17. April 2011, 22:44

Growlf hat geschrieben:Daher können nur die etwas tun, die es unmittelbar angeht: nämlich wir als Ärzte. Daß der (Kassen-) Patient für 10 Euro
Einsparung an Kassengebühr liebend gern seine Daten an die Kassen verzocken läßt, wissen wir ja seit DMP und HZV.

Um hier mal gleich einzuhaken: da sollten wir uns aber auch an die eigene Nase fassen. Nach meiner Erfahrung schreiben sich 90% der HzV- oder DMP-Patienten ein, weil es ihnen in ihrer Praxis empfohlen wurde. Die Datenschutzerklärung dürften die wenigsten gelesen oder gar in vollem Umfang verstanden haben.

Was mich beim Thema EGK derzeit am meisten nervt, ist die Schwierigkeit, an objektive und sachliche Informationen zu kommen. Auf der einen Seite politisch motivierte Polemik gegen Kassen, KVen, Politiker und überhaupt eigentlich alles, auf der anderen Seite Salamitaktik vom Feinsten, nach der Devise: nur nicht zu früh zu viel durchsickern lassen.

Über die Politiker rege ich mich wenig auf, da bin ich als lupenreiner Demokrat der Meinung, die sind von einer Mehrheit gewählt worden, also soll diese Mehrheit sehen, was sie davon hat.

Nach meinem derzeitigen (dementsprechend dürftigen) Kenntnisstand ist bei der EGK zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Online-Anbindung und damit auch kein Stammdaten-Abgleich vorgesehen. Daher dürfte sich an den Abläufen in den Praxen noch nichts ändern.

Falls dieser Stammdaten-Abgleich (wann auch immer) aber später noch kommt: weiß hier jemand konkret, wie dann folgende Szenarien ablaufen sollen:
    Patient hat CK vergessen oder nicht gefunden, braucht aber dringend Rezept/Überweisung/...
    Hausbesuch, Notdienst
    Landarztpraxis ohne DSL, nur wacklige schnarchlangsame Modemverbindung, Quartalsanfang mit Schlange bis auf die Straße
    ....
Gab es da nicht irgendwelche Feldversuche? Gab es da eventuell auch Ergebnisse??

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Re: eGK Lesegeraete

Beitragvon mschiller » Montag 18. April 2011, 11:21

na da haben sie (und gaaaanz viele andere auch) nicht aufgepasst. 3.EGK TestÄndV vom 25.1.2011 (das war als wir alle nach Ägypten geschaut haben). Da hat unser Gesundheitsminister sinngemäß beschlossen, dass die eGK eingeführt wird - ziemlich unabhängig vom ausgang der test-läufe. 10.000er und 100.000er-Testläufe kommen da gar nicht mehr vor. Plötzlich wird von "Paralleität" der test- und Einführungsphase darin gesprochen. Also genau exakt das gegenteil von dem was die FDP versprochen hatte zur eGK. aber so richtig wundern tut mich das nicht.
das war das prinzip gesundheitspolitik während der fußballweltmeisterschaft 2006 - davon erholen wir uns wahrscheinlich nie mehr.
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Re: eGK Lesegeraete

Beitragvon Roland_Colberg » Mittwoch 4. Mai 2011, 18:42

Habe gerade ein hochinteressantes youtube-Video gesehen: http://www.youtube.com/watch?v=gs4MpHU6vEw

Hier wird auch die Anwendung des HBA in der Praxis demonstriert, samt Sicherheitslücken.

Dazu die zugehörige Heise-online-Meldung:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 37285.html
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Re: Nee-Card contra E-card

Beitragvon wahnfried » Mittwoch 4. Mai 2011, 20:09

Roland_Colberg hat geschrieben:Habe gerade ein hochinteressantes youtube-Video gesehen: http://www.youtube.com/watch?v=gs4MpHU6vEw

Hier wird auch die Anwendung des HBA in der Praxis demonstriert, samt Sicherheitslücken.

...also ran an den Speck (ich meine die Nee-Card: viewtopic.php?p=16429#p16429 )

Danke für den interessanten Link!

Grüsse, Wahnfried
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