T2med Anwender-Erfahrungen

"T2Med" ist nun in einer Demo-Version veröffentlicht. Das Interesse an "ersten Eindrücken" dürfte groß sein. Das ist schon ein eigenes Unterforum wert!

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T2med Anwender-Erfahrungen

Beitragvon DrHJvdB » Dienstag 23. August 2016, 21:07

Hier ein Bericht aus dem internen T2med-Forum, welchen der Kollege Busse als Erfahrungsbericht nach seinem Wechsel auf T2med geschrieben hat und der der mir erlaubt hat, seine Worte zu zitieren:

Natürlich waren die ersten Tage für alle erstmal eine Umstellung. Wie immer bei neuen Dingen wurde dann und wann auch geflucht, wenn bei der der Bedienung nicht gleich auf Anhieb alles klappte. Jetzt nach 5 Tagen muss ich aber sagen, dass alle Helferinnen im Grunde alle wichtigen Programmfunktionen sicher beherrschen, obwohl sie vor 1 Woche im Grunde zum ersten Mal mit der Software konfrontiert wurden und nur eine etwa 2 stündige Einweisung benötigten. Das liegt sicher nicht nur an der Cleverness unserer Helferinnen, sondern auch an der immer nachvollziehbaren und weitestgehend intuitiven Bedienbarkeit des Programms.
Sehr gut finde ich, dass das ganze Programm im Grunde um die Patientenkartei herumgebaut worden ist. Wichtige und häufig genutzte Funktionen sind leicht erreichbar platziert und die Oberfläche ist nicht mit Menüs so hoffnungslos überfrachtet, wie es in ... der Fall war.
Auch die Tastatur-Shortcuts sind durchdacht und gut zu erlernen.
Die Hilfefunktionen sind exzellent, wir haben tatsächlich viel weniger Betreuung seitens der (sehr freundlichen, hilfsbereiten und verbindlichen) Hotline gebraucht als erwartet.
Was mich aber am meisten umgehauen hat, ist die Geschwindigkeit des Systems. Statt über bis zu zweistellige Sekundenzahlen beim Aufruf eines neuen Patienten oder von Labordaten, reden wir jetzt über Sekundenbruchteile! Unfassbar auch die Suchfunktion: Wir haben mal spaßeshalber unsere rund 15.000 Patienten große und seit 1992 geführte Datenbank nach dem (bei uns sehr häufig vorkommendem) Karteieintrag „sehr langes Gespräch“ durchsucht: 1,466 Sekunden. Dafür hatte ... buchstäblich Tage gebraucht. Was sich alleine hieraus für Möglichkeiten ergeben, beginnen wir uns erst jetzt auszumalen!
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Re: T2med Anwender-Erfahrungen

Beitragvon cgmhasser » Dienstag 23. August 2016, 21:56

rasante 1,466 Sekunden, um "sehr langes Gespräch" zu finden. brauch nur keiner. Ihre PR Abteilung war auch schon mal besser.

Hören Sie doch endlich mal auf, Fragen zu beantworten, die keiner jemals gestellt hätte. Ja T2MED ist schnell und an letzter Stelle in der KV Statistik.
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Re: T2med Anwender-Erfahrungen

Beitragvon DrHJvdB » Mittwoch 24. August 2016, 06:46

...toller Beitrag, danke.
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Re: T2med Anwender-Erfahrungen

Beitragvon HBusse » Donnerstag 25. August 2016, 16:10

Wenn ich jetzt tatsächlich mein Geld mit PR verdienen müsste, wäre ich nun vermutlich sehr geknickt, mit meinem Testbeispiel die Relevanz für den Praxisalltag so weit verfehlt zu haben. Da bin ich am Ende doch noch froh, als Kassen-Hausarzt tätig zu sein! Sollten hier tatsächlich Zweifel bestehen, erreichen Sie mich in unserer Praxis:

Hendrik Busse
Hemphöfen 17a
27356 Rotenburg Wümme
Tel: 04261 4472

Nein, ich wurde weder bedroht noch bestochen, lediglich sehr freundlich und unaufdringlich gefragt, ob mein Beitrag aus dem T2med-Forum zitiert werden darf, wogegen ich natürlich nichts einzuwenden hatte.

Diese Klarstellung war es mir jetzt direkt wert, hier nicht nur passiv mitzulesen, sondern auch selber mal ein paar Zeilen zu schreiben.

Tatsächlich war und bin ich jetzt nach dem achten Tag T2med unter Realbedingungen (volle Sprechstunde mit vielen älteren Multimorbiden und momentaner kleiner AWI- und Durchfallwelle :? ) immer noch überrascht, wie glatt der Wechsel trotz zu erwartender kleiner Anfangsschwierigkeiten, die sich noch dazu überwiegend auf den gleichzeitigen Wechsel zu neuer Hardware und Windows 10 bezogen, gelaufen ist.

Der Vollständigkeit halber will ich aber auch mein vom Kollegen von der Burchard (eins zu eins übernommenes) Lob noch um die wichtigsten bisherigen Kritikpunkte ergänzen:

Die Datenkonvertierung aus Turbomed hat überwiegend gut geklappt, es ließen sich allerdings nicht die alten Heilmittelverordnungen und AUs übernehmen. Überweisungsformulare wurden auch nicht komplett übernommen aber zumindest deren Texteinträge. Außerdem konnten die Notizzettel, alte DMPs und die Medikationspläne nicht übernommen werden. Die Notizzettel werden aber aller Wahrscheinlichkeit nachträglich konvertierbar sein, sobald eine ähnliche Funktion in T2med implementiert ist (soll nicht mehr Ewigkeiten dauern). Derzeit behelfen wir uns damit, dass wir die wichtigsten Dinge über Cave-Einträge organisieren, was ganz gut klappt und so auch zum mal nötigen Entmisten zwingt. Die DMP-Neueingabe ist lästig, aber verschmerzbar. Bei den Medikationsplänen steht ja ohnehin der gesetzlich vorgegebene Wechsel zum nächsten Quartal an. Hier wäre eine Übernahme bei der Konventierung zwar deutlich angenehmer gewesen, aber wenn unsere KBV-Obristen jetzt bei den Verhandlungen mit der GKV wenigstens eine finanzielle Entschädigung für den Mehraufwand herausschlagen, werden wir das auch noch verschmerzen. Ansonsten wurde alles bei der Konvertierung übernommen, inklusive aller Diagnosen und Leistungsziffern des laufenden Quartals.

Was noch fehlt sind einige wenige Formulare im Blankodruck: Der 10er Laborschein (10a ist drin), die private KH-Einweisung (Kasse ist drin), die häusliche Krankenpflege, Antrag auf Rehasport und Antrag auf Palliativversorgung. Alle anderen Formulare, die wir in der täglichen Hausarztroutine brauchen, sind drin, bzw. deren Fehlen uns noch nicht aufgefallen (dürften aber nicht sehr viele sein). Bei den noch fehlenden müssen wir eben nochmal zum Kugelschreiber greifen. Ich bezweifele aber, dass es noch Ewigkeiten dauert, bis die nachgeliefert werden. Einige für uns noch wichtige Statistiken, wie die Aufstellung der einzelnen Leistungsziffern und deren Bewertung auch außerhalb der Abrechnung sind auch noch nicht drin. Kann aber auch nicht allzu schwierig sein.

Das war's aber auch schon an den uns bisher aufgefallenen Kritikpunkten in den alltäglichen Abläufen! Hatten vorhin gerade Teamsitzung, deswegen konnte ich die Liste jetzt auch nochmal direkt hier reinsetzen.

Und ja, ich bin selber erstaunt, dass diese vergleichsweise neue Software jetzt doch schon so rund läuft! Wir wollten eigentlich noch mindestens 1 Quartal mit dem Wechsel warten, damit wir mit möglichst wenigen Kinderkrankheiten konfrontiert werden, aber da nun ob altersschwacher Hardware eh ein Wechsel anstand, haben wir es nun jetzt schon gewagt.

Ich werde an dieser Stelle jetzt nicht nochmal auf die Vorzüge von T2med eingehen, die ja im vorherigen Post schon zusammengefasst waren (tut mir ja leid, aber es ist wirklich verdammt schnell ... :) ), möchte aber nochmal ergänzen, dass es für uns auch eine große Rolle gespielt hat, nicht mehr von einem der großen Konzerne der Gesundheitsbranche so direkt abhängig zu sein, bzw deren Expansion nicht mehr direkt zu befördern. Natürlich kann ich nicht wissen, ob T2med nicht auch irgendwann von irgendwem geschluckt werden wird, aber derzeit stellt sich für mich die Rechnung relativ simpel da: Ich spare momentan mit einem (zumindest für mich) besserem Programm gegenüber dem bisherigen so viel Geld, dass sich die 3570 Euro Brutto (für das Programm + 2 Arztlizenzen) relativ schnell wieder amortisieren werden und der Wechsel hat viel weniger Lebenszeit durch Einrichtung und Umgewöhnung verbrannt, als ich nun durch ein erheblich schnelleres (Tschuldigung...) Programm wieder einspare. Wenn in 2 Jahren nun doch die CGM oder wer auch immer wieder zuschlagen sollte, war's für uns finanziell und zeitlich zumindest ein Nullspiel.

Beste Grüße zum beginnenden Sommer,

Hendrik Busse
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Re: T2med Anwender-Erfahrungen

Beitragvon huslaekare » Donnerstag 25. August 2016, 17:56

Die Hilfefunktionen sind exzellent, wir haben tatsächlich viel weniger Betreuung seitens der (sehr freundlichen, hilfsbereiten und verbindlichen) Hotline gebraucht als erwartet.


bei dem alten TM war die Hotline (die TMeigene HL) ja immer kompetent und im Abopreis mit drin. Ist das jetzt bei T2med auch wieder so? Ist die T2med Hotline dann zu 99% ausreichend, wie man das mal gewohnt war, von dem alten TM, oder muss sich dann doch der T2med Partner auf den Rechner oder Server per Fernwartung draufschalten, was dann im Minuttakt zusätzlich Geld kostet - schnell im Umfang des T2med Abo. Mir schwant da so was. Ich würde das gern vorher wissen. Die z.B. Druckeranbindung oder Änderungen der Geschäftsdaten können da schnell in Geld gehen.
Bei einer deutlichen Zunahme der T2med Lizenzen könnte die Hotline ev. schnell auf den Partner verweisen, wie man das jetzt von TM bzw. CGM aus anderen Gründen kennt. Und wird es eine vernünftige Schnittstelle geben um die Patientenakte mit Bildern und PDFs etc weiterzugeben und zwar lesbar.

Huslaek, nur mal so nachgefragt
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Re: T2med Anwender-Erfahrungen

Beitragvon HBusse » Dienstag 30. August 2016, 13:57

Ich kann natürlich nur über die momentane Situation sprechen, aber bisher waren unsere Erfahrungen mit der Hotline sehr positiv. Da wo es nötig war, wurden wir unkompliziert bei Softwareeinstellungen oder Bedienungsfragen unterstützt, teils auch per Fernwartung (direkt aus Kiel), bei noch nicht implementierten Programmfeatures (wie z.B. der noch fehlenden Privat-Abrechnungsmöglichkeit per PVS) wurden uns verbindlich Termine benannt.

Die Nutzung der Hotline ist in den Softwarepflegegebühren enthalten. Bisher wurde uns bei unseren (allerdings noch nicht sehr vielen) Nachfragen direkt geholfen und nicht auf den T2med-Partner verwiesen. Ich hoffe natürlich auch, dass das so bleibt, wenn die Anwenderzahlen deutlich steigen! :)

Laut eigener Aussage von T2med sollen sämtliche Daten (auch Bildeinträge) aus der Software per GDT immer leicht exportierbar bleiben! Das war bei TM in der Anfangszeit ja auch so, bis dann die CGM eine andere Geschätspolitik verfolgte. Auch hier muss man natürlich dem Hersteller glauben, aber das gilt natürlich für alle Anbieter. Derzeit habe ich aber keinen Anlass, daran zu zweifeln. Das Programm ist noch nicht perfekt, aber es lässt sich, wie gesagt, im hausärztlichen Alltag damit ohne größere Probleme arbeiten. Auf die Stärken bin ich ja schon eingegangen, und es sind schon viele spannende "Features" in Planung, wie individuelle, aus der Kartei heraus verwaltete "sprechende Symbole" für den Karteikartenkopf, Todo-Listen und umfangreiche Such- und Prüfroutinen (Für fehlende Ziffern, Diagnosen, etc). Ein kleiner Vorteil für uns als "Early Adopter" ist dabei, dass man in Kiel auf Verbesserungsvorschläge sehr genau hört und über das T2med eigene Forum ein reger direkter Austausch mit den Entwicklern möglich ist. Das wird in dieser Intensität vermutlich nicht ewig so bleiben können, wenn die Anwenderzahlen und damit die Anfragen deutlich anziehen werden, aber momentan empfinde ich den Austausch wirklich als sehr angenehm und ermutigend!


Viele Grüße,

Hendrik Busse
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Re: T2med Anwender-Erfahrungen

Beitragvon DrHJvdB » Mittwoch 31. August 2016, 09:53

Gerne nehme ich -allerdings zum wiederholten Mal- nochmals Stellung zu der Frage, ob T2med eines Tages von einem Konzern oder irgendeinem Mitbewerber übernommen werden könnte.

Nein! Das wird nicht passieren. T2med ist und bleibt ein Familienunternehmen. Das habe ich früher ausgiebigst und genauestens ausgeführt und hieran wird sich auch nichts ändern, definitiv und ganz bestimmt nicht.

Dementsprechend bleibt es auch bei dem Anspruch, ein Programm vom Arzt für den Arzt zu sein. Das bedeutet nicht zuletzt, dass wir Neuentwicklungen und Verfeinerungen des Programms in allererster Linie aus einem ärztlichen Motiv heraus betrachten: was hilft im ärztlichen Alltag? Was kann verbessert werden? Was kann noch schneller werden? Wie können ärztliche Entscheidungen und Dokumentationen von Krankheiten verbessert werden?

Gleichermaßen hören wir auf die Helferinnen, also die MFAs, wie es neudeutsch heisst. Auch die haben ein gutes Gespür für die Flottheit und Eleganz einer Praxissoftware.

Und: wenn wir etwas Neues einbauen, dann machen wir das nicht aus einem kommerziellem Aspekt heraus, etwa aus Gewinnoptimierungsgedanken o.ä. Ich bin nun mal der Meinung, dass unser Programm einfach nur so richtig gut sein muss - nur das zählt für mich. Und das ergibt dann auch die Anwenderzahlen, die es uns ermöglichen, auch weiterhin so ein starkes Entwicklerteam zu bezahlen. Und da sind wir ja auf einem guten Weg. Es kommen immer mehr Anwender hinzu. So käme ich bspw. niemals auf die Idee, für einen neuen Medikamentenplan Geld einzufordern. So etwas liefern wir selbstverständlich einfach aus. Basta, fertig. Das ist Bestandteil unserer Softwarewartung!!

Ja, unser Support wird mitwachsen, ohne Frage. Wobei ich sehr darauf achte, das möglichst viel selbsterklärend intuitiv bleibt. Ich könnte auch formulieren, dass bspw. das iPhone ein gutes Vorbild ist. Das funktioniert sogar ohne Hotline weltweit. Jedenfalls habe ich noch nie bei Apple angerufen und fragen müssen, wie man das Teil bedient. Mal schauen, wie gut wir in dieser Beziehung sein werden.

Ja, die Geschwindigkeit ist für mich unglaublich wichtig. Ich möchte die Quick/INR-Werte eines Patienten, der seit 1992 Marcumar nehmen muss und der dementsprechend tausende Laborwerte aufweist, sofort beim Öffen des Laborblattes sehen. Sofort heisst für mich: in unter 100 Millisekunden. Überhaupt will ich immer weit unter 100ms bleiben. Ich kann das in meiner Praxis genau mitloggen. Bei einigen Punkten quengele ich solange bei meinen Programmierern, bis es tatsächlich unter 20 ms ist. Ich hasse es, warten zu müssen, wenn der Patient vor mir sitzt und ich wichtige Informationen nicht sofort sehe..

Und ich finde es -ganz und gar im Gegensatz zu CGMhasser- ärztlich unheimlich hilfreich, wenn ich in dem gesamten Datenbestand meiner Praxis jeglichen Begriff in 0.5 bis 2 Sekunden finden kann. Das ist einfach nur praktisch und ich nutze diese Suche erstaunlich oft, denn oft genug erinnere ich Problematiken, Begriffe, spezielle Eintragungen eines Patienten, komme aber einfach nicht mehr auf den Namen dieses Patienten. Jetzt ist das kein Problem mehr: schwupps, ich finde ihn!

Ich bin nun ansonsten in meinem Leben nicht überall Geschwindigkeitsfanatiker (fahre oft genug in die Praxis mit meinem kleinen 14 PS Elektroflitzer, Vmax 80 km/h), gleichwohl ist schon fest beschlossen, dass unsere KV-Abrechnung nur noch 1 Sekunde dauern wird. Wir wissen auch schon genau, wie wir das machen werden, haben nur derzeit wegen unserer HzV-Arbeiten keine Zeit dazu. Überhaupt HzV: das bauen wir derart, dass es so richtig schnell ist. Einschreibungen, Abrechnung und Verordnung: alles schnell, kein Warten mehr!!

DAS!! sind unsere Ziele: schnell, einfach, gut, immer fix und zugleich schön und modern.

Nun könnte ich noch lange fortfahren und weiter schwärmen, wichtig ist mir aber einfach gewesen, noch mal einige Kerngedanken zu äußern und vor allem nochmals ein für alle mal klar zu stellen, dass T2med ein Familienunternehmen ist und bleibt. Und bekanntlich gibt es viele Beispiele in Deutschland, dass auch reine Familienunternehmen Bestand und oft genug die Nase vorn haben!!

Eins noch: ja, wir werden auch weiterhin einen ganz engen Kontakt zu den Kollegen pflegen. Zum Beispiel hier in diesem sehr schönem Forum, aber auch im T2med-Forum (erreichbar über unsere Homepage) oder in unserer weltweiten Demopraxis, die unverändert weiterhin rasant für jedermann zur Verfügung steht und wo Fragen gestellt oder gemeckert werden kann. Da sind wir immer mit ganz großen Ohren dran!!! Und das bleibt auch so.
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Re: T2med Anwender-Erfahrungen

Beitragvon HBusse » Mittwoch 31. August 2016, 16:50

Lieber Kollege von der Burchard,

MICH müssen Sie nicht mehr davon überzeugen, dass Sie es mit dem Familienunternehmen T2med ernst meinen! Darüber haben Sie sich ja in der Tat schon zur Genüge geäußert. Ich wollte nur dem Eindruck entgegen treten, Teil Ihrer PR-Abteilung zu sein und aus meiner Sicht nochmal darlegen, dass selbst wenn man noch im Zweifel ob der Zukunft Ihres Programmes sein sollte (was ich trotz relativ kritischem Naturell nicht bin!), die vergleichsweise geringen zeitlichen und finanziellen Aufwendungen, die mit einem Wechsel zu T2med verbunden sind, durch die prospektive Zeit- und Geldersparnis meiner Meinung nach mehr als aufgewogen werden. Ich bitte daher, meine Ausführungen in diesem Sinne zu verstehen!

Ansonsten behalte ich mir natürlich weiterhin vor, Lob und Kritik ungehemmt zu äußern. Aber es ist nunmal so, dass ich mit T2med angenehm überrascht worden bin, wo ich bei einem relativ jungen Programm anfangs mit deutlich mehr Kinderkrankheiten gerechnet hätte. Das Arbeiten geht mit diesem Programm flüssig von der Hand, und ohne hier irgendwelche Gefühle verletzen zu wollen: Es kostet mich mittlerweile richtig Überwindung, nochmal in den Vorläufer zu gucken, was bei dem ein oder anderen Notizzettel leider ab und zu nötig ist. Das wird aber von Tag zu Tag seltener!
Auch für den folgenden Vergleich wird es vermutlich Kritik geben, aber es kommt mir in solchen Momenten vor, als würde ich einen mordernen 4K-Fernseher vorrübergehend wieder für eine Schwarz-Weiß-Röhre aus den 50ern eintauschen müssen. Tut mir leid! :)


Viele Grüße,

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Re: T2med Anwender-Erfahrungen

Beitragvon wahnfried » Donnerstag 1. September 2016, 21:07

HBusse hat geschrieben:... wieder für eine Schwarz-Weiß-Röhre aus den 50ern eintauschen...

...solche Technik-Oldtimer haben ein besonderes Flair - habe mir mal ganz bewußt einen solchen (funktionsfähigen) Oldie zugelegt. Alte Röhren-Musiktruhe dito. Einen neuzeitlichen Fernseher kaufe ich mir dagegen nicht.

Man kann es also auch "andersherum" betrachten.

Grüsse, Wahnfried
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Re: T2med Anwender-Erfahrungen

Beitragvon HBusse » Donnerstag 1. September 2016, 22:02

Was die persönlichen ästhetischen Vorlieben angeht, haben Sie natürlich vollkommen recht. Die sind, wie die Menschen selbst, sehr unterschiedlich.

Wenn ich allerdings aus beruflichen Gründen, z.B. als Materialsichter bei der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien, der eine mögliche Jugendgefährdung u.a. anhand der Menge an fließendem Blut einzuschätzen hat, auf eine farbige Darstellung meines Bildschirms angewiesen wäre, würde der persönliche Geschmack sicher den Notwendigkeiten untergeordnet werden. :)

Viele Grüße,

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Re: T2med Anwender-Erfahrungen

Beitragvon cgmhasser » Freitag 2. September 2016, 06:48

Alles wo es hingehört. Zu einem Praxisprogramm gehört eine gewisse Multitaskingfähigkeit, sprich mehrere Fenster und Vorgänge die man parallel bearbeiten kann. Das bietet T2MED m.E. nicht. Dafür aber eine "schöne" Touchoberfläche. Warum soll sich das durchsetzen, so ewas passt an eine Supermarktkasse, wo viele gleiche Fälle am Fließband bearbeitet werden. Dort wiederum haben sich Windows und Mäuse in 25 Jahren nicht durchgesetzt. Jedes Konzept hat eine Berechtigung, wo es passt.
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Re: T2med Anwender-Erfahrungen

Beitragvon HBusse » Freitag 2. September 2016, 12:03

Da haben Sie den Nagel in der Tat auf den Kopf getroffen und dabei gleich selber die Antwort auf Ihre Frage geliefert: T2med passt deswegen so gut in die Kassenarztpraxis, weil unsere Praxen ob Ökonomisierungsruck mittlerweile in Supermärkte und Fließbänder transformiert wurden! :)

Aber (Halb-)Spaß beiseite: Es ist natürlich auch bei der Funktionalität nicht zuletzt eine Geschmacksfrage, und auch hier passt der Vergleich zum IPhone ebenfalls sehr gut. Es herrscht ja in Teilen ein regelrechter Glaubenskrieg zwischen IOS-, Android- und Windows-Anhängern, welches mobile Betriebssytem nun das einzig Wahre ist. Und auch hier muss ich mich wohl eher im Lager der IOS-Befürworter einordnen, da mir Übersichtlichkeit und Geschwindigkeit im Zweifel wichtiger sind sind, als möglichst komplexe Einstellungs- und Individualisierungsmöglichkeiten. Ich kann aber durchaus auch die andere Seite sehen. Mit meinem Bruder (Informatiker und leidenschaftlicher Apple-Gegner) beharke ich mich zu diesem Thema auch regelmäßig und unterliege als technischer Laie natürlich stets seiner Argumentation. Dennoch mochte ich mich bisher nie dazu entschließen, zu einem anderen Hersteller zu wechseln, weil Apple letzten Endes immer mein Bauchgefühl und meine Alltagsansprüche an ein Smartphone besser bediente.

Bei T2med ist es momentan eben auch so, dass es im Vergleich zu allen anderen Programmen, die ich bisher kennengelernt habe, mich bei meinem Wunsch nach einfacher Bedienung, Übersichtlichkeit und Effizienz einfach mehr abholt. Klar ist es noch nicht perfekt, aber die grundsätzlichen Designentscheidungen (z.B. alle wichtigen Funktionen gestaffelt nach ihrer durchschnittlichen Verwendungshäufigkeit in und um die Patientenakte herum gruppiert, weniger wichtige ins separate Hauptmenü ausgelagert) deckt sich eben am besten mit meinen persönlichen Ansprüchen an eine möglichst alltagstaugliche Software.

Zum Thema Multitasking: Hier ist Ihr Eindruck nur teilweise richtig. Es stimmt, dass T2med für einzelne Tasks keine eigenen Fenster öffnet, in denen man z.B. zwei unterschiedliche Vorgänge durch Anpassung ihrer Fenstergröße gleichzeitig sichtbar machen kann. Allerdings kann man sehr wohl mehrere Tasks bzw. Prozesse gleichzeitig aktiviert haben, zwischen denen man dann z.B. über eine Tastenkombination schnell wechseln kann. Genauso lassen sich mehrere Patientenakten öffnen und in eine leicht zugängliche Liste einreihen.

Mir persönlich gefällt dieses Konzept weitaus besser, mich hat es bei TurboMed z.B. immer wahnsinnig gemacht, wenn ab einem bestimmten Zeitpunkt in der Sprechstunde von unterschiedlichen Benutzern Dutzende Fenster offen standen, und man dann ewig nach dem richtigen suchen musste, wenn man beispielsweise beim Ausstellen einer Überweisung nochmal in die Dauerdiagnosen oder die Kartkeikarte gucken wollte. Dazu kommt ja noch, dass je nach Hardware viele parallel aktive Fenster auch noch die Geschwindigkeit des Systems ausbremsen können. Ganz ehrlich: Mir kommt es jetzt vor, als hätte mich jemand bei meinen täglichen Gängen durch den Praxisalltags von einer schweren Fußkette befreit!

Jaja, ich weiß, klingt alles n bisschen nach esoterischem Erweckungserlebnis wie bei den Apple-Jüngern, aber hey: Lieber ein Fanboy eines kleinen Familienunternehmens als faktischer Leibeigener eines eigennutzoptimierten Konzerns, oder? (Ihr Pseudonym lässt ja auch eine gewisse kritische Distanz zu bestimmten Oligopolen erahnen...)

Ein schönes Wochenende!

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Re: T2med Anwender-Erfahrungen

Beitragvon cgmhasser » Freitag 2. September 2016, 14:01

HBusse hat geschrieben:Lieber ein Fanboy eines kleinen Familienunternehmens als faktischer Leibeigener eines eigennutzoptimierten Konzerns, oder? (Ihr Pseudonym lässt ja auch eine gewisse kritische Distanz zu bestimmten Oligopolen erahnen...)


Die kritische Distanz ist schon ganz richtig. Ich bin aber ein wenig nachtragend. Ich habe genau diese Worte schon einmal gehört und sogar noch schriftlich im Schrank, dass Turbomed Kunden "niemals verkauft" werden. Dies war zum Zeitpunkt der Übernahme von Medistar durch die CGM. Wer die meiste Eigennutzenoptimierung betrieben hat, möchte ich lieber nicht äußern. Aber getreu dem Motto "Was juckt mich mein Geschwätz von gestern" , kann dies genau so wieder passieren. Muss aber nicht.

Ich bin allerdings der Meinung dass TM schwächelt und dringend eine Frischzellenkur verdient hätte, die CGM hat sicherlich die Hauptaktie daran. T2MED ist kein schlechtes Programm, bin auch Demokunde. Aber eine Alternative zu Turbomed sehe ich eher bei anderen Systemen, deren Führung und Politik über Zeiträume verlässlich und kontinuierlich ist.

Wenn es für Sie passt, dann ist es doch prima.

Schönes Wochenende!
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Re: T2med Anwender-Erfahrungen

Beitragvon schmidt-dietrich » Montag 3. April 2017, 18:00

bin jetzt schon sehr angetan auch der Wechsel inklusive Probekonvertierung lief gut und die empf. Firma aus H war sehr engagiert mit grossem Personalstamm dabei..
werde im Verlauf detaillierter berichten
Praxis Schmidt-Dietrich
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ab 01.04.2017: T2med ! CIAO CG-AG.
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Re: T2med Anwender-Erfahrungen

Beitragvon Neurologe » Montag 3. April 2017, 22:45

An alle T2med Erfahrenen,

gibt es mittlerweile einen Kalender im Leistungsumfang von TM. Der ist zwar ein Dinosaurier, funktioniert aber, wenn er richtig geführt wird sehr zuverlässig.

Mit vielen Grüßen
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