Smartphone-App für T2-Med?

Moderator: Forum Moderatoren

Smartphone-App für T2-Med?

Beitragvon Geigenberger » Freitag 30. Mai 2014, 09:18

Hallo,

die Spekulationen gehen weiter:
Wenn T2Med kein browser-basiertes Programm wird
viewtopic.php?f=70&t=4678&p=25835#p25835
dann vielleicht ein Programm mit einer innigen Verbindung mit einem Handy-App??

Denn warum sagt ein Screenshot so viel über die neue Technologie von T2-Med aus, dass man keine Screenshots veröffentlichen will???
Sollte T2Med und damit die Praxis "standardmäßig" auf Smartphones "erreichbar" sein, so wird dieses Programm definitiv nichts für mich!!
viewtopic.php?f=55&t=4877&p=27123#p27123

... jetzt sagen Sie doch schon ein bissl mehr, Herr Dr. von der Burchard!
Dass es gaanz toll wird, wissen wir ja nun schon alle :)

A. Geigenberger
Sapias, vina liques et spatio brevi spem longam reseces... carpe diem, quam minimum credula postero [Horaz]
"Sei klug, gönn dir noch ein Glas Wein ein und hoffe auf nichts weiter. ... Genieße den Tag, und vertraue möglichst wenig auf den folgenden!"
Benutzeravatar
Geigenberger
PowerUser
 
Beiträge: 1621
Registriert: Dienstag 9. Dezember 2003, 22:26

Re: Smartphone-App für T2-Med?

Beitragvon DrHJvdB » Montag 2. Juni 2014, 10:10

Stimmt! Unser Programm wird ganz toll! :-) :-) :-)

Also zunächst mal grundsätzlich:

das mit dem Internet in der Praxis ist schwierig zu diskutieren. Ich persönlich meine:

es ist in meinen Augen (jeder darf das selbstverständlich anders sehen!) anachronistisch, in der Praxis kein Internet zu haben. Ich persönlich nutze das ständig im laufenden Praxisbetrieb. Eben schnell mal was googlen. Oder mal eben in Wikipedia was nachschlagen. Oder bei Google ein bestimmtes Photo einer Erkrankung dem Patienten zeigen. Oder mal eben Impfempfehlungen nachschlagen. Oder auf die Seite des Auswärtigen Amtes gehen. Und und und...

So, und auf der anderen Seite gibt es dieses Problem mit Datensicherheit, Viren und und und. Wie jeder weiß ich das natürlich auch.

T2med kann diese Fragestellung ja nicht lösen. Das muss jeder Kollege selbst entscheiden. Der Kollege, der mit dem Internet verbunden ist, muss halt für'verantwortungsvollen' Umgang sorgen (Virusscanner etc). Klar: 100% Schutz gibt es wohl nie. Ich bin aber überzeugt: genau wie man heute keinen Röhrenfernseher mehr sieht und Flachbildschirme völlig selbstverständlich geworden sind, wird man in wenigen Jahren eine Praxis belächeln, die nicht online ist. Ich glaube, das ist ein geschichtlicher Trend: ohne Internet und Vernetzung wirds immer weniger gehen, auch die Patienten werden das zukünftig für selbstverständlich halten. Man denke nur an online-Termine etc etc.

Wir machen es so: selbstverständlich kann man T2med ganz und gar ohne Internet einsetzen. Ist doch klar!!! Aber wir bieten auch wesentlich mehr an: nämlich eine rasant schnelle mobile Lösung. Tja, und die geht nun mal nur via Internet.

Wer das nicht nutzen möchte, muss es ja auch nicht.

Ach, was mir noch einfällt: ich mache seit vielen Jahren (wie zig-Millionen in Deutschland auch) Internet-Banking. Ich bin doch nicht so blöd und fülle noch mit Kuli diese alten Überweisungsformulare mit 2o-stelliger IBAN und diesen tollen neuen BICs aus und bringe die zur Bank oder schicke die für 60 Cent oder mehr in großem Umschlag per Post zur Bank. Das wäre für mich anachronistisch. Wenn's hoch kommt, bin ich einmal im Jahr bei meiner Bank, alles geht eben online! Bedeutet ja aber auch: wenn ich schon so was sensibles wie mein Bankkonto übers Internet verwalte, trau ich mir das mit meiner Praxis schlussendlich ebenfalls zu.

Alles, was bei uns auch online geht, wird halt hoch verschlüsselt. Das ist das, wie man es heute halt macht.

Viele Grüße aus Kiel!
Benutzeravatar
DrHJvdB
 
Beiträge: 1045
Registriert: Mittwoch 4. Januar 2012, 11:34
Wohnort: 24114 Kiel

Re: Smartphone-App für T2-Med?

Beitragvon DrHJvdB » Montag 2. Juni 2014, 14:04

Ach so,

hab ich noch vergessen: nein, T2med ist kein Browser-basiertes Programm ...
Benutzeravatar
DrHJvdB
 
Beiträge: 1045
Registriert: Mittwoch 4. Januar 2012, 11:34
Wohnort: 24114 Kiel

Re: Smartphone-App für T2-Med?

Beitragvon DrHJvdB » Montag 2. Juni 2014, 14:20

und:

nein, es gibt keinen Standard-Zugriff auf irgendwelche Smartphone-Apps oder ähnliches ....wie gesagt: man kann T2med ohne jegliche Verbindung nach draußen, also ohne Internet und irgendwelche Apps nutzen...aber: WENN MAN MÖCHTE: es geht auch mehr! Bisschen Geduld und dann zeigen wir es vor!
Benutzeravatar
DrHJvdB
 
Beiträge: 1045
Registriert: Mittwoch 4. Januar 2012, 11:34
Wohnort: 24114 Kiel

Re: Smartphone-App für T2-Med?

Beitragvon Geigenberger » Montag 2. Juni 2014, 15:55

DrHJvdB hat geschrieben:es ist in meinen Augen (jeder darf das selbstverständlich anders sehen!) anachronistisch, in der Praxis kein Internet zu haben. Ich persönlich nutze das ständig im laufenden Praxisbetrieb. Eben schnell mal was googlen. Oder mal eben in Wikipedia was nachschlagen. Oder bei Google ein bestimmtes Photo einer Erkrankung dem Patienten zeigen. Oder mal eben Impfempfehlungen nachschlagen. Oder auf die Seite des Auswärtigen Amtes gehen. Und und und...

Sehr geehrter Herr Dr. von der Burchard,

Sie haben natürlich recht! All das kann man natürlich auch in der Praxis machen, aber nur mit einem Stand-alone-Rechner, der keine Patientendaten enthält und der nicht mit der Praxis-EDV vernetzt ist, so meine Meinung.

Es ist schon erschreckend, wie leichtfertig in Arztpraxen mit sensibelsten Patientendaten umgegangen wird und wie wir von der Industrie dazu gedrängt werden, die Sicherheit fremder Daten aufs Spiel zu setzen!! Was jeder mit seinen Bankdaten macht ist seine Sache und sein persönliches Risiko, aber wir Ärzte sind aufgefordert, die uns anvertrauten Patientendaten zu schützen!

Oder glauben Sie wirklich, dass wir mit unserer vergleichsweise lächerlichen Praxis-EDV auch nur den Hauch einer Chance haben, unsere Patientendaten wirklich zu schützen, wenn dies nicht einmal große Firmen - sogar EDV-Firmen schaffen? Wer weiß schon, was das "Monster" Windows im Hintergrund macht? Wer kennt schon die Gespräche, die zwischen Microsoft und den Geheimdiensten geführt werden??

Bitte verharmlosen Sie dieses Problem nicht und sehen Sie sich einmal die Liste im Anhang an.

Viele Grüße!

Alfons Geigenberger

<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Schauen Sie doch mal:

November 2008
Hacker lenkten nach Angaben der Telekom Rufumleitungen von Hunderten Kunden auf teure Nummern im Ausland um. Für den Schaden im unteren sechsstelligen Bereich kam die Deutsche Telekom auf. Die Hacker hatten die Passwörter nicht der Telekom, sondern den betroffenen Kunden gestohlen.

Oktober 2009
Beim Online-Netzwerk SchülerVZ knackten mindestens zwei Hacker Sicherheitsabfragen und kopierten illegal Daten. Mindestens einer von ihnen stellte die Daten in ein Internetforum zum Herunterladen bereit.

Oktober 2009
Der Computergigant Microsoft bestätigte, dass Passwörter und E-Mail-Adressen des konzerneigenen E-Mail-Dienstes Hotmail im Internet aufgetaucht seien. Kenndaten von einigen Windows Live Hotmail-Kunden seien illegal erlangt und auf einer Website veröffentlicht worden. Das Unternehmen kündigte Ermittlungen an und sperrte die E-Mail-Konten der betroffenen Nutzer.

Januar 2011
Kriminelle hackten Zugangsdaten von Nutzern des EU-Emissionshandelssystems und stahlen Zertifikate im Wert von 28 Millionen Euro. Emissionszertifikate berechtigen den Besitzer zum Ausstoß einer bestimmten Menge des Treibhausgases Kohlendioxid. Als Wertpapiere können diese Zertifikate zum Marktpreis weiterverkauft werden. Bei dem Hackerangriff seien in verschiedenen Sprachen entsprechend präparierte Mails an die für den Emissionshandel verantwortlichen Personen geschickt worden, berichtet die finnische IT-Sicherheitsfirma F-Secure im eigenen Blog.

März 2011
Im Auftrag eines ausländischen Geheimdiensts haben Hacker nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums Tausende Dateien von den Rechnern eines Rüstungszulieferers geraubt. "Es waren 24.000 Dateien, also eine ganze Menge", sagte Vize-Verteidigungsminister William Lynn. Das betroffene Unternehmen beliefere das Pentagon mit Waffensystemen und anderen Rüstungsgütern.

April 2011
Beim Onlinehändler Epsilon verschaffte sich ein Unbekannter Zugriff auf die Kundenkarteien. Dabei wurden E-Mail-Adressen und Anschriften gestohlen, jedoch keine persönlichen oder finanziellen Informationen, wie das Unternehmen erläuterte. Der Hacker soll einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" zufolge an Informationen von Kunden der Großbank JPMorgan Chase und der Supermarktkette Kroger gekommen sein.

April 2011
Hacker haben beim japanischen Elektronikkonzern Sony illegal Daten abgegriffen. Bis zu 77 Millionen Nutzer der Plattformen Playstation Network sowie Qriocity waren betroffen, möglicherweise wurden auch Kreditkarteninformationen geklaut.

Juni 2011
Internetpiraten greifen erneut den japanischen Sony-Konzern an. Von der Internetseite SonyPictures.com, über die unter anderem von Sony produzierte Filme beworben werden, seien mehr als eine Million sensibler Nutzerdaten gehackt worden, erklärte die Gruppe "Lulz Security".

Juni 2011
Die Nato ist vermutlich Opfer eines Hackerangriffs geworden. Bei der Internetseite handele es sich um den elektronischen Buchladen, über den man Nato-Veröffentlichungen beziehen könne.
Weitere Hacker-Angriffe wurden aus Brasilien bekannt, wo die Webseite des Präsidenten und andere Webseiten der Regierung vorübergehend geschlossen wurden. Dazu bekannte sich teilweise die Hacker-Organisation Lulz Security.

Juli 2011
Rund 45.000 Sammler von Tier- und Fußballbildern sind von einem versuchten Datendiebstahl beim Handelskonzern Rewe betroffen. Hacker hätten auf zwei Internetdatenbanken des Unternehmens zwei Wochen lang Namen, E-Mail-Adressen und Passwörter der Sammler einsehen können, erklärte ein Rewe-Sprecher.

Juli 2011
Die Hackergruppe No-Name-Crew greifen den Server deutscher Ermittlungsbehörden an. Medienberichten zufolge mussten das Bundeskriminalamt (BKA), alle Landeskriminalämter, der Zoll und die Bundespolizei sämtliche Server abschalten, die dazu dienen, Schwerkriminelle und Terrorverdächtige zu observieren. Auch das nordrhein-westfälische LKA ging vom Netz.

Quelle: http://www.rp-online.de/digitales/chron ... -1.2174260


Und ganz aktuell:

Nach Hackerangriff: Ebay ruft zum Passwort-Wechsel auf
http://www.tagesschau.de/wirtschaft/eba ... er100.html

oder das:

Cyber-AngriffHacker klauen Kreditkartendaten von Adobe-Kunden
http://www.wiwo.de/technologie/digitale ... 85648.html

oder das: (die Liste ist endlos!)

Dateneinbruch: Hacker stehlen 1,5 Millionen Kreditkartennummern
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/hack ... 25267.html

. . . . .also weiter: Nichts sehen, nichts hören, nichts sprechen???
Sapias, vina liques et spatio brevi spem longam reseces... carpe diem, quam minimum credula postero [Horaz]
"Sei klug, gönn dir noch ein Glas Wein ein und hoffe auf nichts weiter. ... Genieße den Tag, und vertraue möglichst wenig auf den folgenden!"
Benutzeravatar
Geigenberger
PowerUser
 
Beiträge: 1621
Registriert: Dienstag 9. Dezember 2003, 22:26

Re: Smartphone-App für T2-Med?

Beitragvon DrHJvdB » Montag 2. Juni 2014, 17:03

Lieber Herr Kollege Geigenberger,

ja: das ist eben das Problem. Hier hält sich T2med heraus. Wer -wie Sie ganz offensichtlich- es ablehnt, eine Verbindung Praxis-Internet herzustellen, kann eben völlig problemlos mit T2med arbeiten. Ich denke, das genau ist ja Ihr Wunsch.

Will man mehr, z.B. mobilen Datenzugriff, muss man eine solche Verbindung herstellen. Das geht ja nicht anders.

Es ist also die jeweilige Entscheidung des Arztes. Ich weiß allerdings von vielen Kollegen, die auch Praxisrechner mit dem Internet verbunden haben. Gottlob scheint es -im Gegensatz zu Ihren Beispielen- noch nicht zu Hacker-Eingriffen in Arztpraxen gekommen zu sein. Das mag daran liegen, dass man durch solche Einbrüche kein Geld 'klauen' kann und es insofern nicht interessant ist. Oder kennen Sie Fälle, wo Patientendaten gestohlen wurden?

Es ist und bleibt ein schwieriges Thema. Ich glaube aber, dass dieser geschichtliche Trend des Internets auch vor Arztpraxen auf lange Sicht nicht halt machen wird. Wir in Kiel sind ja nun am heftigen Arbeiten, die neue Praxis-EDV praxisreif zu machen. Dabei ist das Internet keine so wichtige wichtige Frage - bis auf die Verschlüsselung der mobilen Lösung. Die ist allerdings auch nicht sehr schwierig - das läßt sich heutzutage schon sicher machen. Wie gesagt: es geht bei uns sonst alles auch ohne Internet...

Viele Grüße aus dem sonnigen Kiel
Benutzeravatar
DrHJvdB
 
Beiträge: 1045
Registriert: Mittwoch 4. Januar 2012, 11:34
Wohnort: 24114 Kiel

Re: Smartphone-App für T2-Med?

Beitragvon doc-mue-wei » Montag 2. Juni 2014, 17:07

Moin moin
Auch bei uns in der Praxis sind alle Rechner online, seit es das Internet gibt. Es ist 3mal eingebrochen worden, aber immer durch die Tür, nicht eine backdoor
Gruss
Mü-Wei
Dr.Hermann Müller-Weinhardt
Hausarztpraxis Schulstrasse
Benutzeravatar
doc-mue-wei
 
Beiträge: 291
Registriert: Mittwoch 25. Mai 2005, 17:31
Wohnort: 27383 Scheessel

Re: Smartphone-App für T2-Med?

Beitragvon DrHJvdB » Montag 2. Juni 2014, 19:50

:D :D :D :D
stimmt! Das hatte ich ganz vergessen! Bei mir ist zweimal eingebrochen worden...über die Balkontür!
Benutzeravatar
DrHJvdB
 
Beiträge: 1045
Registriert: Mittwoch 4. Januar 2012, 11:34
Wohnort: 24114 Kiel

Re: Smartphone-App für T2-Med?

Beitragvon wahnfried » Sonntag 14. Dezember 2014, 14:30

DrHJvdB hat geschrieben:Gottlob scheint es -im Gegensatz zu Ihren Beispielen- noch nicht zu Hacker-Eingriffen in Arztpraxen gekommen zu sein. Das mag daran liegen, dass man durch solche Einbrüche kein Geld 'klauen' kann und es insofern nicht interessant ist. Oder kennen Sie Fälle, wo Patientendaten gestohlen wurden?

...worst-case-Szenario:

unzufriedener Patient mit Hacker-Fähigkeiten will dem Arzt etwas Böses. So wie manche Kriminelle gezielt "Fallen" stellen, wäre dies auch in einer Arztpraxis möglich. Das geht von zuhause aus "in Ruhe" besser. Aber nur bei bestehendem Internet-Zugang.

Man sollte sich nicht darauf versteifen, dass dies noch nicht vorgekommen sei. Wenn man erst darauf wartet, ist Ärger (und zwar dann berechtigter...) vorprogrammiert.

Insofern: kann die T2med-App nicht auf dem Apfel-Tablett o.ä. in einer Art "sandbox" laufen, die gegenüber der sonstigen App-Umgebung abschirmt?

Grüsse, Wahnfried
Benutzeravatar
wahnfried
PowerUser
 
Beiträge: 3241
Registriert: Freitag 13. Januar 2006, 23:46
Wohnort: Braunschweig

Re: Smartphone-App für T2-Med?

Beitragvon Geigenberger » Sonntag 14. Dezember 2014, 15:02

Hallo,

... ein Smartphone-Zugriff auf Patientendaten ist eine Zeitbombe!!!
Der viel gelobte sichere Weg durchs Internet (ipsec, vpn) nützt gar nix!!!

Auf dem Smartphone werden die Daten auf jeden Fall entschlüsselt, sonst könnte man diese ja auf dem Bildschirm überhaupt nicht sehen. Man muss sich nur ein weiteres Programm (App) vorstellen, das im Hintergrund läuft und alle Bildschirminformationen mitschreibt, abspeichert, verschlüsselt und irgendwann irgendwo hin sendet. Und schon ist ein fremder Dritter im Besitz von Patientendaten!

Und man kann sicher sein: Hacker kennen bessere Wege innerhalb so eines Smartphones, an die im Smartphone ja wieder entschlüsselten Daten zu kommen. Die müssen nicht den Umweg über den Bildschirm machen! Die zweigen gleich nach der Entschlüsselung der Datenströme innerhalb des Smartphones die Daten ab und schicken diese dann irgendwann weiter.
Warum wohl werden von Facebook und co. Milliardensummen für bereits verbreitete Apps ausgegeben?? Ganz sicher nicht wegen des Programmcodes! Es geht um Informationen über Milliarden von Nutzern! Patientendaten sind da sicherlich besonders wertvoll!

Und: Ja, Ja ich weiß: Heutzutage geht's nicht mehr ohne Handy, das ist die Zukunft, jeder macht's usw.
Also doch: Augen zu und durch?

A. Geigenberger
Sapias, vina liques et spatio brevi spem longam reseces... carpe diem, quam minimum credula postero [Horaz]
"Sei klug, gönn dir noch ein Glas Wein ein und hoffe auf nichts weiter. ... Genieße den Tag, und vertraue möglichst wenig auf den folgenden!"
Benutzeravatar
Geigenberger
PowerUser
 
Beiträge: 1621
Registriert: Dienstag 9. Dezember 2003, 22:26

Re: Smartphone-App für T2-Med?

Beitragvon wahnfried » Sonntag 14. Dezember 2014, 20:12

Also:
für berufliche Arbeit sowohl Tablet als auch Smartphone ohne jegliche lauschende Apps?

GEHT DAS ÜBERHAUPT???

fragend: Wahnfried
Benutzeravatar
wahnfried
PowerUser
 
Beiträge: 3241
Registriert: Freitag 13. Januar 2006, 23:46
Wohnort: Braunschweig

Re: Smartphone-App für T2-Med?

Beitragvon danspie » Sonntag 14. Dezember 2014, 21:54

Ehrlich gesagt, verstehe ich die gesamte Diskussion nicht ganz: Wenn ich unsicher bin, darf ich das Praxisnetz einfach nicht ins Internet hängen. Da sehe ich nicht den großen Vor- und Nachteil von T2med gegenüber Turbomed - warum soll T2med per se unsicherer sein? Nichtsdestotrotz macht es unter Umständen auch in diesem Szenario Sinn, ein Tablet ins Praxisnetz zu hängen (wir machen damit z.B. Fotos, haben Apps drauf, die es auf dem PC nur für teures Geld oder gar nicht gibt - wie z.B. medizinische Scores). Ohne Internet habe ich doch auch mit den Tablets kein Probem. Wenn ich das Praxisnetz allerdings für das Internet öffne, sieht die Sache anders aus, das kann man doch auf sich zukommen lassen.
Sie Herr Geigenberger oder wahnfried haben doch im Praxisnetz keine Internetverbindung. Damit fällt natürlich die Möglichkeit weg, durch ein Tablet im Hausbesuch ständig mit der Praxis verbunden zu sein - aber dafür denken sie doch nicht daran, die EDV zu wechseln? Aber u.U. ist es ja doch sinnvoll, an bestimmten Arbeitsplätzen nur mit Tablet zu arbeiten? Als Zwischenweg gibt es immer noch die Möglichkeit, nur über einen Tunnel eine Verbindung aufzubauen. Dann würde ich aber mit dem Tablet nichts anderes machen, als den Tunnel aufzubauen und die T2med App laufen zu lassen. Irgendwelche Kommunikations-Apps würde ich dann nicht installieren, mit Android (hoffentlich nahe Zukunft :-) ) würde ich dann beispielsweise Cyanogenmod installieren ohne Google-Apps. Apps mit medizinschen Scores würde ich nur installieren, wenn sie keinerlei Berechtigungen benötigen. Konkret wäre das Handy ein Hot Spot, über das ich mich mit einem Tablet mit VPN ins Praxisnetz einwähle. Ich denke, das sollte man ausreichend sicher hin bekommen - und dann spielt die Sicherheit der T2med - App aus meiner Sicht eine untergeordnete Rolle.
danspie
danspie
PowerUser
 
Beiträge: 907
Registriert: Samstag 15. Juli 2006, 07:48
Wohnort: Murnau

Re: Smartphone-App für T2-Med?

Beitragvon Geigenberger » Dienstag 16. Dezember 2014, 08:39

Guten Morgen danspie,

danspie hat geschrieben:Ehrlich gesagt, verstehe ich die gesamte Diskussion nicht ganz: Wenn ich unsicher bin, darf ich das Praxisnetz einfach nicht ins Internet hängen. Da sehe ich nicht den großen Vor- und Nachteil von T2med gegenüber Turbomed - warum soll T2med per se unsicherer sein?

Es ist schon ein Unterschied, ob ich mit einem stationären Server, den ich selber oder ein EDV-Fachmann wenigstens einigermaßen absichern kann, oder mit einem Smartphone, das mir diese Konfigurationsmöglichkeiten nicht bietet und auf dem im Hintergrund Apps laufen, von denen ich keine Ahnung habe(n kann).

Wenn dann als quasi offizieller Rat der Firma nur kommt, man soll halt Whatsup ausschalten, dann erübrigt sich jede weitere Diskussion.

Einen schönen Tag und viele Grüße ins Chiemgau!

A. Geigenberger
Sapias, vina liques et spatio brevi spem longam reseces... carpe diem, quam minimum credula postero [Horaz]
"Sei klug, gönn dir noch ein Glas Wein ein und hoffe auf nichts weiter. ... Genieße den Tag, und vertraue möglichst wenig auf den folgenden!"
Benutzeravatar
Geigenberger
PowerUser
 
Beiträge: 1621
Registriert: Dienstag 9. Dezember 2003, 22:26

Re: Smartphone-App für T2-Med?

Beitragvon danspie » Dienstag 16. Dezember 2014, 11:30

Hallo Herr Geigenberger,
Geigenberger hat geschrieben:
Es ist schon ein Unterschied, ob ich mit einem stationären Server, den ich selber oder ein EDV-Fachmann wenigstens einigermaßen absichern kann, oder mit einem Smartphone, das mir diese Konfigurationsmöglichkeiten nicht bietet und auf dem im Hintergrund Apps laufen, von denen ich keine Ahnung habe(n kann).

Ich glaube, wir sind nicht soweit voneinander entfernt. Nur können sie doch nicht T2med dafür verantwortlich machen, wenn sie mit einem Smartphone Unsinn machen. Sie können die T2med-App nutzen, um z.B. ein Tablet in der Praxis zu nutzen ohne Internet-Verbindung (da sehe ich nun gar kein Problem). Auch Turbomed ist doch nicht verantwortlich, wenn sie mit Windwos XP ohne jede Absicherung ihr Praxissystem mit dem Internet verbinden. Nun haben sie die Möglichkeit, die T2med-App auf einem unsicheren Handy zu installieren und damit ein Scheunentor zu öffnen. Wenn sie die Verbindung zulassen, gehört das Handy zum Praxisnetz und muss die gleichen Sicherheitsvorraussetzungen wie alle anderen PC auch erfüllen. Der dazu notwendige Aufwand ist aber doch ein kein Grund für ein Verbot der App! Man sollte den Einsatz einer solchen App und die Einrichtung der Geräte halt auch einem Fachmann überlassen, wenn man sich nicht so gut auskennt. Und damit schliesst sich der Kreis zu der Diskussion um sichere Internet-Anbindung des Praxisnetztwerks. Ich denke, ich habe etwas Ahnung von EDV, aber dieses Thema überlasse ich meinem EDV-Mann, auch die Anbindung von Tablets würde ich mit ihm besprechen. Dass damit Kosten verbunden sind, muss es mir Wert sein, oder ich lasse es. Und dann bekomme ich eine ähnlich sichere Situation wie mit meinem stationären Server.
Diese Verantwortung kann uns aber keiner abnehmen. Wie wäre es, eine Warnvermerk bei Installation anzuzeigen bei der Konfiguration der T2med-App, ähnlich wie bei Zigarettenwerbung - das wäre doch ein Vorschlag an T2med:
"Mit der Verbindung des Smartphones über das Internet mit dem Praxisserver gehört dieses zum Praxisnetzwerk. Haben sie eine entsprechende Risikoabschätzung durchgeführt?"
Herzliche Grüße
A. Spiegl
danspie
PowerUser
 
Beiträge: 907
Registriert: Samstag 15. Juli 2006, 07:48
Wohnort: Murnau

Re: Smartphone-App für T2-Med?

Beitragvon Geigenberger » Dienstag 16. Dezember 2014, 11:51

Hallo Herr Spiegl,

ich denke sogar, wir sind uns einig! :)

Ihre Bedenken und Warnungen stehen aber schon in einem krassen Widerspruch zu den rosaroten "Schwärmereien", die sonst immer als Antwort kommen und die KEINERLEI Problembewusstsein erkennen lassen. Tut mir leid, ich muss das so deutlich sagen!

Außerdem stelle ich es mir schon erheblich schwerer vor, ein Smartphone "sicher" zu machen als einen wohlbehüteten "indoor-Server"! Ihr Hinweis auf "Cyanogenmod" spricht in diesem Zusammenhang Bände!

Viele Grüße
A. Geigenberger
Sapias, vina liques et spatio brevi spem longam reseces... carpe diem, quam minimum credula postero [Horaz]
"Sei klug, gönn dir noch ein Glas Wein ein und hoffe auf nichts weiter. ... Genieße den Tag, und vertraue möglichst wenig auf den folgenden!"
Benutzeravatar
Geigenberger
PowerUser
 
Beiträge: 1621
Registriert: Dienstag 9. Dezember 2003, 22:26

Nächste

Zurück zu T2Med - Datensicherheit

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

    rechtliche Hinweise - Disclaimer

    Impressum:

    EWERK Medical Care GmbH
    Postadresse: Markt 16, 04109 Leipzig

    Telefon: 0341 4264977
    Fax: 0341 4264978
    Web: www.ewerk.com
    E-Mail: forum@med-support.de

    Geschäftsführer: Frank Richter, Ingo Günther
    Amtsgericht Leipzig HRB 20896