Testversion unter Linux, Präliminarien?

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Testversion unter Linux, Präliminarien?

Beitragvon saltygoose » Dienstag 20. Januar 2015, 16:31

Ich hab mir grad einen neuen gebrauchten Rechner hingestellt, (Lenovo Thinkvision mit Quadprozessor und 4GB Ram), den ich nun mit Suse-Linux 13.2 und einer 500GB-Platte für die Datenhaltung beglücken möchte.
Geplant ist, T2Med unter Suse laufen zu lassen und eine eigene Platte für die Postgres-Datenbank sowie die Datenhaltung für eingescannte Befunde, Bilder, Dicom-Daten usw. einzubinden.

Da dies ja nicht unbedingt Dinge sind, die man in 15 Minuten erledigt hat, wären ein paar Vorgaben recht praktisch. Die Installation soll ja einfachst vonstatten gehen, was aber wahrscheinlich nur auf die Windows-Version zutrifft. Die Installation unter Linux wird wohl ein wenig aufwendiger werden, da man ja doch einige Parameter unterschiedlich setzen kann.

EIn paar kleine Hinweise wären nett... :)
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Re: Testversion unter Linux, Präliminarien?

Beitragvon Meckelein » Mittwoch 21. Januar 2015, 10:40

Also ich als Linux Admin warte auch schon gespannt auf die erste Testversion. Eine Nachfrage per Mail bei T2Med vom 01.01.15 wurde leider nur sehr allgemein beantwortet, dies ist keine Kritik :) Ich kann verstehen, dass man nicht zu früh mit Details raus marschieren möchte. Nach den paar Sachen die ich bislang lesen und sehen konnte ist davon auszugehen, dass eine Webserver Software wie z.B. Apache den Zugang über einen beliebigen Browser darstellt. Die Daten werden auf dem Server in einer "lizenzkostenfreien SQL-DB" (Zitat aus der Mail) gespeichert. Auf meine Frage "Wird zwingend eine Windows Umgebung für den Server und die Clients benötigt?" wurde mit einem "ein, Windows, MAC/os und Linux sind ok, gerne auch im Mischbetrieb" geantwortet. Leider kann meine Frage und diese Antwort unterschiedlich interpretiert werden. Ich gehe aber mal davon aus, dass sowohl Client als auch Server unter Windows, MacOS oder Linux laufen können. Als Lösung hierfür würde mir wirklich nurnoch Apache einfallen. Somit ergibt sich für mich, dass lediglich ein Apache und eine SQL Datenbank installiert werden muss und hierfür die Zugriffsrechte zu setzen sind. Zusätzlich wäre noch die Frage der Datenübernahme von anderen Geräten zu klären, ich denke da u.a. an eingescannte Briefe usw. Diese können sowohl über einen Browser als auch über eine Samba Freigabe oder anderen wegen realisiert werden.

Ich selber habe momentan ein gesteigertes Interesse an T2Med und einer Installation. Daher werde ich versuchen mir Zeit frei zu räumen um mir die erste Testversion anschauen zu können sobald diese vorliegt. Natürlich gebe ich hierzu gerne meine Erfahrungen weiter. Aber installieren werde ich nach wie vor auf einem aktuellen Ubuntu Server 14.04 LTS, Suse ist mir einfach ein Graus :)
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Re: Testversion unter Linux, Präliminarien?

Beitragvon saltygoose » Mittwoch 21. Januar 2015, 14:43

Hm, auf die Idee mit Apache bin ich noch nicht gekommen. Mir war so, als gäbe es einen selbstgetrickten Client. Als DB gibt es Postgres, soviel wurde mir gesagt.
Suse ist so eine Sache, fand ich früher immer klasse, aber nachdem ich das nun gestern aufgesetzt habe, musste ich dermassen viele Merkwürdigkeiten feststellen, dass ich wohl lieber wieder wechsele. Es gibt nicht mal mehr /var/log/messages... Einen VNC-Server aufzusetzen ist mir auch nicht gelungen, alles ziemlich tricky und proprietär. Ich fühle mich schon an Windoof erinnert.
Ubuntu Server? Auch ein Idee. In letzter Zeit hatte ich immer Mint da simpel...
Wie sieht es denn mit Red Hat aus? Haben die sich auch so weit vom Standard entfernt?
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Re: Testversion unter Linux, Präliminarien?

Beitragvon Meckelein » Mittwoch 21. Januar 2015, 15:27

Suse hat mir iwie noch nie zugesagt, die machen alles immer irgendwie anders und mit Yast stand ich schon immer auf Kriegsfuss :)

RedHat, besser gesagt Fedora, wäre noch eine echte Alternative. RedHat selber gibt es so nicht mehr, das ist jetzt Red Hat Enterprise Linux (RHEL) und ausschliesslich in Verbindung mit einem Support Vertrag für Geschäftskunden erhältlich. Daher gibt es das Fedora Project, an dem auch RedHat selber mit arbeitet. Das ist quasi ein RHEL ohne Support bzw. nur aus der Community. Ist ein echt gutes Linux, aber m.M.n. eher für den Betrieb im Rechenzentrum mit Lawstverteilung usw. geeignet, dort dann aber umso besser. Hab bis vor ca. 6 Jahren noch regelmässig Fedora am laufen.

Ubuntu nutze ich, da es mittlerweile mit eine der grössten Support Communitys besitzt. Auch hat es immer eine Version mit einem Long Term Support (LTS) von 60 Monaten, das kann Fedora so nicht. Das macht es vor allem im Serverbereich unschlagbar, in meinen Augen. Ich verwende es seit ca. 10 Jahren auf meinem Webserver und im Anschluss an RedHat für meine Netzwerkserver, Daheim, Firma und bei Kunden. Ich muss aber auch gleich dazu sagen, ich bin nicht der Typ mit der Oberfläche. Das erste was auf meinen Servern läuft ist ein SSH Demon mit verbogenem Port und 4k Key File sowie dem Tool "screen". Ich arbeite ausschliesslich auf der Kommandozeile. Das einzige mal wo meine Systeme einen Bildschirm haben, ist wenn ich den USB Stick mit dem Netinstall starte :)

Über PostgreSQL würde ich mich sehr freuen. Ein selbstgestrickter Client ist in meinen Augen noch immer möglich, wieso auch nicht. Ich gehe mehr von der Serverseite aus. Ich habe verstanden, dass es problemlos ist den Server unter Windows, MacOS oder Linux zu betreiben. Daher bleibt für mich an sich nurnoch Apache übrig oder ein artverwandter http Server wie lighttpd oder Cherokee. Natürlich muss auch noch bedacht werden, dass ein komplett eigenständiger Server programmiert worden sein könnte (seltsames Deutsch, hoffe das ist richtig :).

Ich freu mich auf jeden Fall schon darauf, mal wieder mit einem neuen Stückchen Software rumspielen zu können :)
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Re: Testversion unter Linux, Präliminarien?

Beitragvon saltygoose » Donnerstag 22. Januar 2015, 22:49

Gestern habe ich Ubuntu server 14.04 installiert. Ein nettes System, nur leider komplett ohne GUI. Ein wenig X wäre schon schön.
Leider ist es mir nicht gelungen, das System mit einer grafischen Oberfläche zu beglücken, ist wohl kein Einzelfall.
Nun habe ich die Desktopversion von 14.04 installiert, welche funktioniert. Allerdings ist mir das Menu irgendwie völlig fremd, dermaßen abgeschottet.
Mit Mint und XFCE habe ich mich deutlich wohler gefühlt... Aber mal sehen, vielleicht wird das ja noch.
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Re: Testversion unter Linux, Präliminarien?

Beitragvon Meckelein » Freitag 23. Januar 2015, 07:58

saltygoose hat geschrieben:Ein nettes System, nur leider komplett ohne GUI. Ein wenig X wäre schon schön.
Leider ist es mir nicht gelungen, das System mit einer grafischen Oberfläche zu beglücken, ist wohl kein Einzelfall.


Jup, und genau deshalb ist die Server Version so gut. Sie ist schlank, performant und man kann diese genau nach seinen Vorstellungen aufbauen. Kein gefrickel mit nicht ordentlich funktionierenden Grafiktreibern, abstürzender X Oberfläche und kein System in dem man 80% der Software eh nicht verwendet, da das Gerät nur in der Ecke steht und Services zur Verfügung stellt :)
Ein Linux System wird es dadurch richtig gut, dass man als Admin die Möglichkeit hat es genau so aufzubauen wie man das möchte.

Alternativ sei auf folgenden Link verwiesen https://help.ubuntu.com/community/ServerGUI da wird etwas über die X-Server installation unter einem Ubuntu Server gesprochen. Ansonsten würde ich noch webmin empfehlen, das ist eine Verwaltungsoberfläche die über den Browser abgerufen wird. Ich selber arbeit damit nicht so viel, aber die Möglichkeiten sind schon enorm. Eine kurze Anleitung findet sich unter http://ubuntuhandbook.org/index.php/201 ... ry-ubuntu/
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