"FOS" und TurboMed-Installation

Der "TurboMed Server" läuft auch unter Linux.
Auf dem ersten Blick ein "staubtrockenes" Thema; aber mit interessanten Möglichkeiten!

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"FOS" und TurboMed-Installation

Beitragvon Geigenberger » Mittwoch 19. November 2014, 14:49

Hallo,

mit meiner Frage hier:
viewtopic.php?f=76&t=5145&start=75#p29426
bin ich wahrscheinlich ein wenig stark vom Thema abgewichen. Sorry! Außerdem wurde der "Eingangs"-Thread hier schon recht umfangreich.

Ich erlaube mir deshalb, diese Frage in einem eigenen Thread nochmal zu stellen:

Ich war immer der Meinung, dass der "FOS" (=FastObjectServer) nur die Dateien "StammDB", "DruckDB" und die wichtigste, die "PraxisDB" zur Verfügung stellt, also nur die Dateien, die in der "PtServer.cfg" genannt sind. Alle anderen Daten holt sich TurboMed unabhängig davon über eine "FileServer-Funktion" (unter Linux eben "Samba") (oder sogar lokal, wenn dies in der "local.ini" fälschlicherweise so angegeben ist - und manchmal Ursache für Fehler ist!).
Das hieße ja auch, dass z.B. eine "Peer-to-Peer" Konfiguration unter Windows nur deshalb läuft, weil sich eben noch eine TurboMed Installation auf dem (Windows-)Server befindet :?:

Das hieße weiterhin, dass der "FOS" auf so einem "Windows-Server" nicht mehr läuft, wenn man das TurboMed von diesem Server entfernt, z.B. wenn man das TurboMed Verzeichnis umbenennt :?: :?: (muss ich mal ausprobieren...)

Der FOS lief nämlich bei mir schon mal auf meinem Linux Rechner!!: (sh die Screenshots)
viewtopic.php?f=76&t=5145#p29270
TurboMed lief aber auf meinem Laptop, das auf diesen Server zugreifen wollte, nicht, obwohl die gegenseitigen Pings in beide Richtungen funktionierten und obwohl auch eine "Netzwerk-Installation" unter TurboMed, bei der ich meinen Linux-Rechner als Server angegeben habe, fehlerfrei durchgelaufen ist. Dann funktionierte der TurboMed-start aber nicht: "Zeitstempelproblem", obwohl NEU als Demo installiert.

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Re: "FOS" und TurboMed-Installation

Beitragvon elvito » Donnerstag 20. November 2014, 10:00

Hallo,

Geigenberger hat geschrieben:Der FOS lief nämlich bei mir schon mal auf meinem Linux Rechner!!: (sh die Screenshots)
http://www.vondoczudoc.de/viewtopic.php ... 145#p29270
TurboMed lief aber auf meinem Laptop, das auf diesen Server zugreifen wollte, nicht, obwohl die gegenseitigen Pings in beide Richtungen funktionierten und obwohl auch eine "Netzwerk-Installation" unter TurboMed, bei der ich meinen Linux-Rechner als Server angegeben habe, fehlerfrei durchgelaufen ist. Dann funktionierte der TurboMed-start aber nicht: "Zeitstempelproblem", obwohl NEU als Demo installiert.


ich vermute CGM löst die Lizenzkontrolle über Timestamps. D.h. solange Samba Ihnen nicht alle Ordner zur Verfügung stellt können keine Timestamps überprüft werden und demzufolge wird TM auch nicht auf den Clients starten. Bei mir wurde der FOS auch als "running" angezeigt, jedoch konnte ich auf dem Server den FOS weder anhalten noch neustarten. Das ging erst nachdem ich unser Praxisbackup auf das Sambashare kopiert hatte (vermutlich reicht es den Lizenzordner zu kopieren).

schönen Gruß
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Re: "FOS" und TurboMed-Installation

Beitragvon Geigenberger » Montag 24. November 2014, 10:38

Hallo,

"Timestamps" haben wahrscheinlich mit "Samba" absolut gar nichts zu tun:

-> Samba kümmert sich als "Dateiserver" um alle Dateien, die TurboMed außerhalb der Datenbank so braucht: z.B. Dokumente.
-> Der "FOS" kümmert sich als "Datenbankserver" um die Dateien "PraxisDB", "StammDB" und "DruckDB" <--> "ptserver.cfg" !!!

Timestamps werden von TurboMed benutzt, um das "Zusammenpassen" der "PraxisDB" mit der TurboMed-Lizenz zu überprüfen!!! Hat also nichts mit Samba und einem Dateiserver zu tun!
---> viewtopic.php?f=76&t=5145&start=105#p29517

Die Installation des FOS auf meinem Kubuntu-Rechner läuft! : viewtopic.php?f=76&t=5145&start=45#p29324
Und TurboMed greift darauf zu!!!!!
Denn wenn ich den "FOS" auf meinem Kubuntu-Rechner beende, dann kommt die Meldung, dass der Server nicht läuft.
Wenn ich den "FOS" starte, habe ich das "Zeitstempelproblem", das aber auf gar keinen Fall "Linux-spezifisch" ist, weil es auch in einer reinen Windows-Umgebung auftritt!

Die Lösung ist also wirklich sehr nahe! Man muss den Client nur dazu bringen, mit der "PraxisDB" auf dem Linux-Rechner "freundschaftlich" zusammenzuarbeiten. Daten gibt mein Linux-"FOS"-Server also schon aus. Diese "gefallen" nur dem Windows-Client nicht.

Eine schöne Woche!
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Re: "FOS" und TurboMed-Installation

Beitragvon elvito » Montag 24. November 2014, 12:50

Hallo,

Geigenberger hat geschrieben:Hallo,

"Timestamps" haben wahrscheinlich mit "Samba" absolut gar nichts zu tun:

-> Samba kümmert sich als "Dateiserver" um alle Dateien, die TurboMed außerhalb der Datenbank so braucht: z.B. Dokumente.
-> Der "FOS" kümmert sich als "Datenbankserver" um die Dateien "PraxisDB", "StammDB" und "DruckDB" <--> "ptserver.cfg" !!!

Timestamps werden von TurboMed benutzt, um das "Zusammenpassen" der "PraxisDB" mit der TurboMed-Lizenz zu überprüfen!!! Hat also nichts mit Samba und einem Dateiserver zu tun!
---> http://www.vondoczudoc.de/viewtopic.php ... 105#p29517


Timestamps haben auch mit Samba nichts zu tun, aber Sie brauchen Samba damit der Client sie sehen kann. Wahrscheinlich werden die Timestamps bei der Anmeldung des Clients von selbigem überprüft und nicht vom Server. Hierfür muss natürlich Samba laufen, woher sollte der Client sonst die Zeitstempel von z.B. der PraxisDB wissen um Sie mit seiner Lizenzdatei vergleichen zu können? Ohne Samba kann der Client ja noch nicht einmal sehen ob beim Server überhaupt eine Lizenzdatei vorhanden ist. Ich glaube kaum dass das alles über den FOS allein gemanaged wird.

Geigenberger hat geschrieben:Die Lösung ist also wirklich sehr nahe! Man muss den Client nur dazu bringen, mit der "PraxisDB" auf dem Linux-Rechner "freundschaftlich" zusammenzuarbeiten. Daten gibt mein Linux-"FOS"-Server also schon aus. Diese "gefallen" nur dem Windows-Client nicht.


Ich weiß jetzt nicht ob bei Ihnen Samba läuft.... klingt aber eher nicht so. Haben Sie auf Ihrem Kubuntu Samba eingerichtet und können lesend und schreibend auf den Turbomedordner vom Win Client aus zugreifen? Wenn "Ja" und Sie haben immer noch ein Timestamp Problem, dann müssen wir weiter schauen. Wenn "Nein" probieren Sies doch einfach mal mit laufendem Samba (so wie es auch von CGM selbst in der Installationsanleitung beschrieben ist). u.U. erübrigt sich dann jede weitere Diskussion. Überprüfen Sie unbedingt auch ob die Timestamps auf Ihrer Sambafreigabe identisch mit denen Ihrers Backups bzw. Produktivsystems sind.

Was passiert denn wenn sie unter einer Windowsumgebung die Dateifreigabe des TM Ordners beenden? Haben Sie das inzwischen mal ausprobiert? Nach Ihrer Theorie müsste ja dann TM zumindest starten solange der FOS läuft... Man könnte mal die Kommunikation zwischen Client und Server beim Anmeldevorgang mit Wireshark mitschneiden und schauen wie der Anmeldevorgang zwischen Server und Client ausgehandelt wird.

schönen Gruß
elvito
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Re: "FOS" und TurboMed-Installation

Beitragvon Geigenberger » Montag 24. November 2014, 14:05

elvito hat geschrieben:Hallo,
Timestamps haben auch mit Samba nichts zu tun, aber Sie brauchen Samba damit der Client sie sehen kann. Wahrscheinlich werden die Timestamps bei der Anmeldung des Clients von selbigem überprüft und nicht vom Server. Hierfür muss natürlich Samba laufen, woher sollte der Client sonst die Zeitstempel von z.B. der PraxisDB wissen um Sie mit seiner Lizenzdatei vergleichen zu können? Ohne Samba kann der Client ja noch nicht einmal sehen ob beim Server überhaupt eine Lizenzdatei vorhanden ist. Ich glaube kaum dass das alles über den FOS allein gemanaged wird.

Hallo elvito,

... ich glaube, es ist anders 8)

TurboMed kann ja in zwei verschiedenen Modi laufen:
Als Einzelplatzversion und als Mehrplatzversion. In der Einzelplatzversion muss der Zugriff auf die (z.B.) PraxisDB natürlich möglich sein und wenn diese "PraxisDB" auf einem Datei(!!!)-server liegt, dann müssen entsprechende Lese- und Schreibrechte gesetzt sein (z.B. mit Samba).
Als Mehrplatzversion fragt der Client (=entfernter Windows-Rechner) den "FOS" (Datenbank(!!!)-Server nach den Daten. Dem Client selber ist es völlig wurscht, ob er das Datenbankfile (z.B. die PraxisDB auf dem Server-PC) "sehen" kann oder nicht, denn darum kümmert sich ja der "FOS" des Server-PC.

elvito hat geschrieben:Ohne Samba kann der Client ja noch nicht einmal sehen ob beim Server überhaupt eine Lizenzdatei vorhanden ist.
... muss er ja auch nicht sehen. Für die Funktion des "FOS" ist ein direkter Dateizugriff des Clients auf den Server-PC nicht nötig, für den Zugriff auf alle anderen Daten ( Bilder, Briefe usw.) natürlich schon! ... glaube ich :|

Timestamps sind in diesem Zusammenhang etwas anderes: Timestamps sind tief in der "PraxisDB" "verborgen" und haben mit den nach außen sichtbaren Dateiattributen (und damit mit dem Samba-Datei(!)-Server) absolut nichts zu tun. Sonst könnte es ja nicht sein, dass die "Zeitstempelmeldung" auch auf Windows-Rechnern mal auftritt, mal nicht, je nachdem, ob die "PraxisDB" zur TurboMed-Lizenz(!) passt oder nicht. Wenn ich nur die Praxis-DB austausche, kommt mal diese "Zeitstempel-Meldung" und mal nicht, obwohl die getauschten Dateien auf Dateiebene gleiche Zufriffsrechte haben!
sh. da: viewtopic.php?f=76&t=5145&start=105#p29517 :

Meine Beobachtung: Das Zeitstempelproblem kann man reproduzierbar erscheinen und verschwinden lassen: Nur wenn die Lizenz (bintab.dat) mit der PraxisDB zusammenarbeitet, zu der diese PraxisDB erstmals "erstellt" worden ist (erster Programmstart), dann gibt's kein Zeitstempelproblem, kopiert man eine PraxisDB, die zu einem anderen Zeitpunkt aber mit derselben Lizenz(!) erstellt wurde in das Programm ein, dann erscheint das Zeitstempelproblem.

Geigenberger hat geschrieben:Die Installation des FOS auf meinem Kubuntu-Rechner läuft! : viewtopic.php?f=76&t=5145&start=45#p29324
Und TurboMed greift darauf zu!!!!!
Denn wenn ich den "FOS" auf meinem Kubuntu-Rechner beende, dann kommt die Meldung, dass der Server nicht läuft.
Wenn ich den "FOS" starte, habe ich das "Zeitstempelproblem", das aber auf gar keinen Fall "Linux-spezifisch" ist, weil es auch in einer reinen Windows-Umgebung auftritt!

Der "FOS"-Server läuft also! Und TurboMed hat Kontakt mit ihm. Auch ohne Samba. Wir sind soooo knapp davor! Nur ein kleiner "Schubser" fehlt noch. Denn eigentlich geht es "nur" noch um das TurboMed-eigene Lizenz-Handling.
Und noch was: Auf dem Server muss gar kein "TurboMed"-Verzeichnis sein. Sie können die Datenbank-Files wie sie in der "ptserver.cfg" hinlegen, wo sie wollen. Der FOS arbeitet "autark" entsprechend der Konfiguration in den beiden Dateien "ptserver.cfg" und "poet.cfg". Der "FOS" muss allerdings schon auf diese in den Konfigurationsdateien angegebenen Datenbankfiles lesend und schreibend zugreifen können.

Viele Grüße
A. Geigenberger

(aber wie gesagt: Habe nur EDV-"Halbwissen" eines Mediziners und kann natürlich auch falsch liegen: Weiß das alles jemand genauer?)
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