Geschwindigkeitseinbuße von Turbomed im Netzwerk

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Geschwindigkeitseinbuße von Turbomed im Netzwerk

Beitragvon Kollaps » Dienstag 13. Juni 2017, 16:51

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
seit zwei Jahren, nach Umstellung auf vier neue Workstations mit Windows 8.1 pro, drei Terminals, die an einem Server, der unter Server 2008 R2 Foundation läuft, haben wir massive Geschwindigkeitseinbußen, die ein normales Arbeiten tageweise sehr behindern (bis zu 50 Sekunden "dreht" die Windows-Sanduhr, in Turbomed kann dann nicht gearbeitet werden). Der Dienstleister vor Ort hat viel probiert und ist ratlos, ein Netzwerkexperte hat einige Fehler behoben (siehe unten), sodass das System bis vor 2 Monaten fast ein Jahr lang "recht rund" lief. Jetzt ist wieder alles beim alten, auch der Netzwerker weiß nicht mehr weiter.

Die Protokolle zeigten, dass sich unsere Rechner komplett langweilen, sowohl die Windows-8.1-Desktops wie auch der Server sind schnell genug.
Alle unten aufgeführten Versuche brachten 2017 nichts mehr. Die Probleme bestehen übrigens nur beim Arbeiten in Turbomed, alle anderen Programme sind nicht betroffen. Regelmäßig hatten wir jeweils einige Tage Probleme nach dem Aufspielen von Turbomedupdates, die sich dann wieder von selbst besserten.

Wer weiß Rat ?

bisher gemacht:
1. Datenbankreorganisation gemacht eine Datensicherung erfolgen.
2. intermittierend Reset des Routers und des Switches gemacht
3. Befehl netsh interface tcp set global autotuning=disabled auf DOS-Ebene laufen lassen, um zu verhindert, dass unbemerkte Windowsupdates den Netzwerkzugang des Rechners neu regeln
4. öfter schon ein Reset des TCIP-Protokolls durchgeführt (an den Workstations)
5. Karteikarte auf 30d begrenzen
6. alte Terminplanereinträge raus
7. Protokolldatei(en) des Servers zeigten, dass der Server stark durch automatische Updateversuche (WindowsUpdates) der Rechner belastet wird - wurde abgestellt
- IP V6 ausgeschaltet
- Domainserver richtig ausgeschaltet
- Netzwerktreiber auf allen Rechnern aktualisiert
- ifox abgeschaltet
- Energiesparfunktionen auf Win und auf Netzwerkkarte abgeschaltet
- auf Terminal darf kein Bildschirmschoner laufen, da zu viele Resourcen frisst
- Server nachts laufen lassen, da Windows dann Wartungsprozesse ausführt => das bringt nichts
- Konfiguration von Windows überprüft und bereinigt
- Umstellung, dass jeder Anwender auf eigenem Benutzerkonto arbeitet, hat nichts gebracht
- fast alle Netzwerkkabel zu den Rechnern (nicht zu den Druckern) und am Switch ausgetauscht (kein Erfolg)
- Netzwerkkabel durchgemessen - eines war nicht ok, wurde stillgelegt
- 7/15 neuen Switch, dessen Logdateien ausgelesen werden können, installiert (kein Erfolg)
- 9/15 wurde der Router als zentrales Netzwerkelement ausgeschaltet (DME-Server oder so – der Router kann zwar im Netzwerk die einzelnen Rechner mit ihrer IP-Adresse versehen und damit die Datenpakete an die Rechner durchreichen, aber nur rudimentär und langsam => nichts gebracht
- nachdem auf VoIP umgestellt worden war und ein neuer Router ins Netz eingebunden worden war => extremer Geschwindigkeitsverlust Grund: der Server hat ständig versucht, sich auf den Router aufzuwählen => wurde behoben
- Grundeinstellungen/Anzeige/Behandlungsfall/VitaX ausgestellt
- CGM Connect (ehemals telemed.net) braucht Bandbreite => abgeschaltet
- Verzeichniseinstellungen bereinigt (wo Formulare etc liegen - waren bei uns etwas konfus)
- Clear-Type-Text aktiviert
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Re: Geschwindigkeitseinbuße von Turbomed im Netzwerk

Beitragvon EWERKER » Dienstag 13. Juni 2017, 20:05

Bei den ganzen Dingen, die dort versucht wurden und ggf. auch "verstellt" wurden, fällt es extrem schwer einen Tipp zu geben. Vermutlich hat das System "Läuse und Flöhe". Die entscheidenden Sachen sehe ich nicht: Messung Netzwerkperformance, IOPS, Plattenperformance (lokal). AD und TM auf der gleichen Platte?

Da müsste man mal gründlich schauen. Wer hat denn diese ganzen Sachen versucht?
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Re: Geschwindigkeitseinbuße von Turbomed im Netzwerk

Beitragvon nmndoc » Dienstag 20. Juni 2017, 18:44

... etwas stochern im Nebel ... mit einer guten Chance dass man dabei (moch mehr) Fehler einbaut, die dann im Nachhinein Probleme machen, selbst wenn das ursprüngliche Problem behoben ist.
zB so Dinge wie "Router als zentrales Netzwerkelement ausgeschaltet" ... wie/was? ;-) Also: Zentrales Gerät, das bei Ihnen Pakete verteilt sollte der (GBit-)Switch sein (und zwar nicht der im Router). Ich würde am Router aber auch nicht einfach rumspielen - weil es gibt ja schon einen Grund weshalb man den hat ... wenn aber Pakete zwischen Client/Server beim Router landen, ist eh schon etwas komplett falsch.

Dabei fehlen die wichtigsten Infos, um systematisch den Fehler einzugrenzen:

- Wenn Sie TM direkt auf dem Server verwenden - haben Sie dann die gleichen Probleme, oder läuft es da schnell(er)?
- Server: welche Hardware: speziell - welche Festplatten (SSD oder HDD, RAID ja oder nein - ggf. welches 1/5/6/...)?
- Ebenso Clients (sind das PCs oder ThinClients? Dass Bildschirmschoner zu viel Resourcen braucht hatte ich bisher noch nicht ...)
- Welche "anderen Programme" laufen denn flüssig?
- Ifap auf jedem Platz lokal installiert, oder als Netzwerkinstallation auf dem Server?
- Verwenden Sie HzV?
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Re: Geschwindigkeitseinbuße von Turbomed im Netzwerk

Beitragvon Macros » Samstag 1. Juli 2017, 09:32

Moin,

und in meinen Augen fehlt bei dem ganzen eine der zentralen Fragen:
Ist der Virenscanner richtig konfiguriert? Sind die Ausnahmen, ohne die Liste zu kennen, für:
Ordner
Dateien
Endungen
Prozesse

erstellt und eingetragen?
Gerade wenn es nach einem Update erst einmal schlechter geht wie vorher, könnte das einer der Gründe sein.

Ansonsten natürlich die üblichen Fragen:
Was für ein Server?
Was für Platten`?
Wie sind die iOPs?
usw.

Und, ohne ihnen zu nahe zu treten, da ist beim Lesen viel Müll gemacht worden...

Gruß
J
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Re: Geschwindigkeitseinbuße von Turbomed im Netzwerk

Beitragvon Forti » Sonntag 2. Juli 2017, 22:11

Flow Control überall deaktiviert (Switches, Treiberoptionen usw.)?
Hat mich mal 2% der Pigmentierungskraft meiner polaren Keratingeneratoren gekostet (1 x TM, 1 x was Anderes).

In einem anderen Fall war es mal ein Broadcom-Netzwerkadapter in einem Dell-Server, dessen automatisch gefundener Treiber nicht wollte. Ein 20-Euro-Intel-Adapter war die Lösung :)
Forti
 
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