TurboMed Netzwerk für Dummies (Teil 2)

Egal, ob Sie nur von "Windows XP" auf eine aktuelle Windows-Version umstellen wollen, einen neuen Arbeitsplatz brauchen oder sich Ihr Praxis-Netzwerk selber einrichten wollen: Es ist viel leichter als Sie denken! - - - Hier finden Sie viele Tips zum "Do it yourself" !

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TurboMed Netzwerk für Dummies (Teil 2)

Beitragvon Geigenberger » Donnerstag 2. Oktober 2014, 10:56

.

Gleich vorweg: ein Client Betriebssystem (Windows 7 / 8 / 8.1) als Datenbank-Server zu nutzen, ist möglicherweise lizenzrechtlich nicht erlaubt. Eine entsprechende Diskussion und weitere Links finden Sie hier: http://www.vondoczudoc.de/viewtopic.php ... 436#p32039
Bevor Sie also diese Anleitung hier nutzen, erkundigen Sie sich bitte über die Rechtslage. Bitte verwenden Sie im Zweifel lieber ein Server-Betriebssystem von Microsoft!! (oder Linux :wink: )


TurboMed Netzwerk-Installation für Dummies (Teil 2: Netzwerk und Windows-XP Upgrade)

Hallo,

nachdem mein Artikel "TurboMed Installation für Dummies" [ http://www.vondoczudoc.de/viewtopic.php?f=11&t=4438 ] auf ziemliches Interesse gestoßen ist, wage ich mich jetzt auch gerne nochmal einen Schritt weiter. Und es ist tatsächlich ein kleines Wagnis, da ich erstens nicht so ein versierter TurboMed-Kenner bin, wie so manch andere User hier, und weil das folgende Kapitel schon ein wenig komplizierter ist als lediglich einen Arbeitsplatz zu duplizieren: Beim Duplizieren eines Arbeitsplatzes hantiert man nämlich nicht direkt mit seinen Praxisdaten (Datei: "PraxisDB" oder Ordner: "Dokumente" ), beim Aufsetzen eines eigenen Servers schon.

Gleichzeitig beschreibt dieser Beitrag, wie man sein Praxisnetzwerk mit all seinen Rechnern incl. Server vollständig auf neuere Betriebssystem-Versionen umstellt, um das "veraltende" "WindowsXP" abzulösen und zu ersetzen. Auf spezielle Server-Betriebssysteme kann ich nicht eingehen, weil ich keines habe; "Normale" "Windows7" Versionen genügen völlig!

Schön wäre es,wenn diese „Anleitung“ ein wenig den Charakter eines „Gemeinschaftsprojektes“ bekommen könnte. Deshalb gleich hier zu meine Bitte an die vielen Spezialisten in diesem Forum: Bitte teilen Sie mir mit, wenn Sie hier Fehler finden oder zusätzliche Anmerkungen für erforderlich halten. Ich werde diesen Anfangsthread immer wieder editieren, ergänzen und verbessern, wenn ich von Ihnen weitere Hinweise bekomme.

Und noch etwas vorweg: Machen Sie stets sorgfältige Datensicherungen Ihrer TurboMed Daten, wenn Sie an die Daten Ihres Servers herangehen!!! Selbst kleine Fehler können, wenn keine Datensicherungen vorhanden sind, fatal sein. Wie schnell hat man eine Datei "verschoben" statt "kopiert" oder gar versehentlich gelöscht oder überschrieben! Und ich möchte hier im Vorfeld auch gleich betonen, dass ich keinerlei Verantwortung für Datenverluste übernehme, die evtl. auftreten können, egal ob es sich dabei um Fehler handelt, die Sie selber machen oder um Fehler, die in dieser Beschreibung vielleicht durchaus vorhanden sein können. Wenn Sie also ein neues TurboMed Netzwerk aufbauen, dann tun Sie das bitte erst einmal parallel zu einer bereits bestehendem TurboMed-Installation in Ihrer Praxis. Testen Sie dann Ihr Werk in Ruhe z.B. zu Hause und arbeiten Sie bitte dann erst mit dieser Konfiguration in Ihrer Praxis, wenn wirklich alles "rund" läuft.

So! Genug der ernsten Worte! Ich möchte Sie ja ermutigen, selber wieder "Herr über Ihre Computer" zu werden und Sie nicht verschrecken. Denn auch die Installation eines vollwertigen Netzwerkes ist gar nicht so schwierig und wirklich keine Hexerei. Wie ich schon sagte, bin ich selber wirklich kein Computerspezialist, vieles habe ich mir mit "trial and error" aneignen müssen und sicher sehr vieles blieb auch bei mir nur "Halbwissen". Aber vielleicht ist das ja gerade der Grund, warum mein erster "Dummy"-Artikel so große Beachtung findet, denn ich kenne das Problem:
Geigenberger hat geschrieben:... Wem ist es nicht schon so ergangen: Man steht bei der Lösung eines Problems vor einer (eigentlich) winzigen Hürde und kommt alleine einfach nicht drüber. Nur ein kleiner „Schubser“ würde genügen - und schon ginge es weiter.

Auch für den Begriff "Dummies" möchte ich mich jetzt im Vorfeld bereits erneut entschuldigen:
http://www.vondoczudoc.de/viewtopic.php ... =15#p24606

Ich gehe also davon aus, dass Sie meinen ersten Dummy-Artikel kennen. http://www.vondoczudoc.de/viewtopic.php?f=11&t=4438 Sie haben also in der Praxis jede Menge Arbeitsplätze herumstehen (hat ja auch Spaß gemacht und kaum etwas gekostet, diese zu generieren!) Ein Problem bleibt Ihnen aber vielleicht: Eigentlich wollten Sie ja von "Windows-XP" weg. Mit Ihren Arbeitsplätzen ist ihnen das ja schon gut gelungen .... aber der Server!! Den haben Sie ja immer noch auf dem alten "XP-Stand". Oder Sie arbeiten nur mit einer Einplatzversion und hätten eben doch ganz gerne weitere PC's in der Praxis. Auch dafür kann dieser Artikel wertvoll sein! Und Sie haben sich vielleicht bisher gescheut, Ihren EDV-Berater anzurufen, denn wenn der eine rauchen geht oder auch nur 'mal auf die Toilette muss, …. („Stunden bringen Geld“ ist ein beliebter Dienstleister-Spruch)

Was also tun?? ... ja genau! Selber machen!

1. Kaufen Sie sich einige Computer, aber bitte - ich wiederhole mich - nicht die neuesten „High-Tec-Modelle“!! Ein ganz einfacher Rechner reicht und lassen Sie sich bitte nicht von den verächtlich grinsend hochgezogenen Augenbrauen Ihres „EDV-Partners“ wegen des „billigen Zeugs“ irritieren! In letzter Zeit verwendete ich - auch für befreundete Kollegen - mehrmals schon "wiederaufbereitete" Rechner von http://www.pollin.de . Diese sind innen "wie neu", Markengeräte und enthalten bereits eine Windows 7 Lizenz (!!!) - und dies alles für 150,00 bis 250,00 Euro pro Rechner! Suchbegriff auf der Pollin-Webseite: " Refurbished "
(Zum Thema, ob man derartige PC's wirklich guten Gewissens empfehlen kann, lesen Sie bitte hier: http://www.vondoczudoc.de/viewtopic.php ... 461#p28435 )

2.
Gehen Sie genau so vor, wie in meinem Dummy-Artikel beschrieben, und klonen Sie einen Arbeitsplatz Ihres bestehenden Netzwerks oder auch - wenn Sie nur eine Einplatzanlage haben - Ihren Einzelplatzrechner. Zunächst geht es ja nur darum, eine lizenzierte TurboMersion auf Ihre neuen Rechner zu bringen. Beachten Sie das Vorgehen des Dummy-Artikels genau: Also starten Sie die installierte Demo-Version nicht "vorab". Natürlich könnte man auch die Demo-Version durch geschicktes Einkopieren der BINTAB.DAT und richtiges Handling der "Lizenz-Datei" zu einer Vollversion machen. [1] Dies birgt aber einige Fehlermöglichkeiten, weshalb ich das schlichte Kopieren des gesamten TurboMed-Ordners für einfacher halte. Geben Sie bei der Neuinstallation Ihres Windows-Betriebssystems jedem Rechner einen anderen Namen (und schreiben Sie diesen Namen auf das PC-Gehäuse und auf einen Zettel) und ebenso eine "individuelle" IP-Adresse. Beachten Sie bitte unbedingt auch die Hinweise meines ersten Dummy-Artikel im Hinblick auf die Vergabe der "IP-Adressen"!

Arbeiten Sie bitte auch den Abschnitt 3: "Verbrüdern Sie Ihren neuen Rechner mit dem Praxisnetzwerk" genau durch!!! Wenn Sie Probleme haben, Ihr Netzwerk und die Netzwerkfreigaben zu machen, wenden Sie sich vielleicht nochmal an Ihren bereits bekannten EDV-bewanderten Schüler.

3. Und nun muss ich mit Ihnen einen kleinen Ausflug in die "Netzwerk- und Servertheorie" machen. Aber keine Angst, ist nicht so schwierig - ich hab's ja auch verstanden!

Wenn Sie mit TurboMed im Einzelplatzbetrieb arbeiten, dann greift das Programm TurboMed "direkt" auf die Datenbank-Dateien "PraxisDB", "StammDB" und "DruckDB" zu und liest die benötigten Daten aus diesen Dateien. Wenn Sie im Mehrplatzbetrieb mit TurboMed arbeiten, dann arbeitet auf Ihrem Server ein eigenständiges Programm, nämlich das Datenbank-Programm "FastObjectsServer.exe" („FOS“ - früher Poet-Server genannt), das seine Daten ebenfalls von den genannten Dateien bezieht. Die einzelnen TurboMed-Rechner greifen aber im Mehrplatzbetrieb(!) nicht mehr "direkt" auf diese drei genannten Dateien zu, sondern wenden sich an den Server und dort an das Datenbank-Programm, also an den FastObjectsServer, der dann die Daten an die Arbeitsplatzrechner liefert. Deshalb müssen Sie auch dem "FastObjectsServer" „sagen“, wo diese Dateien sind. Dies geschieht in den Konfigurations-Dateien "Poet.cfg" und "PtServer.cfg". Den einzelnen TurboMed-Rechnern müssen Sie also nur den Namen des Servers "sagen". Der Server kümmert sich dann selber darum, woher er die Daten bezieht und „liefert sie aus“, wenn die Daten von den Arbeitsplätzen angefordert werden. Ihr TurboMed Programm kann sowol im Einzelplatzbetrieb arbeiten als auch im Mehrplatzbetrieb, je nach Einstellung in der "local.ini" (Näheres folgt gleich!)

... soviel erstmal zu den theoretischen Hintergründen.

4. Wenn Sie also die oben beschriebenen Arbeiten alle gemacht haben, TurboMed also geklont haben, dann trennen Sie am besten alle Ihre "neuen" Rechner vom Praxisnetz, nehmen diese neuen PC's mit nach Hause, gehen in Ihren "Bastelkeller" und stöpseln die Rechner wieder zusammen. Einen zweiten Switch haben Sie ja sicherlich zwecks "Ausfallsicherheit" in Ihrer Praxis jederzeit zur Hand! (oder??) Kopieren Sie sich auch noch von Ihrem Server in der Praxis die Ordner "PraxisDB" und "Dokumente" auf eine externe USB-Festplatte. Sie haben dann gleichzeitig eine gute und beruhigende Sicherung Ihrer Praxisdaten und sie können in diesem „Bastelkeller“ ganz, ganz sicher sein, dass Sie Ihr Praxisnetzwerk unangetastet lassen!

Kopieren Sie nun diese zwei Ordner (Dokumente und PraxisDB) von Ihrer externen Festplatte (also die Dateien, die Sie vorher von Ihrem „noch“ aktuellen Praxisserver kopiert haben) auf den „zukünftigen“ Server in das vorhandene TurboMed-Verzeichnis. Die vorhandenen beiden Dateien benennen Sie vorher einfach um: Dokumente → Dokumente_xx und PraxisDB → PraxisDB_xx . Die neu einkopierten Dateien, also die Dateien mit den echten Daten von Ihrer Praxis, müssen Sie nun im Netzwerk „freigeben“. Am Ende Ihrer Bemühungen sollten also diese beiden Verzeichnisse in Ihrem gesamten Netzwerk "zu sehen" sein. Die Freigaben machen immer wieder Probleme: Hilfreich ist es, wenn Sie auf allen Rechnern Ihres Netzwerkes mit dem selben Benutzer arbeiten (z.B. Benutzer "Praxis"), die Überall das gleiche Zugangspasswort haben! Natürlich muss auch der Name der Arbeitsgruppe auf allen Rechnern der gleiche sein. (sh. dazu den ersten Dummy-Artikel - man sucht sich nach einem Fehler "zu Tode" wenn man dies vergisst!!)

Nachdem Ihre „Bastelkeller-Rechner“ ja aus einem „Klonvorgang“ Ihrer Arbeitsplatz-Rechner in der Praxis entstanden sind, sollte das Problem „Lizenz-einspielen“ nicht existent sein! (Ansonsten: Suchfunktion dieses Forums! Stichworte: "bintab.dat" und/oder "Lizenz")

Wenn Sie nun alle diese Rechner der Reihe nach einschalten ohne aber das Programm TurboMed selber zu starten, dann sollten Sie auf allen Rechnern die auf dem neuen Server freigegebenen Verzeichnisse "Dokumente" und "TurboMed" "sehen" und problemlosen lesenden und schreibenden Zugang auf diese Dateien des zukünftigen Servers haben. Wenn Sie noch nie Computer zu einem Netzwerk verbunden haben, nehmen Sie am Besten Ihren EDV-bewanderten Schüler mit in Ihren Bastelkeller und spendieren Sie ihm ein gutes Glas Whisky – und er wird Ihnen gerne und sehr leicht helfen können - er kennt das alles wahrscheinlich nämlich bestens von seinen nächtlichen LAN-Parties!

5. Nun müssen Sie einen Ihrer Rechner zum "Server" machen. Dazu bearbeiten Sie die Datei "local.ini". diese Datei finden Sie unter "C:\TurboMed\Programm\local.ini". Wenn Sie nur "C:\TurboMed\Programm\local" finden, also ohne das „.ini“, dann schneidet Ihnen Ihr Rechner die Dateierweiterungen weg, was immer wieder sehr verwirrt. Stellen Sie in diesem Fall Ihr Windows am besten um: Zu finden hier: "Systemsteuerung\Darstellung und Anpassung" und dort "Ordneroptionen - Ansicht" (das Häkchen Erweiterungen bei bekannten Dateitypen wegnehmen)

Innerhalb dieser local.ini Datei finden Sie ziemlich am Ende folgenden Abschnitt:

...
Lizenz zuerst auf Server suchen={nein}
Mehrplatzbetrieb={ja}
Pfad={C:\TurboMed}
Server={BigBoss}
Serverpfad={<nicht gesetzt>}
Serverport={<nicht gesetzt>}
...


Nur zwei Schritte sind nun für die Umstellung Ihres Computers zum Server erforderlich:

A) In der Zeile Mehrplatzbetrieb muss {ja} stehen und in der Zeile Server {der Computername Ihres Servers}. Diese Einstellung sollte auf allen Ihren Rechnern gemacht werden, identisch sein und der Servername exakt richtig geschrieben sein!!!

B) Der "Fastobject-Server" muss als Dienst gestartet werden.

Punkt B kann ein wenig "tricky" sein. Das Server-Programm kann sich nämlich an zwei verschiedenen Stellen auf Ihrer Festplatte befinden, je nachdem, ob Sie mit einem 32-Bit oder 64-Bit System arbeiten. [2]
Bei 32-Bit Systemen ist es da: C:\TurboMed\Programm\FastObjectsServer.exe .
Bei 64-Bit Systemen ist es da: C:\TurboMed\Programm\FastObjects64\FastObjectsServer64.exe

Ich erwähnte ja schon, dass Sie natürlich auch dem Server-Programm "sagen" müssen, wo welche Daten sind. Dazu existieren zwei Konfigurations-Files: Poet.cfg und PtServer.cfg. Sollten diese beiden Files nur in einem Verzeichnis zu finden sein, dann kopieren sie diese vorsichtshalber einfach in beide Verzeichnisse – schadet ja nicht! Mein Server hat ja den Namen "BigBoss", deshalb steht in der Poet.cfg:

# Diese Datei wird von TurboMed automatisch generiert
[]
license=xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx
oqlODMG12=true
useCheckSum=false
[servers\PraxisServer]
name=BigBoss
[servers\StammServer]
name=BigBoss
[servers\DruckServer]
name=BigBoss

und in der PtServer.cfg steht:

[]
databaseDirectory=C:\TurboMed
indexConvert2DupTree=1
[servers\ptserver]
activationKey=xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx
useLicenses=PraxisServer
concurrencyLevel=5
[servers\ptserver\licenses\PraxisServer]
key=xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx

[schemata\PraxisDict]
name=C:\TurboMed\Dictionary

[databases\PraxisDB]
name=C:\TurboMed\PraxisDB

[databases\PraxisBackup]
name=C:\TurboMed\PraxisDB\Backup

[schemata\StammDict]
name=C:\TurboMed\Dictionary

[databases\StammDB]
name=C:\TurboMed\StammDB

[databases\StammBackup]
name=C:\TurboMed\StammDB\Backup

[schemata\DruckDict]
name=C:\TurboMed\Dictionary

[databases\DruckDB]
name=C:\TurboMed\DruckDB

Bearbeiten Sie diese Dateien in dem Verzeichnis, das zur „Bit-Version“ Ihres Betriebssystems passt (s.o.).

Sie sehen schon, dass die Pfade in diesen Konfigurationsdateien identisch sind mit den Pfaden in Ihrer „local.ini“. Wenn man seine Datenbank-Dateien auf einer gesonderten Festplatte haben möchte (z.B. auf einer SSD: tolle Sache! Sie werden staunen, wie schnell plötzlich auch ein schon etwas betagterer Rechner plötzlich ist!!), dann ändern sich natürlich diese Pfade. Belasten Sie sich mit diesem Thema aber bitte vorerst noch nicht! Diese Anleitung bezieht sich auf die Verzeichnisstruktur, die von TurboMed per Installations-DVD vorgegeben sind.
Falls später eventuelle „Pfadfehler“ auftreten sollten (z.B. bei der Datensicherung!!) ist wichtig, dass Sie sich nochmal vor Augen halten: Der FastObject-Server greift auf die Daten zu, die in den genannten zwei Konfigurationsdateien genannt sind, das Programm TurboMed auf die Pfade, wie sie in der „local.ini“ stehen.

6. Nun können Sie den Fast-Object-Server, also das „exe.File“ starten.
C:\TurboMed\Programm\FastObjectsServer.exe oder wie oben beschrieben:
C:\TurboMed\Programm\FastObjects64\FastObjectsServer64.exe
Klicken Sie diese Datei einmal mit der rechten(!) Maustaste an und starten sie das Programm "als Administrator". Es kann eine kleine Weile dauern, dann erscheint in der Basisleiste ganz rechts unten am Bildschirm "rot-blaues F" . Dieses klicken Sie ebenfalls an und es öffnet sich eine Textdatei, die etwa so aussieht:

Set the Screen Buffer Size to 100 kBytes.
Using C:\Windows\WinSxS\amd64_microsoft.vc90.crt_1fc8b3b9a1e18e3b_9.0.30729.4940_none_08e4299fa83d7e3c\MSVCR90.dll (VERSION 9.00.30729.4940)
Using config file 'C:\TurboMed\Programm\FastObjects64\ptserver.cfg'.
Using [servers\ptserver] section.
Verbose mode set to 0.
License 'floating server license for 1024 clients' added.
Using concurrency level 5.
Running on service fastobjects.

Und damit Sie diesen Fast-Objects-Server nicht jedesmal neu starten müssen, installieren Sie ihn als Dienst [merken Sie's? Sie erhalten soeben die „höheren Weihen :-) ], indem Sie an der Kopfleiste dieses Textfeldes auf "Options" klicken und "Configure as Service.. " anklicken. Es erscheint ein Fenster, in dem Sie ein Häkchen setzen bei "Install as Service" und bei "Allow Service to Interact with Desktop"

Um zu kontrollieren, ob der Server wirklich aktiv ist, klicken Sie bitte auf das bunte Windows-Zeichen ganz unten links am Bildschirm, dann "Computer -> Rechtsklick -> Verwalten -> Dienste und Anwendungen -> Dienste (Doppelklick)

In dieser Liste sollten Sie nun ihren Fast-Objects-Server finden. Dieser sollte "gestartet" sein und der "Starttyp sollte "automatisch" sein. Testen Sie dies bitte nochmal nach einem Neustart Ihres Rechners!

Das sollte bereits alles sein! . . [3]

Dies alles ist möglicherweise ein wenig "umständlich" erklärt, aber weniger versierte Computer-Anwender sollen die Scheu vor dieser Materie verlieren, den Text auch verstehen und einen kleinen Einblick in die verschiedene Arbeitsweise einer Serverinstallation im Vergleich zu einer Einzelplatzinstallation bekommen.

Man könnte dies alles also nochmal kurz zusammenfassen:
1. TurboMed-Verzeichnis auf einen oder mehrere :wink: neue Rechner kopieren
2. Den Rechnern Namen und IP-Adressen geben
3. Verzeichnisse im Netzwerk freigeben
4. aktuelle Daten der Praxis auf diese Rechner kopieren
5. "local.ini" anpassen
6. FastObject-Server einrichten und starten
7. ... sich freuen!!


Also: Starten Sie nun in Ihrem soeben aufgesetzten Netzwerk zuerst Ihren Server neu – und dann die Einzelplatzrechner wie Sie es auch in Ihrer Praxis gewohnt sind.

Um gleich einmal dem Vorwurf der vielen hier im Forum aktiven professionellen Computer-Berater und Computer-Verkäufer entgegenzutreten, diese Rechnerkonfiguration sei alles nur „Kinderkram“ und unter 10.000,- Euro bekäme man sowieso nix „gscheites“ möchte ich nochmal auf diesen Beitrag hinweisen:
http://www.vondoczudoc.de/viewtopic.php ... 461#p28435
Mit Ihren Kenntnissen wird es für Sie nun nämlich ein leichtes sein, in Ihrem Praxisnetzwerk auch gleich einen zweiten Server mit laufendem [4] FastObjects-Server-Programm bereitzustellen! Sie müssen nur noch dafür sorgen, dass Sie die Ordner „PraxisDB“ und „Dokumente“ auf beiden Rechnern immer wieder identisch halten, dann können Sie innerhalb von 2 Minuten Ihr gesamtes Netzwerk auf diesen „Ersatzserver“ umstellen, falls es bei ihrem „Erstserver“ einmal zu technischen Problemen kommen sollte.

Eine bereits etwas „ausgeklügeltere“ Batch-Datei, wie Sie diese Dateien automatisch synchronisieren können finden Sie hier:
http://www.vondoczudoc.de/viewtopic.php ... =15#p15282
Diese Batch-Datei legt auch gleichzeitig Sicherungskopien der letzten drei Wochen an. Dies wäre aber bereits die nächste Lektion! Belasten Sie sich zunächst bitte damit nicht!

Freuen Sie sich jetzt erst einmal über Ihr neues und kostengünstiges Praxisnetzwerk. Testen Sie dieses ausführlich und wenn alles zu Ihrer Zufriedenheit läuft, dann stellen Sie es in Ihre Praxis.

Viele Grüße

A. Geigenberger

(Ich darf die Bitte an das Forum nochmal wiederholen: Dies Anleitung ist sicherlich noch korrektur- und erweiterungsbedürftig! Ich bedanke mich jetzt bereits für Ihre Hilfen und Hinweise!)
<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Hinweise, Anmerkungen und Fußnoten:


[1] (Maßnahme entfällt, wenn der gesamte bereits vorhandene TurboMed-Ordner kopiert wird, der bereits Ihre Lizenz enthält)
wahnfried hat geschrieben:bitte auch an die vielen User denken, die als Lizenzdatei keine BINTAB.DAT mehr haben, sondern einen "eigenen" Ordner "Lizenz". ...
"Einkopieren der eigenen Lizenzdatei Bintab.DAT (sofern noch über diese lizenziert) oder des eigenen Lizenz-Ordners in das Turbomed-Installationsverzeichnis"


[2] (Nochmalige Erläuterung "mit anderen Worten")
rfbdoc hat geschrieben:32bit:
Im Ordner TurboMed\Programm\ die Datei FastObjectsServer.exe aufsuchen.
Rechter Mausklick auf Datei FastObjectsServerexe→ Eigenschaften im Register "Kompatibilität" ganz unten "Einstellungen für alle Benutzer ändern" anklicken. Im nächsten Fenster "Programm als Administrator ausführen" aktivieren und übernehmen.
Im Anschluss Start des FOS durch Doppelklick auf Fastobjectsserver.exe
Nach Erscheingen des "F" auf blaurotem Grund im Systray:
Öffnen des FOS-Administrationsfensters per linken Doppelklick auf dieses Symbol
im Menü des sich öffnenden Fensters unter Optionen: Configure as service aktivieren.
Damit läuft der FOS 32bit als Dienst

64Bit:
Die Datei PtServer.cfg aus dem Verzeichnis TurboMed\Programm\ in das Verzeichnis TurboMed\Programm\Fastobjects64\ umkopieren.
Im Ordner TurboMed\Programm\FastObjects64\ die Datei FastObjectsServer64.exe aufsuchen
Rechter Mausklick auf Datei FastObjectsServer64.exe → Eigenschaften ->Register Kompatibilität ganz unten Einstellungen für alle Benutzer ändern anklicken. Im nächsten Fenster Programm als Administrator ausführen aktivieren und übernehmen.
Im Anschluss Start des FOS64bit durch Doppelklick auf FastObjectsServer64.exe und nach Erscheingen des "F" auf blaurotem Grund im Systray Öffnen des FOS-Administrationsfensters per linkem Doppelklick auf dieses Symbol
Im Menü des sich öffnenden Fensters unter Optionen: Configure as service aktivieren.
Damit läuft der FOS64bit als Dienst


[3] (Voraussetzung: Sie haben bereits einen laufenden Server // Hinweis auf Serverinstallation mit anderem Laufwerkbuchstaben)
wahnfried hat geschrieben:Wenn man ZUERST die Einzelplatzinstallation auf das Laufwerk gleichen LW-Buchstabens wie beim alten Server macht und DANN ERST den TurboMed-Ordner des alten Servers anstelle des frisch erzeugten (ggfs nur umbenannten) einkopiert, sollte es NUR NOCH nötig sein, den FOS zu starten und die Freigaben zu setzen (Voraussetzung: Gleicher PC-Name / gleiche IP), um mit TurboMed direkt arbeiten zu können. Sofern die Serverkonfiguration korrekt ist, können die Freigaben auch durch einen Update-Lauf gesetzt werden (wird bei Fehlen bemängelt und zur Korrektur angeboten).


[4] (Wichtig für einen "schnellen Serverwechsel" und nochmal: ein laufender FOS-Server benötigt kaum Resourcen!)
rfbdoc hat geschrieben:
Auf einem Rechner mit Ersatsserverfunktion ist bei mir der Fastobjektsserver immer schon als Dienst eingerichtet (das verbraucht keine spürbaren Resourcen und stört nicht beim Clientbetrieb).
Es müssen dann nur noch die jeweiligen local.ini und global.ini Dateien für den Moduswechsel einkopiert werden.
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Re: TurboMed Installation für Dummies (Teil 2: Netzwerk)

Beitragvon Lazarus » Donnerstag 2. Oktober 2014, 19:35

Bei unserem letzten Servertausch musste der FastoObjectsServer gar nicht konfiguriert werden, wenn es wie folgt ging:

Kopieren des gesamten TM Verzeichnisses des alten Servers auf ein gleichnamiges Laufwerk des neuen Servers - z.B. von F(alt):\ nach F(neu)\:
TM Installation als Einzelplatz am neuen Server
"[LW]:\TurboMed\Programm\TurboMed.exe /init" starten, Verzeichnisse einstellen, Serverbetriebsart auswählen.
Beenden.
FastObjectsServer (als Dienst) starten.
TM starten.
Nach Freigabe des LW am Server müssten die TMClients mit dem Serverlaufwerk verbunden werden zugreifen können.
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Re: TurboMed Installation für Dummies (Teil 2: Netzwerk)

Beitragvon Geigenberger » Freitag 3. Oktober 2014, 19:26

Hallo Lazarus,

Danke für den Hinweis!! Diese Methode ist natürlich schon verblüffend einfach und elegant.
Ich möchte aber gerne auch den Anwendern helfen, die aus einer "Einplatzversion" ein TurboMed Netzwerk aufbauen möchten. Und möchte auch gerne ein wenig "Hintergrundwissen" mitliefern.

A. Geigenberger
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Re: TurboMed Installation für Dummies (Teil 2: Netzwerk)

Beitragvon rfbdoc » Freitag 3. Oktober 2014, 20:46

Lieber Herr Geigenberger !
Danke für Ihre Darstellung und die Initiierung dieses Threads !
Ich freue mich darauf etwas dazu zu lernen und poste daher mein Logbuch zur TM Installation einmal hier

Beispielkonfiguration eines Servers unter Win7prof und Win8prof

Die Serverfestplatte wird in 2 Partitionen aufgeteilt
Partition C als Systempartition für das Betriebssystem und Standardprogramme wie Word, Openoffice, LaborDFÜ, Fritz u.a.

Partition F für TurboMed, nur diese Partition wird im Netzwerk freigegeben

Freigabe der Partition F
Partition F wird freigegeben für Jeder oder besser für zu definierende Benutzer.

Benutzer:
Wenn die Partition F nur für zu definierende Benutzer freigegeben werden soll muss für jeden Benutzer auf dem Server ein Benutzerkonto eingerichtet werden.
Name und Kennwort des Benutzers müssen auf Clientrechner und Server identisch sein.
Kontoerstellung
Systemsteuerung->Verwaltung->Computerverwaltung (Lokal)->Lokale Benutzer und Gruppen->Benutzer Rechte Maustaste->Neuer Benutzer
Eingabe von Benutzername und Kennwort
Benutzer kann das Kennwort nicht ändern aktivieren
(Hinweis: Benutzername und Kennwort müssen auf Klient und Server identisch sein)
Für jeden Benutzer wird ein eigenes Konto eingerichtet
Dann Freigabe der Partiton F mit dem Laufwerksbuchstaben F:
Explorer Partition F: Rechte Maustaste->Freigeben für->Erweiterte Freigabe->Diesen Ordner freigeben->Brechtigungen->Hinzufügen->Objektnamen eingeben->Namen überprüfen -->Auswählen und mit Vollzugriff berechtigen
Das wird für jeden Benutzer der Zugriff haben soll gesondert eingerichtet
Der Benutze Jeder wird gelöscht.

Nächster Schrittt: TurboMed Serverinstallation ohne Kennwort


TurboMed Serverinstallation ohne Kennwort
Einzelplatzinstallation und anschließende Konfiguration als Server.

Installation des Servers über „Einzelplatzinstallation“ als Administrator
Rechter Mausklick auf DVD Setupdatei -> Ausführen als Administrator
Nach der Installation TM nicht starten ! ! !
Löschen des Ordners Lizenz
Einkopieren der eigenen Lizenzdatei Bintab in das Turbomed Installationsverszeichnis

Starten des FastObjektServers auf dem Server
· 32bit: Datei FastObjectsServer.exe in TurboMed\Programm
· 64bit: Datei FastObjectsServer.exe in TurboMed\Programm\ FastObjects64
Zuvor die Datei ptserver.cfg beim 64bit System aus dem Verzeichnis TurboMed\Programm in das
Verzeichnis TurboMed\Programm\ FastObjects64 verschieben oder kopieren


Auf dem Server muss der Poetserver=Fastobjectsserver als Dienst gestartet bzw. eingerichtet werden.
Starten des FOS sind unter Windows7professional oder Windows8Professional

32bit:
Im Ordner TurboMed\Programm\ die Datei FastObjectsServer.exe aufsuchen.
Rechter Mausklick auf Datei FastObjectsServerexe→ Eigenschaften im Register "Kompatibilität" ganz unten "Einstellungen für alle Benutzer ändern" anklicken. Im nächsten Fenster "Programm als Administrator ausführen" aktivieren und übernehmen.
Im Anschluss Start des FOS durch Doppelklick auf Fastobjectsserver.exe
Nach Erscheingen des "F" auf blaurotem Grund im Systray:
Öffnen des FOS-Administrationsfensters per linken Doppelklick auf dieses Symbol
im Menü des sich öffnenden Fensters unter Optionen: Configure as service aktivieren.
Damit läuft der FOS 32bit als Dienst

64Bit:
Die Datei PtServer.cfg aus dem Verzeichnis TurboMed\Programm\ in das Verzeichnis TurboMed\Programm\Fastobjects64\ umkopieren.
Im Ordner TurboMed\Programm\FastObjects64\ die Datei FastObjectsServer64.exe aufsuchen
Rechter Mausklick auf Datei FastObjectsServer64.exe → Eigenschaften ->Register Kompatibilität ganz unten Einstellungen für alle Benutzer ändern anklicken. Im nächsten Fenster Programm als Administrator ausführen aktivieren und übernehmen.
Im Anschluss Start des FOS64bit durch Doppelklick auf FastObjectsServer64.exe und nach Erscheingen des "F" auf blaurotem Grund im Systray Öffnen des FOS-Administrationsfensters per linkem Doppelklick auf dieses Symbol
Im Menü des sich öffnenden Fensters unter Optionen: Configure as service aktivieren.
Damit läuft der FOS64bit als Dienst


Grundeinstellungen des Servers konfigurieren
Aufruf von TurboMed Grundeinstellungen aus dem Startmenue oder Desktopverkünfpung F.\TurboMed\TurboMed.exe /ini
Mehrplatz: Ja
Pfad: F:\TurboMed
Server: Server [Name des Servers] oder Localhost oder 127.0.0.1
Serverpfad: Nicht gesetzt



Nun folgt die Rücksicherung der Praxisdaten
Weg 1) Einkopieren des Ordners PraxisDB aus einer vorhandenen TurboMed Installation
Weg 2) TurboMed starten über TurboMed Datenrücksicherung im Startmenue oder Desktopverknüpfung F:\TurboMed\TurboMed.exe /restore. Dabei gelangt man in die Grundeinstellungen der Datensicherung, muss hier das Quellverzeichnis, aus dem eine Turbomed Datensicherung rückgesichert werden soll, eingeben
Über den Botton ok wird die Rücksicherung gestartet, anschliessend sollte TurboMed mit den rückgesicherten Daten auf dem Server starten

Je nach installerter Windowsversion (Deutsch/Englisch/Multilanguage) sollte das Datumformat in der Systemsteuerung auf das Format tt.mm.jjjj eingestellt werden
Das kann auch noch später erfolgen
Grüße
R.F.B.
rfbdoc
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Re: TurboMed Installation für Dummies (Teil 2: Netzwerk)

Beitragvon wahnfried » Freitag 3. Oktober 2014, 21:35

rfbdoc hat geschrieben:TurboMed Serverinstallation ohne Kennwort
Einzelplatzinstallation und anschließende Konfiguration als Server.

Installation des Servers über „Einzelplatzinstallation“ als Administrator
Rechter Mausklick auf DVD Setupdatei -> Ausführen als Administrator
Nach der Installation TM nicht starten ! ! !
Löschen des Ordners Lizenz
Einkopieren der eigenen Lizenzdatei Bintab in das Turbomed Installationsverszeichnis

Starten des FastObjektServer...

Lieber rfbdoc,

bitte auch an die vielen User denken, die als Lizenzdatei keine BINTAB.DAT mehr haben, sondern einen "eigenen" Ordner "Lizenz".

Insofern müsste die im obigen Zitat kursiv gesetzte Zeile lauten:

"Einkopieren der eigenen Lizenzdatei Bintab.DAT (sofern noch über diese lizenziert) oder des eigenen Lizenz-Ordners in das Turbomed-Installationsverzeichnis"

Ansonsten: eine solche systematische Anleitung zum Herstellen einer suffizienten Netzwerk-Verbindung zweier PC habe ich mir schon lange gewünscht!! DANKE, wird bald ausprobiert...

Grüsse, Wahnfried
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Re: TurboMed Installation für Dummies (Teil 2: Netzwerk)

Beitragvon Lazarus » Samstag 4. Oktober 2014, 07:54

Geigenberger hat geschrieben:...h möchte aber gerne auch den Anwendern helfen, die aus einer "Einplatzversion" ein TurboMed Netzwerk aufbauen möchten. Und möchte auch gerne ein wenig "Hintergrundwissen" mitliefern.

A. Geigenberger


Hi,
Mein Vorschlag funktioniert auch bei der Umwandlung vom Einzelplatz zum Server.
Ich wollte darauf hinaus, dass die Serverinstallation im Prinzip einfacher ist, als einen Clienten anzubinden.
Übrigens: Der FastobjectsServer läuft auch in der 32bit Version auf Win7pro 64 bit
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Re: TurboMed Installation für Dummies (Teil 2: Netzwerk)

Beitragvon rfbdoc » Samstag 4. Oktober 2014, 19:28

@wahnfried
"Einkopieren der eigenen Lizenzdatei Bintab.DAT (sofern noch über diese lizenziert) oder des eigenen Lizenz-Ordners in das Turbomed-Installationsverzeichnis"


Als altlizensierter TM-ler habe ich daran nicht gedacht bzw. wollte hier noch etwas dazulernen.
Vermutlich reicht es den eigenen Lizenzordern ins TM Verzeichnis einzukopieren, ich kenne mich mangels eigenem Lizenzorder da aber nicht aus, vielleicht können Sie das hier noch konkretisieren.
Welche Dateien enthält der Ordner Lizenz ?

Ansonsten wurde hier im Forum ja schon schon über pro und kontra einer eigenen Partition für TurboMed diskutiert: Auf einem Server würde ich eine eigene Partition für TM immer bevorzugen, wegen der notwendigen Freigabe im Netzwerk.
Da man theoretisch jeden Arbeitsplatz zum Server machen kann installiere ich TM immer in eine eigene Partition, auf einem aussschliesslich als Server fungierendem Rechner in Partition F, die unter dem Laufwerkbuchstaben F freigegben wird, auf einen normalen Client in die Partion B, die im Regelfall nicht freigegeben wird (ausser auf einem Rechner mit Ersatzserverfunktion).
Auf einem Rechner mit Ersatsserverfunktion ist bei mir der Fastobjektsserver immer schon als Dienst eingerichtet (das verbraucht keine spürbaren Resourcen und stört nicht beim Clientbetrieb).
Es müssen dann nur noch die jeweiligen local.ini und global.ini Dateien für den Moduswechsel einkopiert werden.
Grüße
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Re: TurboMed Installation für Dummies (Lizenz)

Beitragvon wahnfried » Samstag 4. Oktober 2014, 20:51

rfbdoc hat geschrieben:Welche Dateien enthält der Ordner Lizenz ?

...nur die Datei "Praxisstruktur.xml", die man zur Kontrolle, ob es die eigene ist, einfach per Doppelklick im IE öffnen kann. (Die Bintab.DAT kann man ja nicht öffnen, da ist immer das entscheidende Kriterium das Datum "Letzte Änderung": muss kurz vor der letzten Lizenzierungs-Veränderung sein - die dann aber vor Mitte 2008 gewesen sein muss. Mustermann's Bintab.DAT ist m.W. von 1999...)

Bei der Demo-Version: im Ordner Lizenz gleicher Dateiname, gleiche Dateigröße - daher neige ich dazu, diesen bei der primären Installation entstandenen Ordner generell als erstes zu löschen (oder umbenennen in "Lizenz_Mustermann", um dann die eigene Lizenz einzukopieren - egal welcher Art... (kein unterschiedliches Vorgehen je nach Lizenz...).

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Re: TurboMed Installation für Dummies (Teil 2: Netzwerk)

Beitragvon wahnfried » Samstag 4. Oktober 2014, 21:03

Lazarus hat geschrieben:Bei unserem letzten Servertausch musste der FastoObjectsServer gar nicht konfiguriert werden, wenn es wie folgt ging:

Kopieren des gesamten TM Verzeichnisses des alten Servers auf ein gleichnamiges Laufwerk des neuen Servers - z.B. von F(alt):\ nach F(neu)\:
TM Installation als Einzelplatz am neuen Server
"[LW]:\TurboMed\Programm\TurboMed.exe /init" starten, Verzeichnisse einstellen, Serverbetriebsart auswählen.
Beenden.
FastObjectsServer (als Dienst) starten.
TM starten.
Nach Freigabe des LW am Server müssten die TMClients mit dem Serverlaufwerk verbunden werden zugreifen können.

Hallo,

Wenn man ZUERST die Einzelplatzinstallation auf das Laufwerk gleichen LW-Buchstabens wie beim alten Server macht und DANN ERST den TurboMed-Ordner des alten Servers anstelle des frisch erzeugten (ggfs nur umbenannten) einkopiert, sollte es NUR NOCH nötig sein, den FOS zu starten und die Freigaben zu setzen (Voraussetzung: Gleicher PC-Name / gleiche IP), um mit TurboMed direkt arbeiten zu können. Sofern die Serverkonfiguration korrekt ist, können die Freigaben auch durch einen Update-Lauf gesetzt werden (wird bei Fehlen bemängelt und zur Korrektur angeboten).

Von XPprof bin ich dann noch gewohnt, dass an den Clientrechnern, die auf Netzlaufwerke auf dem Server zugreifen, diese gelöscht und neu erstellt werden müssen.

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Re: TurboMed Installation für Dummies (Teil 2: Netzwerk)

Beitragvon rfbdoc » Sonntag 5. Oktober 2014, 19:30

Das Einkopieren eines "vorkonfigurierten" FOS ist ein tricky Hinweis und kann bei gegebenen Voraussetzungen die Installation tatsächlich vereinfachen.

Fürs "Hintergrundwissen" bzw. bei divergierender Verzeichnisstruktur oder divergierendem Servernamen/Server IP ist es dennoch gut die Konfigurationsgrundlagen zu kennen.
Grüße
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Re: TurboMed Installation für Dummies (Teil 2: Netzwerk)

Beitragvon rfbdoc » Sonntag 5. Oktober 2014, 21:23

Ein Word zum Moduswechsel

Ich unterscheide 3 Modi
Client an Server1: Client@Server1
Client an Server2: Client@Server2
TurboMed Einzelplatz: TmEinzelplatz

Der Moduswechsel findet nur auf den Clienten statt.

Dazu erstelle ich auf den Clients im Ordner TurboMed\Programm einen Unterordner Conf mit weiteren Unterordnern
Ordner TmClient@server1
Ordner TmClient@server2
Ordner TmEinzelplatz
Der Ordner Conf enhält aucheine Textdatei, die den aktuellen Konfigurationsstatus angibt:
TmClient@server1.txt für Betrieb als Client an Server1
TmClient@server2.txt für Betrieb als Client an Server1
TmEinzelplatz.txt für Betrieb als Einzelplatz

In den o.g. Unterordnern liegen die Dateien Local.ini und Global.ini für den jeweiligen Konfigurationsmodus

Ein weiterer Unterordner cmd enthält die die Batchdateien für das hin und her kopieren der Konfigurationsdateien
-TmClient@server1.bat
-TmClient@server2.bat
-TmEinzelplatz.bat
Diese Batchdateien kopieren die jeweiligen local.ini und global.ini der gewünschten Zielkonfiguration in das Verzeichnis TurboMed\Programm und werden damit für die neue Konfiguration bestimmend.
Dabei wird zuvor die letzte Tm-Konfiguration im jeweiligen Unterordner gespeichtert damit zwischenzeitliche Änderungen nicht verloren gehen. Die den Konfigurationsstatus anzeigende Textdatei wird entsprechend der neuen Konfiguration umbenannt.

Um auch Turbomed Installationen die nicht unter C:\Turbomed erfolgt sind zu unterstützen muss auf Windowsebene der Pfad zum TurboMed Wurzelverzeichnis als Systemvariable auf Windowsebene definiert werden, auch bei standardmässiger TM Installation auf C:\TurboMed. Mein Batchdateien greifen aud die Variable %TmPfad% für das Wurzelverzeichnis von TurboMed zurück.
Unter Systemsteuerung ->System->Erweiterte Systemeinstellungen->Umgebungsvariablen eine neue Benutzer oder Systemvariable erstellen mit dem Namen TmPfad und dem Inhalt c: wenn TurboMed auf C:\TurboMed installiert wurde.
Variable TmPfad.jpg


Das Erstellen der Verzeichnisstrukur und das Einkopieren der Batchdateien habe ich über eine Installationsroutine automatisiert, die einmal ausgeführt werden muss. (Zuvor die Variable TmPfad definieren !)
Installation TmModuswechsel.zip


Nach Ausführen der Installationsroutine steht der Konfigurationmodus auf TmEinzelplatz.
TurboMed wird nun über die Grundeinstellungen aufgerufen und als Einzelplatz konfiguriert. Wichtig ist eine spezieller Farbmodus z.B.Dunkelbau, damit man schon beim Starten sieht: Dunkelblau=Einzelplatz Danach beenden von TM

Jetzt ausführen der Datei Tm@Server1.bat Dann TurboMed erneut über die Grundeinstellungen starten und für Server1 konfigurieren. Hier z.B. die TurboMed Standardfarben wählen. Danach TM beenden

Jetzt ausführen der Datei Tm@Server2.bat Dann TurboMed wiederum über die Grundeinstellungen starten und für Server2 konfigurieren. Hier die z.B die Farbe rot für Startbildschirm und Patientendesktop wählen. Beim Starten erkennt man damit sofort dass der Client nicht an Server1 sondern Server2 startet

Das wars dann erst einmal.

Den lokalen Ordner \TurboMed\Pogramm\Conf zieht man sich am besten auf den Desktop. Dann ist mit einem Klick der Moduswechsel vom Desktop aus vollzogen (Den Moduswechsel bitte nicht bei laufendem TurboMed durchführen !!)

Damit ist der Moduswechsel konfiguriert, d.h. sie haben für jeden Konfigurationsmodus eine eigene local.ini und global.ini in den Unterverzeichnissen von\TurboMed\Programm\Conf und können mit einem Klick umschalten.



Diesen Clientmoduswechel erst einmal an einem Ersatzklienten des Produktivsystems oder einem Test-Netzwerk testen, wie von Geigenberger oben ausgeführt. Da sie am Server keine Veränderungen durchführen bliebe auch das übrige Produktivsystem voll funktionsfähig auch wenn die Konfiguration ihres Testclients fehlschlägt.

PS: Alle Ausführungen beziehen sich auf FatClients an einem beliebigen Server unter Win7/Win8 und nicht auf Terminalserverbetrieb (davon habe ich Null Ahnung)
Grüße
R.F.B.
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Re: Moduswechsel einfacher und zu den Farben

Beitragvon wahnfried » Sonntag 5. Oktober 2014, 22:36

rfbdoc hat geschrieben:Ein Word zum Moduswechsel:
...
Nach Ausführen der Installationsroutine steht der Konfigurationmodus auf TmEinzelplatz.
TurboMed wird nun über die Grundeinstellungen aufgerufen und als Einzelplatz konfiguriert. Wichtig ist eine spezieller Farbmodus z.B.Dunkelbau, damit man schon beim Starten sieht: Dunkelblau=Einzelplatz Danach beenden von TM

Jetzt ausführen der Datei Tm@Server1.bat Dann TurboMed erneut über die Grundeinstellungen starten und für Server1 konfigurieren. Hier z.B. die TurboMed Standardfarben wählen. Danach TM beenden

Jetzt ausführen der Datei Tm@Server2.bat Dann TurboMed wiederum über die Grundeinstellungen starten und für Server2 konfigurieren. Hier die z.B die Farbe rot für Startbildschirm und Patientendesktop wählen. Beim Starten erkennt man damit sofort dass der Client nicht an Server1 sondern Server2 startet

Das wars dann erst einmal.

Den lokalen Ordner \TurboMed\Pogramm\Conf zieht man sich am besten auf den Desktop. Dann ist mit einem Klick der Moduswechsel vom Desktop aus vollzogen (Den Moduswechsel bitte nicht bei laufendem TurboMed durchführen !!)

Damit ist der Moduswechsel konfiguriert, d.h. sie haben für jeden Konfigurationsmodus eine eigene local.ini und global.ini in den Unterverzeichnissen von\TurboMed\Programm\Conf und können mit einem Klick umschalten.

Hallo RFB,

Da man sowieso für den Moduswechsel TurboMed beenden muss, bevorzuge ich die m.E. einfachere Lösung (ohne Batchdatei zum Umstellen) von JRR, vor und nach dem Anpassen der Konfiguration ("vor" für Normalbetrieb, "nach" für die Sonder-Modi, gekennzeichnet durch: Serverangabe/Einzel- oder Mehrplatz/Hintergrund-Farben/ggfs. sogar Lesegerät-Anbindung) jeweils die ursprünglichen und durch die Anpassungen veränderten Global.ini und Lokal.ini aus dem Verzeichnis "TurboMed\Programm" in einen Moduscharakterisierenden Ordner zu kopieren und diesen als auszuführenden Ort in einer Kopie der TurboMed-Startverknüpfung für jeden Sondermodus einzugeben (unter "Ausführen in"), dann noch den Namen der Verknüpfung anpassen - fertig. Lediglich die "moduscharakterisierende Textdatei" läßt sich auf diese Art nicht verwirklichen - das ist aber bei guten Hintergrundfarben verzichtbar.

Auf diese Art habe ich mir auch an einem Rechner zwei Startverknüpfungen zum Anbinden meiner beiden mobilen Lesegeräte (alt nur KVK und neu für incl. eGK) vorbereitet und kann am "Einleseplatz mobiles Lesegerät" je nach Wunsch starten. Im gestarteten Modus kann man dann auch die dazugehörigen ini's jedes Modus über die normale Grundeinstellungen-Funktion bearbeiten.
(Zu guter Letzt kopiere ich dann die beiden ini's für den Normalbetrieb wieder in den Ordner "TurboMed\Programm", um über das Startmenü von Windows den Normal-Modus aufzurufen - denn diese Verknüpfungen stehen alle auf "Ausführen in TurboMed\Programm" – und nach dem nächsten Update steht die Standard-Verknüpfung auch wieder auf dem Desktop - sofern jetzt umbenannt)
Wer die Startverknüpfungen für den Notfall aus der Reichweite der MFA heraushalten will, erzeuge auf dem Desktop einen Ordner "Notfallsystem" und verschiebe die entsprechenden Verknüpfungen dort hinein...

Dann noch regelmäßige Datenspiegelung per geplanten Tasks auf den Ersatzserver-PC (der ja durchaus ein Client des Normal-Servers sein darf), was ja auch geht, wenn man an den Plätzen arbeitet (siehe Wiki). Dann gehen einem nur wenige Eintragungen im Falle eines Servercrashes baden.

Und bei den Hintergrundfarben bevorzuge ich helle Töne (ocker, grün, lila, jedenfalls gut unterscheidbar vom TurboMed-türkis), die ich nicht nur dem Hauptbildschirm und Patientendesktop verpasse, sondern auch der Karteikarte und dem Laborblatt. Dadurch sehe ich praktisch bei JEDEM Arbeitsschritt, dass ich einen "Sondermodus" (Einzelplatz oder Altpraxis oder Zweitserver) aktiviert habe.
Achtung: beim Patientendesktop heißt die große Farbfläche "Fensterfarbe", wer dort die "Hintergrundfarbe" ändert, hat die neue Farbe nur im Personalienfeld...

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Re: TurboMed Netzwerk für Dummies (Teil 2)

Beitragvon rfbdoc » Montag 6. Oktober 2014, 20:22

die veränderten Global.ini und Lokal.ini aus dem Verzeichnis "TurboMed\Programm" in einen Moduscharakterisierenden Ordner zu kopieren und diesen als auszuführenden Ort in einer Kopie der TurboMed-Startverknüpfung für jeden Sondermodus einzugeben (unter "Ausführen in"), dann noch den Namen der Verknüpfung anpassen - fertig. L

Stimmt ihr Vorgehen ist wirklich deutlich einfacher !!
Der Moduscharakterisierende Ordner entspräche in meiner Arbeitsumgebung dem Ordner
\TurboMed\Programm\Conf
Damit würde auch die Variablendefinition für TmPfad entfallen, soweit sie nicht für andere Arbeitumgebungen erforderlich ist z.B. für Robocopy Befehle (Das wäre aber eine andere Baustelle)

Ich habe das früher schon einmal getestet und dann die geniale Idee von JR nicht weiter verfolgt.

Kleiner Nachteil dieser Arbeitsumgebung: Es sind mehrere TurboMed Verknüpfungen auf dem Desktop. Sie und ich wissen was wir aufrufen, die Helferin vielleicht nicht immer.
Bei der von mir beschriebenen Version ist nur eine TM Verknüpfung auf dem Desktop. Das Umschalten mache ich in gegebenem Fall.
Man kann übrigens auch beide Konzepte parallel betreiben.
Grüße
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Re: Moduswechsel-Kompositionen

Beitragvon wahnfried » Montag 6. Oktober 2014, 21:54

rfbdoc hat geschrieben:Der Moduscharakterisierende Ordner entspräche in meiner Arbeitsumgebung dem Ordner
\TurboMed\Programm\Conf
Damit würde auch die Variablendefinition für TmPfad entfallen, soweit sie nicht für andere Arbeitumgebungen erforderlich ist z.B. für Robocopy Befehle (Das wäre aber eine andere Baustelle)

Ich habe das früher schon einmal getestet und dann die geniale Idee von JR nicht weiter verfolgt.
Ich würde sagen, die "Modus-charakterisierenden Ordner" (Mehrzahl) befinden sich alle innerhalb des Ordners "Conf" (bei mir: "local" im Hauptverzeichnis - das macht dann Jeder so wie es ihm sinnvoll erscheint - keine speziellen Notwendigkeiten). Und JA, genial ist dies wirklich - wie aber Vieles hier im Forum...

rfbdoc hat geschrieben:Kleiner Nachteil dieser Arbeitsumgebung: Es sind mehrere TurboMed Verknüpfungen auf dem Desktop. Sie und ich wissen was wir aufrufen, die Helferin vielleicht nicht immer.
Bei der von mir beschriebenen Version ist nur eine TM Verknüpfung auf dem Desktop. Das Umschalten mache ich in gegebenem Fall.
Deswegen das "Verstecken" der Notfall-Verknüpfungen - bei eine Freund vor 2 1/2 Jahren so eingerichtet. Wenn es die Helferinnen ggfs benutzen sollen, werden die Verknüpfungen sinnvoll benannt. Vielleicht auch noch unterschiedliche Icons zuweisen...
rfbdoc hat geschrieben:Man kann übrigens auch beide Konzepte parallel betreiben.
Jawoll, hier habe ich auch mein ursprüngliches Moduswechselsystem (Verordnungsumschalter oder reiner Wechsel zwischen Einzelplatz/Netzwerk) mit der Startmöglichkeit mit Anbindung unterschiedlicher Lesegeräte nach Methode JRR kombiniert ;-)

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Re: TurboMed Netzwerk für Dummies (Teil 2)

Beitragvon Geigenberger » Montag 6. Oktober 2014, 23:19

Hallo,

die Möglichkeiten, relativ leicht einen zweiten Server "in Bereitschaft" zu haben, habe ich in meinem Beitrag angesprochen. Und so ein zweiter Server ist in der Tat eine wunderbare Möglichkeit, seine Praxis-EDV extrem ausfallsicher zu machen, zumal er keinen zusätzlichen Pfennig kostet!!
Trotzdem: In Computer-Fragen nicht so versierte Kolleginnen und Kollegen können dieses Thema ohne weiteres erstmal hintanstellen und sollten sich - wie ich meine - vorerst nicht davon abhalten lassen, zunächst mal nur ein Praxis-Netzwerk mit nur einem Server zu "basteln".
Batchdateien für einen automatisierten Modus-Wechsel wäre dann ein interessantes Thema für einen "Teil 3".

Um es nochmal ganz einfach zu machen hier nochmal ein Ausschnitt aus der "local.ini":
...
Lizenz zuerst auf Server suchen={nein}
Mehrplatzbetrieb={ja}
Pfad={C:\TurboMed}
Server={BigBoss}
Serverpfad={<nicht gesetzt>}
Serverport={<nicht gesetzt>}
...

Nur die "rote" Zeile ist wichtig: Also ganz kurz: Wenn Sie in Ihrem Netzwerk einen Rechner mit dem Namen "BigBoss" haben und einen anderen mit dem Namen z.B. "LittleBoss" dann stellen Sie Ihr gesamtes Netzwerk ganz einfach auf den jeweils anderen Server um, indem Sie auf ALLEN Ihren Rechner die Namen dieser beiden Rechner in ALLEN "local.ini" 's schlicht austauschen: Also auf ALLEN (!!!) Ihren Rechnern entweder "BigBoss" oder "LittleBoss", wobei auf diesen beiden Rechnern natürlich der "FastObject-Server" [=FOS-Server] laufen muss (s.o. !! ). Dies kann man zur Not auch ganz einfach "manuell" machen, indem man die "local.ini" JEDES(!) Netzwerkrechners editiert - oder eben eleganter mit entsprechenden BatchDateien, die diesen Ablauf automatisieren.
Zwingend nötig ist dieser elegantere Weg aber nicht. Das "Basteln" einer dem eigenen Netzwerk angepassten Batch-Datei ist manchmal nicht soo trivial!
Und natürlich sollten auf beiden Rechnern die Datenbestände Ihrer Praxis (z.B. die "PraxisDB" und "Dokumente") identisch sein. Batch-automatisierte Datenspiegelungen (mit "robocopy" auch während des laufenden Praxis-Betriebs) können dabei helfen, was aber ebenfalls in einen "Dummy-Beitrag Teil 3" besser aufgehoben wäre.

A. Geigenberger

(Ich hoffe, es entsteht nun nicht der Eindruck, mir würden "tiefer schürfende" Artikel missfallen! Ich habe ja selber das Thema "Batch-Datei" angesprochen! Es sollte lediglich bei nicht so "computerversierten" Kolleginnen und Kollegen keinesfalls der Eindruck entstehen, dass das Verstehen dieses etwas komplizierteren Themas die Voraussetzung für ein erfolgreiches Aufsetzen eines "TurboMed" Netzwerkes sei.)
Sapias, vina liques et spatio brevi spem longam reseces... carpe diem, quam minimum credula postero [Horaz]
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