offener Brief an Politiker.

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offener Brief an Politiker.

Beitragvon schmidt-dietrich » Donnerstag 18. September 2014, 10:49

Mal sehen, ob was passiert


Sehr geehrte Fr Abgeordnete, Sehr geehrter Herr Abgeordneter

ist Ihnen entgangen, wer seit 20 -30 Jahren die Gesetze macht? Seit der Zeit 30% Bezahlungen zurückgehalten - rechnen Sie mal aus (Mrd Euro!!!) - ohne Inflationsausgelich und Steigerungen für heute!
Die Demographie im Lande können wir auch nicht verändern, ist uns allen seit den frühen 80ern bekannt.
Folglich ist bei einem "sozialistischem" Gesundheitssystem, welches die Ärzteschaft an allen Ecken begrenzt
und die Politik die nur den Lobbyisten der Konzerne hörig ist, verdammt zu kollabieren. Das immer hecktischere rumgeschraube hilft da leider auch nicht mehr! die " Berater und Gesundheitsökonomen" haben doch leider von der Basisarbeit keinerlei Ahnung sondern sehen nur Zahlen, welche auch noch verquert dargestellt werden.

- als Kassenmediziner haben Sie nur eine bestimmte Anzahl an Kassenpatienten die Sie behandlen können und dürfen im Quartal - behandlen Sie mehr werden Sie als Praxis mit weniger Bezahlung / Fall ( sogenanntes RLV = Regelleistungsvolumen - deckelt alle Leistungen) abgestraft, damit die Arbeit noch weniger kostendeckend erbracht werden kann.
- haben Sie ein Budget für Medikamente (auch schon auf Dosen wird von den GKVen geprüft (DDD) und Prüfanträge gestellt!! Was jedoch eine Compliancesache des Pat. und Lifestyle - Stichwort COPD und Nikotinabusus ist!
- Zeitprüfungen für Arbeitszeit / Tag und Quartal mit Prüfungen und Regress.
- Leistungen unwirtschaftlich, d.h. man legt noch drauf, wenn man das anbietet!

- Ja, haben sie ein Limit bei Hilfs+Heilmitteln, mit völlig verquerten Anforderungen an Verordnungsschemata - Stichwort KG-RP, welche dann noch nicht wohnortnah, sondern von dem günstigsten Anbieter quer durch Deutschland antranportiert wird (Umweltgedanke??), sind die Rabattverträge mit Mengenbegrenzung der Kassen da z.T. höher als die Kosten für diese Produkte bei Internetanbietern im Vergleich und das ohne die Zuzahlung des Pat. !

Hallo? Wir haben auch Familien, eine unternehmeruisches Risiko, wie auch der Bäcker, Rechtsanwalt oder Ingenieur, nur mit dem Risiko/Verantwortung für das Leben unsererPatienten!!!, wir haben Angestellte, die Miete, Strom etc. steigen auch bei uns und es snd bei 156000 Praxen auch nicht zu vergessen mal angenommen ca. 1-3 Angestellte dabei = Wählerpotential und viele Arbeitsplätze!!

- das in strukturschwachen Gegenden weder Praxisnachfolger noch Krankenhäuser Ärzte finden ist auch hausgemacht durch Politik, wie sollen da Öffnungen der Kliniken funktionieren, wenn bei dort höheren Kosten KEIN Facharztstandard gegeben ist und kein Personal??? Und Sie wollen + können physisch+psychisch doch auch nicht 24h/d 7Tage die Woche erreichbar sein. Auch die wieteren Wege produzieren erhebliche Kosten, was bekommt ein Schlüsseldient für den Nothausbesuch und was ein Arzt (ist auch begrenzt und wird abgestaffelt gen Null)

- Rabattverträge (Krankenkasse - Pharmaindustrie nicht veröffentlicht (!) für Medikamente die schlechter sind und die Compliance nicht fördern, mit Lieferschwierigkeiten; teuerer wohl als günstige Generika; dazu Arzthaftung für diese Umstellungen auf Rabattmedikamente?? und die Crux mit Aut idem und ggf. Prüfungen dagegen mit Vermögenshaftung (wie bei allem) durch den Arzt! Ebenso bei Impfungen (siehe zuletzt HH).
- KV Regressierungen auch noch nach Jahren mit Rückforderungen, kein passende Entgelte für Geräte in kleinen Praxen zur Rücklagenbildung für Neuanschaffungen. Planungssicherheit?? Fehlanzeige.

- und bitte bei den Forderungen und Verhandlungen werden bei uns Ärzten immer nur die "Großsummen" gegen uns verwendet - rechnen Sie diese Summen mal runter auf Jahr / Arztpraxis und dann -50%, denn auf alles zahlen wir auch noch fleißig die Steuern (!) - dann sieht es auf einmal anders aus..
-Frage, brauchen wir überhaupt diese vielen Krankenkassen? mit Vorständen 14+ Gehältern und und Vergünstigungen - Zusammenschlüsse mit Lohnerhöhhungen, Fernsehwerbung von Versichertengeldern, Krankenversicherungsfremde Leistungen oder Wellness - Siehe Bundesrechnungshofsprüfberichte - macht diesen "scharf" und gebt dem Rechnungshof endlich Befugnisse zur Ahndung!

- Wiso eingentlich sind SIe als Politiker nicht auch dabei wenn es um den Begriff Bestechlichkeit geht? Gehen Sie alle mit gutem Beispiel voran, legen Sie auch alle Einnhmen offen - Webseiten haben SIe ja schon. oder an zentraler Stelle, wo bleibt ein Beschäftigungsverbot nach Ende Abgeordnetentätigkeit in lobbynaher Umgebung für 1 Legistraturperiode ?

- Wieso wird nicht ein europäischer Mittelwert (+ Anpassungsfestbetrag evtl X Euro wegen Lohniveau) gebildet für Medikamentenpreise und der festgeschrieben (ach ja die forschende Pharmaindustrie - gibts faktisch so gut wie nicht mehr seit 80ern - alles in Ausland) heri sind stiegerungen 5-15% bei der Insudrtie was die Kosten hochtreibt..

- und zuletzt diese Medienschelte lenkt doch ab von dem eigenen Versagen und Unvermögen und verdunkelt die Lobbyinteressen. Hört auf damit, dann bleiben die letzten Ärzte vielleicht noch da - so wandern die Kollegen ab.
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Re: offener Brief an Politiker.

Beitragvon moose » Donnerstag 18. September 2014, 19:42

Politiker (hohe) sind alle privatversichert. Was kümmer die, die Kassenärzte. Ich meine das ernst. Prof Lauterbach bedauert sogar öffentlich, dass er privatversichert sein muss (Talkshow). Ein Schelm wär Böses dabei denkt. Ich erinnere mich noch an den Zirkus, als ein Politiker die Appendix los wurde, Gott im Himmel, das ganze Krankehaus war ein Tollhaus. Allein der Stempel Politiker, sorgt schon für Sonderbehandlung :mrgreen:
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