ISDN-Abschaltung

Moderator: Forum Moderatoren

Re: ISDN-Abschaltung

Beitragvon Henrik313 » Montag 15. Januar 2018, 07:34

In der aktuellen c't 02/18 (die noch bis kommenden Freitag "aktuell" ist), ist auf Seite 120 ein Praxisartikel drin mit dem Titel: "ISDN-Abschied rechtzeitig planen, Reserven einbauen".
Henrik313
 
Beiträge: 281
Registriert: Donnerstag 28. Juni 2012, 10:43

Re: Labor-DFÜ über Internet / Fritz!-Fax über VoIP

Beitragvon wahnfried » Sonntag 8. April 2018, 17:52

rfbdoc hat geschrieben:Die interne Fax Funktion der Fritzbox ist ja nicht so sehr komfortabel. Wenn Sie die ISDN Karte an diesem Rechner nicht für die Labor DFÜ benötigen (bei uns mit FritzCom) kann man die ISDN Karte ausbauen/entfernen, die alte Fritz-Software deinstallieren und statt dessen FritzFaxOverFritzBox einrichten.

Dann ist Fax-mässig wieder alles beim alten.

ftp://ftp.avm.de/fritz.box/tools/fax4box/

Leider gibt es keine vergleichbare Alternative für die altbewährte FritzCom basierte Labor-DFÜ, es sei denn man stellt die DFÜ auf rein Internetbasierte DFÜ um was zumindest unser Labor so anbietet

Hallo

bei mir läuft Fritz-Fax über ISDN-Karte und das Analog-Fax jeweils am S0-Port des O2-DSL-IP-Routers ohne Probleme. Vereinzelte Kommunikationsprobleme zu definierten Partnern gab es vorher auch schon. Statt zu scannen faxe ich mir Befunde (abgehende Faxe laufen über eine vierte Telefonnummer), die kommen dann beim ISDN-Fax-PC an und sind dort in der Anmeldung und an den Arzt-Arbeitsplätzen aufrufbar.

Wichtig ist es, den Fritz!-Fax-Ordner in die Datensicherung einzubeziehen...

Ab Herbst 2018 soll es verboten sein, Patienten-Befunde zu faxen. Da dies aber erst für den Herbst angekündigt ist, kann es nicht mit der ab 25.5. gültigen Europäischen Datenschutz-Verordnung zusammenhängen.

Die Labor-DFÜ hatte bei uns sofort nicht mehr funktioniert - diese läuft seitdem über eine "iLab-Client"-Software (via Labor vermittelt), die ich von einem USB-Stick starte (dauert zwar länger, dann sind aber die ankommenden Daten, die nach der Entschlüsselung bei O3-Labor mit Klartext-Patientennamen vorliegen, nicht auf dem separaten Internet-PC (dort liegt nur die Verknüpfung, Internet-PC ohne NW-Verbindung zum Praxis-Netzwerk!)... Das Client-Programm wird so konfiguriert, dass die Entschlüsselung der Datei ebenfalls auf dem USB-Stick stattfindet - anschließend Client-Programm beenden (dauert etwas wegen USB-Geschwindigkeit..., also abwarten, bis der dabei erfolgende Datenfluss abgeschlossen ist), USB-Stick am Internet-PC abmelden, an irgendeinem Praxisnetz-Arbeitsplatz anstecken und per TurboMed importieren wie gewohnt. Wichtig ist, dass der USB-Stick für die Labordaten sowohl beim Internet-PC als auch am TurboMed-Arbeitsplatz immer mit demselben lokalen Laufwerksbuchstaben eingebunden wird (dieser darf aber am Internet-PC und an jedem TurboMed-Arbeitsplatz unterschiedlich sein). Das war bei Übertragung per Fax über realen ISDN-Anschluß deutlich komfortabler, da das Starten des iLab-Clients und anschließende Benutzeranmeldung (bislang...) nicht in einem Rutsch erfolgen können und alles etwas mehr Gehirnschmalz und Zeit erfordert...

Da nicht Jeder das Abmelden des USB-Sticks vor jedem Abziehen korrekt abwickelt, ist allerdings der erste Labor-USB-Stick nach über einem Jahr defekt und muss formatiert werden - sowas habe ich aber geahnt und den Inhalt des betriebsbereiten Labor-DFÜ-USB-Sticks auf dem Server mal abgespeichert - kann dann einfach auf einen anderen USB-Stick übertragen werden (und dann Einrichten des neuen USB-Sticks auf die bisher verwendeten Laufwerksbuchstaben je PC !!!)...

Grüße Wahnfried
Benutzeravatar
wahnfried
PowerUser
 
Beiträge: 3241
Registriert: Freitag 13. Januar 2006, 23:46
Wohnort: Braunschweig

Re: Labor-DFÜ über Internet / Fritz!-Fax über VoIP

Beitragvon XRAY » Sonntag 8. April 2018, 18:38

wahnfried hat geschrieben:Ab Herbst 2018 soll es verboten sein, Patienten-Befunde zu faxen. Da dies aber erst für den Herbst angekündigt ist, kann es nicht mit der ab 25.5. gültigen Europäischen Datenschutz-Verordnung zusammenhängen.

Lieber Herr Kollege Wahnfried, gibt es dazu auch eine Quelle? Habe nämlich auf die Schnelle nichts gefunden. Vielen Dank, Grüße, xray
XRAY
 
Beiträge: 168
Registriert: Donnerstag 4. Oktober 2012, 12:32

Re: ISDN-Abschaltung

Beitragvon RAMöller » Mittwoch 11. April 2018, 04:56

Ich habe mal gegoogelt, bei mir kam nur was zum Thema Fahrverbot anstelle Faxverbot.
RAMöller
 
Beiträge: 801
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:42

Re: ISDN-Abschaltung

Beitragvon wahnfried » Mittwoch 11. April 2018, 17:37

Herr Wilharm von der KVN nennt hier im letzten Satz Faxe "nicht zulässig":
viewtopic.php?p=23697#p23697

Dagegen sagt Henrik313 hier, dass Faxe rechtssicher sind:
viewtopic.php?p=23719#p23719

Die KV-RLP äußert sich so und gibt Links zur KVB und BÄK an:
https://www.mit-sicherheit-gut-behandel ... tzung.html

Ich suche noch nach einer Äußerung, die ich nach meiner Erinnerung auch Herrn Wilharm zuschreiben würde, habe sie aber noch nicht gefunden.

Wäre schön, wenn es doch nicht so scharf gilt, wie ich dachte...

Grüße, Wahnfried
Benutzeravatar
wahnfried
PowerUser
 
Beiträge: 3241
Registriert: Freitag 13. Januar 2006, 23:46
Wohnort: Braunschweig

Re: ISDN-Abschaltung

Beitragvon XRAY » Mittwoch 11. April 2018, 18:21

Das Landessozialgericht, die Betreuungsstelle des Amtsgerichts und das Landesamt für Soziales, Jugend und Familie sind nur drei der zahlreichen Behörden, welche Gutachten und Befundscheine per Fax akzeptieren und hierfür spezielle Nummern eingerichtet haben. Und unser Fachanwalt für Medizinrecht nutzt sein Fax auch unentwegt. Scheint mir rechtssicher genug.
XRAY
 
Beiträge: 168
Registriert: Donnerstag 4. Oktober 2012, 12:32

Re: ISDN-Abschaltung

Beitragvon nmndoc » Donnerstag 19. April 2018, 10:50

XRAY hat geschrieben:Das Landessozialgericht, die Betreuungsstelle des Amtsgerichts und das Landesamt für Soziales, Jugend und Familie sind nur drei der zahlreichen Behörden, welche Gutachten und Befundscheine per Fax akzeptieren und hierfür spezielle Nummern eingerichtet haben. Und unser Fachanwalt für Medizinrecht nutzt sein Fax auch unentwegt. Scheint mir rechtssicher genug.


Evtl. vermischen sich in der Diskussion auch zwei unterschiedliche Aspekte.

- Zusässigkeit zB unter dem Aspekt Datenschutz (was, wenn ich das Fax mit dem Patientenbefund an eine falsche Nummer schicke)
- Zusässigkeit/Rechtssicherheit im Sinne von "rechtssicheres Dokument" - vgl. Diskussion E-Mail vs. Fax vs. Brief
nmndoc
 
Beiträge: 1014
Registriert: Donnerstag 17. März 2011, 12:56

Vorherige

Zurück zu Computer (allgemeine Themen)

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste

    rechtliche Hinweise - Disclaimer

    Impressum:

    EWERK Medical Care GmbH
    Postadresse: Markt 16, 04109 Leipzig

    Telefon: 0341 4264977
    Fax: 0341 4264978
    Web: www.ewerk.com
    E-Mail: forum@med-support.de

    Geschäftsführer: Frank Richter, Ingo Günther
    Amtsgericht Leipzig HRB 20896

cron