Verständnisfrage TI-Installation Nebenbetriebsstätte

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Re: Verständnisfrage TI-Installation Nebenbetriebsstätte

Beitragvon lcer » Donnerstag 28. Juni 2018, 13:18

Hallo,
Die "Erstattungsprüfung" erfolgt automatisch über die Abrechnungsdatei(en). Damit das aber funktioniert, sind einige Voraussetzungen zu erfüllen:
1. Getrennte Abrechnungsdateien pro Betriebsstätte
2. Jede Betriebsstätte benötigt eine SMC-B


Das ist soweit richtig - und sowohl Aussage der KV als auch der nicht-TM TI-Experten die den Konnektor bei uns installiert haben sowie der CGM-TI Hotline.

Es gibt aber ein riesengroßes Problem:

Im Turbomed kann man (Stand 18.2.2) die SMC-B in den Praxisdaten zuordnen. Diese Einstellung scheint für die ganze Praxis zu gelten - man kann also der Betriebsstätte der Praxis keine spezielle SMC-B zuordnen! Damit sind alle Prüfnachweise, die die TI generiert nur einer SMC-B zugeordnet und die KV bekommt nix von der zweiten Karte mit. Pech bei der Erstattung der Kosten!

Ich deshalb habe bisher einmal im Quartal die SMC-B für die Praxis geändert - damit von beiden Karten Prüfnachweise generiert werden.

Laut TI-"Experten" müsste im Infomodel für jede Nebenbetriebsstätte ein Mandant angelegt werden, Turbomed sieht aber nur einen Mandanten pro Praxis vor. Damit gehen die Meinungen von CGM-Turbomed und CGM-TI auseinander....

Grüße

lcer
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Re: Verständnisfrage TI-Installation Nebenbetriebsstätte

Beitragvon turbotm » Donnerstag 28. Juni 2018, 17:03

Ich weiß nicht, ob nur die Erstattung das Problem ist. Wenn die Nebenbetriebsstätte nicht als TI betreibende bei der KV bekannt wird, werden demnächst 1% der Auszahlung einbehalten.
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Re: Verständnisfrage TI-Installation Nebenbetriebsstätte

Beitragvon Roland_Colberg » Donnerstag 6. September 2018, 10:08

Bei uns wurde im Juni die TI in folgender Konstellation installiert und läuft, aber das Problem mit den Nebenbetriebsstätten ist nicht gelöst:

    Hauptbetriebsstätte mit Turbomed-Terminalserver, Kocobox-Connector und Kartenterminal mit einer installierten SMC-B (Haupt-BSNR)

    3 Nebenbetriebsstätten über eigenes VPN angebunden arbeiten per RDP-Sessions auf dem Terminalserver. Dort jeweils ein weiteres Kartenterminal, aber ohne SMC-B (die wurden bestellt und geliefert, bis jetzt aber nicht installiert).

    Somit im Infomodell

      1 Mandant
      1 Clientsystem
      9 Arbeitsplätze
      1 SMB
      4 Kartenterminals
      9 CS-AP Objekte
      6 Remote-PIN-KT Objekte
    Stammdatenabgleich funktioniert in allen Betriebsstätten und erfolgt über die SMC-B in der Hauptbetriebsstätte.

    Wir erstellen nach wie vor eine gemeinsame Abrechnungsdatei für alle Betriebsstätten.
Laut KV Bayern bekommen wir jetzt anhand der eingereichten Abrechnung für das 2. Quartal die Kostenerstattung für eine Betriebsstätte (bei weitem nicht kostendeckend) und ab 2019 dann 1% Honorarabzug auf alle in den Nebenbetriebsstätten abgerechneten Leistungen.

In unzähligen Telefonaten mit dem Turbomed-Vertrieb Süd, der TI-Hotline und der KVB bekomme ich widersprüchliche Informationen und gegenseitige Schuldzuweisungen.

Am plausibelsten erscheint mir die Erklärung, dass die Gematik-Spezifikationen von der KVB und der CGM unterschiedlich interpretiert wurden. Das Problem sei bekannt, eine Lösung aber noch nicht in Aussicht (!)

Hat hier jemand die seitens KV verlangte Konfiguration am Laufen?

    Mehrere Betriebsstätten
    Pro Betriebsstätte eine SMC-B in Betrieb
    Eine gemeinsame Abrechnungsdatei
Oder gibt es andere Lösungen?
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Re: Verständnisfrage TI-Installation Nebenbetriebsstätte

Beitragvon Roland_Colberg » Donnerstag 6. September 2018, 10:23

lcer hat geschrieben:Ich deshalb habe bisher einmal im Quartal die SMC-B für die Praxis geändert - damit von beiden Karten Prüfnachweise generiert werden.

Das hatte ich mir auch schon überlegt.

Ich finde in der Abrechnungsdatei hinsichtlich des Stammdatenabgleichs nur Angaben zum Zeitpunkt, Ergebnis, Error-Code und eine "Prüfziffer des Fachdienstes der Onlineprüfung". Letztere müsste dann in verschlüsselter Form die entsprechende BSNR oder die Nummer der SMC-B enthalten.

Haben Sie bei der KV mal nachgefragt, ob dieser Trick funktioniert hat, d.h. ob Sie damit Prüfnachweise von mehreren BSNR in einer Abrechnungsdatei haben?
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Re: Verständnisfrage TI-Installation Nebenbetriebsstätte

Beitragvon lcer » Donnerstag 6. September 2018, 11:23

Hallo,
Haben Sie bei der KV mal nachgefragt, ob dieser Trick funktioniert hat, d.h. ob Sie damit Prüfnachweise von mehreren BSNR in einer Abrechnungsdatei haben?

na bei der KV ist das so:
Die Abrechnungsabteilung verweist auf die IT-TI-Abteilung.
Die wiederum erklärt es einem alles schön allgemein, da si nicht direkt in die Abrechnungsdaten schauen können.

oder so.

Grüße

lcer
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Re: Verständnisfrage TI-Installation Nebenbetriebsstätte

Beitragvon McLeod » Donnerstag 6. September 2018, 11:53

Roland_Colberg hat geschrieben:Wir erstellen nach wie vor eine gemeinsame Abrechnungsdatei für alle Betriebsstätten.

Laut KV Bayern bekommen wir jetzt anhand der eingereichten Abrechnung für das 2. Quartal die Kostenerstattung für eine Betriebsstätte (bei weitem nicht kostendeckend) und ab 2019 dann 1% Honorarabzug auf alle in den Nebenbetriebsstätten abgerechneten Leistungen.

In unzähligen Telefonaten mit dem Turbomed-Vertrieb Süd, der TI-Hotline und der KVB bekomme ich widersprüchliche Informationen und gegenseitige Schuldzuweisungen.

Am plausibelsten erscheint mir die Erklärung, dass die Gematik-Spezifikationen von der KVB und der CGM unterschiedlich interpretiert wurden. Das Problem sei bekannt, eine Lösung aber noch nicht in Aussicht (!)

Willkommen im Club. Ist bei uns -mit allerdings nur noch einer Nebenbetriebsstätte- das gleiche Spiel. CGM (TI, Vertiebspartner und Co.) meint, alles richtig gemacht zu haben, weil ja ein "Prüfnachweis da ist und alle Abrechnungsziffern des Behandlungsfalls auf die Nebenbetriebsstätte eingetragen sind". Das soll angeblich angeblich enstprechend der GEMATik-Spezifikation genügen, weil -laut CGM- eine "Nebenbetriebsstätte keine eigene SMC-B benötigt".
Ich bin da im Moment diesbezgl. aber eher skeptisch. Würde man nämlich dieser Argumentation folgen, ergäbe sich für eine 5-BS-Praxis folgende Situation:
Ein DIY-Bundle + 4 zusätzliche Kartenleser + 1 SMC-B kaufen (Kosten gesamt ca. 5700,- €) und volle Erstattung für 5 Betriebsstätten erhalten (im Moment wohl ca. 15.000,- €).
Kann wohl irgendwie nicht so wirklich im Sinne des Erfinders sein...

Und maßgeblich ist eigentlich auch nur die Meinung der KV (wer zahlt, schafft an) und CGM hat sich als Lieferant nach diesen Vorgaben zu richten. Prinipiell 'ne ganz einfache Sache...

Interessant ist auch, daß die CGM-anhängigen Menschleins alle so getan haben, als hätten Sie von der Geschichte noch nie was gehört. (Geht jetzt schon ein paar Wochen hin und her).
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