"gerichtsfeste" Datensicherung

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Re: "gerichtsfeste" Datensicherung

Beitragvon DrHJvdB » Dienstag 24. November 2015, 14:22

Ich möchte das Thema nicht in seiner Wichtigkeit herabsetzen (wir wollen ja auch einiges dafür tun, s.o.), aber:

ich bin ja nun auch schon seit über 25 Jahren als Kassenarzt zugelassen und hatte diese Fragestellung noch niemals. Ich wurde noch nie gerichtlich belanmgt etc. So wird es doch den allermeisten Kollegen gehen.
Also: das Thema ist sicherlich wichtig, aber viel viel wichtiger finde ich persönlich Themen wie:

-Schnelligkeit des Programmes, z.B. des Laboblattes
-einfache Updates, guter Support
-tatsächliche Innovationen für uns Ärzte
-freie Verfügbarkeit über die eigenen Daten: BDT-SCHNITTSTELLE - also raus aus der totalen Ahängigkeit vom Softwarehersteller. Die Daten gehören der Praxis und deren Patienten, nicht dem Softwarehersteller!
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Re: "gerichtsfeste" Datensicherung

Beitragvon RAMöller » Mittwoch 25. November 2015, 10:47

DrHJvdB hat geschrieben:Schnelligkeit des Programmes, z.B. des Laboblattes
-einfache Updates, guter Support
-tatsächliche Innovationen für uns Ärzte
-freie Verfügbarkeit über die eigenen Daten: BDT-SCHNITTSTELLE - also raus aus der totalen Ahängigkeit vom Softwarehersteller. Die Daten gehören der Praxis und deren Patienten, nicht dem Softwarehersteller!


Absolut einverstanden, Sie bekommen meine volle Zustimmung.
Diese Argumente waren übrigens der Grund, Turbomed als PVS zu nehmen.....
Meine bisherige Lebenserfahrung sagt mir hingegen, dass eine Wiederholung des gleichen Fehlers kein neues Ergebnis mit sich bringt.
So sorry :-)
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Re: "gerichtsfeste" Datensicherung

Beitragvon Stefan » Mittwoch 25. November 2015, 12:19

Na werden wir doch mal konkreter.

Wir haben unsere zu sichernden Daten (Dateien & Ordner), die regelmäßig und zeitnah (schwammiger Begriff) gesichert werden müssen. Im Idealfall werden diese Daten dann mit einer "qualifizierten digitalen Signatur" (Elektronische Signatur) versehen. Diese beinhaltet auch einen Hash-Wert (Prüfsumme), der eine nachträglich Veränderung der Daten detektiert.

Weiterhin wird ein Zeitstempel erzeugt, der rechtssicher belegt, dass zum Zeitpunkt x die Daten vorgelegen haben.

Ob danach das Ganze auf einem WORM-Medium (WORM ; write once read multiple ; z.B. CD, DVD) gespeichert werden muss darüber lässt sich streiten. Durch die elektronische Signatur wird eine nachträgliche Veränderung ja erkannt aber man könnte ausschließen, dass einzelne Datensätze "verschwinden".


Für qualifizierte digitale Signaturen inkl. Zeitstempel listet die Bundesnetzagentur derzeit diese Anbieter auf: Zertifizierungsdiensteanbieter
Wollen für diesen Dienst natürlich Geld sehen. Mit dem elektronischen Heilberufsausweis (monatliche Kosten) soll eine "qualifizierte digitale Signatur" nach SigG übrigens möglich sein. Ein rechtssicherer Zeitstempel wird aber bestimmt nicht ohne einen anerkannten Anbieter (s.o.) möglich sein.
Gruß
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Re: "gerichtsfeste" Datensicherung

Beitragvon Stefan » Mittwoch 25. November 2015, 12:20

Eine ordentliche Dokumentation der Sicherungslösung gehört natürlich auch noch dazu.
Gruß
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Re: "gerichtsfeste" Datensicherung

Beitragvon EWERKER » Mittwoch 25. November 2015, 12:58

Genau so wäre es ok. Die Frage ist nur, will das noch jemand ohne Not bezahlen....

Aber wenn ich das neue e-Health Gesetz anschaue, dann ist das ein Schnäppchen. Aber dafür braucht man einen eigenen Threat.
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Re: "gerichtsfeste" Datensicherung

Beitragvon baerliC30 » Donnerstag 26. November 2015, 10:51

EWERKER hat geschrieben:....

Aber wenn ich das neue e-Health Gesetz anschaue, dann ist das ein Schnäppchen. Aber dafür braucht man einen eigenen Threat.


HiHi... sicher ein Schreibfehler, aber das e-Health Gesetzt betrachte ich auch als Drohung !
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Re: "gerichtsfeste" Datensicherung

Beitragvon mhh » Montag 30. November 2015, 15:44

In der Medizin gibt es wesentlich wichtigere Probleme als ein 'e-health-Gesetz' und Datensicherheit/Dokumentation bis hin zum letzten Gesprächsfetzen!

Es ist höchste Zeit sich als Arzt auch mal wieder den Kernproblemen, sprich der Medizin, zuzuwenden und sich nicht im Gesetzesdschungel (Arbeitsrechts, Gewerberecht, Abrechnungsrecht, Arbeitssicherheitsrecht, Steuerrecht, KV-Recht, Kammerrecht etc. pp mit monatlichen 'Updates'...) zu verlieren, davon wird die Medizin in Deutschland nicht besser. Die Regelungswut kennt ja in D keine Grenzen, von der Wiege bis zur Bahre......der Staat sorgt für Dich, Gehirn bitte ausschalten.... Sorry, ich glaube die wollen einfach keine Einzelpraxen mehr, denn wer soll das noch leisten können, das Ganze hat System, je weniger Ärzte umso billiger wirds im Gesundheitswesen... das Gejammer der politischen Kaste nach aussen, dass es zu wenig Ärzte gäbe auf dem Land, ist nur dem Wunsch nach Wiederwahl geschuldet IMHO. Mit immer noch mehr Knüppeln zwischen den Beinen hat man langsam keine Lust mehr... jetzt bin ich endgültig 'off topic', Entschuldigung.
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Re: "gerichtsfeste" Datensicherung

Beitragvon baerliC30 » Montag 30. November 2015, 16:43

Liebe(r) mhh,
ich stimme ihnen vollständig zu!
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Re: "gerichtsfeste" Datensicherung

Beitragvon lapins » Freitag 4. Dezember 2015, 21:36

auch Affenteppich: äh offtopic

@ mhh ...

so nachlässig wie Sie die Vorschriften aufzählen, frage ich mich, wie sie sich so lange schon in diesem Forum schon halten können, denn ich nehme mal an so lange sind sie schon niedergelassen.

Sie vergessen doch glatt das Medizinproduktegesetz und ich bin sicher sie wissen nix über Brandschutzverordnung und dass sie mit mehr als 100m2 Praxisfläche einen zweiten Feuerlöscher brauchen!

Unmöglich, dieser Schlendrian!

tztz :lol:
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Re: "gerichtsfeste" Datensicherung

Beitragvon lapins » Samstag 5. Dezember 2015, 13:40

Mal ein andere Frage an die "gerichtsfest archivierenden" User. Exportieren sie die TM db in ASCII bzw text-editor lesbare form?

Oder verlassen sie sich darauf, dass ihnen eine Gute Fee ein System mit Betriebssytem, Subsysteme {java, TM} mit Stand 10.11.2006 zur Verfügung stellt, nur weil ihre gezippte Datenbanksicherung (natürlich gerichtsfest) auch vom 10.11.2006 stammt?

Na vielleicht waren da auch 16 bit programme drin ,die sie mit einem neuem Computer mit win7 gar nicht aufrufen können? Haben sie das probiert?

Wie stellt man sich das realistisch vor? Ich Entpacke zB eine 5 Jahre alte TM-Fastobject DASI und starte TM Version von 15q4 und blubb blubb erscheint die Kartei??.


? rLap
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Re: alte Versionen für Daten-Rücksicherung

Beitragvon wahnfried » Sonntag 6. Dezember 2015, 12:09

lapins hat geschrieben:Mal ein andere Frage an die "gerichtsfest archivierenden" User. Exportieren sie die TM db in ASCII bzw text-editor lesbare form?

Oder verlassen sie sich darauf, dass ihnen eine Gute Fee ein System mit Betriebssytem, Subsysteme {java, TM} mit Stand 10.11.2006 zur Verfügung stellt, nur weil ihre gezippte Datenbanksicherung (natürlich gerichtsfest) auch vom 10.11.2006 stammt?

Na vielleicht waren da auch 16 bit programme drin ,die sie mit einem neuem Computer mit win7 gar nicht aufrufen können? Haben sie das probiert?

Wie stellt man sich das realistisch vor? Ich Entpacke zB eine 5 Jahre alte TM-Fastobject DASI und starte TM Version von 15q4 und blubb blubb erscheint die Kartei??.


? rLap

Dasselbe Problem entsteht im Falle eines Regresses - allerdings dann maximal 4 Jahre zurück.

Daher bewahre ich ausgemusterte Notebooks auf und notiere mir, welche TurboMed-Version darauf installiert ist - dann kann ich bei Notwendigkeit das Notebook reaktivieren, habe dadurch ein lauffähiges "älteres" Betriebssystem. Dabei kann ich mir ggfs. ein Notebook heraussuchen, das wenige Versionen vor der gewünschten TurboMed-Version liegt und mache das passende Update. Geht natürlich auch mit Normal-PC - dann aber mit etwas mehr Platzbedarf.

Wenn es eine "etwas neuere" TurboMed-Version wäre, muss nach dem Rücksichern der DaSi eben noch die Datenbankaktualisierung laufen.

Sollte bis XP auf der Festplatte eine Sicherung des TurboMed-Ordners aus verschiedenen Versionen existieren (bei mir benannt als "TurboMed_Versionsangabe", solange gut Platz auf der HDD ist...), weil man vor einem Update den TurboMed-Ordner kopiert, und die passende Version wäre darunter, braucht man nur diesen Ordner als "TurboMed" bezeichnen und nach der Rücksicherung würde die Datenbankaktualisierung entfallen.

Solche Sachen laufen dann selbstverständlich auf Einzelplatz unabhängig vom Produktivsystem. Wie auch für "Experimente" mit Erweiterungen, oder komplexe Suchläufe oder Datenbanküberprüfungen (Probe, ob alles o.k. ist, muß nicht im Produktivsystem laufen - nur falls ein Fehler existiert, muß man dann mal dort 'ran...)

Grüsse, Wahnfried
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Re: "gerichtsfeste" Datensicherung

Beitragvon lapins » Sonntag 6. Dezember 2015, 21:23

GERICHTSFESTES PC-MUSEUM?
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Re: "gerichtsfeste" Datensicherung

Beitragvon wahnfried » Dienstag 8. Dezember 2015, 20:03

lapins hat geschrieben:GERICHTSFESTES PC-MUSEUM?

...nun ja, und wenn die 30-jährige Möglichkeit zum privatrechtlichen Klageverfahren dann um ist, kann man die ältesten PC-chen sicherlich wieder gewinnbringend an Liebhaber verkaufen ;-)

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Re: "gerichtsfeste" Datensicherung

Beitragvon EWERKER » Dienstag 8. Dezember 2015, 20:50

ich hätte heute eine manipulationssichere Dateiablage, ob nun gerichtsfest oder nicht, dringend gebraucht. Aber darüber werde ich in einem neuen Thema berichten. :-(
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Re: "gerichtsfeste" Datensicherung

Beitragvon RAMöller » Freitag 11. Dezember 2015, 20:13

@Gerichtsfestes Hardwaremuseum

Man kann in der Virtualbox verschiedene Windowsversionen vorhalten;
und wenn es nötig sein sollte, auf alte Datensicherungen zurückzugreifen.

So entsteht mit der Zeit ein kleiner Betriebsystemzoo. Auf diese Weise bekommt man auch 16bit Programme auf 64bit Systemen zum Laufen. Mit MS Dos haben wir es noch nicht ausprobiert.
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