Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

Beitragvon elvito » Freitag 10. Oktober 2014, 11:11

Hallo,

Geigenberger hat geschrieben:
elvito hat geschrieben:.... nach Stop der DB mittels TMAdmin, ....

Eine inkrementelle Sicherung der Datenbank ( "PraxisDB" ) wird ziemlich sicher nicht funktionieren, da das Datenbankfile "aus einem Guss" ist und für jedes Backuptool selbst eine winzige Änderung innerhalb dieses EINEN Files immer als Änderung des GESAMTEN Files betrachtet wird.
Ihr Backup-Programm müsste ja sonst die Datei "PraxisDB" "auseinandernehmen", analysieren und dann nur die veränderten Anteile abspeichern und bei Rücksicherungen alles wieder richtig einfügen: Kann mir nicht vorstellen, dass dies funktioniert. Und wenn, dann nur mit "Fast-Object" eigenen Tools.
Wie gesagt: Die "PraxisDB" ist EIN File und kein Ordner, der verschiedene Dateien enthält, die nur zum Teil verändert worden sind. Nur in diesen Fällen macht eine inkrementelle Sicherung Sinn.

Die Ordner, die Ihre sonstigen Dokumente enthalten (z.B. Scans) können Sie natürlich jederzeit leicht inkrementell sichern, auch problemlos im laufenden Betrieb. Aber das entscheidende File "PraxisDB" wird auf jeder Ihrer inkrementellen Sicherungen als "aktualisierte" Version vollständig vorhanden sein.

Viele Grüße
A. Geigenberger


Doch das funktioniert :), nur leider nicht dateibasiert mit robocopy, xcopy und Konsorten :(

Beim blockbasierten Backup geht man eine Ebene tiefer (auf Hardwareebene) als bei einem Backup das auf Dateiebene abläuft. Stellen Sie sich die Datenbank als einen großen Stapel Blätter vor. Die Blätter und deren Inhalt repräsentieren die Daten in der Datenbank. Um diesen Stapel abzulegen müssen alle Blätter in Ordner abgeheftet werden damit man sich noch zurecht findet. Jeder Ordner kann eine bestimmte Anzahl an Blättern aufnehmen (Sektorengröße bzw. Blockgröße). Ist ein Ordner befüllt, wird dieser in einen Schrank gestellt und der nächste Ordner wird befüllt usw. Die Ordner repräsentieren die Blöcke/Sektoren auf Ihrer Festplatte und der Schrank ist die Datei. Wenn nun Veränderungen an der Datenbank vorgenommen werden, werden immer nur einzelene Blätter aus einem bestimmten Ordner herausgenommen und verändert. Sie können jetzt natürlich hergehen, alle Seiten aus allen Ordnern fotokopieren in neue Ordner abheften und in einen zweiten Schrank stellen. Dann haben Sie ein dateibasiertes Backup gemacht bzw. schlicht kopiert, brauchen aber auch Platz für zwei Schränke. Sobald das Zimmer (Festplatte) in dem die Schränke stehen voll ist muss man immer den ältesten Schrank entsorgen um Platz für den nächsten zu machen. Schlauer wäre es aber nur den Ordner aus dem Schrank zu nehmen in dem sich eine veränderte Seite befindet und diesen auszutauschen. Genau das passiert bei einem blockbasierten Backup. Wenn man jetzt noch sicherstellen will, das man später auf den Inhalt des alten Ordners zugreifen kann, hebt man ihn einfach auf und zwar nur diesen einen Ordner. Anhand dieser Analogie wird auch klar warum ein blockbasiertes Backup nur sehr langsam anwächst (nur um die Anzahl an neuen Ordnern pro Version). Man hebt nur einzelen Ordner/Blöcke auf und dupliziert nicht immer den Inhalt des ganzen Schranks. Wenn man die archivierten Ordner jetzt noch mit einem Datum versieht kann man ja jederzeit die veränderten neuen Ordner durch die alten Ordner ersetzen und hat somit wieder exakt die alte Version des Schranks/Datenbank, da sich die restlichen Ordner ja nicht verändern. Die Datenbank bleibt damit weiterhin aus "einem Guß". Wir machen das so von NAS/Praxis zu NAS/Zuhause. Das geht extrem schnell, da nur die veränderten Blöcke übertragen werden müssen und man kann SEHR viele Versionen seiner Daten aufheben.

Leider hat diese Variante den Nachteil (in unserem Fall softwarebedingt), dass sich nicht ohne weiteres einzelne Dateien aus einem Backup durchsuchen/wiederherstellen lassen, sondern immer nur komplette Ordner (Das geht zwar theoretisch auch, aber nur mit teuerer Software). Deswegen haben wir eine Mischung aus dateibasiertem Backup (durchsuchbar z.B. mit Explorer, relativ kurzer Lebensdauer des letzten Backups von ca. 6 Monate, 1x tgl versioniert, einzelene Dateien wiederherstellbar) und blockbasiertem Backup (unbegrenzte Lebensdauer, tgl. 1x versioniert, nur ordnerweise wiederherstellbar, für einzelne Dateien nicht durchsuchbar). Die dafür verwendete Software ist übrigens kostenlos und bei unseren NAS Geräten bereits integriert.

schönen Gruß
elvito
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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

Beitragvon uro_fs » Montag 13. Oktober 2014, 08:11

Ich sichere nur die PraxisDB selber im TMadminmodus - und zwar auf eine interne SSD (der PraxisDB habe ich übrigens eine eigene kleinere Partition auf der SSD zugewiesen).
Das geht rasend schnell (unter 1 Minute), wird zweistündlich ausgeführt und danach greift
die eigentliche Backuproutine auf die gespiegelte Version zu ohne Zugriffs- oder Konsistenzprobleme
und ich vermeide allzu langes arbeiten im Backupmodus.

Einmal täglich wird über Acronis der gesamte TM-Ordner (ohne die PraxisDB) versioniert gesichert.
Der Dokumente-Ordner (ebenfalls eigenständige Partition - auf großer Festplatte) wird in nahzu
Echtzeit über Acronis-Sync-Ordner überwacht und gesichert.

Alle diese Sicherungen laufen ohne weiteres Eingreifen (set it and forget it) und ich kontrolliere
nur gelegentlich die Korrektheit der Sicherungen, was in den letzten 2,5 Jahren grundsätzlich der Fall war.

fs
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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

Beitragvon Geigenberger » Montag 13. Oktober 2014, 08:57

... so machen wir das auch: viewtopic.php?f=11&t=4864&p=27004#p27004
@ elvito: Danke für diese Erklärung!

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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

Beitragvon Henrik313 » Dienstag 14. Oktober 2014, 19:00

Warum macht ihr es euch so schwer?
Die Software Acronis Backup 11.5 kann das alles automatisch. Die 100 € sind sehr gut angelegt.
Man kann einstellen, dass sie nach dem GVS-System (Großvater-Vater-Sohn) täglich um 8 sichert, dabei die täglichen und wöchentlichen Backups zB je 5x vorhält und die monatliche unbegrenzt speichert.
Für die stundenweise Sicherung erstellt man einen benutzerdefinierten Plan der inkrementell stundenweise sichert und diese 2 Tage vorhält.
Und abschließend noch eine Tagesabschlusssicherung, die beim herunterfahren des Rechners starten soll und zB ein Vollbackup auf einen USB-Stick erstellt. 5 Stück benötigt man, einen für jeden Werktag, und diese nimmt man immer mit nach Hause und lässt das Backup am Tagesende über Nacht laufen (bei 120 GB dauert das 2-3h).

Kein Gefrickel, man kommt an die Daten jederzeit heran, auch an einzelne innerhalb eines Backups, die Backups sind passwortgeschützt, VVS wird untertsützt und man kann auch "Vor Backup" und "Nach Backup" Befehle eingeben, da habe ich zB die Datenbank-schließen/freigeben-Befehle drin.

Und man kann mit dem Programm im Zweifel aus einem einmal angelegten Laufwerksbackup das komplette Windows auf einen neuen Rechner wiederherstellen. Es funktioniert sogar, ich habe es einmal ausgetestet.
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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

Beitragvon moose » Mittwoch 15. Oktober 2014, 18:17

inkrementell stundenweise sichert und diese 2 Tage vorhält.


die TM Datenbanksicherung verlangt immer einen exclusiven Zugriff, d.h alle Rechner bis auf den der sichert: TM aus!!
dito für Dokumente etc.

wie kann das Acronis, wenn an allen Arbeitsplätzen Tm läuft?
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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

Beitragvon baerliC30 » Donnerstag 16. Oktober 2014, 17:33

moose hat geschrieben:
die TM Datenbanksicherung verlangt immer einen exclusiven Zugriff, d.h alle Rechner bis auf den der sichert: TM aus!!
dito für Dokumente etc.

wie kann das Acronis, wenn an allen Arbeitsplätzen Tm läuft?


Das TM-Admin versetzt die Datenbank in den Backup-Modus, so dass vorübergehend nichts auf die Platte geschrieben wird. In der Zeit kann ein Backup laufen. Erst bei Beenden des Backup-Modus werden die angefallenen neuen Daten dann aus dem RAM auf die Platte geschrieben.

Ich benutze seit ein paar Jahren Shadow Protect von StorageCraft. Das ermöglicht eine inkrementelle Sicherung im laufenden Betrieb, wobei ich die Datenbank per Steuerbefehl vorher in den Backup-Modus versetze. So ein Backup dauert dann nur wenige Sekunden (unter 30). Die Integrität der Backups wird automatisch geprüft.
Im "worst case" kann man alles auf einem anderen Rechner virtualisert wieder starten.

Vor Acronis hat mich mein befreundeter Informatiker gewarnt. Er betreut eine Firma wo es eingesetzt wurde und es gab Probleme mit der Integrität. Falls es genauer sein soll, muss ich ihn nochmal fragen ...
Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten!
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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

Beitragvon elvito » Dienstag 21. Oktober 2014, 11:41

Hallo,

Henrik313 hat geschrieben:Warum macht ihr es euch so schwer?
Die Software Acronis Backup 11.5 kann das alles automatisch. Die 100 € sind sehr gut angelegt.
Man kann einstellen, dass sie nach dem GVS-System (Großvater-Vater-Sohn) täglich um 8 sichert, dabei die täglichen und wöchentlichen Backups zB je 5x vorhält und die monatliche unbegrenzt speichert.
Für die stundenweise Sicherung erstellt man einen benutzerdefinierten Plan der inkrementell stundenweise sichert und diese 2 Tage vorhält.
Und abschließend noch eine Tagesabschlusssicherung, die beim herunterfahren des Rechners starten soll und zB ein Vollbackup auf einen USB-Stick erstellt. 5 Stück benötigt man, einen für jeden Werktag, und diese nimmt man immer mit nach Hause und lässt das Backup am Tagesende über Nacht laufen (bei 120 GB dauert das 2-3h).


Acronis und anderen Konsorten verwenden meines Wissens alle VVS, d.h. man muss man die TurbomedDB wahrscheinlich nicht mal zwingend in den Backupmodus versetzen. Schon mal ausprobiert ein komplettes Backup wiederherzustellen (auch einzelne Dateien)? Ist die DB danach noch konsistent? Die Acronisversion für 100€ (Desktop) läuft leider nicht auf einem Windows Server OS (habe dies selbst getestet). Die Serverversion kostet so 450€ (Essentials) bzw. 850€ (Vollversion) --> https://store.acronis.com/837/purl-ABR_products_de-DE . Viele Foristen hier verwenden Windows Server da sie z.B. Active Directory zwingend benötigen. Ausserdem ist das aktuellste Acronis TI (2015) eine deutlich beschnittene Version im Vergleich zu den Vorgängern. Für die 800€ würde ich lieber ein NAS mit mehreren Platten im RAID Verbund kaufen, die einzelnen Sticks können ja auch mal kaputt gehen. Welche Version von Acronis verwenden Sie denn genau und welches OS wird damit gesichert?

Henrik313 hat geschrieben:Kein Gefrickel, man kommt an die Daten jederzeit heran, auch an einzelne innerhalb eines Backups, die Backups sind passwortgeschützt, VVS wird untertsützt und man kann auch "Vor Backup" und "Nach Backup" Befehle eingeben, da habe ich zB die Datenbank-schließen/freigeben-Befehle drin.


Wir haben hier auch kein Gefrickel. Ich komme an jede Datei tageweise versioniert (bis 6 Monate in die Vergangenheit) direkt über den Explorer. Ein lokales Backup dauert 25 Minuten, das blockbasierte zu mir nach Hause sogar nur 17 Minuten. Der gesamte Backupvorgang ist vollständig automatisiert (1. Batchdatei mit weniger als 10 Zeilen) und sendet mir am Ende einen Bericht per Email aufs Handy (2. Batchdatei mit 1 Zeile). Wir wollten eben weg von einer Lösung bei der man immer irgendwelche Bänder oder Sticks mit nach Hause nehmen muss, da man dies leider viel zu leicht vergißt usw.

Henrik313 hat geschrieben:Und man kann mit dem Programm im Zweifel aus einem einmal angelegten Laufwerksbackup das komplette Windows auf einen neuen Rechner wiederherstellen. Es funktioniert sogar, ich habe es einmal ausgetestet.


Das macht sicherlich Sinn, wenn jeder Rechner (auch die Reserverechner) identische Hardware haben. Die Migration auf fremde Hardware soll zwar mit Acronis TI auch funktionieren, habe ich aber noch nicht getestet. Je mehr (hardwarespezifische) Software installiert ist desto größer werden wahrscheinlich die dabei auftretenden Probleme sein (Mainboardtreiber, GraKa Treiber usw., keine Ahnung wie Acronis das löst, da nicht ausprobiert...). Um so etwas zu umgehen haben wir den Server virtualisiert und sichern regelmäßig die Snapshots. Da ist die zugrundeliegende Hardware dann vollkommen egal. Man muss halt ein wenig selbst Hand anlegen.

Aber letztenendes führen viele Wege nach Rom. Jede individuelle Lösung hat ihre spezifischen Vor- und Nachteile.

gruß
elvito
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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

Beitragvon Henrik313 » Dienstag 21. Oktober 2014, 12:06

elvito hat geschrieben:Acronis und anderen Konsorten verwenden meines Wissens alle VVS, d.h. man muss man die TurbomedDB wahrscheinlich nicht mal zwingend in den Backupmodus versetzen. Schon mal ausprobiert ein komplettes Backup wiederherzustellen (auch einzelne Dateien)? Ist die DB danach noch konsistent?


Ja, habe ich testweise mal probiert. Man kann die Imagedateien mit Acronis laden (und ich meine auch mit Windows, wenn das Speicherformat ist ein Windows-eigenes, ob das stimmt, keine Ahnung). Hab auch Daten komplett wiederhergestellt und es funktionierte alles. Auf einen alten Laptop habe ich mal den TM-Server migriert, funktionierte auch, war aber nicht ganz einfach, da man vorher spezielle Treiber einladen muss. Aber es ist möglich und wenn man weiß wie es geht ganz easy.

Welche Version von Acronis verwenden Sie denn genau und welches OS wird damit gesichert?

Acronis 11.5 advanced auf Windows 7 x64.

Wir wollten eben weg von einer Lösung bei der man immer irgendwelche Bänder oder Sticks mit nach Hause nehmen muss, da man dies leider viel zu leicht vergißt usw.

Wir haben bewusst keine Internetverbindung in der Praxis. Um die Daten trotzdem räumlich getrennt zu sichern bleiben nur die täglichen USB-Sticks. Die sind auch sehr robust, lediglich Acronis zickt manchmal, dann muss man den USB-Stick einfach leeren. Das kommt alle 4 Wochen vor. Das nervt, ist es aber wert. Auf den Sticks ist alles drauf um notfalls den Server auf einen anderen Rechner spontan zu replizieren, auf den Stick ist als Tagesabschlusssicherung das komplette Serverimage drauf. Haken ist, dass man so zuhause den Datenstand von gestern hat, aber nie vom selben Tag. Das liegt daran, weil die Tagesabschlussicherung 2 Stunden braucht und am Ende des Tages angestoßen wird und über Nacht läuft.
Aber auf den einen Tag verzichte ich notfalls, wenn mal drinne alle Rechner und das (versteckte) NAS geklaut werden.

Henrik313 hat geschrieben:Und man kann mit dem Programm im Zweifel aus einem einmal angelegten Laufwerksbackup das komplette Windows auf einen neuen Rechner wiederherstellen. Es funktioniert sogar, ich habe es einmal ausgetestet.


Das macht sicherlich Sinn, wenn jeder Rechner (auch die Reserverechner) identische Hardware haben. Die Migration auf fremde Hardware soll zwar mit Acronis TI auch funktionieren, habe ich aber noch nicht getestet. Je mehr (hardwarespezifische) Software installiert ist desto größer werden wahrscheinlich die dabei auftretenden Probleme sein (Mainboardtreiber, GraKa Treiber usw., keine Ahnung wie Acronis das löst, da nicht ausprobiert...). Um so etwas zu umgehen haben wir den Server virtualisiert und sichern regelmäßig die Snapshots. Da ist die zugrundeliegende Hardware dann vollkommen egal. Man muss halt ein wenig selbst Hand anlegen.

Klingt gut! Man kann mit Acronis passende Treiber hinzufügen für den neuen Rechner. Es ist eher gedacht (in meinen Augen), um schnell einen neuen Rechner zu kaufen, das zu installieren und es läuft (erstmal) weiter.
Unser Server wird nur leider auch als Desktop produktiv genutzt und hat einige Geräte angeschlossen. Leider sind die so empfindlich dass schon ein Ein- und Ausstecken des USB-Steckers dazu führt, dass die Geräte in TM neu eingestellt werden müssen (bedingt durch Adapter bestimmt). Ich nehme an, als Image wäre das unlösbar. Klingt aber wirklich interessant mit der Virtualisierung. Vielleicht setze ich das beim nächsten Rechnerwechsel in 2-3 Jahren um.

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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

Beitragvon elvito » Dienstag 21. Oktober 2014, 12:30

Hallo,

Sie klingen wie ein passionierter Bastler :) ... schauen Sie man hier --> http://www.administrator.de/forum/acron ... 41168.html

Man kann wohl die Acronis Images direkt in ein VMWare Image umwandeln....

Henrik313 hat geschrieben:Ja, habe ich testweise mal probiert. Man kann die Imagedateien mit Acronis laden (und ich meine auch mit Windows, wenn das Speicherformat ist ein Windows-eigenes, ob das stimmt, keine Ahnung). Hab auch Daten komplett wiederhergestellt und es funktionierte alles. Auf einen alten Laptop habe ich mal den TM-Server migriert, funktionierte auch, war aber nicht ganz einfach, da man vorher spezielle Treiber einladen muss. Aber es ist möglich und wenn man weiß wie es geht ganz easy.


Gut zu wissen. Danke für die Info.

Henrik313 hat geschrieben:Wir haben bewusst keine Internetverbindung in der Praxis. Um die Daten trotzdem räumlich getrennt zu sichern bleiben nur die täglichen USB-Sticks. Die sind auch sehr robust, lediglich Acronis zickt manchmal, dann muss man den USB-Stick einfach leeren. Das kommt alle 4 Wochen vor. Das nervt, ist es aber wert. Auf den Sticks ist alles drauf um notfalls den Server auf einen anderen Rechner spontan zu replizieren, auf den Stick ist als Tagesabschlusssicherung das komplette Serverimage drauf. Haken ist, dass man so zuhause den Datenstand von gestern hat, aber nie vom selben Tag. Das liegt daran, weil die Tagesabschlussicherung 2 Stunden braucht und am Ende des Tages angestoßen wird und über Nacht läuft.
Aber auf den einen Tag verzichte ich notfalls, wenn mal drinne alle Rechner und das (versteckte) NAS geklaut werden.


Die Praxis bei uns hat ein massives Bügelschloß an der Tür und die Hardware ist nochmals einzeln mittels einzementiertem Kensigton-Lock gesichert. Ich habe mehr Angst vor Feuer- und Wasserschäden als vor Diebstahl. Da zusätzlich übers Inet gesichert wird haben wir die Daten doppelt und dreifach :)

Henrik313 hat geschrieben:Ich nehme an, als Image wäre das unlösbar. Klingt aber wirklich interessant mit der Virtualisierung. Vielleicht setze ich das beim nächsten Rechnerwechsel in 2-3 Jahren um.


Wenn Sie das mit einer Migration von Trueimage nach VMWare (siehe Link oben) evtl. mal ausprobieren sollten, wäre es nett, wenn Sie Ihren Erfahrungsbericht hier veröffentlichen könnten. Es gibt bei VMWare zeitlich begrenzte Demoversionen, damit kann man das gut testen... Ein neuer Thread mit aussagekräftiger Überschrift wäre gut, weil hier findet das sonst niemand.

schönen Gruß
elvito
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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

Beitragvon turbotm » Samstag 15. November 2014, 22:46

Hallo elvito.
Ich wollte noch etwas zur Sicherung der Datenbankdateien anmerken. Wenn man eine blockbasierte Sicherungslösung verwendet dann ist es nicht notwendig immer die komplette Datenbank zu übertragen, sondern eben nur die veränderten Blöcke. Damit dauert bei uns mit maximal 3Mbit Upload eine versionierte Sicherung vom NAS in der Praxis via Internet und VPN zum NAS bei mir zuhause nur 17 Minuten :). Eine blockbasierte Sicherungslösung ist bei vielen NAS Geräten bereits kostenlos integriert. Ein weiterer Vorteil ist, das ein blockbasiertes Backup auch bei sehr vielen Versionen nur langsam anwächst. Falls jemand Interesse hat kann ich evtl. mal eine Anleitung schreiben wie sowas umgesetzt werden kann.


Interesse besteht!!

Konzept ist:
Win Server 2012R12, SSD im RAID, zwei weitere interne HD, Terminalbetrieb.

Kontrolle der SSD-Zustände 1x Woche und Meldung per eMail, bei RAID-Problemen Meldung per eMail. Einen identischer Server ohne Festplatten (und weniger Speicher) halte ich vor, bei Ausfall der Hardware können so einfach beide SSD und die HD gewechselt werden und das System ist wieder betriebsbereit.

Es wird das Betriebssystemeigene Bakupsystem (ist ja auch Schattenkopie) genutzt. (Mit Acronis auf Win7 hatte ich immer mal Probleme, für Server eh viel zu teuer)
Am ersten Sonntag im Monat Vollbackup, jeden anderen Sonntag inkrementelles Backup der Systemplatte C:, die letzten 5 Vollbackups werden vorgehalten. (ja, wenn der Virus sich schon vor einem halben Jahr eingenistet hat, hilft nur noch Neuinstallation....)

Jeden Abend robocopy des Laufwerkes T: mit dem Kompletten Turbomed, Vormittags ein mal robocopy der TM-DB. (Einen halben Arbeitstag können wir nacharbeiten.)

Frage nicht geklärt, was mache ich, wenn versehentlich ein Dokument aus TM gelöscht wurde. Soll ich den Dokumetenordner evtl zusätzlich mit xcopy sichern? Ob ich dann das gelöschte Dokument wiederfinde ist allerdings auch fraglich?

Außerdem jeden Abend robocopy der persönlichen Dokumente, diese allerdings jeweils in einen Wochentagsordner (also, Sicherung vom Montag in Ordner Montag etc.), Lufu Datenbank, Faxe und noch nicht abgearbeitete Dinge wie Labor, nicht zugeordnete Scans, Bilder und Sono.
eMails sind über IMAP gesichert.
Ich habe den Vorteil, dass meine NAS (Synologie) im Keller der Klinik steht, in der wir unsere Räume gemietet haben. Primär sichere ich auf eine zweite interne HD, von der ich dann via LAN auf die NAS kopiere. (Falls es doch einmal brennt.... oder ein Dieb glaubt, unser Server wäre viel wert..)
Ausführungen bzw. Fehler werden über emal (blat) bestätigt.

Irgendwelche Kommentare oder Vorschläge wären willkomen.

Zu meiner Frage:
Was hat es mit der blockweisen Sicherung auf sich? Bisher geht es tatsächlich relativ lange, bis alle Daten auf der NAS sind. Kann man das beschleunigen?
Danke für Kritik.
Herzlichen Gruß an dieses geniale Forum
Maier
turbotm
 
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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

Beitragvon elvito » Samstag 15. November 2014, 23:51

Hallo,

turbotm hat geschrieben:Frage nicht geklärt, was mache ich, wenn versehentlich ein Dokument aus TM gelöscht wurde. Soll ich den Dokumetenordner evtl zusätzlich mit xcopy sichern? Ob ich dann das gelöschte Dokument wiederfinde ist allerdings auch fraglich?


Wir machen das so:
Praxis NAS ist ein DS 413j (1. Volume 2x2TB mit SHR 2. Volume 2x2TB ebenfalls SHR)
NAS bei mir zuhause ist ein DS 214 (1 Volume mit 2x4TB SHR)

1. Eine Freigabe auf dem NAS (Volume 1) wird mittels Batchscript im Win Server eingebunden
2. In diese Freigabe wird vom TM Ordner mittels robocopy einen inkrementelle 1:1 Kopie erstellt (inkl. korrekter Timestamps).
3. Auf dem NAS wird 1xtgl wenn o.g. Vorgang abgeschlossen ist, dieser Ordner mittels dem Synologyprogramm TimeBackup (auf Volume2) gesichert. Timebackup ist so eingestellt, dass eine Version nach 3 Monaten gelöscht wird. Wenn Sie hier entsprechend große Platten verwenden kann das auch z.B. ein Jahr sein.
4. Wenn wiederum o.g. Vorgang abgeschlossen ist wird mit dem Synologyprogramm Datensicherung&Replikation blockbasiert über eine VPN Verbindung die robocopy Tagessicherung auf das zweites Synology NAS bei mir zuhause übertragen.

turbotm hat geschrieben:Außerdem jeden Abend robocopy der persönlichen Dokumente, diese allerdings jeweils in einen Wochentagsordner (also, Sicherung vom Montag in Ordner Montag etc.), Lufu Datenbank, Faxe und noch nicht abgearbeitete Dinge wie Labor, nicht zugeordnete Scans, Bilder und Sono.
eMails sind über IMAP gesichert.


Die wichtigen Ordner würde ich alle bei Timebackup inkludieren. Sie können auch mehrere Timebackupjobs anlegen. Solche Ordner könnten Sie dann auch im 15 Minutenrhythmus sichern. Das Limit hierbei ist nur der Plattenplatz. Pro Version belegen nur die veränderten Dateien neuen Plattenplatz.

Der zwei großen Vorteile von Timebackup sind, dass a) Sie einzelne Dateien wiedeherstellen können und b) sie die Versionen mit dem Dateiexplorer unter Windows betrachten können und z.B. auch einzelne Dateien herauskopieren. Der Nachteil ist, dass es ein dateibasiertes Backup ist. Das bedeutet, dass wenn Sie z.B. den Turbomedordner sichern, Sie für jeden Tag bzw. Version mindestens 3Gig Platz auf den Platten belegen müssen, da allein die TM DB Dateien ca. 3Gig haben. Timebackup macht also pro Version eine Kopie der kompletten Datei. Bei einem blockbasierten Backup belegen nur die Änderungen innerhalb einer Datei bzw. neue Dateien die vorher noch nicht da waren weiteren Plattenplatz. Da immer die veränderten Datei komplett neu geschrieben werden, braucht ein dateibasiertes Backup über eine langsame Leitung/Internet auch wesentlich länger als eine blockbasierte Lösung.

Wenn Sie nur mit "Datensicherung&Replikation" sichern, wachsen die Backups nach einer ersten Sicherung kaum noch an, jedoch können Sie hier nur komplette Ordner wiederherstellen und diese Ordner im Vorfeld nicht durchsuchen.

Deswegen machen wir beides.

turbotm hat geschrieben:Zu meiner Frage:
Was hat es mit der blockweisen Sicherung auf sich? Bisher geht es tatsächlich relativ lange, bis alle Daten auf der NAS sind. Kann man das beschleunigen?
Maier


Die Vorteile eine blockbasierten Backups sind das hohe Tempo und der geringe Plattenplatzbedarf. Ich hab das Prinzip des blockbasierten Backups ein paar Beiträge weiter oben schon recht anschaulich erklärt. Nur die erste Sicherung dauert damit elend lange. Jedes weitere geht dafür dann superflott :) Da Sie schon ein Synology NAS haben schauen Sie sich die zwei Sachen doch mal an --> https://www.synology.com/de-de/dsm/5.1/live_demo

schönen Gruß
elvito
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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

Beitragvon turbotm » Montag 17. November 2014, 16:07

Hallo Elvito und erst einmal dankeschön, dass Sie sich so viel Zeit für eine Antwort genommen haben.
Ich gebe zu, ich mußte mehrmals nachlesen und versuche zu rekapitulieren.
1. Sie kopieren (inkrementell mit Robocopy) auf eine NAS
2. Sie erstellen von dieser Kopie auf der NAS ein Backup (mit der NAS eigenen Software Time Stamp, "damit lassen sich Daten auf einer Zeitachse durchsuchen und wiederherstellen")
3. Sie sichern dieses Backup blockbasiert auf eine andere NAS (mit der NAS eigenen Software Datensicherung und Replikation. Diese "ermöglicht die Datensicherung von einem Volume auf ein anderes innerhalb einer DiskStation oder von einer DiskStation zu einer anderen oder zu anderen rsync-kompatiblen Servern sowie zu Amazon S3/Glacier")

Richtig?

Für mich hieße das aber:
Um die Geschwindigkeit der blockbasierten Sicherung zu nutzen, bräuchte ich eine zweite Synologie, die über USB3 oder LAN (was wäre schneller?) an meinem Server hängt und von der ich dann blockbasiert auf die außerhaus stehende NAS sicher?

Gruß und Dank
Maier
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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

Beitragvon elvito » Mittwoch 26. November 2014, 12:01

Hallo,

turbotm hat geschrieben:Hallo Elvito und erst einmal dankeschön, dass Sie sich so viel Zeit für eine Antwort genommen haben.
Ich gebe zu, ich mußte mehrmals nachlesen und versuche zu rekapitulieren.
1. Sie kopieren (inkrementell mit Robocopy) auf eine NAS
2. Sie erstellen von dieser Kopie auf der NAS ein Backup (mit der NAS eigenen Software Time Stamp, "damit lassen sich Daten auf einer Zeitachse durchsuchen und wiederherstellen")
3. Sie sichern dieses Backup blockbasiert auf eine andere NAS (mit der NAS eigenen Software Datensicherung und Replikation. Diese "ermöglicht die Datensicherung von einem Volume auf ein anderes innerhalb einer DiskStation oder von einer DiskStation zu einer anderen oder zu anderen rsync-kompatiblen Servern sowie zu Amazon S3/Glacier")
Richtig?



Genau. Amazon etc. würde ich jedoch nicht machen, weil die Daten nicht verschlüsselt sind. Kann man natürlich machen wenn man vorher verschlüsselt nur ist hierfür der Prozessro der meisten NAS Geräte zu schwach, und das dauert dann ewig.

turbotm hat geschrieben:Für mich hieße das aber:
Um die Geschwindigkeit der blockbasierten Sicherung zu nutzen, bräuchte ich eine zweite Synologie, die über USB3 oder LAN (was wäre schneller?) an meinem Server hängt und von der ich dann blockbasiert auf die außerhaus stehende NAS sicher?


Sie können auch blockbasiert auf das selbe Gerät sichern (dafür müssen Sie jedoch ein zweites Volume anlegen), aber wozu? Sie haben ja schon die versionierte dateibasierte Sicherung mit Timebackup. Der Vortzeil wäre halt das es schneller als Timebackup ist (beim selben Gerät vernachlässigbar) und wesentlich weniger Speicherplatz benötigt. Sie brauchen nicht unbedingt ein zweites NAS weil Sie das blockbasierte Backup auch auf eine externe Festplatte oder Stick spielen können. Das muss man dann halt immer mitnehmen was etwas nervig wäre. Zur Frage USB3 oder LAN... da kommts natürlich drauf an was für ein Netzwerk sie haben (100mbit, 1Gigabit oder evtl sogar noch schneller). Mit dem blockbasierten Backup können Sie halt sehr schnell über eine relativ langsame Leitung (Internet) ihre täglichen Backups machen. Deswegen haben wir das so eingerichtet. Die räumliche Trennung der zwei NAS macht Sinn falls eines der beiden NAS zerstört wird (Wasserschaden, Brand etc.).

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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

Beitragvon schmidt-dietrich » Donnerstag 27. November 2014, 11:37

Ee würde mich da jetzt auch frischer 2. Synology Benutzer sehr freuen, wenn SIe mir mal Tips gegben könnten wie sie automatisert denn Tranfsfer -> Praxis-Nas ==> home-Nas installiert haben...?

Habe jetz 2 Fritzboxen besorgt und ne VDSL-Verb. auch sodaß da ja endlich automatisch alles laufen könnte..........
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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem Programm RoboMirror?

Beitragvon elvito » Donnerstag 27. November 2014, 13:07

Hallo,

schmidt-dietrich hat geschrieben:Ee würde mich da jetzt auch frischer 2. Synology Benutzer sehr freuen, wenn SIe mir mal Tips gegben könnten wie sie automatisert denn Tranfsfer -> Praxis-Nas ==> home-Nas installiert haben...?

Habe jetz 2 Fritzboxen besorgt und ne VDSL-Verb. auch sodaß da ja endlich automatisch alles laufen könnte..........


das ist eigentlich ziemlich simpel. Voraussetzung ist, das die Ihre beiden Netzwerke ein unterschiedliches Subnetz verwenden. Bsp: Netz A (Synology 1) 192.168.1.x Netz B (Synology 2) 192.168.2.x sonst funktioniert das mit dem VPN nicht.

Als nächstes müssen Sie dynamische DNS einrichten. Bei einer DSL Verbindung bekommen Sie jedesmal wenn die Verbindung unterbrochen wurde und neu wiederhergestellt wird eine neue öffentliche IP Adresse zugewiesen (Die aktuelle IP Adresse können Sie z.B. in der Weboberfläche der Fritzbox sehen oder bei bestimmte Webseiten z.B. hier --> http://www.wieistmeineip.de/). Bei den meisten Internetanbieter kann man sich gegen einen geringen Aufpreis auch eine feste öffentliche IP Adresse geben lassen. Dann brauchen Sie natürlich kein dynDNS. Hier eine Liste von Anbietern bei denen man dynDNS realisieren kann -->
1. DynDNS http://de.dyn.com/dns/ (kostenpflichtig aber sehr gut)
2. noIP http://www.noip.com/ (kostenlos für 3 Hosts, da gab es aber in der Vergangenheit mal rechtliche Probleme, woraufhin der Dienst ein paar Tage nicht mehr erreichbar war. Deswegen verwende ich es nicht mehr)
3. Allinkl http://all-inkl.com/ (die Königslösung, da kriegt man eine Reihe exzellenter Dienste wie z.B. webspace, emailadressen, eigene Domain, dynamische DNS u.v.m. in einem Paket, wir verweden diese Lösung)

es gibt aber noch viel mehr, einfach mal googlen. Zum ausprobieren reicht noip.com vorerst vollkommen aus. Sobald Sie sich registriert haben müssen Sie den dynDNS Anbieter in der Weboberfläche Ihrer beiden Fritzboxen eintragen. Sie können Ihrem einen Standort z.B. den Namen praxis.noip.com und dem anderen den Namen home.noip.com geben (Das müssen Sie auf der Homepage des dyDNS Anbieters einrichten). Wenn das korrekt eingerichtet ist sollten die beiden fritzboxen unter diesen Namen von überall aus immer erreichbar sein, egal wie die aktuelle IP Adresse gerade ist.

Als nächstes können Sie diese Anleitung von AVM befolgen --> http://avm.de/service/vpn/praxis-tipps/ ... inrichten/ . Kurzform: Laden Sie das Hilfsprogramm zur Einrichtung der VPN Verbindung zwischen zwei Fritzboxen herunter, tragen die jeweiligen dynDNS Namen ein. Es werden zwei Konfigurationsfiles erzeugt (wahlweise verschlüsselt, falls Sie diese per Email versenden möchten). Jeweils das passende Configfile auf die Fritzboxen spielen, Fritzbox neu starten und die Häckchen setzen, dass die Verbindung dauerhaft gehalten werden soll.

Jetzt können Sie probieren ob Sie über das Internet die jeweiligen Fritzboxen anpingen können. Dazu unter Windows eine Konsole öffnen Start --> Ausführen --> cmd.exe --> dort eingeben
Code: Alles auswählen
ping <IP Adresse der anderen Box>
Beispiel:
Ihre Fritzbox zuhause hat die IP Adresse 192.168.1.1 und die IP Adresse der Fritzbox in der Praxis hat 192.168.2.1. Wenn Sie zuhause sind muss es also heißen
Code: Alles auswählen
ping 192.168.2.1
. Natürlich sind über diese VPN Verbindung nicht nur die Fritzboxen miteinander verbunden sondern ALLE Geräten in beiden Netzen. Dies bitte auch in Sicherheitsvorkehrungen einfließen lassen. Ein Virus zuhause kann also über die VPN Verbindung auch auf das Praxisnetzwerk übertragen werden und vice versa! Das ist übrigens auch sehr praktisch weil Sie so mittels remote Desktop z.B. auf Ihren Server von zuhause aus zugreifen können. Da kann man sich die Lizenzgebühren für Teamviewer sparen :)

Wenn also die VPN Verbindung steht, können Sie auch über die VPN Verbindung auf das Webinterface des Synology am anderen Standort zugreifen. Das erleichtert die Einrichtung ungemein. Dazu einfach die IP Adresse der gewünschten Synos in der Adresszeile des Browsers eintragen. Als Datensicherungsziel beim Synology (Praxis) tragen Sie nun einfach die IP Adresse des Synology (Zuhause) ein. Vorher müssen beide Synologies natürlich noch entsprechend konfiguriert werden. Hierfür gibt es zahlreiche Anleitungen vom Hersteller. Dieses hier sollte reichen für das blockbasierte Backup --> https://www.synology.com/en-us/knowledg ... orials/461 dieses für Timebackup --> https://www.synology.com/en-us/knowledg ... orials/527 . Aber vorsicht, Timebackup braucht mehr Bandbreite, da es dateibasiert ist (Siehe die Beiträge weiter oben). Falls Sie damit noch Probleme haben melden Sie sich einfach nochmal.

schönen Gruß
elvito
elvito
 
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