Zeitaufwand Update

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Zeitaufwand Update

Beitragvon mhh » Donnerstag 6. Dezember 2018, 13:56

Seit über 5 Jahren habe ich einen Xenon Server 2008 R2 mit SSD. Zu Beginn liefen die Updates 'rasant' innerhalb einer guten Stunde (ca. 70-80min) inkl. Datenbankbackup, Dantebankreorganisation und allen Neustarts durch. Aber seit einiger Zeit veranschlage ich knapp 3 Stunden, also das Doppelte.

Was programmiert CGM hier eigentlich zusammen? Selbst nach heutigen Maßstäben ist der Server nicht lahm und andere Updates laufen unverändert schnell. Kann mit das jemand erklären. Meine Arbeitszeit ist auch meine Lebenszeit und rund 1 1/2 Arbeitstage pro Jahr nur mit TM-Updates zuzubringen ist auch nicht mein Traum....
Martin H.
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Re: Zeitaufwand Update

Beitragvon Max » Donnerstag 6. Dezember 2018, 14:21

Interessant wäre doch zu wissen an welcher Stelle es hakt. Dauert die Sicherung so lang? Die Installation? Die Datenbankaktualisierung? Die Neustarts?
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Re: Zeitaufwand Update

Beitragvon Forti » Freitag 7. Dezember 2018, 01:34

1) TM liegt hoffentlich nicht auf Systemlaufwerk (kein Schreibcache bei 2k8r2).

2) Wie alt ist die SSD, auf der TM läuft?
-> Crystaldiskinfo verwenden. Status SSD <91% -> Tauschen, weil verschlissen*.
-> Neue SSD nur zu 90% verwenden, also Partition für TM = Speicherplatz minus 10% (um der SSD etwas mehr Luft für Auslagerung zu geben).

* Verschleiß meint hier nicht Totalausfall, sondern dramatische Performanceeinbrüche. Siehe Benchmarks unten...

Ich tausche die TM-SSD inzwischen alle 15-18 Monate, weil die dann langsam werden. Merkt man auch im allgemeinen Betrieb bei Schreibvorgängen, z.B. Schließen von PDFs im Adobe Reader.
Davon sind auch Samsung PRO betroffen, die gern als Mittelweg zwischen Consumer-Zeugs und Edel-SSD (SLC usw.) herhalten.
Hab gerade nach Beschwerden eine 840er PRO (mit 81% / hatte 86TeraByte TBW) durch 860er ersetzt (sektorweise geclont, nicht defragmentiert). Im Ergebnis läuft die Box wie neu.

Die 840 Pro aus Dezember 2016, also 2 Jahre:

2016:
Code: Alles auswählen
Sequential Read (Q= 32,T= 1) :   530.366 MB/s
Sequential Write (Q= 32,T= 1) :   514.657 MB/s
Random Read 4KiB (Q= 32,T= 1) :   399.738 MB/s [ 97592.3 IOPS]
Random Write 4KiB (Q= 32,T= 1) :   280.423 MB/s [ 68462.6 IOPS]
Sequential Read (T= 1) :   318.151 MB/s
Sequential Write (T= 1) :   495.142 MB/s
Random Read 4KiB (Q= 1,T= 1) :    29.729 MB/s [  7258.1 IOPS]
[b]Random Write 4KiB (Q= 1,T= 1) :    90.735 MB/s [ 22152.1 IOPS][/b]


2018:
Code: Alles auswählen
Sequential Read (Q= 32,T= 1) :   525.518 MB/s
Sequential Write (Q= 32,T= 1) :   210.185 MB/s
Random Read 4KiB (Q= 32,T= 1) :   343.245 MB/s [ 83800.0 IOPS]
Random Write 4KiB (Q= 32,T= 1) :    13.639 MB/s [  3329.8 IOPS]
Sequential Read (T= 1) :   495.794 MB/s
Sequential Write (T= 1) :   144.086 MB/s
Random Read 4KiB (Q= 1,T= 1) :    25.189 MB/s [  6149.7 IOPS]
[b]Random Write 4KiB (Q= 1,T= 1) :     2.386 MB/s [   582.5 IOPS][/b]


Ziemlich deutlich...

have a nice day
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Re: Zeitaufwand Update

Beitragvon mhh » Freitag 7. Dezember 2018, 07:35

Vielen Dank für die Tipps.

Die Installation ist die Ursache für den erhöhten Zeitbedarf. Datensicherung etc. läuft wie immer.

Betriebssystem / TM / Datenbank alles auf unterschiedlichen Laufwerken. Die Performance der SSD ist bei anderen Programmen unverändert schnell, kein merklicher Unterschied in all den Jahren.

Die Installation/Update z.B. von MedOrganizer läfut immer noch in nahezu Sekundenschnelle.

TM ist grundsätzlich ein 'kleines' Programm verglichen mit Office und ähnlichen Kalibern. Hier laufen die Updates in null komma nichts...

Ich dachte es läge an TM und wollte einfach wissen ob es anderen genauso geht. Aber offensichtlich ist es ein isoliertes Problem bei mir und speziell nur bei der TM Installation. Komisch....
Martin H.
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Re: Zeitaufwand Update

Beitragvon mhh » Freitag 7. Dezember 2018, 07:56

Ergänzend noch:

ca. 70% Speicherplatz auf SSD ist frei, die SSD ist eine Server SSD, SLC, Hersteller müsste ich nach den Jahren nachschauen, war teuer....
Geschwindigkeit werde ich noch messen, aber nachdem alles anderen unverändert schnell läuft glaube ich eher dass der TM Updateprozess deutlich leistungshungriger geworden ist.
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Re: Zeitaufwand Update

Beitragvon redwulf » Freitag 7. Dezember 2018, 07:57

mir geht es ähnlich wie Ihnen, trotz neuer hardware sind auch bei mir 2, 5 bis 3 Stunden Dauer " normal",

Gruß
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Re: Zeitaufwand Update

Beitragvon gpfeilm » Freitag 7. Dezember 2018, 10:45

Ein Faktor dürfte auch die Größe der Updates sein. Die aktuelle Version 18.4.2.3955 belegt 6,36 GB ausgepackt. Frühere Updates passten noch auf 4,7 GB-DVDs. Das ist vermutlich Zusatzmoduln wie CGM Assist, Impfdoc, iFap, IV-Verträge (1,6 GB), TM-Net, etc. geschuldet, die nicht jeder einsetzt, die aber trotzdem installiert werden.
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Re: Zeitaufwand Update

Beitragvon gpfeilm » Freitag 7. Dezember 2018, 11:22

"ausgepackt" bezieht sich nur auf die ZIP-Datei vom Download. Darin enthalten sind natürlich jede Menge Module, die immer noch als gepackte .CAB, .MSI-Dateien vorliegen und bei der Installation extrahiert werden - sonst wäre das Update noch größer.
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Re: Zeitaufwand Update

Beitragvon DrHJvdB » Freitag 7. Dezember 2018, 11:56

Es geht auch anders: bei mir dauert das Update des Servers ca. 8 Minuten und das Update der einzelnen Stationen jeweils ca. 20 Sekunden :-)
Das geht auch mal während einer kleinen Kaffeepause...
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Re: Zeitaufwand Update

Beitragvon Forti » Freitag 7. Dezember 2018, 14:31

Medical Office schafft die Updates in Sekunden.
Und bei der InSuite von DocCirrus bemerkt man die Updates sogar dann nicht, wenn sie tagsüber automatisch und zentral eingespielt werden.
Und wenn wir schon sticheln wollen: Diese beiden Programme laufen auch im Terminalbetrieb vorzüglich :)

Zurück zu TM:
TM ist sicherlich an einem Punkt angekommen, an dem ein vollständiger Rewrite unumgänglich ist. Das betrifft aber auch ALBIS und so weiter. Es sind halt immer noch Programme aus den 1990ern.
Erinnert sich noch jemand an LEISYS (DOS)? War auch irgendwann nicht mehr sinnvoll, irgendwelche Anbauten zu integrieren.
Im Audiobereich haben z.B. Cubase (VST -> SX) und CoolEdit/Adobe Audition (3 -> CS) einen Reboot erfahren. Nicht allseits geliebt, aber erfolgreich.

Updatedauer:
Während ich in den Praxen eine Bandbreite von knapp 30 Minuten für einen (Terminal-)Server bis zu knapp 70 Minuten für ein Vollupdate beobachten kann (ab Download-Ende über Entpacken, Update IFAP, TM, Datenbankaktualisierung bis Ende Wartungslauf Medikamente), fallen zwei Dinge negativ auf:

1) Das Entpacken der Archive dauert lange, ist allerdings direkt
- von der Einzelkerngeschwindigkeit abhängig. Grob gesagt: Ein Vierkerner mit 3,7 GHz schafft das fast doppelt so schnell wie ein Sechskerner mit 2,2 GHz.
- von der Laufwerksgeschwindigkeit abhängig. Download auf HDD; Entpacken auf SSD und Installation von dieser SSD auf die TM-SSD ist mutmaßlich die schnellste Variante.
Virenscanner abschalten ist zweckmäßig.
Seitens CGM wäre es freundlich gewesen, eine "schnellere" Kompression zu verwenden.

- Die Installation von TM mit IFAP und Anhang geht recht fix, braucht aber manchmal ewig für Microsoft-Komponenten am Ende (Windows-Installer...). Ich habe aber noch keinen Nebeneffekt beim Abschuss dieser wiederkehrenden Komponenteninstallation entdeckt.

so far...
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Re: Zeitaufwand Update

Beitragvon Forti » Freitag 7. Dezember 2018, 14:37

mhh hat geschrieben:Vielen Dank für die Tipps.
Betriebssystem / TM / Datenbank alles auf unterschiedlichen Laufwerken. Die Performance der SSD ist bei anderen Programmen unverändert schnell, kein merklicher Unterschied in all den Jahren.


Gern.
Die sinkende Leistung einer SSD bemerkt man im Regelfall erst einmal dort, wo intensive Schreibzugriffe sinnvollerweise ohne großes Caching passieren: Große Dateiübertragungen und Datenbankstakkato.
SSD leiden am meisten unter Datenbankoperationen und Windows-Logdateien.
Deswegen die Messungen.

Mit einer USV für den Server kann man ganz entspannt auf Hybrid-RAID-Cache-Controller zurückgreifen (Adaptec) oder, wer es mag, auf VeloSSD als Mittelweg. Verlängert das (Hardware-)Leben.

Nu aber...
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Re: Zeitaufwand Update

Beitragvon Heilberger » Freitag 7. Dezember 2018, 15:50

lieber Kollege! ein Server, der über 5 Jahre auf dem Buckel hat, gehört halt leider schon zum "alter Eisen". Meiner ist 3 Jahre alt. Bei 110 000 Patienten dauert das update insgesamt ca. 70 minuten. Vor 3 Jahren dauerte es 30 Minuten. Auf meinem externen Ultra-Laptop (1 Monat alt) dauert es 15 Minuten. An der Dauer der Prüfung der Praxisdatenbanken sieht man sehr schön, ob die eigene Hardware ausreicht. Die Lösungen ergeben sich aus dem Chat: 1. neuer Server oder 2. neue Software oder 3. Geduld beim update. Sie müssen also entweder Zeit oder Geld investieren! Ich habe mich trotz der vielen Probleme an TM gewöhnt und möchte eigentlich nicht mehr umsteigen. Ich investiere daher regelmäßig in neue Hardware. Gruß
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Re: Zeitaufwand Update

Beitragvon RAMöller » Freitag 7. Dezember 2018, 17:34

Wir tauschen hin und wieder die Mainboards mit Prozessoren aus, danach läuft es schnell, das Update ging in 10 Minuten (mit SSD) remote.
OK, man braucht schon die neuesten Sachen. TM ist etwas barock geworden.
Aber 5 Jahre alte Hardware ist schon ein wenig grenzwertig, könnte sein, dass bei Auslastung die Prozessorkühlung nachläßt und der PC runtertaktet.
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Re: Zeitaufwand Update

Beitragvon danspie » Freitag 7. Dezember 2018, 19:19

Aber wir sind Praxen mit eigentlich wenig rechenintensiven Aufgaben. Wenn eine Design-Firma mit aufwändigen 3D-Studien alle 5 Jahre neue Server benötigt ist das ja in Ordnung, nicht aber die Anforderung von Rechenpower nur für das Update ]eines Arztprogrammes an einigen wenigen Tagen im Jahr. An den restlichen 350 Tage im Jahr dagegen langweilt sich ein 5 Jahre alter Server vor sich hin.
Aber zum Glück geht mich das Problem nichts mehr an - ich erfreue mich an einem neuen Arztprogramm, deren Server-Updates mit ebenfalls ca. 5 Jahre alter Serverhardware in unter 10 Minuten erledigt ist, die Clients in ca. 1-2min (sofern sie nicht per VPN angebunden sind).
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Re: Zeitaufwand Update

Beitragvon mhh » Freitag 7. Dezember 2018, 21:31

danspie hat geschrieben:Aber wir sind Praxen mit eigentlich wenig rechenintensiven Aufgaben. Wenn eine Design-Firma mit aufwändigen 3D-Studien alle 5 Jahre neue Server benötigt ist das ja in Ordnung, nicht aber die Anforderung von Rechenpower nur für das Update ]eines Arztprogrammes an einigen wenigen Tagen im Jahr. An den restlichen 350 Tage im Jahr dagegen langweilt sich ein 5 Jahre alter Server vor sich hin....


Das sehe ich auch so. Auch sind meine Anforderungen an die Software in den letzten 5 Jahren fast nicht gestiegen. Ich verwalte derzeit nur rund 18% mehr Patienten als vor 5 Jahren.

Natürlich würde die IT-Industrie, hier CGM, gerne sehen wenn ich beim Servicepartner alle 3 Jahre einen neuen Server erwerbe. Aber dann frage ich mich: lohnt sich der EDV-Einsatz gegenüber den alten Karteikarten wirklich?

Diesbezüglich hatte ich mich mal mit einem Kollegen zusammen gesetzt der nur einen 'Abrechnungs-PC' mit Diagnosen und Ziffern betreibt, den Rest auf Karten. Der Aufwand (hier mehr Personal, bei mir mehr EDV) bilanzierte sich am Ende eines Jahres nahezu, und das obwohl der Kollege mit Diagnosen und Ziffern 'doppelte Buchführung' machen muss. Würde man dies abziehen, wären wir nahezu gleichauf. Soviel vom Märchen der Kostenersparnis einer Einzelpraxis(!) durch die EDV :o

Wenn ich jetzt noch alle 3 Jahre die Hardware erneuern würde... oh je, da habe ich andere Hobbies. Die EDV ist für mich nur Mittel zum Zweck.

Aber Danke für die vielen guten Hinweise!
Wenn ich das Gesagte für mich zusammenfasse: TurboMed ist in seinem technischen Kern nicht mehr auf dem Stand der Dinge, wurde anders als andere Programme(?), nicht auf dem Laufenden gehalten. Nächstes Jahr ist zwar der nächste Server geplant, aber hier frage ich mich wirklich, ob die Investition in eine zeitgemäße Software sich nicht eher rechnet, trotz dem Umstiegsszenario, das für mich die größte Hürde ist.
Martin H.
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